Mein Urlaubstagebuch 2017: Woche 4

Tag 1:
Manchmal passt eben alles. Mir sind alte Aufzeichnungen und Bücher zum Gärtnern in die Hände gefallen. Mittlerweile habe ich allerdings so viel im Kopf, dass ich noch nicht genau weiß, wo ich anfangen soll mit meiner Seite „Altes Gartenwissen“ https://www.facebook.com/FranzundLuise/

Ich warte am besten noch auf eine „Eingebung“.

Tag 2:
In unserer Schlehe häufen sich die Vogel-Besucher. Heute habe ich einen Dompfaff entdeckt, der sich ausgiebig auf einem Zweig putzte. Mir schwant Schlimmes. Wahrscheinlich werden wir von den Schlehen genauso viel abbekommen wie von unseren Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren,… nämlich NICHTS! Und für die Weintrauben sehe ich auch schwarz.

Seit Koniferen in die Gärten eingezogen sind und Vogelbeerbäume systematisch ausgerottet wurden und Anderes mit Netzen verteidigt wird, haben es die Vögel mit dem Futter nicht leicht … außer bei uns im Garten … Ich bin dafür, dass sie in Zukunft auch nur noch für uns singen …

Tag 3:
Heute habe ich ganz viel zugehört und erzählt. So ist es, wenn Freunde zu Besuch sind.

Der Tagesabschluss war wundervoll mit „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach aus dem Jahre 2011, Nationaltheater München mit Ronaldo Villazón , Diana Damrau und Angela Brower in den Hauptrollen. Herrlich!

Tag 4:
Die Sonne scheint und ich werde wieder im Garten aktiv. Jetzt rücke ich der Fichtenhecke zu Leibe.

Manchmal lohnen sich die Fernsehgebühren doch noch. Heute habe ich auf Arte den Film „Reise nach Indien“ von David Lean aus dem Jahr 1984 gesehen. Er spielt in der Kolonialzeit und zeigt alle Charaktere, die es heute auch noch gibt. Die, die sich immer und immer wieder über andere stellen werden, missgünstig und neidisch sind und solche, die einfach Mensch sind. Das wird sich wohl nie ändern.

Tag 5:
Ein nerviger Tag.. Ich rede lieber nicht darüber. Sonst gebe ich nur Menschen und Dingen Macht über mich, die ihnen nicht zustehen. Ignorieren ist manchmal die beste Methode.

Mein Motto für diese Fälle: Unrat vorbeischwimmen lassen.

Tag 6:
Bei mir sind schon weihnachtliche Gefühle aufgestiegen.

Nein, ich habe noch keinen Lebkuchen gekauft. Aber das Schnittgut meiner Fichtenhecke weckt Erinnerungen an den Weihnachtsbaum, der Heutzutage schon lange nicht mehr so gut riecht. (Vielleicht, weil ich einen aus Plastik habe … ???)

Tag 7:
Heute gehe ich wieder zur Weiterbildung ins Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Das heutige Thema ist Sucht und Psychosen.

Leider mache ich gerade in meinem näheren und weiteren Umfeld die Erfahrung, dass es Jung wie Alt und Mittelalt betrifft. Nimmt es wirklich zu? Oder ist das nur mein persönlicher Eindruck?

Aber ich will die Woche nicht mit ausschließlich ernsthaften Aussichten beschließen. Ich kann auch etwas für mich ausgesprochen Schönes berichten.

Endlich habe ich jetzt wieder passende Brillengläser. Weil meine Augen nach der grauen Star Operation sehr lichtempfindlich sind, habe ich mir sogar eine Sonnenbrille geleistet. Totschick mit verspiegelten Gläsern, bisschen Retro-Look à la Grace Kelly. Vielleicht teile ich ja mal ein Foto, wenn ihr mich schön bittet…

Mein Wochen-Fazit:
Unrat vorbeischwimmen lassen!
Nach den Lichtblicken des Lebens Ausschau halten!

