Wieder da

Nach Fastenzeit und Ostern hat der eine oder andere mich doch vermisst. Die Anfragen, ob es mir gut geht, häufen sich und so wird es Zeit, dass es mal wieder Neues von mir gibt.

Mein Fastenprogramm habe ich natürlich mit Hingabe mitgemacht. Auch wenn ich ab und an einen Durchhänger hatte und nicht alles zu meiner eigenen Zufriedenheit erledigt habe. Aber ich will nicht ungeduldig mit mir sein sondern ebenso nachsichtig wie mit meinen Mitstreitern. Hier nun ein kleiner Erfahrungsbericht.

Aufräumen und ausmisten war der (körperlich) anstrengendste Teil. Loslassen ist das, was ich immer wieder auch sonst über das Jahr genieße.

Danach hatte ich schon das Gefühl, dass meine Energie immer größer wurde. Die energetische Reinigung meiner Wohnung muss ich allerdings bald wiederholen, weil sich im Moment noch die Handwerker die Klinke in die Hand geben. Diese „Fremdenergien“ müssen danach noch einmal verscheucht werden. Obwohl ich sagen muss, alle Handwerker hatten gute Laune und haben ihre Arbeit mit Liebe erledigt. Da kann nichts Hemmendes ins Haus eingeschleust worden sein.

Das Leben mit allen Sinnen zu genießen war für mich der schönste Teil. Einfach mal wieder darauf aufmerksam machen, dass das Leben und unsere Welt schön ist. Auch wenn es das nicht von morgens bis abends und jeden Tag ist, kann man versuchen alle Sinne für das Schöne weit zu machen, ohne naiv zu sein.

Eine besondere Belohnung habe ich dann auch gleich durch die Inhalte in Kurznachrichten, e-mails oder Gesprächen mit meinen Teilnehmern bekommen. Mit einem Lob und Anerkennung geht gleich alles beschwingter von der Hand.

Aufräumen, loslassen, Energie schöpfen und auf das Wesentliche konzentrieren, das sollte man viel öfter tun. Es führt zu einer positiveren Lebenssicht und fördert ganz nebenbei die Kreativität. Mit geänderter Sichtweise sind sogar ein paar Pfündchen gepurzelt.

Ich habe viele neue Ideen erhalten (dem Himmel sei Dank oder woher auch immer) und werde diese in nächster Zeit umsetzen.

Vorher allerdings werde ich mir meine Augen operieren lassen. Der graue Star nimmt mir immer mehr das Bunte aus der Welt und darauf möchte ich nicht verzichten. Wann das sein wird und wie lange ich dann auf euch oder Ihr auf mich verzichten müsst, werde ich noch rechtzeitig mitteilen.

Bis dahin wünsche ich euch noch erfrischende und motivierende Frühlingstage.
Und sicher haben Sie auch meinen Lieblingsdichter Wilhelm Busch vermisst:

Hass, als minus und vergebens,
wird vom Leben abgeschrieben.
Positiv im Buch des Lebens
steht verzeichnet nur das Lieben.
Ob ein Minus oder Plus
uns verblieben, zeigt der Schluss.
Wilhelm Busch

Weltglückstag 2017

„Glück: Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Konzept für Entwicklung“

Im Juli 2011 verabschiedete die UNO-Generalversammlung auf Drängen Bhutans die Resolution 65/309 mit dem obigen Titel.

In einem immer größer werdenden Teil meiner Arbeit beschäftige ich mich zusammen mit meinen Klienten mit der Suche nach dem Weg zum persönlichen Glück. Bekanntlich ist für Jeden Glück etwas Anderes. Und doch gibt es offensichtlich Dinge, die alle Menschen dieser Welt gleich sehen.

Rechtzeitig vorm Weltglückstag 2017 ist die Studie „Leben in Deutschland“, Stand 2016, mit einem wunderbaren Ergebnis erschienen. Wir Deutschen sind mit unserem Leben zufrieden wie seit Langem nicht mehr. Auch, wenn uns ein paar Medien und Politiker gern etwas anderes einflüstern würden.

