Psychische Störungen in anderen Kulturen

In der Psychoedukationsschulung „Psychische Störungen nach Flucht und Migration“ am Max-Planck-Institut für Psychiatrie wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass in anderen Kulturen die bekannten Erkrankungen ein anderes Erscheinungsbild haben können. So ist es wahrscheinlich, dass in Ländern, die psychische Erkrankungen tabuisieren, diese einen somatischen Ausdruck bekommen. Der oder die Betroffene äußert körperliche Defizite anstatt auf Traurigkeit, Kummer, Angst oder ähnliches zu verweisen.

So berichteten die Helfer, dass Männer eher über Rückenschmerzen oder wandernde Schmerzen über den gesamten Körper klagen und Frauen sich schnell in eine Ohnmacht zurückziehen.

Für diese kulturspezifische Störungen ist oft das notwendige Wissen und damit Verständnis gar nicht gegeben ist, weil eine „kulturgebundene Psychopathologie“ nicht vorhanden ist.

Ein vielleicht noch wichtigerer Faktor kommt hinzu, nämlich die Sprachbarriere. Bei psychischen Erkrankungen ist die Gesprächstherapie eine tragende Säule. Aber wie soll man die durchführen, wenn keine geschulten Dolmetscher vorhanden sind?

Es ist schon schwierig, wenn Menschen im „normalen“ Leben mit unterschiedlichen Kulturen aufeinander treffen. Weitaus schwieriger ist es, wenn ein Teil dieser Menschen unter Gewalt, Verfolgung, Todesangst, Folter gelitten hat. Das können wir wohl gar nicht nachvollziehen. Aber wir können uns sicher vorstellen, dass diese Menschen seelische Erkrankungen ausbilden.

Deswegen finde ich es notwendig, zu unterstützen, wo man kann.

Immer wenn zwei unterschiedlich Erfahrungs- und Erlebnishorizonte aufeinander treffen, dann ist es notwendig, aufeinander zu zugehen, miteinander zu reden, versuchen sich gegenseitig zu verstehen. Das scheitert nicht selten an der Sprache, weil wir verlernt haben auch Gesten und Mimik einzusetzen. Beobachten Sie einmal Kinder, die auch ohne gemeinsame Sprache miteinander spielen, Spaß haben und lachen.

Jeder kann etwas zum gegenseitigen Verständnis beitragen. Dann wenn man keine Angst voreinander hat, wenn man in der Andersartigkeit kein Problem sondern eine neue Sichtweise erkennen kann.

Nein, ich plädiere nicht dafür, dass man jeden Menschen lieben soll. Auch unter den Flüchtlingen und Migranten gibt es solche, denen ich lieber aus dem Weg gehe. Aber ich werde weder mir noch Ihnen den Weg versperren, sich kennen zu lernen.

Auch wenn die meisten von uns mittlerweile jedes Jahr im „Ausland“ Urlaub machen, ist das Verständnis für andere Kulturen nicht gewachsen, sondern eher geschrumpft. Kaum jemand macht sich die Mühe neben Strand oder Bergen auch die darin lebenden Menschen näher kennen zu lernen. Reisen bildet halt nicht immer.

Meine langjährige Erfahrung als Projektmanagerin hat mir oft gezeigt, dass sogar enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung erst Rassismus fördern kann.

Es gibt sicher kein für alles gültiges Rezept, wie man Verständnis für andere Kulturen entwickeln kann. Die Geschichte zeigt uns aber auch, dass aus einer Vermischung Neues, Wertvolles entstehen kann.

Und das Schönste ist, wie meine gute deutsche Freundin mit ghanaischen Wurzeln sagt, wenn man aus zwei Kulturen das Beste extrahiert und zu etwas noch Besserem zusammenfügt.

In diesem Sinne,
seht die Bereicherung und nicht den Aufwand und das Geld.

In diesem Sinne,
seid offen und zugewandt.

Ich freue mich immer, wenn ich im Garten arbeite oder wir Gassi-gehen, dass unsere neuen Nachbarn im „Asylanten“-Haus, freundlich grüßen. Die, die die deutsche Sprache schon ein bisschen beherrschen, fragen nach wie es geht und freuen sich auf meine Gegenfrage. Besonders freue ich mich über die aufgeschlossenen, fast perfekt deutsch sprechenden Kinder einer afghanischen Familie. Dann weiß ich, dass wir richtig handeln.