Mein Urlaubstagebuch 2017: Woche 3

Tag 1:
Heute habe ich an einer informativen Weiterbildung zu depressiven Erkrankungen am Max-Planck-Institut für Psychiatrie teilgenommen. Ihr wisst, ich habe keine Heilerlaubnis und möchte auch nicht behandeln. Vielmehr ist mein Anliegen die Prävention. Und je schneller man etwas erkennt… desto besser kann man gegensteuern…

Weil ich zu der Veranstaltung viel zu früh da war, habe ich die Zeit genutzt mich in einen nahegelegenen Park auf einer Bank an der Natur zu erfreuen. Vor der Bank war ein kleiner, plätschernder Sprudelstein. Irgendwann kam mir etwas doch merkwürdig vor. Es sah aus wie ein zusammengebundener brauner Socken. Als ich genauer hinsah, war es ein braunes Eichhörnchen das ausgiebig seinen Durst stillte. Das habe ich in freier Wildbahn noch nie beobachten können. Das kleine Putzi habe ich noch eine Weile weiter in den naheliegenden Sträuchern und Bäumen beobachtet.

Diese Erlebnisse gingen gleich in mein 21-Tage-Dankbarkeitsbuch:
Ich bin dankbar, dass ich das Eichhörnchen bemerken und beobachten konnte.
Ich bin dankbar, für die Viertelstunde Stille und Ruhe auf der Bank im Park.
Ich bin dankbar, für eine ausgezeichnete Weiterbildung und neue Erkenntnisse.

Tag 2:
Im Phlox habe ich nach langer Zeit mal wieder ein Taubenschwänzchen gesehen. Mit blitzschnellem Flügelschlag flatterte er von einer Blüte zur nächsten, saugte im Flugstillstand den Nektar, wie ein kleiner Kolibri.

Auf dem Sommerflieder lassen sich die unterschiedlichsten Schmetterlinge zum Naschen nieder.

Welt, so gefällst du mir!

Tag 3:
Es ist kühl (nur 18 Grad) und schauerlich. Die richtige Stimmung drinnen ein Buch zu öffnen und den eignen Gedanken nachzuhängen.

Tag 4:
Wird es nach dem „Diesel-Gate“ auch bald ein „Holz-Gate“ geben?

Mich schmerzen der Anblick von abgeholzten Wäldern und die Stapel von Holz zum Heizen vor den Häusern. Feinstaub aus den Holzöfen ist kein kleiner Anteil, aber das ist ja draußen vor der Tür.

Da bin ich dankbar für jeden Menschen, der einen Baum pflanzt und ihn hegt und pflegt und für die Förster und Naturschützer, die sich für den Wald und einen schonenden Umgang mit ihm einsetzen.

Tag 5:
Ich habe heute die Kieselsteineinfassung eines Beetes wiedergefunden… unter Moos und Wildkräutern war sie in einen Dornröschenschlaf gefallen.

Pule ich nun alle Steine einzeln raus und reinige sie oder schütte ich neue oben drauf? Ich glaube, das entscheide ich nächstes Jahr…

Mit jedem Freischneiden, Entkrauten kann ich wieder besser durchatmen. Luft, Sonne und Freiheit brauchen Pflanzen und Menschen!

Tag 6:
Heute laaaaang geschlafen. Das tut mal richtig gut. Das Fenster zu und man hört keine Nachbarn, die schon früh zur Arbeit müssen und vorher ihre Hunde (natürlich kläffend) hinaus lassen.

Wie schön ist es, einfach tun zu dürfen, wozu man Lust hat.

Tag 7:
Heute habe ich mir einen Wunsch erfüllt. Lange träume ich schon von einer Gruppe, in der ich mein gesammeltes Gartenwissen teilen kann. Heute habe ich sie auf Facebook eingerichtet. Der erste Schritt. Inhalte folgen.

Solange ich denken kann, habe ich in Gärten gelebt und gearbeitet. Als Kind habe ich zugeschaut, mitgeholfen, gefragt und zugehört und meinen ersten eigenen kleinen Garten bekommen.

Nun ist es Zeit, mein Wissen zu teilen!

Mein Urlaubstagebuch 2017: Woche 2

Tag 1:
Manchmal darf man auch im Urlaub nachdenklich sein.

Die Veränderung einer Lebensgemeinschaft geht unaufhörlich fort. Die Älteren werden pflegebedürftig, kommen in ein Pflegeheim. Die Jüngeren ziehen wegen Studiums oder Arbeit an einen anderen Ort. Andere ziehen wieder zu. So ist der Wandel beständig.

