Anders Fasten 2021 mit Birgitt – durch Verzicht mehr Freude am Leben

Fasten mit mir bedeutet kein klassisches Fasten, sondern Verzicht auf Dinge, die sich heimlich. still und leise in unser Leben geschlichen haben, ohne dass wir uns dessen bewusst sind und die uns unbewusst einschränken.

Im Jahr 2020 hat sich so ein kleines Virus in unser Leben gedrängt, das wir nicht sehen, riechen, fühlen, hören und schmecken können. Es ist besonders heimlich, wenn nicht sogar unheimlich.

Durch das Virus haben wir Erfahrungen gemacht, die manchen von uns mehr oder weniger stark bewegen oder gar belasten. Man kann ruhig sagen, dieses kleine Ding hat unsere bisherige Welt aus den Angeln gehoben.

Der eine oder die andere wird sich einen sprichwörtlichen Rettungsring zugelegt haben. Einige von euch werden sich insgesamt ein wenig ängstlicher oder bedrückt fühlen. Genauso werden einige sich weniger bewegt und ungesünder gegessen haben.

Ich finde, wir brauchen wieder mehr Freude und Wohlempfinden im Leben.

Lasst uns das gemeinsam in den nächsten Wochen von Aschermittwoch bis Ostern angehen. Lasst und gemeinsam auf Dinge verzichten, die uns unsere Energie rauben, die uns verunsichern und unsere geistige und körperliche Gesundheit beeinträchtigen.

Ihr bekommt einmal in der Woche von mir Anleitungen wie ihr Corona-Pfunde verlieren könnt, wie Bewegung in den Alltag integriert werden kann, wie ihr schnelle und gesunde Mahlzeiten zubereitet (auch geeignet für Home-Office und Home-Schooling), wie ihr Herausforderungen besser besteht, wie ihr zur Ruhe kommt, wie ihr im täglichen Leben die schönen Dinge erkennt, wie ihr achtsamer durchs Leben gehen und wie ihr mit neuer Struktur und Freude die Zeit nach dem Fasten gestalten könnt.

Dazu bekommt ihr jeden Mittwoch (von Aschermittwoch bis Mittwoch vor Gründonnerstag) per e-mail kleine Übungen und Anregungen zugesandt. Da ich weiß, dass es dem einen oder anderen finanziell nicht so rosig geht, ist dieses Angebot kostenfrei.

Für die, die zusätzlich im persönlichen Kontakt Anleitungen und mehr erhalten möchten, biete ich einmal pro Woche an 7 Mittwoch-Abenden von 18:00 bis 18:30 in Online-Meetings weiterführende Übungen, Meditationen, etc. an. Die Teilnahme an den Online-Meetings beträgt € 70.  Die Meditationen bekommt ihr als MP3-Datei geschenkt.

Ich freue mich auf eine gemeinsame, intensive Zeit. Auf dass wir gestärkt mit Krisen und Herausforderungen umgehen können.

Anmeldungen per e-mail an info@birgitt-jendrosch.de – Im Betreff bitte „Fasten kostenfrei“ oder „Fasten Online“ angeben oder ruft mich unter
0151 525 43214 an.

Eure Birgitt

Das chinesische Jahr des Büffels 2021 beginnt

Das chinesische Jahr des Büffels beginnt am 12.02.21 und endet am 31.01.2022. Es steht unter der Regentschaft des Metall-Büffels.

Der Büffel steht für Geduld und Ausdauer. Geduld und Ausdauer sind zwei wichtige Eigenschaften, um Lösungen zu finden und umzusetzen. Etwas, was wir in diesen in Zeiten von Problemen und Herausforderungen des letzten Jahres dringend benötigen. Wir werden unsere Anstrengungen erheblich verstärken müssen, um etwas zu erreichen. Dazu muss jeder einzelne Verantwortung übernehmen und trägt daran schwer.

Treue, Zuverlässigkeit und ein gesunder Menschenverstand lassen den Büffel eine große Stütze für seine MItmenschen sein. Fleiß und die Fähigkeit methodisch vorzugehen befähigen ihn trotz Schwierigkeiten, Probleme zu lösen und Ordnung ins Leben zu bringen, für mehr Frieden zwischen den Menschen.

Wir werden das Jahr 2021 als einen vornehmen Gast kennen lernen, mit dem wir gerne unsere Zeit verbringen.

Der Lebensweg wird allerdings durch Krankheiten eingeschränkt. Wir werden viel Zeit zur Verfügung haben, unser Wissen zu erweitern und zu vertiefen. Am Ende des Büffeljahres werden wir vor Wissen strotzen.

