Nikolaustag

Am Abend vor dem Nikolaustag haben wir immer das Lied „Lasst uns froh und munter sein“ gesungen. Wir haben keine Stiefel oder Schuhe vor die Tür gestellt, sondern einen Teller.

Laßt uns froh und munter sein
und uns recht von Herzen freun!
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik’lausabend da,
bald ist Nik’lausabend da!

Bald ist unsere Schule aus,
dann ziehn wir vergnügt nach Haus.
Lustig, lustig, …

Dann stell’ ich den Teller auf,
Nik’laus legt gewiß was drauf.
Lustig, lustig, …

Steht der Teller auf dem Tisch,
sing’ ich nochmals froh und frisch:
Lustig, lustig, …

Wenn ich schlaf’, dann träume ich,
jetzt bringt Nik’laus was für mich.
Lustig, lustig, …

Wenn ich aufgestanden bin,
lauf’ ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, …

Nik’laus ist ein guter Mann,
dem man nicht genug danken kann.
Lustig, lustig, …

Wir versuchten aber auch unsere Bedenken (na ja, wer ist schon das ganze Jahr über artig?), dass Knecht Ruprecht, der Begleiter vom Nikolaus mit dem großen Sack, in dem nicht nur Angenehmes sondern auch die Rute steckte, eventuell auch die Rute da lassen könnte, … ganz ohne Leckereien … Mit folgendem Reim wollten wir das verhindern:

Knecht Ruprecht, guter Gast
Hast du mir was mitgebracht?
Hast du was, dann setz dich nieder,
Hast du nichts, dann geh nur wieder.

Und morgens stand dann ein gefüllter Teller da. Da waren Äpfel, Nüsse, Spekulatius und selbstgebackene Kekse drauf. Meine Schwester hatte dazu noch ein Marzipanbrot und ich eine Tafel Zartbitterschokolade.. Meine Schwester liebte Marzipan und ich, entgegen aller Erwartungen, liebte Zartbitterschokolade. Manchmal bekam ich auch von Omas Freundinnen eine Vollmilchschokolade geschenkt. Die mochte ich aber nicht so gern. Dagegen mochte ich sehr wohl auch Marzipan … Da wir aber immer alles, was der andere nicht hatte, teilten, kam ich auch zu einem Teil des Marzipanbrotes. Ich hoffe, meine Schwester mochte die Zartbitterschokolade – ?

Ich wünsche euch einen schönen Nikolaustag.

PS:
Vicki besteht darauf, dass ich euch mitteile, dass sie das nicht auf dem Bild ist. Das ist nur „weitläufige“ Verwandtschaft.

6. Dezember 2017 – Nikolaustag

Wir, Vicki und Mimi, haben beschlossen, unsere Frauchen zum Nikolaustag zu überraschen.

Wir sind uns nur noch nicht einig darüber, womit wir unsere Frauchen erfreuen können.

Vicki ist dafür ein paar von unseren Leckerlis in die Schuhe zu legen (die Stiefel sind ein bisschen zu hoch für uns). Typisch Vicki, die denkt nur ans Fressen. Gut, die Leckerlis sind im Moment auch besonders verführerisch: getrocknete Hühnerbrust mit Bananenchips, mhmm.

Mimi meint, dass wir den Boden sauber machen könnten, indem wir alles ablecken, was besonders in der Küche Spaß macht. Da fällt doch ab und zu etwas runter oder beim Braten verspritzt ein bisschen Öl. Allerdings schimpft Mimi’s Frauchen dabei immer. Vielleicht mag sie das nicht?

Wir könnten aber auch Birgitt vom abendlichen Frisieren mal frei geben. Das würde uns beiden außerordentlich gefallen. Leider ziept es dann übermorgen Abend umso mehr. Also, doch keine wirklich gute Idee.

Wir könnten auch mal für unsere Frauchen aufräumen. Z.B. alles, was am Boden liegt unter das Körbchen schieben. Das würde sicher eine große Freude!  … und ein großes Gesuche und Gezetere!

Mensch, ist das schwierig, eine Freude zu bereiten!

Uns würde ja auch ein gemeinsames Kuscheln auf dem Sofa Freude bereiten …

Was sagst du, Mimi? Ich glaube, das ist die Lösung. Wenn wir uns hingebungsvoll an unsere Frauchen kuscheln, strahlen ihre Augen mit einem besonderen Glanz. Dann dauert es nie lange und eine warme Hand krault uns an all den Stellen, an die wir so schlecht rankommen. Einfach herrlich!

Ja, das ist die Lösung, die uns allen ein freudiges, zufriedenes Nikolausgeschenk macht. Der Eigennutz fällt doch gar nicht auf, oder???

Schaut unbedingt in eure Stiefel. Vielleicht ist da auch so etwas Wunderschönes drin.

Bis morgen, Eure Vicki