Architektur und Gesundheit

Bauhaus Treppenhaus

Erstaunlich wie sich Gedanken über Jahrtausende wiederholen, ob Feng Shui oder Bauhaus-Architektur.

Da lese ich im Jahr des 100-jährigen Jubiläums der Bauhaus-Architektur einen Artikel in der Ärzte-Zeitung „Wie Architektur die Gesundheit beeinflusst“, die den Gedanken des Bauhaus-Gründers Walter Gropius aufgreift.

Moderne Architektur, so Gropius, solle „gleich der menschlichen Natur“ das ganze Leben umfassen. „Wir müssen uns mit der Ganzheit des Lebens auseinandersetzen.“

Die künftigen Architekten, Künstler und Gestalter sollten sich, bevor sie mit dem eigentlichen Studium begannen, zunächst in ihrem Menschsein begreifen.

Da ging es um Bewegung, Atemübungen, um Selbsterfahrung, Meditation, um Ernährung und vor allem auch um intensive und reflektierte Wahrnehmung. Die Bewegungs- und Konzentrationsübungen der Musikpädagogin Gertrud Grunow sollten die Studenten in ein inneres Gleichgewicht bringen. Pädagogische Arbeit, die auf Selbstbewusstsein und Identität abzielt.

„Wer sich selbst im eigenen Menschsein begreift, kann sein Gegenüber begreifen und dann für dieses gestaltend tätig sein.“
https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/praevention/article/984276/formende-formen-architektur-gesundheit-beeinflusst.html

In meiner Meister-Klasse zur traditionellen Feng-Shui-Berater-Ausbildung lehre ich etwas ganz ähnliches.

Die Ausbildung beginnt mit medialen, schamanischen Techniken und dient dazu sich mit sich selbst zu befassen damit der Schüler Zugang zu seiner Intuition und den Energien seiner Umwelt finden kann.

Der Berater soll frei sein von Vorlieben, Abneigungen und eigensüchtigen Gedanken. Er soll eingebunden in die natürlichen Prozesse des Lebens und authentisch im Sein und Handeln sein.

Erst wenn der Schüler erkannt hat, was ihn persönlich ausmacht, was seine Authentizität ist, dann kann er auch das Individuelle in seinen Klienten sehen und respektieren.

Ein Schüler soll seine geistige, seelische Verfassung vor der Tätigkeit als Feng-Shui-Berater schulen und lernen sie vor einer Beratung zu überprüfen. So wie er einen Ort, den er bewerten will, überprüft und dabei auf intuitive Gefühle der Situation achtet.
http://www.jendrosch-feng-shui.de

Hypnose, Meditation und Co. unterstützen bei Glaukom

Grafik: Prof. Dr. Bernhard Sabel zur Pressemitteilung: https://idw-online.de/de/news709794 Meditation: Eine neue Therapie zur Verringerung des Augeninnendrucks bei Glaukom
Grafik: Prof. Dr. Bernhard Sabel zur Pressemitteilung: https://idw-online.de/de/news709794

Schon im Jahr 2016 wies die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft darauf hin, dass Entspannungsübungen Patienten, die unter der Augenerkrankung „Grüner Star“ leiden, helfen können. Hier wurde auf Studien hingewiesen, die zeigten, dass Hypnose, autogenes Training oder Musiktherapie den Augeninnendruck senken, die Durchblutung des Sehnervs verbessern und so den Krankheitsfortschritt bremsen können. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) sieht in Entspannungsübungen eine sinnvolle Ergänzung zur ärztlichen Therapie.

https://www.dog.org/wp-content/uploads/2016/03/PM-DOG-Entspannungsmethoden-bei-Glaukom_F.pdf

Eine neue Studie, veröffentlicht 1/2019, im Journal of Glaucoma zeigt, dass Achtsamkeitsmeditation den Augeninnendruck bei Patienten mit grünem Star erheblich senkt, stressbedingte Biomarker reduziert und die Lebensqualität deutlich verbessert