Wer sich weiter informieren möchte, dem empfehle ich das Buch:
Psychotherapie nach Flucht und Vertreibung:
Eine praxisorientierte und interprofessionelle Perspektive auf die Hilfe für Flüchtlinge
von Maria Borcsa,‎ Christoph Nikendei

Psychische Störungen nach Flucht und Migration – Ein Projekt des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie

„Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle in Deutschland im Herbst 2015, war das Engagement der Mitarbeiter vielerorts groß. Während sich die Max-Planck-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit anderen deutschen Forschungsorganisationen auch dazu entschloss, langfristige Angebote zur Integration zu erarbeiten, entstand gleichzeitig eine von einem großzügigen Spender der Max-Planck-Förderstiftung ermöglichte Initiative. Max-Planck-Direktor Herbert Jäckle übernahm die Schirmherrschaft und gab ihr den Namen „People for People“. „Dem Spender der Förderstiftung geht es um das Menschliche. Er möchte Konzepte aus den Instituten fördern, die direkt den Flüchtlingen zugutekommen.“ Finanziert werden sollen dabei jene Aktivitäten, die sich aus öffentlichen Mitteln nicht finanzieren lassen. Kurz nach Jahresbeginn waren insgesamt 25 Projekte ausgewählt worden.“
Quelle: https://www.mpg.de/fluechtlingshilfe

Am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München startete das Projekt „Refugee Psychiatry”. Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie bietet ein Psychoedukationsprogramm für Flüchtlinge und Helfer an, um einen Beitrag bei der Versorgung von Menschen mit psychiatrischen Störungen nach Flucht und Migration zu leisten.

„Eine 2015 durchgeführte Studie an syrischen Flüchtlingen in der Türkei zeigt, dass zwei Drittel von ihnen Tod, Folter oder Entführung eines engen Freundes oder Familienmitgliedes beobachtet oder selbst erlebt haben (Alpak et al., 2015).
20 bis 30 Prozent der Flüchtlinge leiden unter einer schweren Depression oder einer ausgeprägten Posttraumatischen Belastungsstörung und brauchen eine Behandlung (Steel, Chey et al., 2009).“
Quelle: http://www.psych.mpg.de/refpsych

Ich habe an dieser 8-reihigen Schulung teilgenommen und viele Erkenntnisse gewonnen, die nicht nur auf Flucht und Migration sondern auch auf unser ganz normales Leben zutreffen.

Was mich persönlich allerdings am meisten bewegt hat und mir vor Augen gehalten hat, dass unsere Politiker vollkommen entgegen diesen Erkenntnissen handeln, war das Thema: Depressive Erkrankungen.

An diesem Nachmittag wurde u.a. über Schutzfaktoren und belastende Faktoren beim depressiven Syndrom bezogen auf Geflüchtete gesprochen.

Zu den Schutzfaktoren zählen:

  • Kulturelle Identität
  • Soziale Bindungen
  • Soziale Unterstützung
  • Religiöse Gebräuche
  • Arbeit
  • Familienzusammenhalt

Zumindest zu den Themen Arbeit und Familienzusammenhalt sind unsere Gesetze und deren Auslegung daher eher kontraproduktiv.

Gegen die belastenden Faktoren kann nicht viel getan werden oder man nimmt diese gar billigend in Kauf:

  • Einsamkeit
  • Heimweh
  • Statusverlust
  • sprachliche Probleme
  • Hilflosigkeit
  • Aufenthaltsstatus
  • Arbeitslosigkeit
  • offener oder latenter Rassismus
  • Dissonanz zwischen Normen und Werten der Herkunfts- und der Aufnahmegesellschaft

Und es gibt noch etwas, was mich stark berührt hat. Die Teilnehmer an dem Schulungsprogramm waren aus meiner Sicht nicht sehr zahlreich und bestanden überwiegend aus engagierten älteren Menschen und „Ausländern“, oder politisch korrekt, Menschen (in diesem Falle Ärzte aus Nordafrika und Südamerika) mit Migrations-Hintergrund.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal meinen persönlichen Dank für eine hilfreiche, humane Initiative von engagierten Mitarbeitern des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie aussprechen.

Gäbe es doch mehr so kompetente und engagierte Menschen!

Frau und Bildung

Diese Woche feierten wir 500 Jahre Reformation. Am 31.10.1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen zum Ablasshandel an die Kirchentüre der Schlosskirche zu Wittenberg.

Das war der Beginn der Reformation der Kirche und wie viele Historiker sagen, das Ende des Mittelalters.

Für uns Frauen ist darüber hinaus hoch interessant, dass Martin Luther nicht nur den Ablasshandel kritisierte sondern auch 1524 eine Schrift „An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen“ verfasste. So wurde in der Zeit der Reformation auch die Forderung nach allgemeinen Schulen für Jungen und Mädchen laut.

Bis dahin durften nur privilegierte Kinder in Kloster- und Domschulen etwas lernen. Das waren überwiegend Jungen und nur ganz vereinzelt Mädchen. Die große Masse der Bevölkerung bekam überhaupt keine Bildung.

Die Forderung Martin Luthers wurde naturgemäß nur in evangelischen Landen und Städten umgesetzt. In den katholisch gebliebenen Landesteilen verlief die Umsetzung nur sehr zäh. Das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken führte 1592 als erstes Territorium der Welt die allgemeine Schulpflicht für Mädchen und Knaben ein. Im Kurfürstentum Bayern konnte erst 1802 eine 6-jährige Schulpflicht durchgesetzt werden.