Für diese Studie werden seit 1984 etwa 30.000 Menschen in rund 15.000 Haushalten befragt, seit 1990 auch in den neuen Bundesländern. Sie ist die größte und am längsten laufende Wiederholungsbefragung zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Das Besondere daran ist, dass jedes Jahr dieselben Personen befragt werden. Durchgeführt wird die Studie vom Sozio-ökonomisches Panel am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V., Berlin.

In der Studie werden Fragen zur Familie, zu Arbeit, Bildung, Einkommen und Vermögen, aber auch zur Gesundheit und Lebenszufriedenheit der Menschen gestellt. Die Studie ist repräsentativ. Das heißt, die Ergebnisse aus der Befragung können für die Menschen in ganz Deutschland verallgemeinert werden.

Besonders wichtig finde ich, dass in der Befragung nicht nur nach objektiven Lebensbedingungen, sondern auch nach der subjektive Lebenszufriedenheit gefragt wurde.

Ein paar Ergebnisse der Studie, die mich berührt haben, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

  • Musizieren fördert Bildungserfolge von Jugendlichen. Besser Klavier und Flöte statt Fernseher und Computer!
  • Arbeitslosigkeit vererbt sich von Vater auf Sohn.
  • Regelmäßige Gehaltserhöhungen und eine konstante Arbeitszeit steigern die Lebenszufriedenheit
  • Die Glückskurve des Lebens verläuft wie ein U.
  • Verbitterte Menschen, die glaubten im Leben stark zu kurz gekommen zu sein, machen sich mehr Sorgen über die Zuwanderung.
  • Arbeitslosigkeit schlägt tiefe und langanhaltende Wunden. Arbeitslosigkeit prägt ein Leben lang.

Ich werde meine Arbeit weiter dem Ziel verschreiben, allen Interessierten beizubringen, dass Glück Eigenverantwortung heißt. Keiner und nichts kann mich glücklich machen, außer ICH mich selbst.

Glückscoaching bedeutet Wege aufzuzeigen, wie jeder das persönliche Glücksniveau hoch halten kann.

Ich freue mich, wenn Sie sich vertrauensvoll an mich wenden und wir uns gemeinsam auf die Suche nach Glück und Lebenszufriedenheit begeben.

Wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern einen glücklichen, zufriedenen Weltglückstag 2017!

Ihre
Birgitt Jendrosch

Heute endet der erste Teil unserer Fastenzeit

Nach 11 Tagen aufräumen, ausmisten, wegwerfen, in Erinnerungen wühlen und Verstaubtes in die Hand nehmen, wollen heute wir einen Rückblick wagen.

Wir haben schon vieles geschafft, auch wenn nicht Jeder sich sklavisch an die täglichen Vorschläge gehalten hat, ist doch das eine ohne andere aus unserem Blick verschwunden, sortiert oder neu geordnet.

Sie werden merken, dass der Spruch von Ernst von Feuchtersleben „In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt.“ wirklich stimmt.

Was In den letzten Jahren in der Medizin wiederentdeckt wurde, war Pfarrer Kneipp schon vertraut. Für Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) war Gesundheit nur durch ein enges Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele aufrecht zu erhalten oder wiederzuerlangen. Dabei spielt die Lebensführung – oder „Lebensordnung“, wie Kneipp es formulierte – eine entscheidende Rolle.

Er glaubte, dass Ungleichgewicht und Unwohlsein oft durch „Unordnung“ im eigenen Leben gefördert oder ausgelöst werden.

Eine sanfte Umstellung der Lebensweise, gezielte Aktivitäten wie Aufräumen, negative Sichtweisen erkennen, können helfen, alte Gewohnheiten abzulegen.

