Weltglückstag 2017

„Glück: Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Konzept für Entwicklung“

Im Juli 2011 verabschiedete die UNO-Generalversammlung auf Drängen Bhutans die Resolution 65/309 mit dem obigen Titel.

In einem immer größer werdenden Teil meiner Arbeit beschäftige ich mich zusammen mit meinen Klienten mit der Suche nach dem Weg zum persönlichen Glück. Bekanntlich ist für Jeden Glück etwas Anderes. Und doch gibt es offensichtlich Dinge, die alle Menschen dieser Welt gleich sehen.

Rechtzeitig vorm Weltglückstag 2017 ist die Studie „Leben in Deutschland“, Stand 2016, mit einem wunderbaren Ergebnis erschienen. Wir Deutschen sind mit unserem Leben zufrieden wie seit Langem nicht mehr. Auch, wenn uns ein paar Medien und Politiker gern etwas anderes einflüstern würden.

Für diese Studie werden seit 1984 etwa 30.000 Menschen in rund 15.000 Haushalten befragt, seit 1990 auch in den neuen Bundesländern. Sie ist die größte und am längsten laufende Wiederholungsbefragung zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Das Besondere daran ist, dass jedes Jahr dieselben Personen befragt werden. Durchgeführt wird die Studie vom Sozio-ökonomisches Panel am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V., Berlin.

In der Studie werden Fragen zur Familie, zu Arbeit, Bildung, Einkommen und Vermögen, aber auch zur Gesundheit und Lebenszufriedenheit der Menschen gestellt. Die Studie ist repräsentativ. Das heißt, die Ergebnisse aus der Befragung können für die Menschen in ganz Deutschland verallgemeinert werden.

Besonders wichtig finde ich, dass in der Befragung nicht nur nach objektiven Lebensbedingungen, sondern auch nach der subjektive Lebenszufriedenheit gefragt wurde.

Ein paar Ergebnisse der Studie, die mich berührt haben, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

  • Musizieren fördert Bildungserfolge von Jugendlichen. Besser Klavier und Flöte statt Fernseher und Computer!
  • Arbeitslosigkeit vererbt sich von Vater auf Sohn.
  • Regelmäßige Gehaltserhöhungen und eine konstante Arbeitszeit steigern die Lebenszufriedenheit
  • Die Glückskurve des Lebens verläuft wie ein U.
  • Verbitterte Menschen, die glaubten im Leben stark zu kurz gekommen zu sein, machen sich mehr Sorgen über die Zuwanderung.
  • Arbeitslosigkeit schlägt tiefe und langanhaltende Wunden. Arbeitslosigkeit prägt ein Leben lang.

Ich werde meine Arbeit weiter dem Ziel verschreiben, allen Interessierten beizubringen, dass Glück Eigenverantwortung heißt. Keiner und nichts kann mich glücklich machen, außer ICH mich selbst.

Glückscoaching bedeutet Wege aufzuzeigen, wie jeder das persönliche Glücksniveau hoch halten kann.

Ich freue mich, wenn Sie sich vertrauensvoll an mich wenden und wir uns gemeinsam auf die Suche nach Glück und Lebenszufriedenheit begeben.

Wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern einen glücklichen, zufriedenen Weltglückstag 2017!

Ihre
Birgitt Jendrosch

Vergleichen? Nein, Danke!

Vergleich

Vergleich und Wettbewerb ist per se nicht schlecht. Wenn uns Vergleichen aber zu Menschen voller Angst vorm Versagen oder Verdrängen macht, dann sollten wir noch einmal darüber nachdenken.

Vor vielen Jahren war „Benchmarking“  D A S  betriebswirtschafte Thema in vielen Unternehmen. Da wurden Maßstäbe, die angeblich die anderen erreicht hatten, gesetzt, da wurde verglichen, was eventuell gar nicht vergleichbar war, wie die besagten Äpfel mit Birnen. Ganze Abteilungen wurden mit Aufgaben bedacht oder sogar neu erschaffen, die mit der eigentlichen Wertschöpfungskette des Unternehmens rein gar nichts zu tun hatten.