Tag 2:
Rasen mähen, Hecke schneiden. Gut das der Regen aufgehört hat. Die „Pipi“-Allee unserer Mädchen war schon ganz schön hochgewachsen. Abends sind beide freudig hin und her gelaufen und haben „Danke, Frauchen“ gesagt.

Heute ist mir nach Bücherlesen.

Tag 3:
Vicki ist ein bisschen „merkwürdig“ und hütet ihr Frauchen wie einen Augapfel. Bin ich außer Sichtweite wird jämmerlich geheult. Was so Läufigkeit mit einer Hündin macht. Ist das bei uns Menschen auch so???

Tag 4:
Treffen wir beim Gassi-Gehen auf eine uns bekannte Hundehalterin mit einer Hündin und einem Rüden. Ich rufe schon von Weitem „wir sind läufig“ und nehme Vicki auf den Arm. Antwort der Hundehalterin: „Was alle vier?“ „Nein, natürlich nur unsere Hündinnen. Die werden immer zusammen läufig. Das ist bei Frauen, die zusammenleben auch so, dass alle zur gleichen Zeit menstruieren.“ Antwort: „Iiiihhhh, ist das eklig.“ Ich frage lieber nicht nach, was sie meint und troll mich meines Weges. Das ist nicht ekelig, sondern evolutionär gesehen überlebenswichtig.

Frauchen unseres kleinen Bolonka-Hundefreundes weiß sofort Bescheid, wie wir unsere beiden Mädels auf den Arm nehmen. Wortlos wird der Hund angeleint. Geht doch auch so, oder?

Tag 5:
Unsere Scheinzypressenhecke sieht wieder aus wie eine Hecke und nicht wie Wildwuchs. War anstrengend, aber ich bin stolz auf mich.

Tag 6:
Huch, meine Heizung mag keine Wärme… dann macht sie einfach blau…
Ich hoffe, der nette Heizungs-Mensch hat den Fehler gefunden. Kalt duschen ist auch bei großer Hitze nicht der Hit für mich… jedenfalls nicht unfreiwillig…

Tag 7:
Im Urlaub soll man sich nicht ärgern. Aber ein bisschen reflektieren darf man schon, oder? Überall herrscht Respektlosigkeit. Wie seht ihr das?

Nachbarn, die ihre Hecken in unerschwingliche Höhen wachsen lassen, deren Sträucher überhängen, deren Unkraut uneingeschränkt wuchert.

Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften ihres Hundes frech auf Straße und Grünstreifen liegen lassen.

Offene Fenster, damit man am Familienleben teilnehmen darf.

Katzenbesitzer, deren Katzen ungehindert ihre Häufchen auf Rasen und Beeten platzieren, frisch gepflanzte Blumen herauskratzen, Jungvögel jagen und verspeisen. Für einfach erlegte Mäuse, der Katzenhunger wird zu Hause am Katzennapf gestillt, darf ich wohl kein Mitempfinden erwarten.

Zur nachtschlafenden Zeit kläffende Hunde oder laute Gespräche auf der Straße, im Garten und nicht zu vergessen die Grillparty mit dufter Mucke.

Plärrende Kinder und kein Versuch der Erziehungsberechtigten ihre Berechtigung auszuüben.

Das Holz im Kamin verheizen, ohne jemals selbst einen Baum zu pflanzen.

Wie war das?

„Schreiben Sie sich 21 Tage jeden Tag 3 neue Dinge auf, für die Sie dankbar sind. Nach 21 Tagen beginnt das Gehirn nach positiven Dingen in der Welt Ausschau zu halten anstatt nach den negativen.“

Das ist ja Arbeit im Urlaub… Ich berichte in 3 Wochen…

Mein Urlaubstagebuch 2017: Woche 1

Tag 1:
Ich habe mir einen Vortrag über Chakren angehört. Chakren sind z.B. aus der Yoga-Tradition bekannt. Existieren aber auch in anderen Kulturkreisen und Traditionen.  Eigentlich wollte ich mir ja einen Vortrag, wenn Energie auf Farben trifft anhören. Die Referentin hatte leider einen Todesfall in der Familie. Die „Ersatz“-Referentin war sehr breit gefächert in ihrem Wissen und der Vortrag hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es wenig um Farben ging.