Ein wesentliches Ziel der Umstellung ist, Ruhe und Entspannung in das Leben zurückzubringen. Loslassen, Entspannen, Bewegen, Achtsam sein, dem sind die folgenden Tage im zweiten Teil unserer Fastenzeit gewidmet.

Wer zum zweiten Teil der Fastenzeit noch einsteigen möchte, kann mir seine e-mail Adresse mitteilen an info@birgitt-jendrosch.de. Bitte in die Betreffzeile „Fastenzeit“ schreiben.

Jeden Tag bekommen Sie dann Vorschläge und kleine Tipps via e-mail, wie Sie die Fastenzeit für Ihren Körper, Geist und Ihre Seele gewinnbringenden nutzen können.

Freude, Mäßigung und Ruh´,
schließt dem Arzt die Türe zu.
Friedrich Freiherr von Logau

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine entspannte und freudige Fastenzeit „Zweiter Teil“. Halten Sie durch. Sie werden stolz auf sich sein.

Fastenzeit

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. In der Fastenzeit werde ich mich zurückziehen, Verzicht üben, neu ordnen, loslassen, reinigen und vorbereiten. Deswegen werde ich auf weitere Blog-Beiträge in der Fastenzeit verzichten.

Damit Sie aber nicht traurig werden, biete ich Ihnen an, mich bei meinem Fasten zu begleiten.

Mit mir fasten, heißt nicht im religiösen Sinn fasten.

Für mich bedeutet die Fastenzeit vor Ostern eher so eine Art Frühjahrsputz. Frühjahrsputz kennen die meisten noch von Großeltern oder Eltern. Da wurde alles blitz-blank geputzt, raus geräumt, zum Lüften an die frische Luft gebracht. Die Winterkleidung wurde eingemottet und die Übergangs- und Sommersachen wieder einsatzbereit gemacht.

Das ist der erste Teil meiner Fastenzeit: „Ramadama“.

Wenn in der Wohnung alles blitzt und sauber riecht, wird es Zeit, dass wir auch in uns selbst aufräumen. Dazu gehören die berühmte „Blutreinigungskur“, das Loslassen von alten Gewohnheiten, die sich überholt haben und eben auch das klassische, körperliche Fasten. Die Sommerzeit naht, der Strand winkt und da ist es naheliegend, sich von ein paar Pfunden zu verabschieden. Neben dem Verzicht auf einige Nahrungs- und Genussmittel sollte die Bewegung wieder an Bedeutung gewinnen.

Das ist der zweite Teil meiner Fastenzeit: „Loslassen“.

Wohnung und Körper machen mittlerweile wieder einen frischen Eindruck und nun sind die Gedanken dran. Aufräumen, Ordnen, der Verzicht auf Dinge macht unseren Geist offen für Neues.

Damit werden wir uns im dritten Teil meiner Fastenzeit befassen: „Energie“.

Im letzten vierten Teil werden wir gemeinsam zurückblicken, was wir erreicht haben und uns voller Freude auf die Zeit nach dem Fasten vorbereiten: „Mit allen Sinnen“.

Wer mitmachen will, kann mir seine e-mail Adresse mitteilen an info@birgitt-jendrosch.de. Bitte in die Betreffzeile „Fastenzeit“ schreiben.

Jeden Tag bekommen Sie dann Vorschläge und kleine Tipps via e-mail, wie Sie die Fastenzeit für Ihren Körper, Geist und Ihre Seele gewinnbringenden nutzen können.

Lassen Sie sich überraschen, wie leicht und beschwingt Sie sich danach fühlen.

Zum Zeitablauf:
Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch, den 1.März und endet am Karfreitag, den 14. April. Das sind insgesamt 44 Tage: 11 für den ersten Teil, 16 für den zweiten, 14 für den dritten und 3 Tage für den vierten.

Ich freue mich auf eine gemeinsame, intensive Zeit.

Buch oder Coaching-Stunde?