Im Laufe der Geschichte ist die Bildung der Frauen immer wieder herabgesetzt, in Zweifel gezogen oder schlicht und ergreifend verboten worden.

Da möchte ich an die Geschichte der pakistanischen Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai erinnern. Sie bezahlte ihre Rebellion gegen das Schulverbot für Mädchen, was die Taliban seit 2007 verhängten, fast mit ihrem Leben.

Frauen wurden mit untergeordneten und unterbezahlten Arbeiten beschäftigt. Auch unter der Annahme, dass Männer doch eine Familie ernähren mussten, die Arbeit der Frauen war ja nur „Zubrot“.

Das ging so weit, dass der Eintritt von Frauen in einen Berufszweig mit der Abwertung dieses Berufs einher ging. Diese männlich/weiblichen Lohnabstufungen sind materieller Ausdruck hintergründiger Denkstrukturen und Wertungen. Ich fürchte, dass ist bis zum heutigen Tag so geblieben.

Bis ins letzte Viertel des 19. Jahrhunderts reichte der Verdienst der Männer oft nicht aus, um eine Familie zu ernähren. Deswegen mussten auch verheiratete Frauen arbeiten gehen.

Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts boten die meisten europäischen Staaten den Mädchen und den Knaben eine kostenlose Grundschulausbildung. Sie betrug 6 Jahre für Mädchen, 7 Jahren für Jungen. Nach der Volksschule (heute Hauptschule) gab es für Mädchen keine weiteren öffentlichen Bildungseinrichtungen, die allgemeinbildende oder berufsbildende Fertigkeiten vermittelten.

Frauen durften erst zum Beginn des 20. Jahrhundert an Universitäten studieren. Im Großherzogtum Baden als Vorreiter in deutschem Land wurde 1900 Frauen der volle Zugang zu Universitätsstudien ermöglicht.

Von 1870 bis 1930 verbesserten sich die wirtschaftlichen Lebensbedingungen der europäischen Stadtbewohnerinnen langsam aber stetig. So wurden weniger Kinder geboren. Im Allgemeinen reduzierten die Paare die Größe ihrer Familie, weil es sich als ökonomischer Vorteil erwies.

Die Verringerung der Geburtenziffern ging von den oberen Schichten aus und mit dem Bildungsstand der Frauen einher.

Dann kamen die Nationalsozialisten, die sich übrigens als Ziel setzten, den Anteil von Studentinnen auf unter 10% zu drücken!

Die Familie wurde als Keimzelle des Volkes propagiert. Der Muttertag wurde zum Nationalfeiertag erhoben. Doppelverdiener sollten nicht weiter existieren. Deswegen wurde 1936 eine staatliche Kinderbeihilfe pro Kind eingeführt. Ehepaare erhielten Finanzierungshilfen, wenn die Frau nicht außerhalb des Hauses arbeitete. Der Verkauf von Verhütungsmittel wurde verboten. Mütter von vier und mehr Kindern erhielten das Ehrenkreuz für die deutsche Mutter mit der Inschrift: Das Kind adelt die Mutter.

Leider, oder Gott sei Dank, funktionierte dieses Gedankengut nicht. Der Krieg schmiss alles über den Haufen. Frauen wurden in männlichen Berufen benötigt, weil die Männer an der Front kämpften.

1943 betrug der Anteil der studierenden Frauen dann auch knapp 50%.

Ja in Kriegszeiten dürfen Frauen oft das, was sie zu „normalen“ Zeiten nicht durften.

Übrigens, erst seit 1976 hatten Frauen das Recht eine Arbeit ohne Genehmigung ihres Ehemannes anzunehmen. Ich kann mich gut an den Zorn meiner Mutter darüber erinnern, die 1967 eine zweite Berufsausbildung nach ihrem Geschmack machte und dazu die Unterschrift ihres Ehemannes benötigte…

Bildung ist ein hohes Gut und Grundvoraussetzung für ein eigenverantwortliches Leben.

Deswegen, liebe Mütter und Väter,
unterstützt eure Mädchen nach ihren Fähigkeiten und Interessen, damit sie einen auskömmlichen und befriedigenden Beruf erlernen können.

Frau kann sich auch wehren

Sex wird als Waffe zur Unterdrückung und Machtausübung missbraucht.
Die #MeToo Bewegung zeigt das zurzeit sehr deutlich.

Aus vielen Kriegen wissen wir, dass Vergewaltigung von Frauen wie eine Waffe eingesetzt wird. Es geht darum, den Feind über die Gewalt an den Frauen zu demütigen, einzuschüchtern, ihn zu entmenschlichen. Die Körper der Frauen werden zu einer Art Schlachtfeld. Es ist auch eine Demonstration der Macht gegenüber den Männern, die nichts dagegen unternehmen können.

Das ist unmenschlich. Ob es dagegen ein Mittel gibt? Das bezweifele ich.