Das Familienleben leidet unter ungewohnten Belastungen. Das kann sich negativ auf die Gesundheit niederschlagen.

Unser Reichtum steht unter einem unglücklichen Stern.

Das gesellschaftliche Leben dagegen wird von einem segensreichen Einfluss begleitet.

In Partnerschaften verhalten wir uns gern missverständlich. Missgeschicke bringen sie zusätzlich in Gefahr. Dennoch winkt Glück in der Liebe.

Unsere Kreativität läuft auf Hochtouren und verheißt uns Glück und beginnenden Reichtum.

Wir werden uns wohl einsam fühlen, weil uns Kontakte zu Freunden fehlen. Aber, wir sind ja äußerst kreativ.

Fazit:
Im Jahr 2021 werden wohl keine dramatischen Ereignisse eintreten. Wir werden die Gelegenheit bekommen uns von wirtschaftlichen, finanziellen Einbrüchen zu erholen. Vielleicht können wir sogar finanzielle Rücklagen bilden, die uns wieder ruhiger schlafen lassen.

Das Jahr 2021 ist ein Jahr, das viel Disziplin und Organisation von uns fordert. Wir bekommen mit dem Tierkreiszeichen des Büffels einen starken Partner an die Hand, der mit Geduld und Ausdauer, mit Zuverlässigkeit und gesundem Menschenverstand uns unterstützt.

Die Tendenzen der Monate:

Im Februar plagen uns Krankheiten und finanzielle Probleme. Obwohl es zu Streitigkeiten mit dem Partner kommen kann, haben wir Glück in der Liebe. Wissenschaftliche Erfolge stützen unsere Gesundheit.

Im März geht es mit den Finanzen bergauf.

Im April verstärkt sich die Aussicht auf extrem gute Finanzen.

Im Mai kehren Gesundheit, Kraft und Reichtum zurück.
Aber Vorsicht bei Investitionen!!!

Im Juli und August verbessert sich die finanzielle Situation weiter.

Im September beeinträchtigen Konflikte, Streit, Konkurrenz unser Lebensgefühl. Wir neigen zu Krankheiten, haben einen Mangel an guten Ideen. Zwischen Eltern und Kindern können Konflikte auftreten. Aber wir haben Glück in der Liebe und verbringen eine gute Zeit in der Partnerschaft.

Im Oktober haben wir gute Gelegenheiten für neue Projekte.

Im November stehen die Sterne auf Streit, Konflikt, besonders zwischen Eltern und Kindern. Es mangelt uns an Vorstellungskraft für Veränderungen und wir kränkeln.

Im Dezember fühlen wir uns psychisch labil und Geldprobleme stehen ins Haus.

Im Januar 2021 sind die Geldprobleme Vergangenheit und unsere finanzielle Situation ist äußerst zufriedenstellend.

Ich bin gespannt auf das Jahr des Büffels und hoffe, dass wir durch wissenschaftliche Erfolge, kreative Ideen, Geduld, Ausdauer und Fleiß einen Weg aus den Problemen des vorigen Jahres finden werden.

In diesem Sinne wünsche ich „Happy Chinese New Year 2021“,
Eure Birgitt

Mein Rückblick auf das Jahr 2020

Das Jahr begann für mich mit großen Erwartungen. Ich hatte gerade in eine Überarbeitung meiner Homepage www.birgitt-jendrosch.de investiert. Es war bereits vieles fertiggestellt, nur das Vorstellungs-Video fehlte noch. Leider war Corona schneller. Dann eben ein auf dem Handy selbst aufgenommenes ohne professionelle Unterstützung.

Im Januar tauchte Corona schon sehr in meiner Nähe auf. In der Firma Webasto hatten sich Mitarbeiter bei einer chinesischen Kollegin infiziert. Einer davon wohnte ganz in der Nähe meines Wohnortes.

Bis Anfang März traf ich mich noch mit Freunden und plante am 21. März an einem Klassentreffen in meiner Heimatstadt teilzunehmen. Die Fahrkarte war gekauft und das Hotelzimmer bestellt und ich hatte frisch geschnittene Haare. Lustig, dass das einmal so erwähnenswert würde. Es kam anders, nämlich der erste Lockdown. Die Bahn war großzügig und ich erhielt im Juni einen Gutschein, einlösbar bis 2023. Ahnte die Bahn da schon mehr als wir? Ich war jedenfalls voller Hoffnung, dass bis zum zweiten Halbjahr alles wieder möglich wäre.