Prof. Dr. Bernhard Sabel vom Institut für Medizinische Psychologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Koautor der Studie, fügte hinzu: „Die Studie legt nahe, dass psychischer Stress eine der Hauptursachen für erhöhten Augeninnendruck ist. Die Anwendung dieser uralten Meditationstechnik zur Verringerung von Stress ist ein wirksames Mittel, um das Gesamtbefinden der Patienten, und nicht nur das Auge, mit einem ganzheitlichen Ansatz zu behandeln und das allgemeine Wohlbefinden der Patienten zu verbessern.“

Pressemitteilung: https://idw-online.de/de/news709794

Das chinesische Jahr des Schweines 2019

Das chinesische Jahr des Schweines beginnt am 05.02.2019 und endet am 24.01.2020. Es  steht unter der Regentschaft des Erde-Schweines.

In der chinesischen Symbolik steht das Schwein für Glück, Reichtum und Zufriedenheit. Das Schwein ist ein treuer Freund, hat ein offenes Herz und bedankt sich mit viel Fröhlichkeit und Verständnis. Deswegen könnte es sein, dass der verheißene Reichtum eher seelischer und weniger materieller Art sein wird.

Das Wichtigste für das Schwein sind Familie und Freunde. Um Familie und Freunde sorgt sich das Schwein gern und fühlt sich in dieser Gruppe geborgen. Das Schwein beschenkt seine Mitmenschen gern mit Großzügigkeit und Wohlwollen. So könnte 2019 ein rundum gemütliches und gesellschaftliches Jahr werden. Am glücklichsten wird dieses Jahr derjenige sein, der sich für soziale Einrichtungen oder die Gemeinschaft einsetzt.

Aber ein Schwein kann auch anders. Wenn es in die Enge getrieben wird oder sein persönliches Umfeld verteidigen muss, dann kann es zur „wilden Sau“ werden. Denken wir nur an die Gefährlichkeit von bedrohten Wildschweinen, wovon manch Jäger berichten kann.

Das Erde-Schwein ist übrigens das vernünftigste Schwein. Es lässt sich nicht so schnell in Rage bringen und ist sehr verlässlich. Schweine sind auch sehr intelligent und anpassungsfähig.

Die Qualität der Sterne für das Jahr 2019 ist überwiegend gut.

Das Jahr wird sich durch Reichtum und Glück positiv begleitet. Familie und Kreativität sind die Wurzeln dafür. Es können Partnerschaftskonflikte auftreten und der Wissenserwerb steht unter keinem glücklichen Stern.

Die Tendenzen der Monate:

An den restlichen Tagen im Februar kann das Streben nach Reichtum krank machen und zu finanziellen Einbußen führen. Beim Konkurrenzkampf am Arbeitsplatz wird unter Umständen nicht klug gehandelt. Beim Wintersport können Beinverletzungen die Folge sein, besonders bei jungen Männern.

Im März können wir uns guter Gesundheit und beruflichen Erfolges erfreuen. Beruflicher Erfolg führt zu finanziellem Erfolg, Anerkennung und Popularität. Es können Probleme mit dem Magen und im Mundbereich auftreten. Ein Wohnortwechsel kann anstehen..

Im April sind glückliche Ereignisse zu erwarten. Durch Missverständnisse kann es zu Beziehungsproblemen kommen.

Im Mai stehen vorteilhafte Gelegenheiten für die Finanzen vor der Tür. Allerdings ist der Mai sehr ungünstig für Partnerschaften und wir neigen zu Krankheiten.

Im Juni steht das Glück an unserer Seite. Allerdings fühlen wir uns leicht erschöpft und haben einen Mangel an Kreativität.

Im Juli genießen wir hohes Ansehen und finanzielle Erfolge. Im Biergarten sollten wir lieber das Bier stehen lassen, weil Leberprobleme auftreten könnten. Wir fühlen uns weiter erschöpft und psychisch instabil.