Ich möchte meine lieben Mit-Frauen aber gern auf eine andere Vorgehensweise aufmerksam machen.

Was Aristophanes in seiner Komödie Lysistrata beschreibt, dazu hat Leymah Gbowee aus Liberia erfolgreich aufgerufen. Aber eins nach dem anderen.

Die Frauen Athens und Spartas hatten vom Krieg ihrer Männer die Nase voll. Unter Führung von Lysistrata besetzen die Frauen Athens die Akropolis und verweigerten sich fortan sexuell ihren Männern. In Sparta veranlasste Lampito ähnliches. Nach einigen Verwicklungen und Rückschritten (mehrfach versuchen liebestolle Frauen, die Burg in Richtung der Männer zu verlassen, oder die erbosten Herren, selbige zu erstürmen), führt der Liebesentzug tatsächlich zum Erfolg. So die Komödie von Aristophanes 411 Jahre vor Christus.

Die Frauenrechtlerin und Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee sprach in einem Interview darüber wie der „Sexstreik“ der Frauen zur Beendigung des Bürgerkriegs in Liberia 2003 beitrug.

„In der heutigen Welt ist alles übersexualisiert. Es war eigentlich eine Strategie, um die Männer in unserer Gesellschaft zu mobilisieren, mit männlichen Entscheidungsträgern innerhalb der Kriegsparteien zu sprechen.

Als wir es ankündigten, war es plötzlich überall in den Nachrichten. Diese Medienaufmerksamkeit erwies sich als sehr effektive Strategie.

In Togo haben Frauen vor ein paar Jahren zum Beispiel gegen eine Wahlreform protestiert. Sie führten dazu jahrelang Kampagnen durch. Die Medien haben darüber nicht berichtet. Bis zu dem Tag, als sie zum Sexstreik aufriefen. Da wachten alle Medien auf, auch internationale.“

Ich weiß aus Erzählungen, dass manche Frauen solange „Migräne“ haben bis sie etwas bei ihrem Mann durchgesetzt haben, die nächste Reise, das nächste Paar Schuhe, etc.

Also, liebe Mit-Frauen, ich will nicht dazu aufrufen, eure Männer mit Sex-Entzug zu erpressen. Ich möchte aber gern, dass ihr darüber nachdenkt, dass auch eine Frau sehr wohl und mit Nachdruck NEIN sagen kann. Eben auch unter Androhung von Sex-Entzug.

Und ganz ehrlich, muss Frau sich vor einem „Würdenträger“ klein machen? Steht es nicht in unserer Macht „NEIN“ zu sagen. Ich glaube, kein Mensch sollte in halbwegs normalen Umständen, etwas zulassen, was er nicht will.

Das Thema „Hochschlafen“ ist sicher jeder erfolgreichen Frau begegnet. Wie sollte Frau sonst erfolgreich sein? etwa aus eigener Kraft? Dann müssten eventuell die nicht erfolgreichen Männer darüber nachdenken, warum es bei ihnen nicht klappt. Ganz ohne die Ausrede, „dass ist nur wegen des hübschen Lärvchens“.

Liebe Mit-Streiterinnen,
lasst euch nicht klein machen. Lasst nicht zu, dass ihr benutzt werdet.
Selbstbewusstsein ist die beste Abwehr.

Gegen Gewalt sind alle machtlos. Aber redet darüber. Bleibt nicht allein mit dem Erlebten. Seht zu, dass der Vorfall öffentlich wird. Und bitte, nicht erst nach Jahrzehnten, wie es beim Hashtag #MeToo so oft geschieht, sondern schreit das Unrecht gleich heraus. Auch hier sind die Medien ein Mittel der Wahl.

Frauen und #MeToo

Diese Woche entstand aufgrund des Bekanntwerdens eines Skandals um US-Filmproduzent Harvey Weinstein eine Welle der Empörung und Solidarisierung. Harvey Weinstein nutzte wohl seine Position als Filmproduzent schamlos aus, um Schauspielerinnen sexuell zu belästigen.

Mit dem Hashtag  #MeToo setzte die Schauspielerin Alyssa Milano eine Welle in Bewegung, die zeigt, wie allgegenwärtig sexuelle Übergriffe auf Frauen auch in unserem Alltag sind.

Sicher hat jede Frau eine persönliche Schwelle, die bei der einen hoch und bei der nächsten niedrig liegt.

Ich habe mich z.B. durch Pfiffe von Bauarbeitern nicht beleidigt gefühlt, aber auch nie umgedreht.

Ich denke, dass es auch auf das eigene Selbstverständnis ankommt. Und ganz wichtig, ob Frau gelernt hat NEIN zu sagen oder BIS HIERHER UND NICHT WEITER. Bei einem brutalen Übergriff wird das wahrscheinlich auch nicht helfen. Aber einen großen Teil der Männer wird das schon einmal abschrecken. Für den Rest braucht Frau eine Kampfsport-Ausbildung, was nicht mein Fall wäre.

