Frauen und #MeToo

Diese Woche entstand aufgrund des Bekanntwerdens eines Skandals um US-Filmproduzent Harvey Weinstein eine Welle der Empörung und Solidarisierung. Harvey Weinstein nutzte wohl seine Position als Filmproduzent schamlos aus, um Schauspielerinnen sexuell zu belästigen.

Mit dem Hashtag  #MeToo setzte die Schauspielerin Alyssa Milano eine Welle in Bewegung, die zeigt, wie allgegenwärtig sexuelle Übergriffe auf Frauen auch in unserem Alltag sind.

Sicher hat jede Frau eine persönliche Schwelle, die bei der einen hoch und bei der nächsten niedrig liegt.

Ich habe mich z.B. durch Pfiffe von Bauarbeitern nicht beleidigt gefühlt, aber auch nie umgedreht.

Ich denke, dass es auch auf das eigene Selbstverständnis ankommt. Und ganz wichtig, ob Frau gelernt hat NEIN zu sagen oder BIS HIERHER UND NICHT WEITER. Bei einem brutalen Übergriff wird das wahrscheinlich auch nicht helfen. Aber einen großen Teil der Männer wird das schon einmal abschrecken. Für den Rest braucht Frau eine Kampfsport-Ausbildung, was nicht mein Fall wäre.

Ich möchte deswegen allen Eltern von Mädchen sagen, lehrt sie, dass sie der männlichen Welt nicht untergeordnet sondern ebenbürtig sind. Zeigt ihnen, dass sie alles Recht haben, solches Verhalten abscheulich und inakzeptabel zu finden.

Gerichtet an junge Frauen und auch ältere möchte ich appellieren, lernt selbstbewusst aufzutreten. Zeigt, dass eure Meinung, eure Aussage genauso viel wert ist. Euer Körper gehört euch ganz allein. Ihr verschenkt eure Gunst nur an jemanden, den ihr für würdig erachtet.

Selbstbewusstsein ist eine große Schlüsselqualifikation. Es lohnt sich daran zu arbeiten. Allein eure Körpersprache drückt dann aus, „mit der ist nicht gut Kirschen essen, lass lieber die Finger davon“. Wer mit geradem Blick, gerader Haltung und gemessenen Schrittes durchs Leben geht, kann wahrscheinlich schon manche brenzlige Situation von vornherein umgehen.

Oft sehe ich gerade Mädchen und junge Frauen, ihren vorderen Körper schützend, also leicht gekrümmt mit verkreutzten Armen, huschendem Blick abends über den Bahnhofsplatz eilen. Damit zeigt ihr eure Angst ganz offen.

Oder ich sehe junge Frauen, die mit Männern scherzen und kichern. Ich will euch nicht den Spaß am Leben verderben, aber seht euch die Männer doch erst einmal richtig an, bevor ihr mit Wildfremden so offen umgeht.

Auch Kleidung drückt viel aus. Ich kleide mich auch gern modern und sexy, male mich an und rote Lippen gehören genauso wie große, lange Ohrringe zu meinem äußeren Bild. Das heißt aber nicht, dass ich mich überall so zeige. Am Abend in der S-Bahn oder auf öffentlichen Plätzen ziehe ich lieber etwas „Neutrales“ drüber und entferne u.U. sogar meinen Schmuck. Einfach mal darüber nachdenken, was signalisiere ich gerade und ist es der Situation angepasst.

Auch wenn jeder Film, jede TV-Sendung, alle Zeitschriften Sex und offenherzige Frauen darstellen, sage ich dazu, dieser Teil des Lebens wird in den Medien überbetont.

Ihr braucht es nicht mit Jedem zu machen und von Jedem zu akzeptieren, um „IN“ zu sein.

Sexualität ist etwas sehr Schönes, aber eben nur auf freiwilliger Basis. Dann, wenn ihr einen Mann liebt, ihn anziehend findet und keine Absicht dahinter steckt.

