20.Dezember

Weihnachtsbilder 008Träumen vom … Weihnachtsmann, von Rudi the rednose reindeer, von der Südsee oder von der Wurst …

Jeder träumt von etwas anderem. Und wie Christine Schwaiger in ihrem Beitrag zum 19.Dezember schreibt, ist die Vorfreude auf etwas oft der schönste Traum, weil die Wirklichkeit vielleicht nicht so perfekt wird.

Ist Vorfreude denn überhaupt ein Traum? Aber sicher, ein wunderschöner Tagtraum.

Kinder werden wohl nun von ihren Geschenken träumen, die sie sich gewünscht haben. Als Kind habe ich mir vorgestellt, wie es sein wird, wenn ich einen Kaufmannsladen bekommen würde. Den habe ich allerdings nie bekommen. Dafür hat mein Vater für mich ein Puppenhaus gezimmert, mit einem Wohnzimmer, einem Schlafzimmer, einer Küche, einer Toilette. Das Haus hatte einen umlaufenden Balkon. Meine Mutter hat es noch liebevoll ausgeschmückt, mit Gardinen, Teppichen, Tapeten und Möbeln. Über Batterien war das Haus beleuchtet und eine Klingel an der Haustür konnte den Besuch mit Klingeln ankündigen. Es war einfach perfekt. Ich kann heute noch dieses Gefühl zurückrufen, wie ich dieses Puppenhaus beleuchtet unter dem Weihnachtsbaum gesehen habe. Es hat mich einfach umgehauen. Ich habe kein Wort mehr herausgekriegt. Dabei hatte ich mir das gar nicht gewünscht.

Was aus dem Traum vom Kaufmannsladen geworden ist? Meine Cousine hat einen bekommen und wir haben dann gemeinsam das eine Mal mit dem Kaufmannsladen und ein anderes Mal mit dem Puppenhaus gespielt. Und raten Sie mal, auf was meine Cousine ein bisschen neidisch war?

Bleibt noch die Frage, von was träumen Hunde? Ja, so einfach ist das nicht zu beantworten. Aber sie träumen ganz bestimmt. Wenn Vicki und Mimi im Sessel neben meinem Schreibtisch schlafen, gibt es immer wieder Phasen, die sich mit sehr intensivem Atmen ankündigen. Ich kann dann sehen, wie ihre Augen sich bewegen. Oft kann ich dann eine ganz eigene Art des Bellens vernehmen, nicht das normale „Wuff“ oder „Wau“ sondern ein ganz leises „Wiff“ oder „Grrr“. Mimi, die vom Charakter aktivere, sieht man mit ganz kleinen Bewegungen hinter etwas „herlaufen“. Also ich glaube, Vicki träumt von einer Wurst, die sie auch mal verteidigen muss, und Mimi träumt von Nachbars Katze, die sie erfolgreich vertreibt.

Träumen ist etwas ganz Wichtiges und Schönes. Und es hilft bei aller Mühsal, die das Leben manchmal beschert. Noch ein Spruch von Immanuel Kant:
„Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen:
Die Hoffnung, der Schlaf (das Träumen, ist von mir) und das Lachen.“

2 thoughts on “20.Dezember

    • Wer keine Träume im Sinne von Visionen, Wünsche mehr hat ist sicher zu bemitleiden. Ich denke, dass nur Träume, Visionen und Wünsche die Menschheit weiterbringen also „Leben lassen“.

      Wer im rein physischen Sinne keine Träume mehr hat, wird wahrhafttig krank. Denn beim Träumen regeneriert sich das zentrale Nervensystem und damit die Psyche. Das alles kann man als körperlichen Reparatur-Prozess bezeichnen.
      Und wer sich nicht mehr regenerieren kann, …

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