Tag 2:
Ein weiterer Vortrag stand auf meinem Plan „Die Lehren des Qigong“. Sehr interessant vorgetragen von der Referentin mit einem breiten Wissen über die traditionelle chinesische Medizin.
Es gibt immer wieder Menschen, die mich mit ihrem Wissen überraschen. Danke!

Tag 3:
Faulenzen!!! Buch lesen, rumpuzzeln.

Tag 4:
Einen gut besuchten Vortrag: „Psychologie der Emtionen“ von einem äußerst selbstbewussten, oder soll ich lieber sagen selbstherrlichen, Referenten angehört. Seine Aussagen provozierten mich. Wissenschaftliche Beweise wurden falsch zitiert oder negiert oder einfach lächerlich gemacht.

Da frag ich mich, warum erscheinen Frauen mit großem Wissen so klein und mit Luft aufgeblähte Männer so groß?

Tag 5:
Hat so dahingeplätschert.

Tag 6:
Heute suche ich mir eine neue Brille mit passenden Brillengläsern aus! Ich freue mich darauf.

Tag 7:
Der große Regen hat aufgehört, nur noch kleiner Regen…
Die Nachrichten, die über die Überflutungen in Niedersachsen berichten, sind wie eine Zeitmaschine für mich. Da tauchen Orte und Namen auf, die ich fast schon vergessen hatte.

Schulenberg,
der Ort, der von der Okertalsperre „geschluckt“ und weiter oben wieder aufgebaut wurde.

Radau,
das Flüsschen, das dem Radauer Wasserfall seinen Namen gab. In der Nähe gab es einen Märchenwald.

Schladen,
wo es so gute Windbeutel gab.

Goslar,
eine Stadt mit viel Flair und Sehenswertes: Zwinger, Kaiserpfalz und vieles, vieles mehr. Dort bin ich zum Ballett-Unterricht gegangen und später in die Disco.

Abzucht,
Bächlein mit einem idyllischer Weg in Goslar. Den Blick darauf hatte ich aus der Ballett-Schule.

Warne,
der Bach entspringt dem Liebenburger Staatsforst zwischen Liebenburg und Salzgitter-Bad und hat einen ständigen Zufluss vom Plünnekenbrunnen. Kindheit pur!
Die Warne führte vor meiner Zeit zu mancher Überschwemmung der Altstadt Salzgitter-Bads bis sie verrohrt wurde.

Hildesheim,
die Stadt, in der ich viele Jahre das Stadt-Theater besuchte.

Rhüden,
da nahm ich immer die Autobahnauffahrt.

Braunschweig,
mit seinem angesehenen Staatstheater, in dem ich das erste Mal Carmina Burana gehört und gesehen habe.

Innerste,
an der ich manchen Spaziergang genossen habe und die Innerste-Talsperre, an der ich bei jeder Fahrt zu meinem Studienort Clausthal vorbeigefahren bin.

Jetzt aber wieder schnell in die Gegenwart!

Sommerpause 2017

Es ist mal wieder so weit! Dieses Jahr kommt es mir so vor, als wäre es noch gar nicht Zeit für die Sommerpause. Aber der Kalender und der Stand der Sonne sagen mir etwas Anderes.

Es ist Zeit! Sommerpause!!!

Sich in die Sonne legen, Wolken betrachten, Bücher lesen, faul sein und nur noch genießen.

Und das alles nur für Euch, meine lieben Leserinnen und Leser.
Schließlich fühle ich mich verpflichtet, nach der Sommerpause etwas Neues, Interessantes im meinem Angebot zu haben.

Ich weiß schon heute, welches Thema ich eingehender unter die Lupe nehmen möchte: Frauen!

Übrigens, da bin ich ganz gewiss EXPERTE. Ich weile nämlich schon über ein halbes Jahrhundert unter ihnen. Ich weiß, was Frauen bewegt, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben, was von ihnen erwartet wird, was sie bereit sind zu leisten und was nicht, wovon sie träumen, was ihnen Angst macht, was sie gern erreichen möchten, in welche Fallen sie immer wieder tappen, ach, und vieles, vieles mehr.

Ich weiß aber auch jetzt schon, liebe Mitfrauen, Nicht alles wird euch gefallen, weil es heißt, ihr müsst euren Allerwertesten bewegen. Frauenparagraph 1 wird außer Kraft gesetzt (ihr müsst nicht jedem gefallen, nur euch selber), Frauenparagraph 2 (weil ich ein Mädchen bin) allerdings auch.

