Sich frei fühlen – ein einfaches Mittel

„Um sich frei zu fühlen, gibt es ein einfaches Mittel:
Nicht an der Leine zerren!“

Vor langer Zeit ist mir dieser Spruch über den Weg gelaufen, der mir immer wieder einfällt, wenn mein kleiner Hund zufrieden, neugierig und lässig an der Leine neben mir her läuft. Wenn es mal schneller gehen soll, dann schaut sie sich um und „flüstert“ mir zu, Frauchen einen Gang schneller, bitte.

Ich finde ihn zurzeit so aktuell, wie schon lange nicht mehr. Ja, die COVID-19 Pandemie erwartet von uns allen große Disziplin. Es werden uns Regeln auferlegt, die nicht jeder so einfach hinnehmen möchte. Oft kommt es auf die Einstellung zu Regeln an und auf die Gewohnheit, die man durch wiederholte Anwendung erwirbt.

Anders gesagt, wer glaubt mit Hände waschen, Maske tragen, Abstand halten und auf Treffen mit anderen zu verzichten sich selbst zu schützen und andere, die vielleicht gefährdeter sind als man selbst vor Unbill zu bewahren, der hat keine Probleme mit diesen Regeln.

Wenn derjenige, der sich diesen Regeln anpasst auch noch sieht und erlebt, dass auch andere das klaglos tun, dann fügt sich dieses Verhalten einfach in das tägliche Leben ein.

Wer hat sich nicht zunächst geniert mit einer Maske vor Nase und Mund rumzulaufen. Wenn alle anderen das auch tun, dann wird es selbstverständlich. Man findet es nicht mehr merkwürdig, sondern es gehört zum öffentlichen Bild dazu.

Auch auf Händeschütteln und sich zu nah kommen, kann man ganz leicht verzichten, wenn der andere es genauso macht und keine Hand mehr ausstreckt und sogar einen Schritt zurück tritt.

Natürlich, wenn mein Geist dagegen rebelliert, weil uns die Politik angeblich zu abnormalen Dingen zwingen will, so aus reiner Willkür, dann tun wir uns hart Regeln zu akzeptieren.

Also, ihr Leinenzerrer, schaut mal wem ihr eigentlich mit eurem Verhalten schadet. Es schadet immer nur dem, der sich aufregt. Versucht doch lieber ein wertvolles Mitglied einer solidarischen Gesellschaft zu werden.

Was macht es schon, eine Maske getragen, etwas eingeschränkt gelebt zu haben, wenn sich all diese Regeln als Blödsinn herausstellen sollten? Falls diese Regeln jedoch sinnvoll waren, dann haben wir vielleicht uns selbst und viele andere vor großem Leid bewahrt.

In diesem Sinne, mit Empfehlung von Vicki, meiner Yorkshireterrier-Hündin:
Nicht an der Leine zerren!

Eure Birgitt

Fröhliche Ostern

Können wir fröhliche Ostern feiern, trotz Einschränkungen und Corona-Angst?

Ja, ich denke, wir sollten es auf jeden Fall tun!

Ich gestehe gern, dass auch in mir zunächst ein gewisses Unwohlsein aufgetaucht ist. Ich weiß aber auch, dass Ängste, Sorgen, negative Gefühle jeder Art unser Immunsystem angreifen.

Einschränkungen empfinden viele als Bedrohung oder Bevormundung. Wird uns damit nicht etwas weggenommen, was uns zusteht? Wissen wir alles, was wir wissen sollten? Sagen uns die Politiker und Wissenschaftler die ganze Wahrheit oder verschweigen sie uns etwas?

Dazu kommen die Medien, die jeden und alle, die ein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis sowie Selbstverständnis haben oder nicht bei Drei auf den Bäumen sind, als Experten zu Wort kommen lassen. Es werden Szenarien heraufbeschworen, die in panischen Gehirnen entstehen, oder es wird beschwichtigt oder in Frage gestellt, ohne wirkliches Wissen.

Nein, ich kann euch keine Antwort geben und ich will euch weder in Sicherheit wiegen noch eure Ängste beschwören. Ich möchte gern, dass jeder für sich mit dieser Pandemie respektvoll umgeht und für sich selbst und andere Verantwortung übernimmt. Kein anderer kann das für euch tun.