Wenn ihr erpresst, unter Druck gesetzt werdet, oder nur „performed“, weil ihr glaubt, das gehört dazu, dann bringt ihr euch um einen Teil von eurem Selbst und bleibt gedemütigt und klein gemacht zurück.

Ich empfehle jeder Frau:
Lernt euch auszudrücken und akzeptiert nur, was auch ihr wollt. Nehmt an einem Selbstbewusstseinstraining teilt. Besucht einen Selbstverteidigungskurs. Lernt gewaltfreie Kommunikation und Deeskalationsstrategien.

Und vor allem:
Schämt euch nicht, wenn es doch zu einem Übergriff gekommen ist. Geht zur Polizei und erstattet Anzeige. Schämen sollte sich nämlich nur der Verursacher eures Leids.

Dass wir Frauen auch eine wirkungsvolle Waffe haben, die wir aber nur sehr, sehr selten einsetzen, darüber berichte ich in meinem nächsten Beitrag.

Kriegerische Frauen

Frauen waren bei den Wikingern des frühen Mittelalters hochangesehene Krieger.

Forscher der Universität Stockholm haben nämlich das Skelett eines Wikinger-Kriegers, dessen Grab schon im Jahr 1878 auf der Insel Björkö entdeckt worden war, noch einmal genauer untersucht. Und siehe da, die Analyse des Erbmaterials ergab: Der Wikinger war eine Frau.

Die Grabbeigaben lassen erahnen, dass es sich nicht um einen einfachen Krieger handelte, vielmehr um eine offenbar hochrangige Anführerin: Langschwert, Kampfaxt, Speer, Pfeile, Messer und zwei Schilde waren beigegeben. Und ganz offenbar waren auch noch zwei Schlachtrösser eigens getötet worden, um mit ihrer Herrin die letzte Reise gemeinsam anzutreten. Ebenfalls beigelegte Steigbügel sollten der Verstorbenen wohl auch im Jenseits die Mobilität sichern.

Das lässt die Annahme zu, dass die vormittelalterliche Frau bei den Germanen und ihren nördlichen Nachbarn mehr oder weniger gleichgestellt mit den Männern gewesen waren. Wie es auch einschlägige Stellen in den Wikinger-Sagas belegen.

Die Vorstellung vieler Männer, dass man als Krieger voller Testosteron sein muss, ist Blödsinn. Adrenalin reicht auch! Und Muskelkraft ist auch nicht alles. Manchmal ist Taktik entscheidend.

Erst die Missionare mit der Bibel hätten nach Meinung einiger Forscher dafür gesorgt, dass das Weib sich unterzuordnen, dem Herd statt dem Schwert zu frönen habe und allzu Widerspenstige als Hexen verbrannt wurden.

Und wenn ihr, liebe Mit-Frauen, in der Bibel nachlesen wollt:
1. Mose 3 Vers 16: Das ist die Strafe für die Frauen…

Ob das wohl wirklich so ist?

Brachten Frauen das Wissen in die Welt?

Im September stolperte ich über einen interessanten Artikel. In dem wurde die Frage aufgeworfen, ob nicht die Frauen in der Steinzeit dafür zuständig waren, Wissen weiter zu verbreiten.

Deutsche Wissenschaftler unter der Leitung von Projektleiter Philipp Stockhammer, Professor für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie an der Universität München, folgern das aus der Analyse von 84 Skeletten aus sieben bayerischen Fundorten. „Nicht die Männer, sondern die Frauen hatten vermutlich eine wichtige, vielleicht entscheidende Rolle beim Austausch von Kenntnissen“.

Die Untersuchung von Skeletten aus Gräbern, die zwischen 2500 und 1700 v. Chr. im Lechtal angelegt worden waren, lässt Anhand der Analyse von Strontiumisotopen-verhältnissen in Backenzähnen, Rückschlüsse auf die Herkunft der Personen zu und zeigte,  dass die Mehrheit der Frauen nicht aus der Region stammten. Ihre Heimat dürfte der Raum zwischen Halle und Leipzig oder Böhmen gewesen sein. Etwa zwei Drittel der untersuchten Frauen werden wohl in einem Alter von etwa 17 Jahren an den Lech gekommen sein, um dort eine Familie zu gründen.