Frage:
Sie sagen, der gute Draht zum inneren Helfer kann selbst hartnäckige Blockaden lösen, als Schmerztherapie funktionieren, einem bei beruflichen, persönlichen wie sportlichen Zielen helfen. Spart man sich mit Ihrem Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“ teure Coaching-Stunden?

Antwort:
Ja und Nein.

Ich denke gerade an meine Yoga-Stunden. Natürlich mache ich die Übungen auch zu Hause allein ohne Lehrerin. Aber, das, was meine Yoga-Lehrerin von mir abverlangt, bringe ich zu Hause meistens nicht zustande. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht so ehrgeizig bin und viel schneller aufgebe. Vielleicht traue ich mir selbst auch nicht so viel zu. Es kommt öfter vor, dass ich sage „das kann ich nicht“.  Was sich dann unter Anleitung meiner Yoga-Lehrerin als nicht richtig rausstellt.

Ich bin also bereit, wenn meine Lehrerin mich anleitet und etwas von mir erwartet, auszuprobieren, auszuhalten und ausdauernder zu üben, als wenn ich allein im stillen Kämmerlein übe, in dem mir keiner zusieht, mir keiner Hilfe leistet, mich keiner korrigiert und mir keiner etwas zutraut und mich lobt.

Wir Menschen brauchen immer wieder diesen direkten Kontakt zu anderen Menschen, die genau die Funktion meiner Yoga-Lehrerin übernehmen: uns etwas zutrauen, uns anregen, uns loben, uns locken, uns Hilfestellung geben.

Die wenigsten könnten als Einsiedler glücklich werden. Und doch gibt es glückliche und zufriedene Einsiedler.

Was ich sagen will, im Grunde könnte jeder allein mit Hilfe seines inneren Helfers seine Probleme lösen, vorausgesetzt, alle notwendigen Anlagen sind dazu vorhanden, wie beim glücklichen Einsiedler.

Manchmal ist eine unabhängige zweite Sichtweise aber genau der Impuls, der gebraucht wird, um ein Problem zu lösen. Jemand, der erkennt, was in uns steckt, bevor wir es selbst entdeckt haben und uns herausfordert.

Und mal ehrlich, ist dann nicht eine teure Coaching-Stunde eine gute Investition?

Trotzdem übe ich natürlich fleißig meine Yoga-Übungen zu Hause weiter, um mir bei der nächsten Yoga-Stunde wieder neue Anregungen zu holen.

So sehe ich auch das Arbeiten mit meinem Buch.

Es gibt Menschen, die sehr gut nur mit dem Buch auskommen. Vorbereitende Übungen, die Bewusstseinsreisen und die anschließenden Tipps reichen ihnen um an und mit sich selbst zu arbeiten.

Andere werden an einer Stelle ins Stocken geraten und benötigen einen freundschaftlichen Stups um weiter zu kommen. Die gehen dann zum Coach ihres Vertrauens und holen sich dort neue Anregungen.

Ja, und manchmal hilft auch einfach ein weiterführendes Buch oder das Lesen meines Blogs, in dem ich immer wieder Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachte und meinen Lesern damit neue Anregungen gebe.

Das Geheimnis der Gehirnwellen

Frage:
In den Übungen vor den Bewusstseinsreisen im Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“ wird immer wieder auf unterschiedliche Gehirnwellen hingewiesen. Was hat es damit auf sich?

Antwort:
Wie Sie bestimmt wissen, erzeugen die Zellen unseres Gehirns bei jeder Tätigkeit wechselnde, elektrische Impulse.  Zeichnet man diese Potenzialschwankungen über einen gewissen Zeitraum auf, formen sie das Bild von Wellen, die man Gehirnwellen nennt. Vielleicht wurde bei Ihnen schon einmal ein EEG (Elektroenzephalogramm) erstellt. Dann konnten Sie selbst sehen, welche Wellen Ihr Gehirn fabriziert.

Die Bedeutung der Gehirnwellen wurde mittlerweile ganz gut erforscht.