Ich habe mir in den letzten Tagen eine gewisse „Nachdenkzeit“ genommen. Nach den Feiertagen werde ich mich mit einigen Ergebnissen zurückmelden.

Bis dahin gebe ich euch eine einfache Empfehlung, die bei mir immer wirkt: Denkt jeden Abend darüber nach, für was ihr dem vergangenen Tag dankbar seid. Schreibt euch 3 Dinge auf, mehr ist erlaubt, weniger nicht. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass nach 21 Tagen das Gehirn darauf geschult ist, nach den schönen Dingen am Tag Ausschau zu halten. Die negativen Gedanken müssen so in die zweite Reihe zurücktreten. Versucht es!

Ich wünsche mir zu Ostern, dass ihr alle gesund bleibt oder werdet, dass ihr die Schönheiten des Lebens wahrnehmt und dass ihr die Zuversicht auf ein wunderschönes Leben behaltet oder wieder zurück bekommt. Auch, wenn es finanziell sehr eng werden könnte…

Bleibt zu Hause, bleibt gesund und fröhlich!
Der Osterhase findet euch auch in der Wohnung.

Eure Birgitt

Corona – Ängste, Sorgen, Möglichkeiten

Gerade stehen viele von uns mit ungläubigem Erstaunen vor einer Welt, wie wir sie vorher nicht kannten. Es begleiten uns Ängste, gesundheitlich und existentiell. Sorgen,  wie wir mit den Veränderungen in unserem täglichen Leben umgehen können.

Täglich, ja stündlich können wir uns Ratschläge im Radio, Fernsehen oder den sozialen Netzwerken anhören. Wir erfahren, welche Ängste und Sorgen andere bedrücken und wie sie damit fertig werden oder auch nicht. Manche jammern, manche haben Lösungsansätze und wiederum andere sehen auch Chancen.

Ja, wir haben auch Chancen, etwas grundlegend zu verändern oder auch nur zu erkennen, dass ein Teil unserer Lebensentwürfe nicht besonders lebenswichtig und krisenfest ist.

Auf einmal sind nicht die Manager der Wirtschaft diejenigen, die oben im öffentlichen Interesse stehen. Es sind auch nicht die Sport- und Kulturveranstaltungen mit ihren Spielern, zu denen sonst Heerscharen pilgern. Es ist auch nicht die Tourismusbranche mit den ausgefallensten Reisezielen oder die Sterne-Gastronomie.

Wir lernen dazu, wer tatsächlich „systemrelevant“ ist. Das Gesundheitswesen, die Dienstleister wie Pflegekräfte, Verkäuferinnen und Verkäufer, LKW-Fahrer, Post- und Paketzusteller, uvm. Alles Menschen, die unser Leben angenehm machen, aber eigentlich nicht so richtig wahrgenommen werden.

In meinem Anders-Fasten-Programm steht heute der Verzicht auf Jammern auf dem Plan. Das könnte uns dabei helfen, den Fokus von unseren Ängsten und Sorgen zu nehmen und das Scheinwerferlicht auf die Möglichkeiten und Chancen zu justieren.

Ängste machen uns zu jammernden, lamentierenden, handlungsunfähigen Wesen, die nur reagieren aber nicht entscheiden. Wer sein Leben wieder in die eigenen Hände nehmen möchte, fängt am besten damit an, das Jammern einzustellen und nach Lösungen Ausschau zu halten.

Zugegeben, das ist nicht immer einfach. Manchmal braucht man dazu Unterstützung von Freunden, die man gerade nicht besuchen darf, oder von einem Coach, der vielleicht ein Online-Coaching anbietet. Auch Online-Seminare oder Webinare sind eine gute Lösung in dieser verrückten Zeit.

Ich bin für euch da. Ängste, die man aussprechen darf, werden schon dadurch geringer. Sorgen können sich durch eine andere Sichtweise in Lösungen verändern. Mit gezielten Übungen stärke ich eure Resilienz, also die Fähigkeit mit schweren Ereignissen und mit der Last des Lebens fertig zu werden.

Eine e-mail an info@birgitt-jendrosch.de oder ein Anruf unter 0151 525 43214 reicht, damit euer Leben wieder Fahrt aufnehmen kann. Ich freue mich auf eine e-mail oder einen Anruf.

Eure Birgitt Jendrosch

Ich gehe Online!