Ich möchte deswegen allen Eltern von Mädchen sagen, lehrt sie, dass sie der männlichen Welt nicht untergeordnet sondern ebenbürtig sind. Zeigt ihnen, dass sie alles Recht haben, solches Verhalten abscheulich und inakzeptabel zu finden.

Gerichtet an junge Frauen und auch ältere möchte ich appellieren, lernt selbstbewusst aufzutreten. Zeigt, dass eure Meinung, eure Aussage genauso viel wert ist. Euer Körper gehört euch ganz allein. Ihr verschenkt eure Gunst nur an jemanden, den ihr für würdig erachtet.

Selbstbewusstsein ist eine große Schlüsselqualifikation. Es lohnt sich daran zu arbeiten. Allein eure Körpersprache drückt dann aus, „mit der ist nicht gut Kirschen essen, lass lieber die Finger davon“. Wer mit geradem Blick, gerader Haltung und gemessenen Schrittes durchs Leben geht, kann wahrscheinlich schon manche brenzlige Situation von vornherein umgehen.

Oft sehe ich gerade Mädchen und junge Frauen, ihren vorderen Körper schützend, also leicht gekrümmt mit verkreutzten Armen, huschendem Blick abends über den Bahnhofsplatz eilen. Damit zeigt ihr eure Angst ganz offen.

Oder ich sehe junge Frauen, die mit Männern scherzen und kichern. Ich will euch nicht den Spaß am Leben verderben, aber seht euch die Männer doch erst einmal richtig an, bevor ihr mit Wildfremden so offen umgeht.

Auch Kleidung drückt viel aus. Ich kleide mich auch gern modern und sexy, male mich an und rote Lippen gehören genauso wie große, lange Ohrringe zu meinem äußeren Bild. Das heißt aber nicht, dass ich mich überall so zeige. Am Abend in der S-Bahn oder auf öffentlichen Plätzen ziehe ich lieber etwas „Neutrales“ drüber und entferne u.U. sogar meinen Schmuck. Einfach mal darüber nachdenken, was signalisiere ich gerade und ist es der Situation angepasst.

Auch wenn jeder Film, jede TV-Sendung, alle Zeitschriften Sex und offenherzige Frauen darstellen, sage ich dazu, dieser Teil des Lebens wird in den Medien überbetont.

Ihr braucht es nicht mit Jedem zu machen und von Jedem zu akzeptieren, um „IN“ zu sein.

Sexualität ist etwas sehr Schönes, aber eben nur auf freiwilliger Basis. Dann, wenn ihr einen Mann liebt, ihn anziehend findet und keine Absicht dahinter steckt.

Wenn ihr erpresst, unter Druck gesetzt werdet, oder nur „performed“, weil ihr glaubt, das gehört dazu, dann bringt ihr euch um einen Teil von eurem Selbst und bleibt gedemütigt und klein gemacht zurück.

Ich empfehle jeder Frau:
Lernt euch auszudrücken und akzeptiert nur, was auch ihr wollt. Nehmt an einem Selbstbewusstseinstraining teilt. Besucht einen Selbstverteidigungskurs. Lernt gewaltfreie Kommunikation und Deeskalationsstrategien.

Und vor allem:
Schämt euch nicht, wenn es doch zu einem Übergriff gekommen ist. Geht zur Polizei und erstattet Anzeige. Schämen sollte sich nämlich nur der Verursacher eures Leids.

Dass wir Frauen auch eine wirkungsvolle Waffe haben, die wir aber nur sehr, sehr selten einsetzen, darüber berichte ich in meinem nächsten Beitrag.

Kriegerische Frauen

Frauen waren bei den Wikingern des frühen Mittelalters hochangesehene Krieger.

Forscher der Universität Stockholm haben nämlich das Skelett eines Wikinger-Kriegers, dessen Grab schon im Jahr 1878 auf der Insel Björkö entdeckt worden war, noch einmal genauer untersucht. Und siehe da, die Analyse des Erbmaterials ergab: Der Wikinger war eine Frau.

Die Grabbeigaben lassen erahnen, dass es sich nicht um einen einfachen Krieger handelte, vielmehr um eine offenbar hochrangige Anführerin: Langschwert, Kampfaxt, Speer, Pfeile, Messer und zwei Schilde waren beigegeben. Und ganz offenbar waren auch noch zwei Schlachtrösser eigens getötet worden, um mit ihrer Herrin die letzte Reise gemeinsam anzutreten. Ebenfalls beigelegte Steigbügel sollten der Verstorbenen wohl auch im Jenseits die Mobilität sichern.

Das lässt die Annahme zu, dass die vormittelalterliche Frau bei den Germanen und ihren nördlichen Nachbarn mehr oder weniger gleichgestellt mit den Männern gewesen waren. Wie es auch einschlägige Stellen in den Wikinger-Sagas belegen.