So wissen wir, dass Alpha-Wellen besonders bei Entspannung auftreten, Beta-Wellen bei bewusstem, logischem Denken. Theta-Wellen treten gehäuft bei kreativen Tätigkeiten und in der REM-Schlafphase auf,  Delta-Wellen beim Tief-Schlaf und intuitiver Aufmerksamkeit.

Die Gamma-Wellen sind die zuletzt entdeckten und noch nicht so gut untersuchten. Sie erscheinen bei höchster Konzentration und Spitzenleistung. Gamma-Wellen wurden auch bei erfahrenen, meditierenden Mönchen nachgewiesen und deuten auf mystische, transzendente Erfahrungen.

Gamma-Wellen unterstützen das WIR-Gefühl und das empathische Verhalten gegenüber anderen Menschen, Lebewesen und der Natur, indem Sie das ICH-Gefühl mit der Umwelt verschmelzen lassen.

Gamma-Wellen scheinen auch wichtig für die Synchronisation aller Gehirnareale zu sein.

In den vorbereitenden Übungen werden die für die nachfolgende Bewusstseinsreise notwendigen optimalen Gehirnwellen erzeugt. Wenn Sie also ein besonders gutes Ergebnis erzielen wollen, folgen Sie der Anleitung und hören sich erst danach die Bewusstseinsreise an.

Ich höre gerade die Skeptiker, die innerlich bezweifeln, dass man durch einfach Übungen in der Lage ist, sein Gehirn so zu steuern, dass es genau das tut, was man gerade von ihm erwartet.

Die Anwendung von Neurofeedback-Maschinen zeigen uns eine eindeutige Antwort:

Ja, das geht!

Wie mein innerer Helfer mich unterstützte

Frage:
Was ist das effektivste Ergebnis, das Ihnen Ihr persönlicher Helfer bisher gebracht hat?

Antwort:
Im November 2012 wurde ich auf einem Zebrastreifen angefahren und habe mir einen Lendenwirbel gebrochen. Im Krankenhaus bekam ich dreimal täglich eine große Tablette und zu jeder Mahl- und Nachtzeit noch ein weiteres Schnapsgläschen mit einer rosa übel-süßlichen Flüssigkeit. Bei jedem Schluck würgte es mich. Es wurde mir erst schlecht, dann schwoll mein Gesicht an.

Da sagte Franz, mein inneren Helfer, kennst du das nicht? Denk an deine Heilpraktiker-Ausbildung. In mir stieg das Bild aus einem Lehrheft über allergische Reaktionen auf: Quincke-Ödem. Da Ärzte nur bei der Visite am Morgen auftauchten, berichtete ich der Pflegerin meinen Verdacht. Ihr Rat war: Sofort absetzen!

Dann bekam ich meine großen Tabletten mal so abgetrennt, dass ich ihren Namen lesen konnte: Oxycodon. Beim Zusatz „codon“ gingen bei mir so einige Lichter auf: ein starkes, opioid-haltiges Schmerzmittel. Warum nur, ich hatte Schmerzen, aber keine Schmerzen, die nicht irgendwie auszuhalten gewesen wären.

Wenn man im Nachthemd im Bett liegt mit 300 Neigung, sonst durfte ich nur noch stehen und gehen, ist man in seiner Autorität schon etwas gemindert. Deswegen brauchte ich auch die Unterstützung meiner Bettnachbarin. Wir stellten nämlich fest, dass sie während der Visite vergaß zu fragen, was sie fragen wollte und mir das gleiche passierte.

Bei der nächsten Visite sprach ich also mit moralischer Unterstützung meiner Bettnachbarin die Ärzte an. Das wurde fast wie Blasphemie gewertet. Kategorische Antwort: Das brauchen Sie, sonst macht das Schmerzgedächtnis die Schmerzen chronisch.