Vergleichbare Belege bei Männern gibt es nicht. Vermutlich wanderten die Frauen Hunderte Kilometer zu ihren künftigen Ehemännern. Mit dem Mittel der Exogamie (Eheschließungen außerhalb der eigenen sozialen Gruppe, um z.B. Inzucht zu verhindern) verbreiteten sie das Wissen, das ihre Klans bereits erworben hatten.

Die Frauen waren wandernde Wissende und haben wahrscheinlich dazu beigetragen, dass das Wissen weitergegeben wurde. Die Art ihrer Bestattung lässt die Annahme zu, dass sie nicht als Mägde minderen Rechts oder gar als Sklaven dienten. Denn sie unterscheiden sich in keiner Weise von Gräbern der Einheimischen, was den Schluss erlaubt, dass sie in die Gemeinschaft integriert waren. Unklar ist, wohin ihre Nachkommen gewandert sein könnten. Vermutlich waren sie alle in ein größeres System eingebettet, das über längere Zeit, womöglich über 800 Jahre und mehr, weite Teile Mittel- und Nordeuropas durchzog. Vielleicht war die Aufgabe der Frauen auch nur die reine Wissens-vermittlung und sie hatten gar keine Familie und Nachkommen.

Ein älterer Einzelfund aus Dänemark liefert eine interessante Antwort. Danach war das Mädchen um das Jahr 1370 v. Chr. die 800 Kilometer lange Strecke vom Schwarzwald bis nach Jütland gelaufen. Einige Befunde an der Leiche lassen sich nur so erklären, dass sie später noch einmal in ihre Heimat zurückgekehrt ist, um erneut nach Jütland zu wandern.

Dänische Wissenschaftler vermuten, dass die junge Frau mit einem Mann aus Jütland verheiratet wurde, um Beziehungen zwischen ihren Familien oder Klans zu festigen. Basis der Kontakte könnte der Fernhandel gewesen sein, der schon in der jüngeren Steinzeit weite Teile Europas erschlossen hat.

Liebe Mit-Frauen, diese Erkenntnisse lassen also darauf schließen, dass die Frauen auch in frühen Zeiten nicht nur Austausch zum Zwecke des Gebärens waren, sondern einen großen Anteil am Weiterkommen und Weiterentwicklung von ihren Gesellschaften hatten.

Das, was manchmal in der Geschichtsschreibung so gern geschrieben wird, dass Frauen geraubt oder als Handelsobjekt fungierten, dass die Fortpflanzungseigenschaft sozusagen zur Ware degradiert wurde, stimmt zumindest in der Steinzeit nicht!

Und heute? Das könnt ihr selber bewerten.

Vielleicht öffnen manche Erkenntnisse den Horizont. Bisher ist die Geschichtsschreibung männlich geprägt. Was nicht bedeuten muss, dass Absicht hinter einer einseitigen Darstellung liegt.

Übrigens, hier könnt ihr den Artikel nachlesen https://www.welt.de/geschichte/article168323558/Erst-mit-den-Frauen-kam-das-Wissen-in-die-Welt.html#Comments

Vor allen die Kommentare sind echt lesenswert und einfach zum Amüsieren (viele empörte, beleidigte Männer… )

Frauen in der Sprache

Sprache reflektiert oft die Wirklichkeit. Frauen werden in der Sprache oft „vergessen“ und schlichtweg übergangen.

Schon bei der Erschaffung der Frau 1.Moses 2,23 erhielt die Frau keine eigene Bezeichnung sondern wurde Männin genannt. Der Ausdruck Männin ist sogar heute noch gebräuchlich im Wort Landsmännin.

Ein Anfang vom Beginn der Ignoranz und sogar der Herabwürdigung von Frauen.