Die Vorstellung vieler Männer, dass man als Krieger voller Testosteron sein muss, ist Blödsinn. Adrenalin reicht auch! Und Muskelkraft ist auch nicht alles. Manchmal ist Taktik entscheidend.

Erst die Missionare mit der Bibel hätten nach Meinung einiger Forscher dafür gesorgt, dass das Weib sich unterzuordnen, dem Herd statt dem Schwert zu frönen habe und allzu Widerspenstige als Hexen verbrannt wurden.

Und wenn ihr, liebe Mit-Frauen, in der Bibel nachlesen wollt:
1. Mose 3 Vers 16: Das ist die Strafe für die Frauen…

Ob das wohl wirklich so ist?

Brachten Frauen das Wissen in die Welt?

Im September stolperte ich über einen interessanten Artikel. In dem wurde die Frage aufgeworfen, ob nicht die Frauen in der Steinzeit dafür zuständig waren, Wissen weiter zu verbreiten.

Deutsche Wissenschaftler unter der Leitung von Projektleiter Philipp Stockhammer, Professor für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie an der Universität München, folgern das aus der Analyse von 84 Skeletten aus sieben bayerischen Fundorten. „Nicht die Männer, sondern die Frauen hatten vermutlich eine wichtige, vielleicht entscheidende Rolle beim Austausch von Kenntnissen“.

Die Untersuchung von Skeletten aus Gräbern, die zwischen 2500 und 1700 v. Chr. im Lechtal angelegt worden waren, lässt Anhand der Analyse von Strontiumisotopen-verhältnissen in Backenzähnen, Rückschlüsse auf die Herkunft der Personen zu und zeigte,  dass die Mehrheit der Frauen nicht aus der Region stammten. Ihre Heimat dürfte der Raum zwischen Halle und Leipzig oder Böhmen gewesen sein. Etwa zwei Drittel der untersuchten Frauen werden wohl in einem Alter von etwa 17 Jahren an den Lech gekommen sein, um dort eine Familie zu gründen.

Vergleichbare Belege bei Männern gibt es nicht. Vermutlich wanderten die Frauen Hunderte Kilometer zu ihren künftigen Ehemännern. Mit dem Mittel der Exogamie (Eheschließungen außerhalb der eigenen sozialen Gruppe, um z.B. Inzucht zu verhindern) verbreiteten sie das Wissen, das ihre Klans bereits erworben hatten.

Die Frauen waren wandernde Wissende und haben wahrscheinlich dazu beigetragen, dass das Wissen weitergegeben wurde. Die Art ihrer Bestattung lässt die Annahme zu, dass sie nicht als Mägde minderen Rechts oder gar als Sklaven dienten. Denn sie unterscheiden sich in keiner Weise von Gräbern der Einheimischen, was den Schluss erlaubt, dass sie in die Gemeinschaft integriert waren. Unklar ist, wohin ihre Nachkommen gewandert sein könnten. Vermutlich waren sie alle in ein größeres System eingebettet, das über längere Zeit, womöglich über 800 Jahre und mehr, weite Teile Mittel- und Nordeuropas durchzog. Vielleicht war die Aufgabe der Frauen auch nur die reine Wissens-vermittlung und sie hatten gar keine Familie und Nachkommen.

Ein älterer Einzelfund aus Dänemark liefert eine interessante Antwort. Danach war das Mädchen um das Jahr 1370 v. Chr. die 800 Kilometer lange Strecke vom Schwarzwald bis nach Jütland gelaufen. Einige Befunde an der Leiche lassen sich nur so erklären, dass sie später noch einmal in ihre Heimat zurückgekehrt ist, um erneut nach Jütland zu wandern.

Dänische Wissenschaftler vermuten, dass die junge Frau mit einem Mann aus Jütland verheiratet wurde, um Beziehungen zwischen ihren Familien oder Klans zu festigen. Basis der Kontakte könnte der Fernhandel gewesen sein, der schon in der jüngeren Steinzeit weite Teile Europas erschlossen hat.

Liebe Mit-Frauen, diese Erkenntnisse lassen also darauf schließen, dass die Frauen auch in frühen Zeiten nicht nur Austausch zum Zwecke des Gebärens waren, sondern einen großen Anteil am Weiterkommen und Weiterentwicklung von ihren Gesellschaften hatten.

Das, was manchmal in der Geschichtsschreibung so gern geschrieben wird, dass Frauen geraubt oder als Handelsobjekt fungierten, dass die Fortpflanzungseigenschaft sozusagen zur Ware degradiert wurde, stimmt zumindest in der Steinzeit nicht!

Und heute? Das könnt ihr selber bewerten.

Vielleicht öffnen manche Erkenntnisse den Horizont. Bisher ist die Geschichtsschreibung männlich geprägt. Was nicht bedeuten muss, dass Absicht hinter einer einseitigen Darstellung liegt.