Bei Schmerzgedächtnis bin ich zu voller Größe aufgelaufen. Dank meiner Ausbildung zur Hypnotiseurin und meinem inneren Helfer (oder nennen Sie es auch gern meine innere Weisheit) weiß ich, dass es nichts gibt, dass sich unauslöschlich ins Gedächtnis brennt. Alles was sich dort einnistet, kann auch wieder rückgängig gemacht oder „überschrieben“ werden.

Und ich nahm meine Tabletten einfach nicht mehr!

Sie hatten nämlich wirklich große Nebenwirkungen für mich in Form einer unangenehmen Verstopfung. Bei einem Wirbelbruch ist genau das Pressen schmerzhaft. Mal ganz abgesehen davon, dass ich auf Hilfe angewiesen war, weil ich ja an den Teil meines Körpers nicht allein heran kam…

Mein innerer Helfer half mir die Schmerzen mit Entspannung und spezieller Techniken aus der Schmerz-Hypnose selber zu lindern. Die verbleibenden Schmerzen habe ich dankbar angenommen, weil sie mir doch so gut zeigten, was ich tunlichst unterlassen sollte: mich bücken, drehen, sitzen usw.

Ach ja, eine Zeit lang bekam mein innerer Helfer noch Unterstützung von außen, Ich trug ein formschönes Haltegerät, dass mir den Anschein einer Amazone verpasste.

Das ist nun schon alles vergessen. Und doch habe ich einmal mehr gelernt auf meine Intuition namens Franz zu hören. Sie müssen mir nicht unbedingt nacheifern und ihre Medikation gegen Null fahren. Sie dürfen mir aber gern glauben, dass Schmerzen auch ohne Medikamente reduziert werden können, durch Selbsthypnose wie die Bewusstseinsreisen oder durch Fremdhypnose.

Vielleicht inspiriert Sie  mein Blog-Eintrag über Hypnose und Schmerzen.

Probieren Sie es selbst aus! Denn probieren geht über nachlesen!

Kann Hypnose Schmerzen wegzaubern?

Wenn wir uns den großen Zeh angestoßen haben, fühlen wir, nach einer Schrecksekunde, den Schmerz im großen Zeh pochen. Wir glauben fest daran, dass der Schmerz genau dort stattfindet, wo er entstanden ist.

Doch das stimmt so gar nicht, es wird uns nur vorgegaukelt.

„Schmerz ist eine Konstruktion des Gehirns, er entsteht erst im Gehirn“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Miltner nach Forschungsergebnissen an der Universität Jena. Damit ist Schmerz „in erster Linie ein psychologisches und kein rein neuro-physiologisches Ereignis“.

Im Gehirn wird Schmerz als Erfahrung gespeichert und wieder abgerufen – oder auch nicht, wie Jenaer Versuche unter Hypnose oder Ablenkung gezeigt haben. An der „Erfahrung Schmerz“, so der Psychologe Prof. Dr. Miltner, sind ca. 20 Strukturen im Gehirn beteiligt, die gemeinsam in bestimmter Weise zusammenarbeiten müssen.

Wie kam man in Jena zu diesen Erkenntnissen.

Bei 120 Probanden wurde ein Hitzereiz auf die Hand ausgelöst. Schmerzen werden dabei ganz subjektiv erfahren. Ihre Wahrnehmung und Einschätzung hängt vor allem von den Probanden selbst und ihrer augenblicklichen Situation ab. Die Reaktionen auf physikalisch absolut identische Impulse waren schon im wachen Zustand unterschiedlich.

Die Jenaer Psychologen experimentierten mit Hypnose und der so genannten Aufmerksamkeitsablenkung. Das ist ein Trick, den schon Mütter anwenden, wenn sie die Wunde am Knie ihres Kindes liebevoll „bepusten“ und ein Lolli als Schmerzpflaster verabreicht wird. Oder wie meine Großmutter sagte: Wenn ich zum Tanze geh, tut mir mein Bein nicht weh.

