Hypnose und Abnehmen

Bald beginnt die Fastenzeit. Eine Zeit in der sich viele vornehmen abzuspecken. Hypnose kann dabei erfolgreich unterstützen.

Wissenschaftliche Studien an der Universität Tübingen zeigten gute Erfolge bei der Gewichtsreduktion. Gewicht und Fettanteil sanken signifikant über den verfolgten Zeitraum von 6 Monaten.

Gleichzeitig entwickelte sich Lebenszufriedenheit, Gesundheit und Selbstwirksamkeit der Teilnehmer  in dieser Zeit in die positive Richtung.

Die Unterschiede zu einer Kontrollgruppe, die „nur“ mit Verhaltenstherapie begleitet wurde, waren allerdings nicht sehr groß. Wenn ich das bewerten sollte, dann war der Bereich Lebenszufriedenheit bei der Hypnose-Gruppe am stärksten angestiegen.

Das sind auch meine Erfahrungen zur Gewichtsreduktion mit Hypnose.

Neben dem Abnehmen berichteten mir meine Teilnehmer über andere Effekte.

Eine Dame, die sehr „abhängig“ vom Schokoladenkonsum war, erzählte, dass sie immer noch Schokolade liebte. Diese aber nicht mehr mit schlechtem Gewissen zu sich nähme, deswegen auch nicht mehr eine ganze Tafel essen müsste und den darauf folgenden Tag ganz darauf verzichten könnte.

Ähnliches berichtete mir ein Teilnehmer über das kalorienreiche und fettige Wammerl, was er so gern aß. Er hatte danach einfach den Wunsch, sich körperlich zu betätigen und einen Teil der Kalorien sofort wieder abzuarbeiten.

Ein Anderer hatte einfach keinen Appetit mehr auf Ungesundes.

Die Hypnose zum Abnehmen gestalte ich immer mit Suggestionen, die darauf abzielen, dass der Abnehmwillige zuerst einmal in sich geht und wirklich nur das zu sich nimmt, was sein Unterbewusstsein ihm sagt, was er jetzt braucht. Also keine Beschränkungen sondern ein in sich Hineinhören, was täte mir gut. Ja, und dann habe ich noch so ein paar Zaubermittelchen, die zum Einsatz kommen.

Eine Gewichtsreduktionshypnose erstreckt sich über insgesamt 7 Hypnosesitzungen. Die erste intensive Sitzung, in der alle Voraussetzungen zur Abnahme geschaffen werden und 6 Folge-Sitzungen in 14-tägigem Abstand, in denen bereits erzielte Erfolge unterstützt oder noch einmal nachjustiert werden.

Auch wenn Weight-Watchers vielleicht genauso erfolgreich sind, können Sie mir glauben, dass ihr Selbstbewusstsein mit Hypnose deutlich steigen wird, auch wenn Sie mal einen Rückschlag erleiden.  Das, habe ich mir erzählen lassen, kann bei WW etwas anders ausgehen.

Ach ja, wichtig ist noch, der Jojo-Effekt ist deutlich seltener als bei anderen Methoden.

Vielleicht ist die Fastenzeit mal wieder ein Anlass etwas für das innere und äußere Selbstbewusstsein zu tun. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich bei mir melden.

Gegen die Angst vorm Zahnarzt: Hypnose

Manchen Menschen treibt es den Schweiß auf die Stirn, wenn sie eine Zahnarzt-Praxis nur betreten. Wenn Sie dann auch noch das typische Geräusch eines Bohrers hören, dann haben sie nur noch einen Wunsch, den Wunsch sofort und auf der Stelle zu flüchten.

Zahnschmerzen können aber so verdammt weh tun, dass man von Zeit zu Zeit doch den Gang wagen muss.

Mir selbst ist eigentlich noch nie was richtig Schlimmes beim Zahnarzt widerfahren, dennoch habe ich auch deutlichen Respekt davor.