Im Sommer zog bei mir die Skepsis ein, dass die Situation sich bessern könnte. In meinem Umfeld wurde in den Urlaub gefahren, Ausflüge gemacht und gefeiert, als gäbe es Corona nicht.

In Zeitungen und besonders in den sozialen Netzwerken tauchten vermehrt Meinungen auf, dass wir (das Volk) nur über den Virus gegängelt und unsere Freiheiten beschränkt werden sollten.

Im Juli fand mein Highlight des Jahres statt, unser Yorkie-Sommerfest. Wir waren der Ansicht, dass ein Fest mit 10 Leuten und doppelt so vielen Hunden in einem großen Garten mit großzügiger Biergartenbestuhlung nicht gefährlich sein könnte. Es war so viel Normalität wie möglich.

Anfang September hatte ich meinen bisher letzten Lehrauftrag bei der Paracelsus-Schule in Augsburg.

Ab da waren die Auswirkungen der Freiheiten in der Urlaubszeit und die Nachlässigkeit im Umgang mit dem Covid19-Virus deutlich an den täglichen Neuinfektionen abzulesen.

Da ich sicherheitshalber persönliche Kontakte soweit wie möglich eingeschränkt hatte, war viel Zeit für meinen Garten und für viele Online-Weiterbildungen übrig.

Ich habe das ganze Jahr über viele Beobachtungen gemacht, zugehört, hingehört, gelesen, recherchiert, viel Achtsamkeit geübt und über viele Themen meditiert.

Nun sortiere ich meine Gedanken dazu und komme bald mit einem Ausblick auf das Jahr 2021 und einem neuen Angebot zurück.

Bis dahin, bleibt auf Abstand, bleibt gesund und freut euch einfach an den täglichen kleinen Erkenntnissen und Ereignissen in eurem Leben.

Eure Birgitt

Erinnerungen an Heiligabend

Nach dem weihnachtlichen Singen, der Bescherung und dem Essen holte mein Vater eine seiner besten Flaschen Wein aus dem Keller und wir setzen uns gemütlich zusammen. Es war immer eine gewisse Stimmung, die ich gar nicht richtig beschreiben kann. Wir saßen still beieinander und fühlten wie die Liebe untereinander sich ausbreitete. Vielleicht hört es sich für euch Leser ein bisschen kitschig an, das war aber, was ich empfand. Es war, so kann ich es nur sagen, ein Familiengefühl.

Irgendwann, wenn mein Vater den Weihnachtsbaum lang genug angeschaut und seiner Frau die Hand gehalten hatte, leckte er sich über die Lippen und begann uns seine Erinnerungen zu erzählen. Er erzählte über die Weihnachten, die er beim Reichsarbeitsdienst, im Krieg und in Kriegsgefangenschaft erlebt hatte.

Es waren nicht nur schöne Erinnerungen. Aber in jeder Erzählung kam etwas vor, dass ihm Hoffnung gegeben hat, auch in extremen Situationen. Nie war Hass gegen jemanden oder etwas zu hören. Ich glaube mein Vater hatte die Gabe, in allem das Positive zu sehen.

Genau das wünsche ich euch allen auch. Seht immer das Körnchen Positive, das in allem schlummert.

Auf dem Bild könnt ihr einen Auszug aus dem Poesiealbum meines Vaters sehen. Vielleicht hat ihn der Rat seines Lehrers sein Leben lang begleitet. Für alle die, die des Sütterlins nicht so mächtig sind, hier die „Übersetzung“:

Schau vorwärts, … nicht zurück!
Neuer Mut ist Lebensglück.

Zur Erinnerung an deinen Lehrer Ruprecht
Kniestedt, 20.3.1933

Ich wünsche euch eine besinnliche, fröhliche Weihnacht!

Eure Birgitt

Danke!

Es ist mir ein Anliegen bei allen Ein- und Beschränkungen im Jahr 2020 dankbar dafür zu sein,

  • dass ich jeden Tag genug zum Essen habe,
  • dass ich ein Dach über dem Kopf habe,
  • dass ich es immer schön warm habe,
  • dass ich liebe Menschen um mich habe,
    zurzeit bis auf meine Schwester alle virtuell, aber es gibt sie und sie sind für mich da.

Ich bin dankbar dafür,

  • dass ich mir selbst genügen kann,
  • dass ich meine Zeit mit Aktivitäten und Dingen füllen kann, die ich gern mache,
  • dass ich bis auf kleine Zipperlein gesund bin.