Die Aufmerksamkeitsablenkung führte dazu, dass Schmerzreize weniger intensiv wahrgenommen, aber unter Hypnose zu einem großen Teil überhaupt nicht mehr registriert wurden.

In einer weiteren Versuchsanordnung gingen die Wissenschaftler dem Phänomen mit der Elektroenzephalographie (EEG) weiter auf den Grund. Bis zu 128 Elektroden, über den gesamten Kopf verteilt, zeichneten die neuronalen Aktivitäten im Gehirn bei der Schmerzverarbeitung auf.

Bereits nach 150 bis 260 Millisekunden löst der externe Reiz starke Gehirnaktivitäten aus. Die Stärke des Ausschlags wurde allein von der subjektiven Schmerzverarbeitung bestimmt.

Hypnose und Aufmerksamkeitsablenkung lösen im Gehirn komplett andere Verarbeitungswege aus.

Die Aufmerksamkeitsablenkung irritiert bereits die Informationsvorverarbeitung im Hirnstamm, so dass nur ein geringer Teil der Information das Gehirn erreicht.

Bei Hypnose jedoch gelangt die volle Information zur Gehirnrinde. Dort wird ihre weitere Verarbeitung blockiert. Das EEG zeigte, dass in den verantwortlichen Hirnregionen hohe neuronale Aktivitäten herrschen, die Schmerzreize aber keine Alarmreaktion auslösen.

Warum das so ist, haben die Jenaer Psychologen noch nicht bis ins letzte Detail ergründet. Sie vermuten aber, dass Hypnose – genauso wie eine Anästhesie mit Narkosemitteln – die gehirninterne Kommunikation stört oder sogar unterbindet.

Weitere Forschung an der Uni Jena:
http://www.biopsy.uni-jena.de/joomla/index.php/deu/forschung/hypnose

PS ein kleiner Hinweis:
Ich biete ausschließlich nicht-medizinische Hypnose-Anwendungen an.

Darf ich vorstellen: Franz, mein innerer Helfer

„Entdecke deinen inneren Helfer“ ist der Titel meines Buches. Da ist die Frage gerechtfertigt, ob ich auch einen solchen habe und wie ich mit ihm umgehe.
Lesen Sie selbst.

Frage:
Bei welchen Gelegenheiten oder Situationen greifen Sie persönlich auf Ihren inneren Helfer zurück und wie treten Sie in Kontakt mit ihm?

Antwort:
Weil unser Unterbewusstsein viel lieber in Bildern als in Worten spricht, hat mein innerer Helfer eine Gestalt und sogar einen Namen. Es ist ein kleines, dürres Männchen mit weißen langen Haaren und einem langen Bart. Meist trägt er einen langen weißen Mantel und von Zeit zu Zeit einen Hut, der die Form einer umgestülpten Einschultüte besitzt. Er besteht darauf, dass er nicht Merlin ist. Er heißt Franz.

Im Normalfall, wie gerade jetzt, sitzt er auf meiner linken Schulter, beobachtet mich wohlwollend und flüstert mir etwas ins Ohr, wenn er meint, ich hätte es nötig.

Manchmal vergesse ich ihn, z.B. wenn ich hektisch oder ängstlich werde. Ja, wenn mal wieder alles drunter und drüber geht, ich alles auf einmal machen will, dann wird er recht laut und weist mich darauf hin, dass dreimal langsam durchatmen und bis 10 zählen (erzeugt Alpha-Wellen), die bessere Option ist.

Es kann auch passieren, dass ich seine Botschaft wohl höre, aber ignoriere. Dann kann er seine Größe verändern. Immer dann, wenn es richtig wichtig ist, erscheint er mir bedrohlich groß. Das heißt dann: STOPP! Denke nach bevor du handelst.