Seit ich die Hypnose kenne, geht es mir besser. Ich kann mich selbst mit Imaginationen beruhigen. Z.B. stelle ich mir einen schönen Sandstrand vor, an dem ich ganz bequem in einem Liegestuhl liege. Die helle Lampe wird dann zur Sonne. Das Sauggeräusch ist in meiner Vorstellung das Schwappen der Wellen und das Sirren des Bohrers wird zu den Jetskis, die am Strand vorbeiflitzen.

Gut, das braucht ein bisschen Übung und den Willen, die Entspannung erreichen zu wollen.

Ein geübter Hypnotiseur kann diese Entspannung vor einer Behandlung induzieren.

Die Neuropsychologie-Wissenschaftlerin von der Uni Freiburg Prof. Dr. Ulrike Halsband hat darüber geforscht, ob Hypnose wirklich etwas bewirkt. Dazu wurde ängstlichen Probanden im Wachzustand Videos und Geräusche einer Zahnarztbehandlung vorgeführt. Die Neuronen der Angstzentren im Gehirn wie Amygdala, Insula und weitere feuerten ein Blitzgewitter ab. Unter Hypnose waren viel weniger Aktivitäten in den Angstzentren zu verzeichnen. Prof. Dr. Halsband bewies auch eine Reduktion der neuronalen Aktivitäten im Hippocampus, einem wichtigem Hirnzentrum für das Gedächtnis.

Besonders gut funktionierte die Hypnose, wenn die Einleitung zur Hypnose individuell den Probanden ansprach. Vorab wurden die Probanden nach Stichwörtern  befragt, die für sie Ruhe und Wohlempfinden bedeuten. Wie für mich Sonne, Strand und Meer Entspannung bedeutet, ist es für einen anderen vielleicht der Spaziergang und Spiel mit dem Hund, ein Fußballspiel oder Ähnliches.

In der Hypnose ist es dann wichtig, dass alle Sinne angesprochen werden. Wie man den Fußball fliegen sieht, wie die Fan-Gesänge berauschen, wie der Hot-Dog warm in der Hand liegt, wie er in der Nase duftet und wie der erste Schluck Bier angenehm bitter auf der Zunge schmeckt.

In diesem Zustand kann der Mensch den Schmerz „mental“ abspalten und die Ängste reduzieren.

Wenn Sie ein Zahnarzt-Angsthase sind, suchen Sie sich doch eine Praxis, die mit Hypnose oder mit einem Hypnotiseur zusammen arbeitet.

Wer hat schon Erfahrung mit Hypnose beim Zahnarzt germacht?

Nachzulesen ist der Bericht von Prof. Dr. Ulrike Halsband z.B. hier, Seite 24 bis 27:
Publikationen, Uni-Freiburg 2016-1

Mit Hypnose besser schlafen

Schlafforscher der Universität Zürich und Fribourg bewiesen, dass der erholsame Tiefschlaf mit Hypnose verlängert werden kann, ganz ohne Medikamente.

(Maren Cordi, Angelika Schlarb, Björn Rasch. Deepening sleep by hypnotic suggestions. Sleep. 37(6). June 1, 2014)

Im Tiefschlaf teilen sich mehr Zellen als sonst, der Körper produziert mehr Proteine und den größten Teil seiner täglichen Menge an Wachstumshormonen. Das alles kann man als körperlichen Reparatur-Prozess bezeichnen.

Tiefschlaf fördert unser Wohlbefinden, verbessert unser Gedächtnis und stärkt unsere Abwehrkräfte.

Bisher glaubte man, dass der Tiefschlaf nicht willentlich beeinflusst werden kann. Und die guten Ergebnisse bei der Behandlung von Schlafstörungen mit Hypnosetherapie waren bisher nicht mit unabhängigen Studien belegt.

Für die objektive Messung des Schlafs wurden dabei die elektrische Aktivität des Gehirns mit dem Elektroenzephalogramm (EEG) gemessen. Den Tiefschlaf erkennt man an sehr gleichmäßigen und langsamen Wellenbewegung der elektrischen Aktivität im Hirn, den Deltawellen.