In Zeiten von Corona möchte ich allen, die ein Coaching oder Seminar buchen möchten, die Möglichkeit zu einer Online-Teilnahme anbieten.

Seit einigen Jahren nutze ich die Webinar-Plattformen Edudip und Sofengo bereits. Es gibt dort virtuelle Klassenzimmer mit einem Whiteboard, auf dem ich etwas zeigen, malen und schreiben kann. Die Teilnehmer haben ebenfalls Zugriff auf das Whiteboard und können unterstreichen, farbig markieren oder ihre Fragen illustrieren. Wer ein Mikrofon besitzt, kann seine Fragen in die Runde stellen, bzw. im Chat die Fragen und Anmerkungen schriftlich formulieren.

Ja, es gibt Themen, da sitze ich lieber meinem Coachee oder Seminarteilnehmern gegenüber. Wenn jedoch die Notwendigkeit besteht, flexibel auf außerordentliche Umstände zu reagieren, dann ist das eine wunderbare Einrichtung.

Und sie hat sich schon vielfach bewährt. Die entfernteste Teilnehmerin an einem Webinar saß bisher in Indonesien auf Bali. Ich würde mich freuen, wenn mein Vorschlag großen Anklang finden würde.

Besonders betrifft dies mein aktuelles Anders-Fasten-Seminar. Am letzen Mittwoch hatte ich nur noch einen mutigen Teilnehmer…

Ich bin in der Vorbereitung für den kommenden Mittwoch „Verzicht auf Mangel an Bewegung“. Leider eignet sich dieses Thema nur eingeschränkt für ein Webinar bzw. bräuchte dann mehr Vorbereitungszeit.

Also dachte ich mir, dass es doch jeden interessieren würde, wie man sein Immunsystem aktivieren und stabilisieren kann und werde deswegen den Verzicht auf Mangel an Bewegung tauschen in den „Verzicht auf Infekte- Stärkung der Abwehrkräfte“.

Bitte, meldet euch direkt bei mir an über Info@birgitt-jendrosch.de oder 0151 525 43214. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine email-Adresse und die Möglichkeit über Smart-Phone, Tablett oder PC auf das Internet zugreifen zu können. Ich schicke euch dann den Teilnahme Zugang für Mittwoch, den 18.03.2020, 18:30 zu. Oder für die anderen Termine.

25.03. : Verzicht auf Jammern
01.04. : Verzicht auf Selbstkritik
08.04. : Verzicht auf Freudlosigkeit

Blockaden lösen

In unserem Leben begegnen uns täglich Menschen und Begebenheiten, die uns verletzen. Das können wirklich Kleinigkeiten sein.

Ein Bekannter, der uns nicht gesehen hat. Hat er uns wirklich nicht gesehen oder vielleicht absichtlich übersehen? Eine Einladung, die wir erwartet, aber nicht bekommen haben. Unser Partner, der die neue Frisur nicht bemerkt hat. Der Chef, der uns ungerecht behandelt hat.

Etwas kann uns auch Angst machen, ein drohender Arbeitsplatzverlust, eine Situation, in der wir nicht die Kontrolle haben, oder wie zurzeit die Panik über einen neuen Virus.

All das kann uns im Unterbewusstsein blockieren und belasten. Unsere Stimmung stürzt in den Keller und alles wird mühselig.

Deswegen wird es von Zeit zu Zeit notwendig, diesen Ballast abzuwerfen um wieder frei zu sein für die anstehenden Anforderungen des Lebens.

Dabei schießen  manchmal Tränen in die Augen oder Gesichter laufen vor Anstrengung rot an. Aber am Ende spiegelt sich immer eine große Erleichterung in allen Gesichtern.

Aus eigener Erfahrung und durch die Rückmeldungen der Teilnehmer weiß ich, dass unser Unterbewusstsein, wenn es erst einmal aufgeräumt und Platz geschaffen hat, frei ist für Neues.

Wir fühlen uns wach und freuen uns neugierig auf das, was kommen wird.

Das war die erste Fastenwoche. Schauen wir nach vorn und lassen wir in der zweiten Woche 3 schlechte Gewohnheiten hinter uns. Ich bin gespannt, wie gut uns das gelingen wird.

Das Anders-Fastenseminar findet in meinem Studio in München-Moosach statt, jeweils mittwochs von 18:30 bis 19:30. Bei Interesse meldet euch für mehr Information unter info@birgitt-jendrosch.de oder 0151 52543214.