Ich bin dankbar für viele Berufsgruppen, die trotz Corona sich für uns aufarbeiten und dafür manches Risiko in Kauf nehmen.

Und zum guten Schluss, dass ich unsere Vicki und Mimi (siehe Foto) habe, die vertrauensvoll mit mir kuscheln und mich bedingungslos lieben.

Eure Birgitt

Es geht weiter!

Heute vor 5 Jahren ist meine Mutter gestorben. Ich denke täglich an sie. Und je länger die Zeit verstreicht, desto mehr erinnere ich mich.

Ich erinnere mich an ihre Zartheit, ihr Zupacken, ihre Warmherzigkeit, ihre Offenheit, ihre Geschicklichkeit, ihre Fantasie, ihr Lachen, ihr Weinen, ihre warmen Hände, ihre Verzweiflung, ihre Traurigkeit, … und besonders an ihre großzügige Liebe.

Ich habe sehr viel von ihr gelernt, nicht aufzugeben, sich nicht von Trauer und Verzweiflung beherrschen zu lassen.

Am besten sagen das Worte von Robert Lee Frost:

Ich kann das,
was ich über das Leben gelernt habe,
in drei Wörtern zusammenfassen:
Es geht weiter!

Eure Birgitt

Dreimal werden wir noch wach …

Kurz vor Weihnachten weckte mein Vater uns immer mit dem Lied „dreimal“, „zweimal“ oder wie es in dem Weihnachtslied wirklich heißt „einmal“ werden wir noch wach.

Weihnachten.

Morgen, Kinder, wird’s was geben,
Morgen werden wir uns freun;
Welch ein Jubel, welch ein Leben
Wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
Heissa, dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
Von der großen Lichterzahl,
Schöner als bei frohen Tänzen
Ein geputzter Kronensaal!
Wißt ihr noch vom vorgen Jahr,
Wie’s am Heilgenabend war?

Wißt ihr noch mein Reiterpferdchen,
Malchens nette Schäferin?
Jettchens Küche mit dem Herdchen
Und dem blank geputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
Mit der gelben Violin?

Wißt ihr noch den großen Wagen
Und die schöne Jagd von Blei?
Unsre Kleiderchen zum Tragen
Und die viele Näscherei?
Meinen fleißgen Sägemann
Mit der Kugel unten dran?

Welch ein schöner Tag ist morgen,
Viele Freuden hoffen wir!
Unsre lieben Eltern sorgen
Lange, lange schon dafür.
O gewiß, wer sie nicht ehrt,
Ist der ganzen Lust nicht wert!

nach Karl Friedrich Splittegarb

In dem Lied wird auch mehr oder weniger klar, dass es sich um ein Fest der Geschenke und Naschereien handelt. Hier kommt kein Weihnachtsmann, kein Christkind oder himmlische Chöre vor. Allein die Eltern, die sich um den ganzen Glanz und Gloria bemühen. Natürlich darf der erhobene Zeigefinger nicht fehlen: Nur wer seine Eltern ehrt, ist den ganzen Aufwand wert.

Eure Birgitt

Der Traum zum vierten Advent

Die Weihnachtszeit lädt ein zum Träumen. Macht es euch kuschelig, hinterm warmen Ofen oder unter einer Decke, mit einer Tasse Glühwein und würzigen Plätzchen. Vielleicht passiert euch auch dann das, was in dem Gedicht von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben festgehalten wurde.

Der Traum

Ich lag und schlief, da träumte mir
Ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
Ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
Die brannten ringsumher;
Die Zweige waren allzumal
Von goldnen Äpfeln schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran,
Das war mal eine Pracht!
Da gab’s, was ich nur wünschen kann
Und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah
Und ganz verwundert stand,
Nach einem Apfel griff ich da,
Und alles, alles schwand.

Da wacht‘ ich auf aus meinem Traum,
Und dunkel war’s um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
Sag an, wo find‘ ich dich?

Da war es just, als rief er mir,
„Du darfst nur artig sein,
Dann steh‘ ich wiederum vor dir;
Jetzt aber schlaf nur ein!

Und wenn du folgst und artig bist,
Dann ist erfüllt dein Traum,
Dann bringet dir der heil’ge Christ
Den schönsten Weihnachtsbaum!“

Ich wünsche euch zum vierten Advent einen verträumten Abend.
Und dann schön artig sein und alles befolgen.
Dann, ja dann, geht der Traum in Erfüllung.

Eure Birgitt

Wer besteht den Test?