An der Studie der Universität Zürich nahmen 70 gesunde junge Frauen teil, die für einen 90-minütigen Mittagsschlaf in das Schlaflabor kamen. Vor dem Einschlafen hörten sie über Lautsprecher entweder eine spezielle Tiefschlafhypnose oder einen neutral gesprochenen Text.

Die Studie belegte, dass gut hypnotisierbare Frauen nach dem Hören der Tiefschlafhypnose im Vergleich zum Schlaf nach dem Hören des neutralen Textes einen um 80 Prozent erhöhten Tiefschlafanteil aufwiesen.

Gleichzeitig verringerte sich die Wachliegezeit um rund ein Drittel.

Mit zusätzlichen Kontrollexperimenten bestätigten die Forscher, dass das Ergebnis eindeutig auf die hypnotische Suggestion zurückzuführen war und nicht nur auf Erwartungseffekte reduziert werden konnte.

Das Ergebnis könnte für Menschen mit Schlafproblemen von großer Bedeutung sein. Im Gegensatz zu Schlafmedikamenten ist Hypnose nämlich frei von Nebenwirkungen und unterdrückt nicht, wie viele Medikamente, die REM-Schlafphase.

Die REM-Schlafphase ist wichtig für die Regeneration des zentralen Nervensystems und das Lernen.

Wird diese Schlafphase durch Schlafmangel oder Medikamente unterbunden, gerät das Gehirn in eine Art Sättigungszustand. Synapsen können dann nicht mehr ausreichend verstärkt oder neu aufgebaut werden. Lernen und flexible Informationsverarbeitung fallen dann schwer.

Im REM-Schlaf werden immer wieder Verhaltensweisen geübt, die man sonst nur selten einsetzt. Die wichtigen Sinneseindrücke und Informationen des Tages werden geordnet, abgelegt und Überflüssiges gelöscht. Dadurch kann das Gehirn neue Sinneseindrücke aufmerksam und konzentriert aufnehmen, verarbeiten und speichern.

Lassen Sie sich deswegen bei Schlafproblemen hypnotisieren!

In meinem Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“ ist eine Bewusstseinsreise zum besser Schlafen – wie in Morpheus‘ Armen – enthalten.

Wie mein innerer Helfer mich unterstützte

Frage:
Was ist das effektivste Ergebnis, das Ihnen Ihr persönlicher Helfer bisher gebracht hat?

Antwort:
Im November 2012 wurde ich auf einem Zebrastreifen angefahren und habe mir einen Lendenwirbel gebrochen. Im Krankenhaus bekam ich dreimal täglich eine große Tablette und zu jeder Mahl- und Nachtzeit noch ein weiteres Schnapsgläschen mit einer rosa übel-süßlichen Flüssigkeit. Bei jedem Schluck würgte es mich. Es wurde mir erst schlecht, dann schwoll mein Gesicht an.

Da sagte Franz, mein inneren Helfer, kennst du das nicht? Denk an deine Heilpraktiker-Ausbildung. In mir stieg das Bild aus einem Lehrheft über allergische Reaktionen auf: Quincke-Ödem. Da Ärzte nur bei der Visite am Morgen auftauchten, berichtete ich der Pflegerin meinen Verdacht. Ihr Rat war: Sofort absetzen!

Dann bekam ich meine großen Tabletten mal so abgetrennt, dass ich ihren Namen lesen konnte: Oxycodon. Beim Zusatz „codon“ gingen bei mir so einige Lichter auf: ein starkes, opioid-haltiges Schmerzmittel. Warum nur, ich hatte Schmerzen, aber keine Schmerzen, die nicht irgendwie auszuhalten gewesen wären.

Wenn man im Nachthemd im Bett liegt mit 300 Neigung, sonst durfte ich nur noch stehen und gehen, ist man in seiner Autorität schon etwas gemindert. Deswegen brauchte ich auch die Unterstützung meiner Bettnachbarin. Wir stellten nämlich fest, dass sie während der Visite vergaß zu fragen, was sie fragen wollte und mir das gleiche passierte.