Vielleicht mag ich deswegen das Wort Landsmännin nicht, auch weil sich dahinter so viel Pathetik verbirgt. Da ist mir die Landfrau lieber, …

Wortschöpfungen, die allein Frauen zugeschrieben werden, beziehen sich auf einen ausschließlich weiblichen Beruf, wie z.B. Hebamme, Krankenschwester oder sind sexuelle Wertung von Frauen, wie Hure. Weibliche Attribute wurden zu jeder Zeit mit abwertenden Wörtern bedacht. Man denke in neuer Zeit nur an die Äußerungen des US-Präsidenten zur „Pussy“  und was er alles damit machen darf.

Lustiger Weise hat sich die Berufsbezeichnung Krankenschwester bei männlichen Tätigen nicht in Krankenbruder sondern in Krankenpfleger geändert. Die Anpassung auch für die Frauen ist mittlerweile ebenfalls vollzogen.

Für Gemeinschaften gibt es keine weibliche Form in der Sprache. Man redet von Mannschaften, bestenfalls von der Frauenmannschaft.

Als ich 1980 mein Diplom in Händen hielt, war mir der Titel eines Diplom-Mathematikers verliehen. Es gab damals noch keine Diplom-Mathematikerin.

Da hat sich im Laufe der Jahre etwas geändert. Ich habe nur noch nie nachvollziehen können, warum die weibliche Form von Friseur nicht weiter Friseuse und von Masseur nicht Masseuse ist. Für wen war das denn anstößig, für uns Frauen oder für die Männerwelt.

Dagegen bezeichnen sich heutige Mädchen voller Stolz als Bitch. Was nun überhaupt nicht fein ist. Vielleicht ist die Hip-Hop-Szene daran schuld und es ist „in“. Dennoch würdigen sich diese jungen Frauen absichtlich selber herab. Bitch ist im englischen eine Hündin und Son of a Bitch, der Hundesohn. Bezeichnet mal einen heißblütigen Mann so, dann gibt es wohl eine auf die Zwölf.

Ich will an dieser Stelle nicht weiterforschen, warum junge Mädchen so wild darauf sind, sich als promiskes Weibchen darzustellen, die gern „bereit“ ist. Vielleicht möchten sie nur modern und cool sein.

Aber glaubt mir, die Sprache hat eine große Macht. Wenn wir uns als Frauen darin nicht wiederfinden, wir uns in ihr verbiegen oder uns selbst erniedrigen müssen, damit wir der Männerwelt gefallen. dann stimmt etwas nicht mit uns und dem Rest der Welt.

Lasst uns ein bisschen kritisch auf die Sprache achten und mit ihr umgehen. Wir drücken uns täglich in der männlich geprägten Sprache aus. Wir müssen uns aber nicht selbst klein machen oder gar, wenn auch lustig oder in Mode-Sprache, erniedrigen lassen.

Emanzipation im Alter wichtig für das Wohlbefinden

Tatsache ist, dass viele Frauen im höheren Alter allein leben.

Gründe dafür sind offensichtlich:

Die Scheidungsrate von langjährigen Ehen jenseits der Silberhochzeit oder sogar der Goldenen und Diamanten steigt in den letzten Jahren immer mehr an.

Frauen verlassen ihre Männer, weil sie in der verbleibenden Zeit noch etwas „Schönes“ erleben wollen. Bei Männern ist eher eine jüngere Partnerin im Spiel, weil man sich noch einmal beweisen will.

Die Erkenntnis kommt oft dann, wenn der Partner oder beide in Rente gehen. Man erkennt, dass der eine oder auch beide wie Singles nebeneinander her gelebt haben. Bestenfalls haben die gemeinsamen Kinder einen Halt gegeben und natürlich die Eltern die nötige moralische Stütze.