Wer im August seinen Urlaub macht, sollte besonders auf sein Essen achten. Es stehen Verdauungsprobleme wegen verdorbener Speisen in den Sternen. Allgemein lässt die Gesundheit zu wünschen übrig

Im September gewinnen wir unsere Kraft und Gesundheit zurück. Den Konkurrenzkampf am Arbeitsplatz gewinnen wir und es winkt uns ein Karriere-Fortschritt.
Aber Vorsicht vor Unfällen!

Im Oktober sollten wir trotz guter Finanzen Vorsicht bei Investitionen walten lassen.

Im November ist eine gute Zeit für Prüfungen jeder Art.

Im Dezember läuft alles wie am Schnürchen. Unsere Gesundheit ist stabil. Die Finanzen stimmen und wir erfreuen uns hohen Ansehens. Eventuell wird ein Wohnortwechsel notwendig.

Im Januar 2020 könnte es auf der Silvesterparty zu Mistverständnissen kommen und in Folge davon zu Beziehungskonflikten. Aber glückliche Ereignisse werden uns reich entschädigen.

Alles im Allen wird das Jahr des Erde-Schweines 2019 ein erfolgreiches Jahr mit geselligem Miteinander, glücklichen, zufriedenen Stunden und einer hervorragenden finanziellen Basis.

Und denkt stets daran: in der chinesischen Tradition zeigen die Sterne die Qualität einer Zeit und deren Möglichkeit, aber kein unabwendbares Schicksal. Sie können mit klugen Verhalten jederzeit selbst entscheiden und unseren Weg beeinflussen.

Ich wünsche allen ein erfolgreiches Jahr des Schweines 2019.

Mir persönlich machen die Aussichten Mut erwartungsvoll ins neue Jahr zu schauen. Ich wünsche mir von Herzen ein unbeschwertes Miteinander, Hilfsbereitschaft, Treue  und viele Glücksmomente.

In diesem Sinne, Happy New Year,
Eure Birgitt Jendrosch

Gute Vorsätze zum neuen Jahr – schon gebrochen?

Was machen Ihre guten Vorsätze? Sind sie schon wieder in irgendeiner Schublade verschwunden? Oder halten Sie noch durch? Und wenn ja, glauben Sie noch an den Erfolg?

Vorsätze zum neuen Jahr sind meist nicht sehr lang anhaltend. Deswegen gibt es keine guten Vorsätze mehr, die ich auf ein Datum terminiere, schon gar nicht zum Jahreswechsel. Ich erkläre Ihnen auch gern, warum ich davon gar nichts halte.

Alle guten Vorsätze, von denen ich nicht so überzeugt bin, dass ich sie am liebsten schon Morgen umsetzen möchte, sind Vorsätze, die meist aus einer Laune, aber nicht aus einer Überzeugung geboren wurden.

Was macht den Unterschied? Einer Laune gebe ich leicht nach und stelle schnell fest, dass sie schwer umsetzbar, nicht einzuhalten und nicht in mein Leben integrierbar ist.Eine Überzeugung dagegen schwelt eventuell schon lange Zeit in mir. Ich habe mich schon lange mit ihr auseinander gesetzt, habe darüber recherchiert, habe Vor- und Nachteile abgewogen und bin zu einem Ergebnis gekommen. Nämlich dem Ergebnis, dass ich trotz aller Widrigkeiten diese Überzeugung in meinem Leben willkommen heiße.

Gut, das hört sich ein bisschen schwülstig an. Aber genau darum geht es, wenn ich Durchhaltevermögen benötige. Dabei ist es egal ob es nun der tägliche Sport, die angestrebten 10 Kilo Abnahme, das Lernen von neuen Aufgaben, der ehrenamtliche Einsatz für andere Menschen, oder, oder, oder ist. Ich muss es wirklich wollen.

Dann kommt noch etwas hinzu: der innere Schweinehund, der täglich überwunden werden will. Und bitte seien Sie nicht zu hart mit sich, wenn er mal die Oberhand behält.