Bei der nächsten Visite sprach ich also mit moralischer Unterstützung meiner Bettnachbarin die Ärzte an. Das wurde fast wie Blasphemie gewertet. Kategorische Antwort: Das brauchen Sie, sonst macht das Schmerzgedächtnis die Schmerzen chronisch.

Bei Schmerzgedächtnis bin ich zu voller Größe aufgelaufen. Dank meiner Ausbildung zur Hypnotiseurin und meinem inneren Helfer (oder nennen Sie es auch gern meine innere Weisheit) weiß ich, dass es nichts gibt, dass sich unauslöschlich ins Gedächtnis brennt. Alles was sich dort einnistet, kann auch wieder rückgängig gemacht oder „überschrieben“ werden.

Und ich nahm meine Tabletten einfach nicht mehr!

Sie hatten nämlich wirklich große Nebenwirkungen für mich in Form einer unangenehmen Verstopfung. Bei einem Wirbelbruch ist genau das Pressen schmerzhaft. Mal ganz abgesehen davon, dass ich auf Hilfe angewiesen war, weil ich ja an den Teil meines Körpers nicht allein heran kam…

Mein innerer Helfer half mir die Schmerzen mit Entspannung und spezieller Techniken aus der Schmerz-Hypnose selber zu lindern. Die verbleibenden Schmerzen habe ich dankbar angenommen, weil sie mir doch so gut zeigten, was ich tunlichst unterlassen sollte: mich bücken, drehen, sitzen usw.

Ach ja, eine Zeit lang bekam mein innerer Helfer noch Unterstützung von außen, Ich trug ein formschönes Haltegerät, dass mir den Anschein einer Amazone verpasste.

Das ist nun schon alles vergessen. Und doch habe ich einmal mehr gelernt auf meine Intuition namens Franz zu hören. Sie müssen mir nicht unbedingt nacheifern und ihre Medikation gegen Null fahren. Sie dürfen mir aber gern glauben, dass Schmerzen auch ohne Medikamente reduziert werden können, durch Selbsthypnose wie die Bewusstseinsreisen oder durch Fremdhypnose.

Vielleicht inspiriert Sie  mein Blog-Eintrag über Hypnose und Schmerzen.

Probieren Sie es selbst aus! Denn probieren geht über nachlesen!

Hypnose im Kreuzverhör

Ist Hypnose wissenschaftlich anerkannt?

Bereits 2006 bestätigte der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie Wirksamkeits-nachweise zur Hypnotherapie bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie nimmt die Aufgabe der gutachterliche Beratung von Behörden gemäß § 11 PsychThG wahr.

Der WBP bestätigte die Wirksamkeit bei Erwachsenen bei

  • Psychische und soziale Faktoren bei somatischen Erkrankungen
  • posttraumatischen Belastungsstörungen
  • Bewältigung kurzzeitiger medizinischer Interventionen (Operationen, Geburten, Behandlung von Verbrennungen, Chemotherapie)
  • Schlafstörungen
  • längerfristige positive Beeinflussung des Verlaufs und der Bewältigung einer chronischen somatischen Erkrankung
  • Raucherentwöhnung

Bei Kindern und Jugendlichen

  • für die Verbesserung der Bewältigung von Chemotherapien bei Patienten mit Krebserkrankungen und Schmerzen in Zusammenhang mit belastenden medizinischen Interventionen.

Zwischenzeitliche liegen weitere Forschungsergebnisse mit Wirksamkeitsbelegen u.a. der Universitäten Tübingen und Jena vor.

  • Phobien
  • Übergewicht
  • Psychosomatik
  • Sexualstörungen
  • Akuter und chronischer Schmerz
  • Enuresis (Bettnässen)
  • Geburtsvorbereitung
  • Fibromyalgie
  • Migräne

Und es wird weiter geforscht. Studien aus anderen Ländern sind oft noch unbekannt.