Übrigens, hier könnt ihr den Artikel nachlesen https://www.welt.de/geschichte/article168323558/Erst-mit-den-Frauen-kam-das-Wissen-in-die-Welt.html#Comments

Vor allen die Kommentare sind echt lesenswert und einfach zum Amüsieren (viele empörte, beleidigte Männer… )

Frauen in der Sprache

Sprache reflektiert oft die Wirklichkeit. Frauen werden in der Sprache oft „vergessen“ und schlichtweg übergangen.

Schon bei der Erschaffung der Frau 1.Moses 2,23 erhielt die Frau keine eigene Bezeichnung sondern wurde Männin genannt. Der Ausdruck Männin ist sogar heute noch gebräuchlich im Wort Landsmännin.

Ein Anfang vom Beginn der Ignoranz und sogar der Herabwürdigung von Frauen.

Vielleicht mag ich deswegen das Wort Landsmännin nicht, auch weil sich dahinter so viel Pathetik verbirgt. Da ist mir die Landfrau lieber, …

Wortschöpfungen, die allein Frauen zugeschrieben werden, beziehen sich auf einen ausschließlich weiblichen Beruf, wie z.B. Hebamme, Krankenschwester oder sind sexuelle Wertung von Frauen, wie Hure. Weibliche Attribute wurden zu jeder Zeit mit abwertenden Wörtern bedacht. Man denke in neuer Zeit nur an die Äußerungen des US-Präsidenten zur „Pussy“  und was er alles damit machen darf.

Lustiger Weise hat sich die Berufsbezeichnung Krankenschwester bei männlichen Tätigen nicht in Krankenbruder sondern in Krankenpfleger geändert. Die Anpassung auch für die Frauen ist mittlerweile ebenfalls vollzogen.

Für Gemeinschaften gibt es keine weibliche Form in der Sprache. Man redet von Mannschaften, bestenfalls von der Frauenmannschaft.

Als ich 1980 mein Diplom in Händen hielt, war mir der Titel eines Diplom-Mathematikers verliehen. Es gab damals noch keine Diplom-Mathematikerin.

Da hat sich im Laufe der Jahre etwas geändert. Ich habe nur noch nie nachvollziehen können, warum die weibliche Form von Friseur nicht weiter Friseuse und von Masseur nicht Masseuse ist. Für wen war das denn anstößig, für uns Frauen oder für die Männerwelt.

Dagegen bezeichnen sich heutige Mädchen voller Stolz als Bitch. Was nun überhaupt nicht fein ist. Vielleicht ist die Hip-Hop-Szene daran schuld und es ist „in“. Dennoch würdigen sich diese jungen Frauen absichtlich selber herab. Bitch ist im englischen eine Hündin und Son of a Bitch, der Hundesohn. Bezeichnet mal einen heißblütigen Mann so, dann gibt es wohl eine auf die Zwölf.

Ich will an dieser Stelle nicht weiterforschen, warum junge Mädchen so wild darauf sind, sich als promiskes Weibchen darzustellen, die gern „bereit“ ist. Vielleicht möchten sie nur modern und cool sein.

Aber glaubt mir, die Sprache hat eine große Macht. Wenn wir uns als Frauen darin nicht wiederfinden, wir uns in ihr verbiegen oder uns selbst erniedrigen müssen, damit wir der Männerwelt gefallen. dann stimmt etwas nicht mit uns und dem Rest der Welt.

Lasst uns ein bisschen kritisch auf die Sprache achten und mit ihr umgehen. Wir drücken uns täglich in der männlich geprägten Sprache aus. Wir müssen uns aber nicht selbst klein machen oder gar, wenn auch lustig oder in Mode-Sprache, erniedrigen lassen.

Emanzipation im Alter wichtig für das Wohlbefinden

Tatsache ist, dass viele Frauen im höheren Alter allein leben.

Gründe dafür sind offensichtlich:

Die Scheidungsrate von langjährigen Ehen jenseits der Silberhochzeit oder sogar der Goldenen und Diamanten steigt in den letzten Jahren immer mehr an.

Frauen verlassen ihre Männer, weil sie in der verbleibenden Zeit noch etwas „Schönes“ erleben wollen. Bei Männern ist eher eine jüngere Partnerin im Spiel, weil man sich noch einmal beweisen will.

Die Erkenntnis kommt oft dann, wenn der Partner oder beide in Rente gehen. Man erkennt, dass der eine oder auch beide wie Singles nebeneinander her gelebt haben. Bestenfalls haben die gemeinsamen Kinder einen Halt gegeben und natürlich die Eltern die nötige moralische Stütze.

So rückt die Trennung oft erst dann in den Blickwinkel, wenn die Kinder ihr eigenes Leben leben und die Eltern verstorben sind. Die Kinder können dabei sogar Vorbild sein, man trennt sich heutzutage schneller und geht neue Verbindungen ein. Eltern sind als moralische Instanz nicht mehr vorhanden, man muss nicht mehr die „gute“ Tochter sein. Trennung ist gesellschaftlich nicht mehr geächtet, man muss sich also nicht mehr schämen.