Egal, ob es ein Stückchen Schokolade (oder die ganze Tafel) gewesen ist, anstatt der Diät. Oder doch lieber ein Buch auf dem Sofa in die Decke gekuschelt, anstatt Jogging. Oder ein Liebesroman anstelle des Lehrbuches… Vergeben Sie sich und fangen Sie den nächsten Tag wieder an, als wenn es keinen Ausrutscher gab.

Anfang 2018 hatte ich mir fest vorgenommen jeden Tag meine Yoga-Übungen zu machen. Ich behaupte mal, dass ich das tatsächlich bis auf vielleicht 20 Tage auch geschafft habe. Manchmal hatte ich keine Lust, habe mich sprichwörtlich in den Allerwertesten treten müssen. Manchmal fühlte ich mich nicht wohl, habe mir aber vorgestellt, danach geht es dir wieder besser und so war es auch. Die Tage, an denen ich meine Übungen nicht erledigt habe, habe ich mich morgens ganz bewusst entschieden, darauf zu verzichten. Das hört sich vielleicht etwas merkwürdig an, bedeutet aber, dass ich mir sozusagen im Voraus Absolution erteilt habe.

Das könnte auch für Sie ein Erfolgsrezept sein. Entscheiden Sie sich bewusst zu Ihrem guten Vorsatz. Wägen Sie alle Vor- und Nachteile ab und verzeihen Sie sich Verstöße, weil Sie sich schon im Voraus bewusst dazu entschieden haben.

Und noch eins, der Beginn eines neuen Jahres ist nur der Beginn einer neuen Zählung. Meine Großmutter hätte gesagt, morgen beginnen wieder 100 neue Tage. Deswegen legen Sie Ihre Entscheidung nicht auf einen angeordneten Termin, sondern auf einen von Ihnen bewusst gewählten Tag.

Am Heiligen Abend

Der Heilige Abend lässt Kinderherzen und die Herzen derer, die sich ein bisschen Kindlichkeit bewahrt haben, höher schlagen. Das Warten auf die Bescherung und diese magische Nacht stellt manchen auf die Geduldsprobe.

Aber dann! Wenn das Glöckchen läutet!

Dann gibt es glänzende Augen, erstaunte, überraschte und freudige Gesichter!

Ich wünsche euch allen ein fröhliches und ruhiges Weihnachtsfest!

Genießt und erfreut euch dieser Zeit.
Eure Birgitt Jendrosch

Gib einem Kind deine Hand

Heute habe ich Bilder sortiert. Da fiel mir dieses in die Hände. Sogleich summte ich das Lied, das Nana Mouskouri singt, und fand es passt ausgezeichnet zum 4. Advent.

Lasst euch mal wieder von einem Kind verzaubern, lasst euch zeigen, was wirklich zählt, nehmt seine unverfälschte Zuneigung an, lasst euch von seiner Fröhlichkeit anstecken. Und vor allem, erkennt das Geschenk, das euch gemacht wird. Vieles ist nur auf Zeit und wird sich wandeln. Es liegt auch an euch, wenn der Wandel sich positiv gestaltet.

Gib einem Kind deine Hand.
Steh noch einmal wie gebannt
vor Winzigkeiten die Dir längst bekannt.
Gib einem Kind deine Hand

Halt ein Kind in Deinem Arm,
hilflos und wehrlos und warm.
Und Du wirst hilflos und wehrlos dabei.
Halt ein Kind für Zauberei

Tröste ein Kind wenn es weint.
Und was Dir wichtig erscheint,
vor seinen Sorgen zählt das gar nicht mehr.
Sorgen der Kinder sind schwer.

Schenk einem Kind Deine Zeit,
Zuneigung und Zärtlichkeit.
Tausch Deine Hast gegen Fröhlichkeit ein.
Und Du wirst selbst wieder klein

Halt ein Kind auf Deinen Knien.
Und bald wird es Dich erzieh’n.
Wie wertlos wichtige Dinge oft sind,
lernst Du erst von einem Kind

Zeig einem Kind selbst zu geh’n,
auf eigenen Füßen zu steh’n.
Die ersten Schritte noch so ungelenk.
Halt ein Kind für ein Geschenk.