Zusammenfassend gesagt:
Hypnose ist wissenschaftlich anerkannt und belegt. Sie ist keine esoterische Lehre, sondern ein wissenschaftlich und psychotherapeutisch anerkanntes und belegtes Verfahren.

Hypnose
hat nichts mit Zauberei zu tun,
ist kein Placebo-Effekt
und
Sie müssen nicht  „Daran-glauben“.

PS ein Hinweis:
Ich biete ausschließlich nicht-medizinische Hypnose-Anwendungen an.

Kann unser Unterbewusstsein Wunder bewirken?

Mein Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“ ist nun seit mehr als 4 Monaten auf dem Buchmarkt. Im Gespräch mit meinen Lesern sind Fragen aufgetaucht, die und deren Beantwortung ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Vielleicht können Sie daraus einen zusätzlichen Nutzen oder eine Erkenntnis ziehen.

Frage:
Warum kann unser Unterbewusstsein besser Probleme lösen und Fragen beantworten als unser bewusstes Denken?

Antwort:
Unser bewusstes Denken wird durch alles, was wir in unserem Leben erlebt und erfahren haben eingeschränkt. Vielleicht haben wir als Kind von Eltern oder Lehrer gesagt bekommen: Wenn du weiter nicht lernst, dann wird nie etwas aus dir. Zack, und schon ist es abgespeichert und verstärkt sich bei jeder neuen negativen Erfahrung als unverrückbare Beschränkung und Glaubenssatz, über den wir nicht hinauswachsen können. Unserem Unterbewusstsein ist das jedoch vollkommen gleichgültig.

Was wir aus unserer Umwelt mit unseren Sinnen wahrnehmen beträgt mehr als 11 Millionen Bits in der Sekunde. Was wir bewusst bewältigen sind maximal 50 Bits pro Sekunde.

Das gibt uns einen Eindruck von dem gewaltigen Kapazitätsunterschied zwischen dem Unterbewusstsein und dem bewussten Verstand.

Hinzu kommt, das, was wir durch unsere Sinne wahrnehmen, wird gefiltert und bewertet. Es wird nur das durchgelassen, was für uns wichtig ist und in unsere Welt passt. Wir formen uns unsere Wirklichkeit, geprägt durch soziale, kulturelle und individuelle Filter.

Ohne diese Beschränkungen durch unsere Erfahrungen, unsere sozialen, kulturellen und individuellen Filter ist unser Unterbewusstsein frei für Lösungen von Problemen. Unser Unterbewusstsein kann alles, was in uns steckt voll nutzen. Wie bei einem Eisberg ist unser Bewusstsein nur ein kleiner Teil, der aus dem Wasser schaut, das was verborgen unter Wasser treibt, unser Unterbewusstsein, macht die Masse aus.

Wenn wir darauf zugreifen können, sieht das manchmal im Ergebnis wie ein kleines Wunder aus. Es ist aber bereits in uns vorhanden, nur tief verborgen und nicht offensichtlich.

Ängste vor Hypnose

Am 14.01.2017 outete sich die Schauspielerin Caroline Peters, bekannt z.B. aus der ARD-Serie  „Mord mit Aussicht“ und vom Wiener Burgtheater, in einem Interview mit der Bild-Zeitung (Nicole Richter).

Bild-Zeitung:
Haben Sie mal überlegt, sich hypnotisieren zu lassen?

Caroline Peters:
Das habe ich mich bisher nicht getraut. Man weiß ja nicht, was einem unter der Hypnose wirklich eingeflüstert wird. Für mich ist es auch keine beruhigende Idee, den Partner mitzunehmen. Vielleicht will der einem unter Hypnose auch noch etwas einflüstern und manipulieren.“

Ich glaube, dass viele Menschen diese Sorge in sich tragen, wenn es um Hypnose geht. Man denkt an die Vorführungen, die man im Varieté, im Fernsehen und anderen Veranstaltungen so gesehen und erlebt hat. Da glauben dann gestandene Mannsbilder, dass sie gackernd ein Ei legen, Frauen fangen an sich zu entkleiden, weil ihnen suggeriert wird, dass es immer heißer wird.