Habt ihr schon einmal überlegt: Wer sitzt eigentlich hinter Gittern und wer davor? Ist es nicht immer nur eine Betrachtungsweise?

Im Zoo ist das einfach. Stehe ich vorm Tigerkäfig, bin ich frei und fühle ich mich gleichzeitig geschützt. Der Tiger könnte es anders sehen, er fühlt sich vielleicht eingesperrt. Beim Haitauchen ist es genau umgekehrt. Der Hai darf frei um mich herumschwimmen und ich sitze geschützt im Käfig.

Wo ist nun die „freie“ Seite?

Die Diskussionen um die Begegnungseinschränkungen zum Weihnachtsfest verdienen es auch einmal von zwei Seiten betrachtet zu werden.

Sperre ich mich in einen Käfig, wie beim Haitauchen, dann darf ich keinen an mich heranlassen, der den Virus übertragen könnte. Oder ich halte alle auf Distanz und feiere eine Zoom/Skype-Partie, über WhatsApp-Video, oder ähnliches, sozusagen wie im Zoo, wenn ich den Tiger hinter den Käfig-Gittern betrachte.

Das fällt uns besonders schwer bei Menschen, die wir lieben und/oder zur Familie zählen. Wir kennen diese Menschen gut, sehnen uns nach ihnen und haben schon immer so gefeiert, wie wir es auch dieses Jahr planen. Da ist Distanz wahren unmöglich.

Die Oma mit COPD denkt nicht daran, dass ihr Enkel aus einem Corona-Hot-Spot für sie sogar tödlich werden könnte. Oder die Tante, die wegen ihrer Krebserkrankung ein runtergefahrenes Immunsystem hat, verzichtet nicht auf den Familienbesuch.

Ich habe ein bisschen Angst um euch. Zurzeit höre ich immer wieder herzzerreißende Geschichten, warum man die gemeinsame Feier stattfinden lassen will. Da wird darüber gepuzzelt und hin und her geschoben, wie man den Vorschriften entsprechend Heiligabend mit dem Teil der Verwandtschaft, am ersten Feiertag mit einem weiteren Teil und am zweiten Feiertag mit dem Rest feiern könnte.

Es ist ein gewagtes Spiel. Und ganz ehrlich, hat sich der eine oder andere nicht schon immer mal gewünscht, auf gewisse Familienmitglieder und Besuche zu verzichten. Das wäre doch eine gute Gelegenheit, ohne jemanden vor den  Kopf stoßen zu müssen.

Kennt ihr das Spielchen aus der Kita, in dem die Erzieherin den Kleinen eine Schachteln hinstellt und sagt, die darf nicht geöffnet werden, bevor sie wieder da ist? Wenn die Schachtel nicht geöffnet wird, wird eine Belohnung in Aussicht gestellt. Damit wird getestet, ob die Kinder schon in der Lage sind, sich selbst zu kontrollieren, etwas aufzuschieben und zu verzichten.

Wer von euch besteht diesen Test???

Eure Birgitt

Mein liebstes Adventlied

Vor ein paar Tagen habe ich darüber nachgedacht, welches Lied mir zuallererst einfällt, wenn ich an die Adventszeit denke.

Es kommt ein Schiff geladen … das ist mir sofort eingefallen. Schaut man in Wikipedia nach, dann ist es eines der ältesten adventlichen Chorale.

Welches Adventslied oder welcher Choral kommt euch gleich in den Sinn?

Übrigens, glaube ich, dass ich als Kind den Text nicht verstanden habe…

Es kommt ein Schiff,
geladen bis an sein‘ höchsten Bord,
trägt Gottes Sohn voll Gnaden,
des Vaters ewig’s Wort.

Das Schiff geht still im Triebe,
es trägt ein’ teure Last;
das Segel ist die Liebe,
der Heilig’ Geist der Mast.

Der Anker haft‘ auf Erden,
da ist das Schiff am Land.
Das Wort tut Fleisch uns werden,
der Sohn ist uns gesandt.

Zu Bethlehem geboren
im Stall ein Kindelein,
gibt sich für uns verloren;
gelobet muß es sein.

Und wer dies Kind mit Freuden
umfangen, küssen will,
muß vorher mit ihm leiden
groß’ Pein und Marter viel,

danach mit ihm auch sterben
und geistlich aufersteh’n,
ewig’s Leben zu erben,
wie an ihm ist gescheh’n.

Maria, Gottes Mutter,
gelobet musst du sein.
Jesus ist unser Bruder,
das liebe Kindelein.

Aber gesungen habe ich immer aus voller Inbrunst.

Eure Birgitt