Anmeldungen für die letzten fünf Termine sind noch möglich.

11.03. : Verzicht auf 3 ungesunde Nahrungsmittel
18.03. : Verzicht auf Mangel an Bewegung
25.03. : Verzicht auf Jammern
01.04. : Verzicht auf Selbstkritik
08.04. : Verzicht auf Freudlosigkeit

Anders Fasten mit Birgitt

Wie jedes Jahr vor Ostern möchte ich euch mitnehmen auf eine ganz besondere Reise zu uns selbst.

Das Anders-Fastenseminar findet in meinem Studio in München-Moosach statt, jeweils mittwochs von 18:30 bis 19:30. Bei Interesse meldet euch für mehr Information unter info@birgitt-jendrosch.de oder 0151 52543214.

Fasten bedeutet Verzicht. Verzicht verändert unsere Wahrnehmung, stärkt die Willenskraft und bereitet uns auf neue Herausforderungen des Lebens vor.

Aber auf was wollen wir verzichten?

Ich mache euch ein paar Vorschläge mit Zeitplan.
26.02. : Verzicht auf Blockaden
04.03. : Verzicht auf 3 schlechte Gewohnheiten
11.03. : Verzicht auf 3 ungesunde Nahrungsmittel
18.03. : Verzicht auf Mangel an Bewegung
25.03. : Verzicht auf Jammern
01.04. : Verzicht auf Selbstkritik
08.04. : Verzicht auf Freudlosigkeit

Beginnen werden wir mit dem Verzicht auf belastende Blockaden. Sind wir frei von Blockaden, werden wir jede Woche auf einen weiteren Bestandteil in unserem Leben verzichten, der uns einschränkt und nicht unser Wohlgefühl stärkt. Bis wir in der letzten Woche auf ein neues, freies Lebensgefühl blicken können.

Leicht und beschwingt können wir dann in den Frühling starten.
Ich freue mich auf euch.

Eure Birgitt Jendrosch

Mein persönlicher Rückblick auf die 10er Jahre

Wenn ich zurückblicke, kommt mir als erstes in den Sinn, dass ich meine Eltern verloren habe, 2010 meinen Vater, 2015 meine Mutter. Auch weitere mir sehr nahestehende Personen haben sich für immer verabschiedet. Das hat mich persönlich schwer bewegt. Es gab aber nicht nur endgültige Abschiede, sondern auch schwere Erkrankungen im Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis, die ebenso etwas mit mir „gemacht“ haben.

Seit 2010 existiert mein Studio für aktive Lebensgestaltung in München-Moosach. Das war ein guter Start in das 10er Jahrzehnt. Die Einrichtung erfolgte gemäß Feng-Shui-Regeln. Für meinen Vater habe ich den Fortschritt in Fotos festgehalten, da er schon nicht mehr mobil war. Er war sehr stolz auf das, was da entstand.

Ende 2012 hat mich ein Unfall für längere Zeit außer Gefecht gesetzt. Mein zweiter Lendenwirbel war gebrochen und die Rekonvaleszenz zog sich über ein Jahr dahin.

In den folgenden Jahren entwickelte ich meine Kurs-Angebote und Ausbildungen weiter. Die großen Meilensteine waren 2011 Feng-Shui-Ausbildungen, 2012 Hypnose-Ausbildungen, 2014 Ausbildung zum Glückscoach.

Neben den Ausbildungen waren meine Lebensberatungen und Feng-Shui-Analysen der größte Bestandteil meiner Selbstständigkeit.

2015 bekam ich von einer großen Verlagsgruppe eine Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte ein Lebensberatungsbuch zu schreiben. Ich konnte! Meine Mutter, die nach einem Unfall in der Tagesbetreuung ein Pflegefall und im Heim war, sagte zu mir, das Buch werde ich aber ganz bestimmt lesen. Leider hat sie es nicht mehr geschafft. Das Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“ erschien erst im September 2016. Aber allein das Gefühl, wie meine Mutter sich gefreut hat, ist heute noch sehr präsent für mich.

Nach einigen Schwierigkeiten mit meinen Augen, habe ich im Jahr 2019 mit einer neuen Kurs-Reihe erneut durchgestartet, Achtsamkeit und Meditation zur Stärkung der Persönlichkeit und Entspannung.