Hinzu kommt, dass einige Hypnotiseure gern mit dem Bild des mystischen, wenn nicht gar dämonischen, spielen. Outfit, Schmuck oder auch Haarschnitt werden danach gestylt. Und ich weiß, das unterstützt tatsächlich die hypnotische Wirkung.

Der eine oder andere Hypnotiseur hat eine natürliche Aura oder Begabung, die sein Gegenüber schneller und tiefer in Trance versetzen kann.

Ich kann nicht leugnen, dass der eine sich besser hypnotisieren lässt und mit einem anderen muss ich länger arbeiten, vielleicht auch kleine Umwege gehen, um zum gleichen Ergebnis zu kommen.

Ein solch begabter Hypnotiseur, der intuitiv erkennt, dass er einem „Gut-zu-Hypnotisierenden“ gegenüber steht, kann dann auch eine Show daraus machen. Er erweist aber denen, denen eine Hypnose helfen könnte unter Umständen einen Bärendienst. Aus Angst vor Manipulation vom Hypnotiseur verweigert er die Anwendung.

Die Angst, die sich bei Hypnose einstellt, resultiert unter anderem daraus, dass wissenschaftliche Beweise, wie Hypnose funktioniert und was sie bewirken kann, wenig kommuniziert werden. Manches ist auch noch nicht erforscht.

Ich sage meinen Kunden immer, jeder hat einen Jonny Controlletti tief in sich, der nur das zulässt, was der Hypnotisierte preis geben will und verkraften kann.

Es gibt viele Forschungen und Ergebnisse, die nicht wirklich bekannt sind, wenn auch die Hypnose seit 2006 in Deutschland als wirksame Therapie in ausgewählten Gebieten wissenschaftlich anerkannt ist.

Ich werde Ihnen gern an dieser Stelle von Zeit zu Zeit über neueste Forschungsergebnisse berichten.

Bis dahin kann ich Ihnen nur empfehlen, schauen Sie sich Ihren Hypnotiseur genau an. Wenn Sie ein ungutes Gefühle beschleicht, die „Chemie“ nicht stimmt, gehen Sie lieber eine Tür weiter.

Ich bin stolz auf mein erstes Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“

innerer-helfer-startHeute, den 12.09.2016, erscheint mein erstes Buch im Handel „Entdecke deinen inneren Helfer“.

Wer hat nicht schon einmal geseufzt: „Ich wäre ja gern gelassener, selbstbewusster, mutiger, charismatischer … nur wie?“

Wo Denken und Wollen allein nicht weiterhelfen, kann das Unterbewusste oft wahre Wunder wirken.

Ich zeige Ihnen mit Übungen, Tipps und geführten Bewusstseinsreisen einen Weg wie Sie Ihre verborgene Kraft aktivieren und für sich nutzen können.

Ich denke, es ist für jeden etwas dabei.

Ob es um Entspannung und Blockadelösung, um Motivation und Leistungssteigerung, um Persönlichkeit und Charisma, um Berufsleben und Sport, um Lebensglück und Spiritualität geht, mit den hypnotischen Reisen zu sich selbst lassen sich die meisten alltäglichen und auch nicht alltäglichen Probleme lösen.

Zur Einstimmung können Sie sich eine Leseprobe und Hörprobe ansehen und anhören.

Noch ein paar persönliche Worte:
Ich habe das Buch geschrieben, wie meine Mutter fortschreitend dement und nach einem Sturz an ihr Bett und den Rollstuhl gefesselt war. Auch, wenn sie nicht mehr viel vom täglichen Leben mitbekommen hat, so hat sie aufmerksam aufgehorcht, wie ich ihr von dem Buch erzählte. Sie schaute mich an und sagte: „DAS werde ich auf jeden Fall lesen.“ Leider ist ihr das nicht mehr vergönnt gewesen. Doch werde ich mich immer daran erinnern.