So rückt die Trennung oft erst dann in den Blickwinkel, wenn die Kinder ihr eigenes Leben leben und die Eltern verstorben sind. Die Kinder können dabei sogar Vorbild sein, man trennt sich heutzutage schneller und geht neue Verbindungen ein. Eltern sind als moralische Instanz nicht mehr vorhanden, man muss nicht mehr die „gute“ Tochter sein. Trennung ist gesellschaftlich nicht mehr geächtet, man muss sich also nicht mehr schämen.

Ja und die Lebenserwartung der Männer ist nun mal geringer, als die der Frauen.

Die Ergebnisse einer Studie des Helmholtz Zentrum München und der  Technischen Universität München sollten uns allerdings aufhorchen lassen.

Das Altern an sich ist nicht zwangsläufig mit einem Rückgang der Lebensfreude und Lebensqualität verbunden. Während schlechte Gesundheit kaum Einfluss auf das Wohlbefinden hat, erhöht das Alleinleben bei Frauen signifikant die Wahrscheinlichkeit für ein niedriges Wohlbefinden.

Mädels, was ist mit uns los?

Brauchen wir wirklich jemanden, um den wir uns aufopfernd kümmern können, selbst bei liebloser Behandlung?

Dann frage ich mich allerdings, warum ist es nicht die eigene Person, um die ihr euch kümmert?

Vielleicht ist es schwer allein zu sein, wenn man es nicht gewohnt ist. Vielleicht ist es schwer allein aus dem Haus zu gehen, wenn man sonst immer eine Begleitung hatte (hattet Ihr die wirklich?). Vielleicht ist es schwer, eigene Entscheidungen zu treffen und zu ihnen zu stehen, auch wenn sie mal falsch waren.

Aber bedenkt, das Leben ist voll von schönen Dingen. Für den Einen ist es ein Konzert, für einen Anderen eine Ausstellung, Kaffee trinken, Essen gehen, einfach träumen,…

Ich bin davon überzeugt, dass jedem von uns etwas Gutes einfallen wird, wenn wir uns nur den Raum und die Zeit geben darüber nachzudenken.

Emanzipiert euch!
Macht mal was Verrücktes!
Es ist nie zu spät!

Weltglückstag 2017

„Glück: Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Konzept für Entwicklung“

Im Juli 2011 verabschiedete die UNO-Generalversammlung auf Drängen Bhutans die Resolution 65/309 mit dem obigen Titel.

In einem immer größer werdenden Teil meiner Arbeit beschäftige ich mich zusammen mit meinen Klienten mit der Suche nach dem Weg zum persönlichen Glück. Bekanntlich ist für Jeden Glück etwas Anderes. Und doch gibt es offensichtlich Dinge, die alle Menschen dieser Welt gleich sehen.

Rechtzeitig vorm Weltglückstag 2017 ist die Studie „Leben in Deutschland“, Stand 2016, mit einem wunderbaren Ergebnis erschienen. Wir Deutschen sind mit unserem Leben zufrieden wie seit Langem nicht mehr. Auch, wenn uns ein paar Medien und Politiker gern etwas anderes einflüstern würden.

Für diese Studie werden seit 1984 etwa 30.000 Menschen in rund 15.000 Haushalten befragt, seit 1990 auch in den neuen Bundesländern. Sie ist die größte und am längsten laufende Wiederholungsbefragung zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Das Besondere daran ist, dass jedes Jahr dieselben Personen befragt werden. Durchgeführt wird die Studie vom Sozio-ökonomisches Panel am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V., Berlin.

In der Studie werden Fragen zur Familie, zu Arbeit, Bildung, Einkommen und Vermögen, aber auch zur Gesundheit und Lebenszufriedenheit der Menschen gestellt. Die Studie ist repräsentativ. Das heißt, die Ergebnisse aus der Befragung können für die Menschen in ganz Deutschland verallgemeinert werden.

Besonders wichtig finde ich, dass in der Befragung nicht nur nach objektiven Lebensbedingungen, sondern auch nach der subjektive Lebenszufriedenheit gefragt wurde.