Es gibt Ereignisse, die in dieses 10er Jahrzehnt gehören. Ich erinnere mich sehr gut, das Ende 2014 in unserer Gemeinde die Auflage bestand Asylbewerber aufnehmen zu müssen. Eine Nachbarin sammelte Unterschriften, damit ein altes Wohnhaus nicht als Asyl-Unterkunft betrieben werden sollte. Ich habe abgelehnt, so etwas zu unterschreiben. Seitdem grüßt sie mich nicht mehr. Ich habe aber viele nette Gespräche mit den eingezogenen Asylbewerbern und ihren Kindern geführt. Für mich sind sie eine Bereicherung.

In den vergangenen 10 Jahren habe ich Menschen in schwierigen Lebenssituationen mit all ihren Problemen kennen gelernt und erlebt. Mir sind viele Eindrücke hängen geblieben und ebenso viele Erkenntnisse.

Ein besonders nachhaltiger Eindruck ist, dass der 1. und 2. Weltkrieg noch stark nachwirken. Es ist bewiesen, dass unsere Umwelt uns genauso prägt wie unsere Gene. Unsere Umwelt, also alles, was auf uns einwirkt, hat die Macht Gene an- oder abzuschalten. Mir fielen Bücher, Unterlagen, Berichte in die Hände, die mir deutlich von Augen führten, dass wir noch lange nicht die Lieblosigkeit der Erziehung des 3.Reiches und/oder die Traumata aus den zwei Weltkriegen überwunden haben.

Die Auswirkungen sind gerade bei den Älterwerdenden zu spüren. Bindungsunfähigkeit, Depressionen und andere Störungen der Persönlichkeit zeigen sich nun oft deutlich. Diese Menschen mit den Vermächtnissen der Vergangenheit haben wiederum Kinder erzogen und geprägt. So wurde das Erbe an die nachfolgenden Generationen weiter gegeben. Bei jüngeren Leuten ist es eher die Unfähigkeit Verantwortung für sich selbst zu übernehmen zu erkennen.

Ich erinnere mich an Gesprächsfetzen, wie „wozu soll ich über mich oder die Welt nachdenken. Für mich ist alles klar. Philosophische Gedanken, na ja, wer das braucht, was bringt das …“

Ein kurzer Blick auf das, was in den Medien, in der Politik abgeht, zeigt mir ganz deutlich, wir haben verlernt, zu diskutieren, andere Meinungen auszuhalten, sie anzuschauen ohne gleich die Keule zu schwingen. Dialektik, was ich in der Schule gelernt habe, These, Antithese, Synthese, scheint total aus der Mode gekommen zu sein. Die dyadische Meditation wäre eine weitere Methode, eine Lösung zu erarbeiten. Viel lieber besteht man auf seiner Meinung und lässt den Hass auf Andersdenkende heraus, bedroht, verunglimpft.

2016 hatte ich meinen jährlichen Adventskalender dem Thema „Frieden“ gewidmet. Da habe ich zum ersten Mal erfahren, was es heißt nicht im Mainstream dahin zu plätschern. Viele wünschen zum Neujahr Frieden. Ist das aber wirklich ernst gemeint, oder nur so dahin gesagt? Es war noch sehr nett, dass manche mich nur naiv nannten.

Ja, vielleicht bin ich naiv oder wie ich es sagen würde, ein Optimist. Ich glaube noch an die Menschen und deren Willen die Welt und das Leben auf ihr lebenswert für alle zu gestalten.

Das große Thema des Jahres 2019 war der Klimawandel und mit ihm Greta Thunberg. Für mich ist ein Rätsel, wie man eine Jugendliche derart angehen kann. Wenn nicht die Jugend Dinge in Frage stellen, Themen, die sie bewegen mit der erwachsenen Welt diskutieren darf, wann dann?

Viele Verhaltensweisen, die unsere Natur, egal ob Fauna oder Flora, schädigen, müssten nicht sein. Verzicht ist allerdings ein Verhalten, dass in unserem Verhaltensrepertoire nicht mehr vorkommt. Jeder zeigt auf den Anderen und sagt, bevor ich etwas tue, musst erst du. Man bemüht die Politik, die ja doch nur das tut, was die große Masse will. Nein, ich bin der Meinung, dass jeder in seinem (vielleicht begrenzten) Rahmen etwas tun kann. Viele kleine Dinge addieren sich auf, oder wie meine Oma gesagt hätte, auch Kleinvieh macht Mist.