Bewusst kontaktiere ich meinen inneren Helfer, wenn ich nach Lösungen suche, wenn ich Entscheidungen treffen muss. Ich hoffe auch, dass mein innerer Helfer mich dabei unterstützt, dass ich die richtigen Worte und Handlungen finde, um ein kleines bisschen beizutragen, diese Welt empathischer und friedlicher zu machen.

Übrigens glaube ich, dass die überwiegende Mehrheit aller Menschen ihren inneren Helfer schon lange kennt und sich bloß nicht mehr erinnern kann.

Die meisten Kinder haben einen kleinen Freund, der sie durch ihren Alltag begleitet. Sie reden mit ihm über wichtige Probleme. Sie spielen mit ihm, wenn gerade kein Anderer zur Verfügung steht. Sie schimpfen mit ihm, um Frust abzulassen. Er ist schuld an allem, was sie verbockt haben. Er nimmt aber nichts krumm. Sie kuscheln mit ihm unter der Bettdecke (wenn es vielleicht auch nur der Bettzipfel ist).

Wenn diese Kinder groß und erwachsen werden, sitzt der kleine Freund schluchzend in einer Ecke und wartet darauf wieder entdeckt zu werden.

Nur zu!

Entdecke deinen inneren Helfer!

PS
Ich habe übrigens Mathematik und Informatik studiert und mit einem Diplom einer technischen Universität abgeschlossen. Ich bin also durchaus Realist. Aber so wie kleine Kinder mit einem kleinen, imaginären  Freund etwas besprechen, so können es auch Erwachsene halten. Probieren Sie es aus und ich verspreche Ihnen, es hilft.

Kann unser Unterbewusstsein Wunder bewirken?

Mein Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“ ist nun seit mehr als 4 Monaten auf dem Buchmarkt. Im Gespräch mit meinen Lesern sind Fragen aufgetaucht, die und deren Beantwortung ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Vielleicht können Sie daraus einen zusätzlichen Nutzen oder eine Erkenntnis ziehen.

Frage:
Warum kann unser Unterbewusstsein besser Probleme lösen und Fragen beantworten als unser bewusstes Denken?

Antwort:
Unser bewusstes Denken wird durch alles, was wir in unserem Leben erlebt und erfahren haben eingeschränkt. Vielleicht haben wir als Kind von Eltern oder Lehrer gesagt bekommen: Wenn du weiter nicht lernst, dann wird nie etwas aus dir. Zack, und schon ist es abgespeichert und verstärkt sich bei jeder neuen negativen Erfahrung als unverrückbare Beschränkung und Glaubenssatz, über den wir nicht hinauswachsen können. Unserem Unterbewusstsein ist das jedoch vollkommen gleichgültig.

Was wir aus unserer Umwelt mit unseren Sinnen wahrnehmen beträgt mehr als 11 Millionen Bits in der Sekunde. Was wir bewusst bewältigen sind maximal 50 Bits pro Sekunde.

Das gibt uns einen Eindruck von dem gewaltigen Kapazitätsunterschied zwischen dem Unterbewusstsein und dem bewussten Verstand.

Hinzu kommt, das, was wir durch unsere Sinne wahrnehmen, wird gefiltert und bewertet. Es wird nur das durchgelassen, was für uns wichtig ist und in unsere Welt passt. Wir formen uns unsere Wirklichkeit, geprägt durch soziale, kulturelle und individuelle Filter.

Ohne diese Beschränkungen durch unsere Erfahrungen, unsere sozialen, kulturellen und individuellen Filter ist unser Unterbewusstsein frei für Lösungen von Problemen. Unser Unterbewusstsein kann alles, was in uns steckt voll nutzen. Wie bei einem Eisberg ist unser Bewusstsein nur ein kleiner Teil, der aus dem Wasser schaut, das was verborgen unter Wasser treibt, unser Unterbewusstsein, macht die Masse aus.

Wenn wir darauf zugreifen können, sieht das manchmal im Ergebnis wie ein kleines Wunder aus. Es ist aber bereits in uns vorhanden, nur tief verborgen und nicht offensichtlich.