Ja und die Lebenserwartung der Männer ist nun mal geringer, als die der Frauen.

Die Ergebnisse einer Studie des Helmholtz Zentrum München und der  Technischen Universität München sollten uns allerdings aufhorchen lassen.

Das Altern an sich ist nicht zwangsläufig mit einem Rückgang der Lebensfreude und Lebensqualität verbunden. Während schlechte Gesundheit kaum Einfluss auf das Wohlbefinden hat, erhöht das Alleinleben bei Frauen signifikant die Wahrscheinlichkeit für ein niedriges Wohlbefinden.

Mädels, was ist mit uns los?

Brauchen wir wirklich jemanden, um den wir uns aufopfernd kümmern können, selbst bei liebloser Behandlung?

Dann frage ich mich allerdings, warum ist es nicht die eigene Person, um die ihr euch kümmert?

Vielleicht ist es schwer allein zu sein, wenn man es nicht gewohnt ist. Vielleicht ist es schwer allein aus dem Haus zu gehen, wenn man sonst immer eine Begleitung hatte (hattet Ihr die wirklich?). Vielleicht ist es schwer, eigene Entscheidungen zu treffen und zu ihnen zu stehen, auch wenn sie mal falsch waren.

Aber bedenkt, das Leben ist voll von schönen Dingen. Für den Einen ist es ein Konzert, für einen Anderen eine Ausstellung, Kaffee trinken, Essen gehen, einfach träumen,…

Ich bin davon überzeugt, dass jedem von uns etwas Gutes einfallen wird, wenn wir uns nur den Raum und die Zeit geben darüber nachzudenken.

Emanzipiert euch!
Macht mal was Verrücktes!
Es ist nie zu spät!

Weltglückstag 2017

„Glück: Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Konzept für Entwicklung“

Im Juli 2011 verabschiedete die UNO-Generalversammlung auf Drängen Bhutans die Resolution 65/309 mit dem obigen Titel.

In einem immer größer werdenden Teil meiner Arbeit beschäftige ich mich zusammen mit meinen Klienten mit der Suche nach dem Weg zum persönlichen Glück. Bekanntlich ist für Jeden Glück etwas Anderes. Und doch gibt es offensichtlich Dinge, die alle Menschen dieser Welt gleich sehen.

Rechtzeitig vorm Weltglückstag 2017 ist die Studie „Leben in Deutschland“, Stand 2016, mit einem wunderbaren Ergebnis erschienen. Wir Deutschen sind mit unserem Leben zufrieden wie seit Langem nicht mehr. Auch, wenn uns ein paar Medien und Politiker gern etwas anderes einflüstern würden.

Für diese Studie werden seit 1984 etwa 30.000 Menschen in rund 15.000 Haushalten befragt, seit 1990 auch in den neuen Bundesländern. Sie ist die größte und am längsten laufende Wiederholungsbefragung zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Das Besondere daran ist, dass jedes Jahr dieselben Personen befragt werden. Durchgeführt wird die Studie vom Sozio-ökonomisches Panel am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V., Berlin.

In der Studie werden Fragen zur Familie, zu Arbeit, Bildung, Einkommen und Vermögen, aber auch zur Gesundheit und Lebenszufriedenheit der Menschen gestellt. Die Studie ist repräsentativ. Das heißt, die Ergebnisse aus der Befragung können für die Menschen in ganz Deutschland verallgemeinert werden.

Besonders wichtig finde ich, dass in der Befragung nicht nur nach objektiven Lebensbedingungen, sondern auch nach der subjektive Lebenszufriedenheit gefragt wurde.

Ein paar Ergebnisse der Studie, die mich berührt haben, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

  • Musizieren fördert Bildungserfolge von Jugendlichen. Besser Klavier und Flöte statt Fernseher und Computer!
  • Arbeitslosigkeit vererbt sich von Vater auf Sohn.
  • Regelmäßige Gehaltserhöhungen und eine konstante Arbeitszeit steigern die Lebenszufriedenheit
  • Die Glückskurve des Lebens verläuft wie ein U.
  • Verbitterte Menschen, die glaubten im Leben stark zu kurz gekommen zu sein, machen sich mehr Sorgen über die Zuwanderung.
  • Arbeitslosigkeit schlägt tiefe und langanhaltende Wunden. Arbeitslosigkeit prägt ein Leben lang.

Ich werde meine Arbeit weiter dem Ziel verschreiben, allen Interessierten beizubringen, dass Glück Eigenverantwortung heißt. Keiner und nichts kann mich glücklich machen, außer ICH mich selbst.

Glückscoaching bedeutet Wege aufzuzeigen, wie jeder das persönliche Glücksniveau hoch halten kann.

Ich freue mich, wenn Sie sich vertrauensvoll an mich wenden und wir uns gemeinsam auf die Suche nach Glück und Lebenszufriedenheit begeben.

Wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern einen glücklichen, zufriedenen Weltglückstag 2017!

Ihre
Birgitt Jendrosch