Ein paar Ergebnisse der Studie, die mich berührt haben, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

  • Musizieren fördert Bildungserfolge von Jugendlichen. Besser Klavier und Flöte statt Fernseher und Computer!
  • Arbeitslosigkeit vererbt sich von Vater auf Sohn.
  • Regelmäßige Gehaltserhöhungen und eine konstante Arbeitszeit steigern die Lebenszufriedenheit
  • Die Glückskurve des Lebens verläuft wie ein U.
  • Verbitterte Menschen, die glaubten im Leben stark zu kurz gekommen zu sein, machen sich mehr Sorgen über die Zuwanderung.
  • Arbeitslosigkeit schlägt tiefe und langanhaltende Wunden. Arbeitslosigkeit prägt ein Leben lang.

Ich werde meine Arbeit weiter dem Ziel verschreiben, allen Interessierten beizubringen, dass Glück Eigenverantwortung heißt. Keiner und nichts kann mich glücklich machen, außer ICH mich selbst.

Glückscoaching bedeutet Wege aufzuzeigen, wie jeder das persönliche Glücksniveau hoch halten kann.

Ich freue mich, wenn Sie sich vertrauensvoll an mich wenden und wir uns gemeinsam auf die Suche nach Glück und Lebenszufriedenheit begeben.

Wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern einen glücklichen, zufriedenen Weltglückstag 2017!

Ihre
Birgitt Jendrosch

Heute endet der erste Teil unserer Fastenzeit

Nach 11 Tagen aufräumen, ausmisten, wegwerfen, in Erinnerungen wühlen und Verstaubtes in die Hand nehmen, wollen heute wir einen Rückblick wagen.

Wir haben schon vieles geschafft, auch wenn nicht Jeder sich sklavisch an die täglichen Vorschläge gehalten hat, ist doch das eine ohne andere aus unserem Blick verschwunden, sortiert oder neu geordnet.

Sie werden merken, dass der Spruch von Ernst von Feuchtersleben „In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt.“ wirklich stimmt.

Was In den letzten Jahren in der Medizin wiederentdeckt wurde, war Pfarrer Kneipp schon vertraut. Für Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) war Gesundheit nur durch ein enges Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele aufrecht zu erhalten oder wiederzuerlangen. Dabei spielt die Lebensführung – oder „Lebensordnung“, wie Kneipp es formulierte – eine entscheidende Rolle.

Er glaubte, dass Ungleichgewicht und Unwohlsein oft durch „Unordnung“ im eigenen Leben gefördert oder ausgelöst werden.

Eine sanfte Umstellung der Lebensweise, gezielte Aktivitäten wie Aufräumen, negative Sichtweisen erkennen, können helfen, alte Gewohnheiten abzulegen.

Ein wesentliches Ziel der Umstellung ist, Ruhe und Entspannung in das Leben zurückzubringen. Loslassen, Entspannen, Bewegen, Achtsam sein, dem sind die folgenden Tage im zweiten Teil unserer Fastenzeit gewidmet.

Wer zum zweiten Teil der Fastenzeit noch einsteigen möchte, kann mir seine e-mail Adresse mitteilen an info@birgitt-jendrosch.de. Bitte in die Betreffzeile „Fastenzeit“ schreiben.

Jeden Tag bekommen Sie dann Vorschläge und kleine Tipps via e-mail, wie Sie die Fastenzeit für Ihren Körper, Geist und Ihre Seele gewinnbringenden nutzen können.

Freude, Mäßigung und Ruh´,
schließt dem Arzt die Türe zu.
Friedrich Freiherr von Logau

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine entspannte und freudige Fastenzeit „Zweiter Teil“. Halten Sie durch. Sie werden stolz auf sich sein.

Fastenzeit

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. In der Fastenzeit werde ich mich zurückziehen, Verzicht üben, neu ordnen, loslassen, reinigen und vorbereiten. Deswegen werde ich auf weitere Blog-Beiträge in der Fastenzeit verzichten.

Damit Sie aber nicht traurig werden, biete ich Ihnen an, mich bei meinem Fasten zu begleiten.

