Schlafe selig und süß…

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Gestern hörte ich ein paar ältere Damen darüber reden, dass sie nach manchen Ereignissen (aufwühlende Oper, Filme im Fernsehen, Theater etc.) nicht so gut einschlafen könnten. Sie gaben sich gegenseitig Tipps wie es besser gelingen könnte. Weil sie mich in ihr Gespräch mit einbezogen, gab ich Ihnen gern Auskunft, die ich hier ebenfalls mit Ihnen teilen möchte.

Einschlafen und Durchschlafen ist durch Hypnose und Anleitung zur Selbsthypnose gut verbesserbar.

Aber erst einmal eine kleine Exkursion zum Schlaf.

Ist schlafen wichtig, vielleicht sogar lebenswichtig?
Im Tiefschlaf teilen sich mehr Zellen als sonst, der Körper produziert mehr Proteine und den größten Teil seiner täglichen Menge an Wachstumshormonen. Das alles kann man als körperlichen Reparatur-Prozess bezeichnen.
Im REM-Schlaf regeneriert sich das zentrale Nervensystem und damit die Psyche. Hier findet das intensive Traumerlebnis statt.
Im REM-Stadium ist die Muskulatur völlig schlaff und das Gehirn doppelt so stark durchblutet wie sonst.
Im REM-Schlaf wird immer wieder Verhalten geübt, das man ansonsten nur selten einsetzt. Die wichtigen Sinneseindrücke und Informationen des Tages werden geordnet, abgelegt und Überflüssiges gelöscht. Dadurch kann das Gehirn neue Sinneseindrücke aufmerksam und konzentriert aufnehmen, verarbeiten und speichern.
Und schließlich werden bestimmte Organe geschont .
Wir brauchen also ausreichend Schlaf um uns körperlich und seelisch zu regenerieren und um unsere Gedächtnisinhalte gut zu organisieren.

Hinweis:
Ist der Körper krank, braucht das Immunsystem mehr Schlaf!

Was macht Schlafentzug mit uns?
Zu wenig Schlaf macht alt.

Schlafverkürzung hat deutliche Folgen:

  • Der Kohlehydrat-Stoffwechsel funktioniert schlechter,
  • die Glukose-Konzentration im Blut steigt an,
  • abends wird mehr Kortisol ausgeschüttet als normal,
  • die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone wird nicht mehr im normalen Rhythmus gesteuert.
  • Diese Veränderungen ähneln denen im Alter und denen im Frühstadium der Diabetes (Zuckerkrankheit).

Bei Schlafentzug kommt es

  • zum Doppeltsehen,
  • die Konzentration lässt nach,
  • die Schmerzschwelle ist erheblich niedriger als sonst,
  • in Armen und Beinen kommt es zu Gefühlsstörungen,
  • Herzschlag und Atmung werden unregelmäßiger, der Blutdruck fällt,
  • das Immunsystem wird nachhaltig geschwächt.
  • Man wird schreckhaft und reizbar,
  • verhält sich distanzlos und misstrauisch,
  • die Stimmung fällt in den Keller
  • die Wahrnehmung wird unzuverlässig bis hin zu Halluzinationen,
  • das Gedächtnis wird schlechter, Denkfähigkeit, Reaktionsvermögen, Koordinationsfähigkeit und Willenskraft nehmen ab.

Mit diesen Folgen muss jeder rechnen, der längerfristig sein optimales Schlafquantum nicht erreicht. Eine oder auch zwei Nächte können wir gut kompensieren.

Wie lange soll man schlafen?
Die Menschen sind unterschiedlich: Kurzschläfer schlafen weniger als sechs Stunden, Langschläfer mehr als neuneinhalb Stunden.
Die meisten Menschen fühlen sich mit einer Schlafdauer von sieben Stunden am wohlsten.
Dazu kommt der Jahreszeiten-Rhythmus: im Winter schlafen wir länger als im Sommern.
Ein guter, gesunder Schlaf entspricht der eigenen inneren Uhr. Ob die von Natur aus auf sieben, acht oder neun Stunden eingestellt ist, muss man zunächst einmal herausfinden. Das geht nur durch Versuch und Irrtum.
Wer sich einigermaßen an deren Vorgaben hält, braucht womöglich auf lange Sicht den Wecker nur noch als Stütze im Hintergrund.

Schlaftipps
Schlafräuber meiden!

Schlafräuber sind

  • Schlechter Schlafplatz, zu laut, zu warm, zu hell, zu kalt, Matratze zu weich oder zu hart, schnarchender oder unruhiger Partner
  • Seelischer Stress und Probleme
  • Aufregung und Sorgen
  • Zu üppiges Essen, Kaffee, Nikotin oder Alkohol zu spät am Abend
  • Schichtarbeit
  • Zu große körperliche Anstrengung

Schlaffördernde Tipps

  • Schlafräuber meiden, vor allem nehmen Sie Ihren Schlafpatz unter Augenschein
  • Täglich spazieren gehen oder Sport im Freien:
    fördert die Bildung des Schlafhormons Melatonin
  • Direkt vorm Schlafengehen keinen Alkohol, keine aufregenden Filme, keine Probleme wälzen, keine Krimis etc.:
    die Synthese des Traumhormons DHEA wird dadurch gedrosselt
  • Kreieren Sie ein Einschlaf-Ritual:
    z.B. ein Glas Wasser trinken, einen schlaffördernden Tee oder ein Betthupferl zu sich nehmen (natürlich vor dem Zähneputzen)
  • Denken Sie an die schönen Dinge des Tages zurück
  • Kommen Sie bewusst zur Ruhe durch autogenes Training, Selbsthypnose oder ähnliches
  • Schreiben Sie Probleme oder Dinge, die Sie Morgen erledigen müssen, auf einen Zettel und vergessen sie diese dann (sie stehen doch zur Erinnerung auf dem Zettel)
  • Alles, was Sie müde und zufrieden macht!

Wenn das Wiegenlied von Johannes Brahms allein es nicht schafft, Sie in den Schlaf zu bringen und auch alle die guten Tipps nicht, dann versuchen Sie es doch mal mit Hypnose.

Hypnose kann Ihnen helfen, schnell und leicht in einen angenehmen Schlaf zu sinken und wieder tief und fest durchzuschlafen.

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