23.Dezember

heilige NachtEinmal werden wir noch wach…

Der Tag vor dem heiligen Abend hat so seine besondere Stimmung. Die meisten Vorbereitungen sind nun getroffen, der Weihnachtsbaum ist oft schon ins Weihnachtszimmer eingezogen, so dass die Zeit für einen kleinen Abendspaziergang übrig ist. Ich liebe es, die Beleuchtung in den Fenstern zu betrachten und vielleicht meine eigenen Geschichten zu dem einen oder anderen Fester zu ersinnen.

Joseph von Eichendorff hat in seinem Gedicht „Weihnachten“ diese Stimmung eingefangen.

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend‘ geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen-
O du gnadenreiche Zeit!

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