Ich hoffe, dass Sie genauso aufmerksam aufhorchen und Interesse an diesem Buch finden werden!

 

Kann Meditation unsere Wahrnehmung verändern?

Meditation

Wo unsere Aufmerksamkeit ist, ist unser Leben, unsere Energie.

Solche Sätze lese ich immer wieder, wenn es um Meditation, Steuerung der Aufmerksamkeit geht. Ist das wirklich so? Erweitern wir damit unser Bewusstsein? Müssen wir uns dabei auf asiatischen Philosophien und Methoden verlassen wie Yoga, Taichi, Qigong, Zen?

Wie ist es, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf einen kleinen Ausschnitt des Ganzen fokussieren. Nehmen wir einmal an, wir betrachten bei unserem Gegenüber nur die Hände, weil wir sie als besonders schön empfinden. Wissen Sie dann nach einer gewissen Zeitspanne, welche Farbe die Augen des Betrachteten haben, oder ob er, einen traurigen oder verschmitzten Gesichtsausdruck hatte, welche Körperhaltung? Wenn wir uns auf ein Detail fokussieren, nehmen wir auch nur dieses wahr. Unser Unterbewusstsein kann aber viel mehr.

Betrachten Sie einen anderen Menschen im Ganzen, sozusagen unfokussiert, wissen Sie anschließend viel mehr über ihn. Unsere Wahrnehmung ist weit geöffnet.

Nun müssten wir nur noch lernen, diese weite Wahrnehmung auch abrufbar zu gestalten.

Falls Sie noch Ressentiments gegen Meditation hegen, möchte ich Ihnen an dieser Stelle über ein paar neue Erkenntnisse aus der Gehirnforschung berichten.

So forscht die Neurowissenschaftlerin Heleen Slagter z.B. zu den Fragen:
Was ist die Beziehung zwischen Aufmerksamkeit und Bewusstsein?
Können kognitive Fähigkeiten durch Training verbessert werden?

In einer Studie gelang es ihr mit einer Gruppe von 17 Personen, nach einem 3-monatigen, intensiven Meditationstraining, acht bis zehn Stunden pro Tag, im Vergleich mit einer Gruppe von 23 Gelegenheitsmeditierenden, mit Hilfe eines EEG nachzuweisen, dass sich die Wahrnehmung verbessert hatte.

Ich persönlich finde das eine wunderbare Erkenntnis. Lässt doch die Meditation zu, sich selbst auf den Weg zu einer besseren Wahrnehmung und Bewusstwerdung zu machen, ohne jegliche Apparate. Wie alles im Leben gibt es natürlich auch einen Wermutstropfen. Leider führt nur konsequente Übung und Anwendung zum Ziel.

Also, liebe Leserinnen und Leser, sucht euch eine unterstützende Gruppe oder einen Lehrer, die und der euch auf dem Weg begleitet. Bekanntlich ist in Gemeinschaft mehr zu erreichen als allein auf sich gestellt. Außer ihr habt einen absolut starken Willen und ein großes Maß an Disziplin.

Dann auf gutes Gelingen! Und erlaubt mir anzukündigen, dass es in meinem Studio ab kommenden Herbst eine solche Gruppe geben wird. Genaues werde ich noch mitteilen.

Mit Freiheit zur Sicherheit

bird and cage

Wie Sie mit der Investition von täglich 10 Minuten die Reise zu Ihrer persönlichen Sicherheit antreten und auch ans Ziel kommen, diesen Schritt Nummer 5 habe ich Ihnen letzte Woche für Heute versprochen.

Ein Leben lang werden wir eingebunden in Abhängigkeiten, in Traditionen, in Religionen, in Familien, in Vereine, in Parteien, uvm. Wir sind eingesperrt im Gefängnis unserer Lebensrollen und tragen zu jeder Rolle die passende Maske. Gleichzeitig jagen wir Tag für Tag einer unbestimmten Freiheit hinterher. Wie diese Freiheit aussehen soll, wissen wir gar nicht richtig zu benennen, geschweige denn zu beschreiben.