Freut euch auf die neuen Themen. Ich tue es auch. Manches Thema werde ich noch in meinen täglichen Meditationen analysieren, in seine Bestandteile zerlegen und hoffentlich praxisgerecht wieder zusammenstellen.

Und liebe männliche Leser,
keine Angst, auch für euch fällt einiges dabei ab. Ich verrate euch doch zwischen den Zeilen erst einmal, wie Frauen ticken und alle Ergebnisse und Ratschläge könnt ihr natürlich ebenso gut anwenden.

Denn Birgitt-Paragraph 1 heißt:
Wir alle sind Menschen.

Ich wünsche euch eine wundervolle Sommerzeit. Ruht euch aus, lasst euch durch Natur, Kultur und alles, was euch begegnet inspirieren.

Am 15. September geht es weiter.

Eure
Birgitt Jendrosch

Liebe schon vorm Frühstück


Mimi links, Vicki rechts

Für meine Schwester und mich ist der 14. Juli oft ein ganz besonderer Tag. Für die Franzosen begann die Zeit der Veränderungen mit dem Sturm auf die Bastille, für uns ist es jeweils ein weiterer Meilenstein in unserem Leben.

  • 1993
    Aufstellung unseres Fertig-Doppelhauses
  • 2004
    Gauben kommen auf unsere Dächer. Durch Neugestaltung der Räume schaffen wir Platz für unsere Eltern. So erweitern wir im Oktober 2004 durch den Umzug der Eltern von Norddeutschland zu uns die Familie.
  • 2007
    zwei entzückende Welpen kommen in die Häuser

(Erinnerungen aus dem Buch „Mimi und Vicki, Liebe schon vorm Frühstück“, meiner Schwester Christel Jendrosch)

Seitdem ist das Leben einfach noch schöner. Auch wenn es von Zeit zu Zeit mehr Aufregung gibt, wenn ein Hund mal wieder Durchfall hat, erbricht, nicht fressen will oder krank ist, so überwiegt in der Summe die schöne Zeit mit Freude und ganz viel Zuneigung. Nicht einen Tag möchten wir missen.

Hunde haben eine wunderbare Energie, die sie an den geneigten Menschen großzügig weitergeben.

Sie teilen und vertreiben Sorgen. Sie trauern mit, wenn ein geliebter Mensch uns verlassen muss. Sie schenken uns ihre Liebe, egal wie wir uns fühlen oder aussehen. Sie spüren, wenn wir ihre Liebe besonders brauchen, weil wir krank sind, weil wir traurig sind, weil wir keine Energie haben und schmiegen sich eng an uns. Sie bringen uns wieder zum Lachen und sie fordern unsere Aufmerksamkeit ein, was dann wirkungsvoll ist, wenn wir in eine depressive Verstimmung abgleiten.

Und es ist einfach umwerfend, wenn man nach Hause kommt und von zwei kleinen Hunden schwanzwedelnd, wuselnd, manchmal auf dem Rücken liegend freudig empfangen wird.

Danke für 10 Jahre eurer Liebe und Zuneigung, Mimi und Vicki!
Auf dass wir noch lange zusammen bleiben!

Emanzipation im Alter wichtig für das Wohlbefinden

Tatsache ist, dass viele Frauen im höheren Alter allein leben.

Gründe dafür sind offensichtlich:

Die Scheidungsrate von langjährigen Ehen jenseits der Silberhochzeit oder sogar der Goldenen und Diamanten steigt in den letzten Jahren immer mehr an.

Frauen verlassen ihre Männer, weil sie in der verbleibenden Zeit noch etwas „Schönes“ erleben wollen. Bei Männern ist eher eine jüngere Partnerin im Spiel, weil man sich noch einmal beweisen will.

Die Erkenntnis kommt oft dann, wenn der Partner oder beide in Rente gehen. Man erkennt, dass der eine oder auch beide wie Singles nebeneinander her gelebt haben. Bestenfalls haben die gemeinsamen Kinder einen Halt gegeben und natürlich die Eltern die nötige moralische Stütze.