Dann lern Du, ihm nicht im Wege zu steh’n.
Lerne Dein Kind fortzugeh’n.

Musik: Yves Duteil / Text: Reinhard Mey

Die Werkstatt des Weihnachtmanns

Kurz vor dem Heiligen Abend, fand ich oft verräterische Spuren. Ich bekam z.B. jedes Jahr für meine Puppen neue Kleider. Und da lag auf einem Mal ein Stoffschnipsel auf dem Flur. Oder aus dem versperrten Zimmer, in das ich nicht gehen durfte, konnte ich Klopfgeräusche oder Rumpeln hören.

Wenn ich meine Mutti fragte, dann sagte sie: Weißt du, in dem Zimmer arbeitet der Weihnachtsmann an den Geschenken. Dass du mir nicht durch das Schlüsselloch guckst! Und stör ihn nicht!

Zeigte ich ihr den Stoffschnipsel, sah sie sich diesen ganz erstaunt an und sagte: Den haben sicherlich die Englein, die dem Weihnachtsmann helfen, verloren.

Und ich wurde immer aufgeregter und hätte so gern doch mal durchs Schlüsselloch geschaut. Getraut habe ich mich allerdings nicht.

Oben seht ihr meine Puppe Uschi mit einem Kleid, das meine Mutti genäht hat. Ihr könnt daran sehen, mit wie viel Liebe und Details sie das Puppenkleid ausgestattet hat. Heute bin ich mir sicher, dass sie eines von den Engeln war.

An diesem Tag schicke ich einen lieben Gruß in den Himmel und sage Danke für die wundervolle Geschichte über die Werkstatt des Weihnachtsmanns.

Geteilte Freude ist doppelte Freude

Jedes Jahr zum ersten Weihnachtsfeiertag kam Oma Luises Freundin (Kümmsche, wie sie sagte), Fräulein Schrader, zum Weihnachtsmahl.

Fräulein Schrader bestand auf die Anrede Fräulein, weil sie stolz darauf war unverheiratet zu sein und ihr Leben dennoch in einem gewissen Wohlstand zu leben. Ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, ob sie Köchin bei besseren Herrschaften oder Haushälterin war. Auf jeden Fall waren die Möbel und alles weitere Inventar in ihrem eigenen Haus sehr erlesen.

Zum Leidwesen meiner Eltern, die lieber etwas länger geschlafen hätten, kam sie schon früh am Morgen, um sich „nützlich“ zu machen. Es gab immer eine Vorsuppe aus einem großen Suppenhuhn, weil meine Oma sie so liebte. Danach einen Braten, an den ich mich nicht mehr so gut erinnere, weil er mir als Kind nicht besonders wichtig war, außer es war ein Sauerbraten. Dazu wurden Kartoffelknödel und Rotkohl gereicht und ein russischer Salat aus Erbsen, Möhrchen, Eiern, Sardellen und Kapern.

Nach dem Essen wurde abgeräumt und sofort abgewaschen. Ich hatte immer den Eindruck, dass sie das gemeinsame Arbeiten besonders genoss. Natürlich auch das gemeinsame Essen.

Es war eine Freude ihr zuzugucken, wie sie still und genussvoll in unserer Runde saß.

Meine Gedanken gehen sehr oft an sie zurück. Ich habe nie gefragt, warum eine „Fremde“ an unserem Weihnachtsessen teilnahm. Mir ist heute klar, dass sie zum Weihnachtsfest nicht allein sein sollte.

Gut, Fräulein Schrader war nicht wirklich eine Fremde. Aber hat der eine oder andere von euch schon mal darüber nachgedacht, was er für einsame Menschen zu Weihnachten tun könnte? Es muss keine Einladung in die Familie sein. Lasst euch doch etwas Originelles einfallen, um Leid zu lindern. Es gibt genug vor der eigenen Haustür. Sperrt die Not und das Leid nicht aus, sondern nehmt sie wahr. Wir können nicht überall helfen, aber jeder für sich kann etwas Kleines bewegen. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40)

Denkt daran:
Geteilte Freude ist doppelte Freude und geteiltes Leid ist halbes Leid.