Dies sind die Eindrücke, Ereignisse und Verhaltensweisen, die mich persönlich am meisten bewegt, geprägt und angerührt haben.

Nun wird es Zeit nach vorn zu schauen! Gewonnene Erkenntnisse zu verarbeiten und mit neuem Schwung in das 20er Jahrzehnt zu starten!

Ich wünsche euch allen einen guten Start in das Jahr 2020, Gesundheit, Zufriedenheit und das Quäntchen Glück, das jeder braucht.

Gottes Segen

Neben Stille Nacht, heilige Nacht durfte für meinen Vater ein Lied nicht fehlen: Am Weihnachtsbaume, die Lichter brennen. Für mich war die 4. Strophe immer die, die  mich anrührte. Keiner wird vergessen, ob jung oder alt.

Ich wünsche euch fröhlich, seliges Entzücken und Gottes Segen!

Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen,
wie glänzt er festlich, lieb und mild,
als spräch er: Wollt ihr in mir erkennen
getreuer Hoffnung stilles Bild.

Die Kinder stehen mit hellen Blicken,
das Auge lacht, es lacht das Herz,
O, fröhlich, seliges Entzücken,
die Alten schauen himmelwärts.

Zwei Engel sind hereingetreten,
kein Auge hat sie kommen sehn,
sie gehen zum Weihnachtsbaum und beten
und wenden wieder sich und geh’n.

Gesegnet seid ihr alten Leute,
Gesegnet sei du kleine Schar!
Wir bringen Gottes Segen heute
Dem braunen wie dem weißen Haar.

Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen,
unsichtbar jedes Menschen Blick.
Sind sie gegangen, wie gekommen,
doch Gottes Segen bleibt zurück!

Wihnachsglück

Aus dem Lesebuch meines Vaters von 1925 (in plattdeutsch).

Wihnachsglück von Karl Rohde

So, Fro, nu hal de Saken her!
Ick stell den Dannboom all torecht;
nu wöllt wi Wihnachsabend firn,
sünd ok den Tieden noch so slecht.

Den lütten Fritz sin Speeltüg legg
ick hier för sick up düsse Siet,
un Hans sin Kram ward hierher packt,
denn kriegt de beiden keenen Striet.

Un denn man gau de Lichter an
un düchtig mit de Dör geslahn,
dormit se glöwt, den Wihnachsmann
wör eben ut de Stuv rutgahn.

Lütt Fiken speelt up dat Klavier
ehr erstes, lüttes Wihnachtsstück,
un Hans un Fritz bed’t ehr Gedicht
uns sünd ganz uter sick vör Glück.

Un Vadder, Mudder kiekt ganz still
hendal up ehr ‘n Kinnerswarm:
O Wihnachsfreden, Wihnachsglück.
wer di nich kennt, ist bitterarm.

Du makst dat Hart so vull und riek,
du driffst herut de grisen Sorgen;
von Not un Qual un Vaterland,
von all’ns is’t hüt still — bit morgen.

Tohöch den Blick in Glück un Glanz
un in den hellen Lichterboom!
O Wihnachsfreden — Wihnachsglück,
du reinste, schönste Himmelsdom!

Vierter Advent 2019

Der vierte Advent ist schon das Versprechen auf Weihnachten, die Hoffnung auf Frieden und Geborgenheit und die Aussicht auf eine bessere Welt.

Immer ein Lichtlein mehr

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunkelen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!
Hermann Claudius

Das Gedicht ist aus meinem Lesebuch der 4. Klasse. Mir ist erst jetzt aufgefallen, dass es nicht von Matthias sondern Hermann Claudius stammt.

Hermann Claudius war ein Urenkel von Matthias Claudius, der als einer von 88 deutschen Schriftstellern das Gelöbnis treuester Gefolgschaft 1933 für den großen Führer unterzeichnete. Auch später versuchte er mit Gleichgesinnten den Nationalsozialismus zu rechtfertigen.

Nicht alles, was schön ist, kommt aus einer schönen Seele. Es gibt, wie bei allem im Leben viele verschiedene Abstufungen zwischen Rein-Weiß und Tief-Schwarz (oder Kack-Braun).

Ich wünsche euch einen leuchtenden 4. Advent.