Mit mir fasten, heißt nicht im religiösen Sinn fasten.

Für mich bedeutet die Fastenzeit vor Ostern eher so eine Art Frühjahrsputz. Frühjahrsputz kennen die meisten noch von Großeltern oder Eltern. Da wurde alles blitz-blank geputzt, raus geräumt, zum Lüften an die frische Luft gebracht. Die Winterkleidung wurde eingemottet und die Übergangs- und Sommersachen wieder einsatzbereit gemacht.

Das ist der erste Teil meiner Fastenzeit: „Ramadama“.

Wenn in der Wohnung alles blitzt und sauber riecht, wird es Zeit, dass wir auch in uns selbst aufräumen. Dazu gehören die berühmte „Blutreinigungskur“, das Loslassen von alten Gewohnheiten, die sich überholt haben und eben auch das klassische, körperliche Fasten. Die Sommerzeit naht, der Strand winkt und da ist es naheliegend, sich von ein paar Pfunden zu verabschieden. Neben dem Verzicht auf einige Nahrungs- und Genussmittel sollte die Bewegung wieder an Bedeutung gewinnen.

Das ist der zweite Teil meiner Fastenzeit: „Loslassen“.

Wohnung und Körper machen mittlerweile wieder einen frischen Eindruck und nun sind die Gedanken dran. Aufräumen, Ordnen, der Verzicht auf Dinge macht unseren Geist offen für Neues.

Damit werden wir uns im dritten Teil meiner Fastenzeit befassen: „Energie“.

Im letzten vierten Teil werden wir gemeinsam zurückblicken, was wir erreicht haben und uns voller Freude auf die Zeit nach dem Fasten vorbereiten: „Mit allen Sinnen“.

Wer mitmachen will, kann mir seine e-mail Adresse mitteilen an info@birgitt-jendrosch.de. Bitte in die Betreffzeile „Fastenzeit“ schreiben.

Jeden Tag bekommen Sie dann Vorschläge und kleine Tipps via e-mail, wie Sie die Fastenzeit für Ihren Körper, Geist und Ihre Seele gewinnbringenden nutzen können.

Lassen Sie sich überraschen, wie leicht und beschwingt Sie sich danach fühlen.

Zum Zeitablauf:
Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch, den 1.März und endet am Karfreitag, den 14. April. Das sind insgesamt 44 Tage: 11 für den ersten Teil, 16 für den zweiten, 14 für den dritten und 3 Tage für den vierten.

Ich freue mich auf eine gemeinsame, intensive Zeit.

Glück und die altmodischen Tugenden

Es gibt viele Definitionen der Tugenden.

Als die vier klassischen Grundtugenden, auch Kardinaltugenden, gelten Klugheit oder Weisheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Die göttlichen Tugenden im Christentum fügen noch Glaube, Liebe, Hoffnung hinzu.

Tugenden beinhalten auch immer Werte. Werte sind wiederum die kleinen Steinchen, mit denen wir uns unsere Ideale bilden und zwar im zwischenmenschlichen Miteinander. So können wir uns fragen: wie, wo, wann, wem gegenüber bewährt sich Freundschaft, Toleranz, Solidarität, Zivilcourage, Verantwortung, Naturbewahrung, Klugheit, Hoffnung und Nächstenliebe?

Tugenden und Werte  werden in einer Gemeinschaft von Menschen erfahren, als verbindend und verbindlich anerkannt. Um unser Leben lebenswert zu gestalten brauchen wir Tugenden und Werte, nach denen gelebt werden kann.

Wir sollten uns fragen, was sind die Grundwerte, nach denen wir handeln, was unser Denken und  Urteilen bestimmt und somit unser gemeinsames Lebensklima ausmacht.

Ein tugendhaftes, wertvolles Leben ist ein Leben, das unserem Leben einen Sinn gibt, es beglückend erscheinen lässt.