Weihnachtslied

Während den kirchlichen Weihnachtsliedern zum Teil etwas Mystisches, Mächtiges anhaftet oder über die Geburt des Jesu-Kindes als unseren Heiland und Retter berichtet wird, aber das Kind gleichzeitig zart, schutzbedürftig und ohne Macht in seiner Wiege liegt, werden in anderen Weihnachtsliedern weihnachtliche Bräuche wie der Weihnachtsbaum, das Glöckchen, Geschenke und weihnachtliche Begebenheiten wie Schnee und Schlittenfahrt besungen.

Es gibt neben diesen Weihnachtsliedern auch welche aus den Siebzigern des letzten Jahrhunderts, die zum Nachdenken anregen. Ein solches möchte ich euch heute vorstellen.

Es wurde im Jahr 1972 von H. Wohlgemuth geschrieben und von K. Moje vertont.

Wer nach Bethlehem fliegen will
in den Stall,
und wer meint,
dort ist auf jeden Fall der Frieden
billig zu kriegen,
der sollte woanders hin fliegen.

Wer nach Bethlehem reisen will
zu dem Sohn,
und wer glaubt,
dort ist die Endstation
mit Vollpension für die Seelen,
der sollte was anderes wählen.

Wer nach Bethlehem gehen will
zu dem Kind,
und wer weiß,
dass dort der Weg beginnt,
ein jedes Kind nur zu lieben,
der könnte es heute schon üben.

Ich hoffe, es stimmt euch genauso nachdenklich wie mich. Vielleicht erkennt ihr darin eine wichtige Weihnachtsbotschaft.

Weihnachtskekse

Gestern habe ich noch einmal gebacken. In den ersten Keksdosen ist schon der Boden zu sehen …

Dieses Jahr haben wir mal auf den echten Dresdner Christstollen und Mohnstriezel verzichtet und haben uns selbst an die Arbeit gemacht. Meine Schwester hat zwei verschiedene Sorten Haferplätzchen und die von mir gewünschten Eierplätzchen gebacken. Ich habe Schoko-Nuss-Häufchen und, weil davon 4 Eiweiß übrig waren, Baiser gebacken.

Nun lasse ich euch (zumindest optisch) an meinen Walnusskeksen und Zimttalern teilhaben.

Ganz ehrlich, früher hat mir Weihnachtskekse backen und essen mehr Spaß gemacht. Ich habe dann den Teig mit Hingabe ausgerollt und die Plätzchen ausgestochen (und natürlich schon den Teig probiert). Wenn die ersten Plätzchen gebacken aus dem Ofen kamen, konnte ich es kaum erwarten, sie zu probieren. Am meisten habe ich die Plätzchen geliebt, die meine Mutter Brandenburger nannte. Sie waren ordentlich braun gebrannt und sind nach heutiger Erkenntnis „ungesund“. Wie schön war es, wie wir noch Ungesundes ohne schlechtes Gewissen essen durften (auch weil wir ansonsten nur gesund gelebt haben).

Wir haben ganz bewusst auf alte Rezepte zurückgegriffen, denn die neumodische Art mit hundert (na ja, ein bisschen übertrieben) verschiedenen Zutaten schmeckt mir nicht. Ich möchte gern am Geschmack auch den Inhalt erkennen können.

Die Kekse meiner Kindheit waren Mürbeteigplätzchen, Spritzgebäck, Kokosmakronen. Von meiner Tante Lisa kam immer ein Paket mit Zuckerplätzchen an. Von meiner Tante Ilse habe ich besonders den Heidesand geliebt.

Ich hoffe, ich habe euch jetzt den Mund wässerig gemacht und ihr schaut mal nach, was ihr noch backen könntet.