So rückt die Trennung oft erst dann in den Blickwinkel, wenn die Kinder ihr eigenes Leben leben und die Eltern verstorben sind. Die Kinder können dabei sogar Vorbild sein, man trennt sich heutzutage schneller und geht neue Verbindungen ein. Eltern sind als moralische Instanz nicht mehr vorhanden, man muss nicht mehr die „gute“ Tochter sein. Trennung ist gesellschaftlich nicht mehr geächtet, man muss sich also nicht mehr schämen.

Ja und die Lebenserwartung der Männer ist nun mal geringer, als die der Frauen.

Die Ergebnisse einer Studie des Helmholtz Zentrum München und der  Technischen Universität München sollten uns allerdings aufhorchen lassen.

Das Altern an sich ist nicht zwangsläufig mit einem Rückgang der Lebensfreude und Lebensqualität verbunden. Während schlechte Gesundheit kaum Einfluss auf das Wohlbefinden hat, erhöht das Alleinleben bei Frauen signifikant die Wahrscheinlichkeit für ein niedriges Wohlbefinden.

Mädels, was ist mit uns los?

Brauchen wir wirklich jemanden, um den wir uns aufopfernd kümmern können, selbst bei liebloser Behandlung?

Dann frage ich mich allerdings, warum ist es nicht die eigene Person, um die ihr euch kümmert?

Vielleicht ist es schwer allein zu sein, wenn man es nicht gewohnt ist. Vielleicht ist es schwer allein aus dem Haus zu gehen, wenn man sonst immer eine Begleitung hatte (hattet Ihr die wirklich?). Vielleicht ist es schwer, eigene Entscheidungen zu treffen und zu ihnen zu stehen, auch wenn sie mal falsch waren.

Aber bedenkt, das Leben ist voll von schönen Dingen. Für den Einen ist es ein Konzert, für einen Anderen eine Ausstellung, Kaffee trinken, Essen gehen, einfach träumen,…

Ich bin davon überzeugt, dass jedem von uns etwas Gutes einfallen wird, wenn wir uns nur den Raum und die Zeit geben darüber nachzudenken.

Emanzipiert euch!
Macht mal was Verrücktes!
Es ist nie zu spät!

Wissenschaft oder Humbug?

Frage:
Sie haben ein naturwissenschaftliches Studium absolviert. Ihr Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“ entspricht keinem wissenschaftlichen Standard. Es fehlen Verweise und es ist nicht nachzuvollziehen, woher das Wissen und die Methoden stammen. Warum beziehen Sie sich nicht auf anerkannte Studien?

Antwort:
Das Buch verfolgt keinen wissenschaftlichen Anspruch. Es soll vielmehr interessierte Laien ansprechen.

Die Buchliste am Ende des Buches verweist auf weiterführende Bücher, zum Teil von Medizinern, Psychologen, Pädagogen und Wissenschaftsjournalisten.

In den Texten verweise ich  immer wieder auf Studien samt Quelle.

Hypnose, Meditation, Bewusstsein, Unterbewusstsein sind vermehrt Objekte wissenschaftlicher Forschungsprojekte. Diese verfolge ich nahezu täglich. Aus meiner Sicht interessante Ergebnisse veröffentliche ich in meinem Blog www.jendrosch-blog.de und auf meinen Homepages www.jendrosch-hypnose.de, www.birgitt-jendrosch.de und von Zeit zu Zeit auch unter www.jendrosch-feng-shui.de unter der Rubrik „Bücher und Wissen“.

Für ein nächstes Buch nehme ich die Anregung aber sehr ernst und  werde mehr Verweise einfügen und als solche kenntlich machen.

Danke, für diesen Hinweis.

Auf was bist du bereit zu verzichten?

Im täglichen Leben habe ich oft den Eindruck, dass es allein darum geht, seine Meinung durchzusetzen. Da hört man dann am (männlichen) Stammtisch oder in der (weiblichen) Zumba-Gruppe, „Du wirst doch nicht etwa nachgegeben haben? Ich wäre da ganz hart geblieben. Auf keinen Fall hätte ich zurückgesteckt. Da musst du klare Kante zeigen. Für mich wäre da eine rote Linie überschritten.“

Psychologen, Psychiater, Coach, Paarberater oder ähnliche Berufsgruppen verfolgen nicht selten für ihre Patienten/Klienten genau das Ziel, Ihnen beizubringen, effektiven Widerstand zu leisten.