  • Wenn wir das Ego überschreiten und uns Anderen zuwenden.
  • Wenn die Berechnung aufhört und Selbstlosigkeit beginnt.
  • Wenn der Erfolg die Folgen mit bedenkt.
  • Wenn das Sein das Haben-Wollen aufhebt.
  • Wenn der Frieden mit sich selbst im Frieden mit der Welt ruht.
  • Wenn die Tapferkeit für den Freund größer wird als die Angst vor dem Feind.

Dann wird das Leben sinnvoll und beglückend.

Lassen Sie uns rückbesinnen auf die besten Werte und Tugenden der Menschheit.

Als Maxime möchte ich den kategorischen Imperativ von Immanuel Kant voranstellen:

„Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.“

oder mit einfachen Worten:

„Was du nicht willst, was man dir tu‘, das füg‘ auch keinem anderen zu.“

Buch oder Coaching-Stunde?

Frage:
Sie sagen, der gute Draht zum inneren Helfer kann selbst hartnäckige Blockaden lösen, als Schmerztherapie funktionieren, einem bei beruflichen, persönlichen wie sportlichen Zielen helfen. Spart man sich mit Ihrem Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“ teure Coaching-Stunden?

Antwort:
Ja und Nein.

Ich denke gerade an meine Yoga-Stunden. Natürlich mache ich die Übungen auch zu Hause allein ohne Lehrerin. Aber, das, was meine Yoga-Lehrerin von mir abverlangt, bringe ich zu Hause meistens nicht zustande. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht so ehrgeizig bin und viel schneller aufgebe. Vielleicht traue ich mir selbst auch nicht so viel zu. Es kommt öfter vor, dass ich sage „das kann ich nicht“.  Was sich dann unter Anleitung meiner Yoga-Lehrerin als nicht richtig rausstellt.

Ich bin also bereit, wenn meine Lehrerin mich anleitet und etwas von mir erwartet, auszuprobieren, auszuhalten und ausdauernder zu üben, als wenn ich allein im stillen Kämmerlein übe, in dem mir keiner zusieht, mir keiner Hilfe leistet, mich keiner korrigiert und mir keiner etwas zutraut und mich lobt.

Wir Menschen brauchen immer wieder diesen direkten Kontakt zu anderen Menschen, die genau die Funktion meiner Yoga-Lehrerin übernehmen: uns etwas zutrauen, uns anregen, uns loben, uns locken, uns Hilfestellung geben.

Die wenigsten könnten als Einsiedler glücklich werden. Und doch gibt es glückliche und zufriedene Einsiedler.

Was ich sagen will, im Grunde könnte jeder allein mit Hilfe seines inneren Helfers seine Probleme lösen, vorausgesetzt, alle notwendigen Anlagen sind dazu vorhanden, wie beim glücklichen Einsiedler.

Manchmal ist eine unabhängige zweite Sichtweise aber genau der Impuls, der gebraucht wird, um ein Problem zu lösen. Jemand, der erkennt, was in uns steckt, bevor wir es selbst entdeckt haben und uns herausfordert.

Und mal ehrlich, ist dann nicht eine teure Coaching-Stunde eine gute Investition?

Trotzdem übe ich natürlich fleißig meine Yoga-Übungen zu Hause weiter, um mir bei der nächsten Yoga-Stunde wieder neue Anregungen zu holen.

So sehe ich auch das Arbeiten mit meinem Buch.

Es gibt Menschen, die sehr gut nur mit dem Buch auskommen. Vorbereitende Übungen, die Bewusstseinsreisen und die anschließenden Tipps reichen ihnen um an und mit sich selbst zu arbeiten.

Andere werden an einer Stelle ins Stocken geraten und benötigen einen freundschaftlichen Stups um weiter zu kommen. Die gehen dann zum Coach ihres Vertrauens und holen sich dort neue Anregungen.

Ja, und manchmal hilft auch einfach ein weiterführendes Buch oder das Lesen meines Blogs, in dem ich immer wieder Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachte und meinen Lesern damit neue Anregungen gebe.