Wir haben Pläne, Hoffnungen. Wir versuchen auszubrechen aus unserem Alltag und suchen die verbleibenden Abenteuer dieser Welt. Wir schauen neidisch auf die Reichen, die sich all diese Abenteuer leisten können und vergessen dabei, dass die Reichen vielleicht noch viel stärker abhängig sind als wir selber.

Dabei ist die Lösung schon in dem Raum, in dem Sie sich gerade aufhalten.

Die ersehnte Sicherheit finden Sie über die Freiheit und beides finden Sie nur in sich selbst.

Um zur Freiheit zu gelangen, brauchen Sie ein stilles Eckchen im Zimmer und 10 Minuten Zeit, mehr nicht.

Eine erprobte Methode, um innezuhalten, in sich hinein zuhören, sich selbst zu befreien und Sicherheit zu spüren, ist die tägliche Reise zu sich selbst mit Mediation.

Einige Menschen verknüpfen Meditation mit Religionen, östlicher Weisheit, mit Askese und Sekten. In allen Religionen wird Kontemplation und Meditation angewandt. Meditation ist mit dem Bekanntheitsgrad von Zen, Yoga, Qigong, Taichi und östlichen Kampfsportarten stärker in den Fokus der westlichen Welt getreten. Meditation ist aber schon immer Bestandteil jeder Selbstfindung, Anbindung an etwas Höheres und Eins-Sein gewesen.

Neueste wissenschaftliche Studien, z.B. in Gießen, Leipzig und Havard, haben wunderbare Ergebnisse gebracht. Nach acht Wochen meditieren hatte die Dichte der grauen Substanz an der Amygdala, die für die Verarbeitung von Stress und Angst wichtig ist, abgenommen und dafür die Dichte im Hippocampus und den Regionen, die für die Selbstwahrnehmung und Mitgefühl zuständig sind, zugenommen.

Die Technik des Meditierens ist so einfach, dass sie jeder in kürzester Zeit erlernen kann. Um einen anhaltenden Nutzen daraus zu ziehen, ist dann Ausdauer gefragt. Aber, was sind schon 10 Minuten am Tag, gegen die große Freiheit und Sicherheit, die Sie so erlangen.

Es gibt viele unterschiedliche Formen der Meditation. Meine bevorzugte ist die Meditation mit der Atmung.

Nehmen Sie einen Stuhl, auf dem Sie aufrecht sitzen können und stellen Ihre Füße flach auf den Boden.

Eine Haltung mit aufrechtem Rücken ist wichtig. Lassen Sie nicht den Rücken oder den Kopf nach vorne hängen. Sie werden sehen, dass Sie auch im täglichen Leben keine „Rückenlehne“ mehr benötigen werden.

Als Anfänger schließen Sie am besten die Augen. Wenn Sie weiter fortgeschritten sind, dann schauen Sie mit halbgeschlossenen Augen vor sich über die Nase. Die Augen nicht zu schließen hilft Ihnen dabei, bei längeren Meditationen nicht einzuschlafen.

Beide Hände liegen wie Schalen im Schoß. Die linke liegt in der rechten und die Daumen berühren sich. Hände und Arme bilden einen geschlossenen Energiekreis.

Nun zählen Sie Ihre Atemzüge von 1 bis 10.

Beim Einatmen beginnen Sie bei 1, ausatmen 2, einatmen 3, ausatmen 4 usw. Wenn Sie bei 10 angekommen sind, beginnen Sie wieder bei 1.

Lassen Sie einen langen Atemzug lang sein und einen kurzen kurz. Damit meine ich, dass Sie allein auf die Anzahl der Atemzüge achten sollten.

Das war es schon. Machen Sie einen Versuch, es kostet nichts und kann viel helfen.

Über zahlreiche Rückmeldungen würde ich mich freuen.