Ich bin der Meinung, dass wir uns zu selten die Frage stellen:

Auf was bist du bereit zu verzichten?

Jede Gemeinschaft, ob öffentlich, beruflich oder privat, ist darauf angewiesen, dass an „einem Strang“ gezogen wird. Das bedeutet auch, dass der egozentrische Ansatz dem gemeinschaftlichem Denken und Handeln weichen muss. Dazu sollte sich jedes Mitglied einer Gemeinschaft gut überlegen, auf was es zum Wohl Aller verzichten kann oder besser will. Wenn jeder sich überlegt, was er auf keinen Fall aufgeben will, das in der Gruppe kommuniziert, dann gibt es nicht so leicht eine böse Überraschung.

Als meine Schwester und ich zusammen bauten und damit gemeinsam entschieden, dass wir doch sehr eng zusammen wohnen würden, haben wir uns gleich zu Beginn dieser großen Entscheidung überlegt, welche Regeln wir uns geben wollten.

Z.B., wollten wir uns ein „schwarzes Brett“ im gemeinsamen Flur aufhängen, auf dem wir vermerken wollten, ob wir ungestört sein oder lieber gemeinsam essen, ratschen oder etwas unternehmen wollten. Ganz klare Regel war auch, wenn einer von uns Besuch hätte, würde er auf keinen Fall vom Anderen gestört. Es ging so weit, dass wir, weil unsere Terrassen direkt neben einander liegen, vereinbarten, in einen anderen Teil des Gartens zu gehen, um dem Anderen seine Privatsphäre zu gewähren.

Gut, dass wir so ausgiebig darüber geredet hatten…

Gebraucht haben wir unsere Regeln nie!

Meist endet es eher so, dass der Besuch fragt, kommt deine Schwester nicht?

Wichtig in allen Gemeinschaften, seien es Freundschaften, Ehen, Unternehmen uvm., ist es, sich gut zu überlegen, welche Regeln eingehalten werden sollen. Wenn man diese kennt, sich im Normalfall daran hält, ist es meist auch keine Affäre, über eine Abweichung davon zu reden.

In diesen Fällen empfehle ich entgegen dem schönen Spruch „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“ lieber „Reden ist Diamantenstaub!“ Diamantenstaub kann alles, was etwas holpert so wunderbar glätten und gangbar machen.

Versuchen Sie es gleich morgen, beim Partner, bei den Nachbarn, mit den Kollegen, bei allen Gelegenheiten, in denen es etwas knirscht, die meist durch Reden so leicht zu bewältigen sind.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit zauberndem Diamantenstaub!

Ich glaube an Ausgewogenheit

„Woran glaubst du?“ ist das Thema der ARD in dieser Woche. In der Sendung „plusminus“ wurde dazu ein Beitrag gesendet, der mehr oder minder meine Erkenntnisse der letzten Jahre bestätigte. Er war getitelt mit „Esoterik für alle: Wie Ersatzreligionen an unser Geld kommen“.

Eins vorne weg:
Esoterik ist ein knallhartes Geschäft, deren Umsatz bei 20 bis 25 Milliarden liegt. Trendforscher sprechen 2025 sogar von 30 Milliarden Euro. Da ist es normal, dass sich auf dem Sektor nicht nur „gute“ Menschen betätigen, sondern auch welche, die es nur auf das Geld abgesehen haben.

Manchmal ist es die Neugier, die Menschen in die Esoterik-Szene treibt, um einfach mal etwas auszuprobieren, was eigentlich nach ihrem Verstand nicht möglich ist. Wenn es doch aber andere schon positiv erlebt haben. So wurde in dem Beitrag über eine Dame aus Rosenheim berichtet, die über eine Zeitungsannonce auf eine in Oberbayern angesiedelte Gemeinschaft aufmerksam wurde: „Ich wollte mit den Engeln sprechen oder dass jemand für mich mit den Engeln spricht, das hat mich berührt und damals angesprochen.“ Sie saß wie viele andere in der ersten Reihe bei Esoterik-Kongressen, gab Geld für Weiterbildungen innerhalb der Gruppe und teure Engelsessenzen aus. Irgendwann drehte sich ihr komplettes Leben nur noch um geistige Energien, Engel und Channelings.

Und glauben Sie nun bitte nicht, dass hier nur geistig Verwirrte oder einfach-denkende Leute angesprochen werden. Vielmehr sind die Kunden häufig kreative Leute aus der höheren Bildungsschicht.

Hinzu kommt, dass viele Menschen der Schulmedizin nicht mehr trauen und nach alternativen Wegen suchen. Dabei sind Heilungsangebote, die vorgeben Schulmedizin zu ersetzen, besonders riskant.

Mir ist aus dem Jahr 2004 die Geschichte des 9-jährigen Dominik Feld in Erinnerung geblieben. Wahrscheinlich weil der Ohrenarzt meines Vaters dabei eine unsägliche Rolle als betreuender Arzt spielte. Den Eltern von Dominik wurde, nachdem die Schulmedizin nicht erfolgreich war, vorgegaukelt, dass durch die Anwendung der Zellularmedizin (Zell-Vitalstoff-Behandlung) von Dr. med. Matthias Rath das Kind geheilt werden könnte. Der Ausgang war leider tödlich.  Ich fragte mich schon damals, was macht ein Ohrenarzt als Krebsarzt, warum kann ein Ohrenarzt mit Praxis in Niedersachsen einen Jungen in Tijuana, Mexiko, betreuen, uvm.?

Was mich zu einem weiteren Punkt führt. Wer bietet da eigentlich seine Produkte an, mit welcher Qualifikation, mit welchem Hintergrund und mit welcher Berechtigung? In Deutschland gibt es viele kleine Anbieter, die sich auf dem Markt tummeln. Über das Internet und über Mundpropaganda finden Sie ihre Anhänger. Oft werden Konsumenten nach einiger Zeit selbst zu Anbietern: Sie besuchen privat organisierte, oft teure, Seminare und nennen sich danach selbst „Engelsmedium“, „Auraseher“ oder „Heiler“.

Soweit der Beitrag der ARD mit ein paar Anmerkungen aus meiner Erfahrung.

Nun bin ausgerechnet ich selbst so „EINE“, die sich unter anderen auch nicht-wissenschaftlicher Methoden bedient. Weder Kinesiologie, Feng-Shui, Radiästhesie noch Reinkarnationshypnosen sind wissenschaftlich bewiesen.

Ein kleines bisschen über den Gartenzaun schauen hat noch nie geschadet. Ich persönlich probiere gern etwas aus und entscheide dann für mich und danach für meine Kunden, ob es sich um etwas handelt, das weiter gegeben werden kann. Dabei ist nur eins nicht diskutierbar für mich: es darf kein Schaden angerichtet werden, weder physisch, psychisch und finanziell.

Jedem Wissenschaftler tut es gut auch Randbezirke zu erforschen und das zu zulassen, was heute noch im Bereich des Unbewiesenen liegt. Die Menschheit wäre sonst noch im tiefsten Mittelalter gefangen, wenn es nicht mutige Menschen gegeben hätte, die über den Tellerrand hinaus etwas ausprobieren. Ich plädiere sogar dafür, dass es ein Pflichtfach für alle angehenden Wissenschaftler gibt, in dem die Fantasie sich einmal so richtig ausleben darf und neue Sichtweisen und Ansätze ausprobiert werden. Jedes wissenschaftliche Ergebnis basiert auf solch innovativen Ansätzen von Weiter- und Querdenkern.

Liebe Wissenschaftler, lasst den Paradigmen-Wechsel zu! Denkt über das Mögliche auch an das Unmögliche.

Für die, die allerdings Unmögliches ungeprüft als die reine Wahrheit sehen, möchte ich mit auf den Weg geben: Glaubt nicht alles, was „alternativ“ ist. Seid kritisch, hinterfragt und probiert ruhig aus. Auch wenn positiv Denken sehr gut ist, bewahrt einen kleinen Teil in euch, der kritisch bleibt und fragt euch, welchen Nutzen habe ich und welchen Nutzen bringt es dem Anbieter.

Glaubt nicht alles, aber verweigert auch nicht alles. Wählt den Mittelweg, der weiter die Möglichkeiten bietet, nach rechts oder links abzubiegen.

Oder mit anderen Worten: bleibt ausgewogen, im Gleichgewicht. Mein Lieblingsbeispiel ist die Taichi-Monade: im Dunkeln ist immer ein Kern von Licht und im Licht immer ein Kern von Schatten.

In diesem Sinne: findet eure Mitte!