Es erzeugte zumindest helle Aufregung unter den Mitarbeitern. Jeder bangte, ob berechtigt oder nicht, um seinen Arbeitsplatz oder um seine Aufgaben. Das große Stühlerücken wurde befürchtet, wen würden die Analysen nach oben spülen, wer würde unter einem Erdrutsch begraben werden.

Was glauben Sie:
Wird ein Mensch, auf den derartiger Druck ausgeübt wird, ein erfolgreicher Mensch sein?

Wohl kaum.

Die Angst, den Weg nach oben nicht zu schaffen, sondern ein Abstieg angesagt sein könnte, die Angst, ein anderer könnte uns von unserem Platz verdrängen, den wir vorher mit viel Mühe erarbeitet hatten, lähmt. Wie ein in die Enge getriebenes Tier versuchen viele um sich zu schlagen. Wen man dabei trifft, ist vollkommen egal. Ein positiver Erfolg steht in den Sternen.

Keiner kann etwas gegen Modeerscheinungen dieser Art tun. Vielleicht gibt es heute oder morgen andere „innovative“ Managementprogramme, deren Auswirkungen wir heute noch nicht kennen.

Wir können uns dagegen wappnen, damit wir nie wieder Opfer von Leuten werden, die unser Bangen, unsere Angst zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen.

Für viele von uns ist es zunächst notwendig zu überlegen, was wir bereits im Elternhaus, der Schule und weiterführenden Institutionen erfahren haben. Hatten wir Eltern, die uns mit Missachtung oder Konsequenzen bestraften, wenn wir schlechte Noten hatten? Schämten sich unsere Eltern für uns, wenn wir nicht die erwünschte Leistung erbrachten? Zeigten uns unsere Eltern ihre Enttäuschung ganz deutlich, wenn es nicht so lief, wie sie sich das vorstellten? War es so schlimm, dass wir lieber schlechte Noten verschwiegen und die Unterschrift fälschten?

Im Unternehmen setzen unsere Vorgesetzten die Maßstäbe fest, nach denen wir funktionieren sollten. Was ja auch zulässig ist, irgendwer muss festlegen, was wollen wir erreichen und wie wollen wir das erreichen. Wir profitieren über Incentives, wenn das Ergebnis stimmt oder müssen uns eventuell mit Kündigung abfinden. Der Druck, der hier aufgebaut wird, setzt sich bis ganz oben in die Spitze eines Unternehmens fort. Jede Stufe möchte mit ängstlichen Bemühen, es der nächsthöheren recht machen. Und so lassen wir uns willfährig ausbeuten und beuten uns vielleicht selbst aus, bis der Burnout droht. Übrigens, der ganz oben muss mit der Angst leben, dass ihn eines Tages einer von weiter unten ersetzt. Das Angstszenario funktioniert in beide Richtungen, von oben nach unten und von unten nach oben.

Es gibt drei Möglichkeiten, wie wir darauf reagieren können:

  • Wir bleiben in der Rolle des Versagers und finden uns damit ab, nie erfolgreich zu sein.
  • Es gibt Menschen, die bauen sich eine Scheinwelt auf, in der sie so tun, als wären sie erfolgreich. Viele Frauen werden nie erfahren, dass ihr erfolgreicher Mann (so stellt er das zu Hause dar) eigentlich ein Spielball seiner Vorgesetzten ist und gar nichts ausrichten kann.
  • Oder wir verändern die Einstellung zu unserem Leben und machen uns unabhängig von den Zielen anderer und finden unser eigenes Lebensziel, in dem wir dann vielleicht nicht erfolgreicher, aber glücklich werden.

Lernen wir:

  • uns selbst Ziele zu setzen,
  • diese nach unserem Maßstab zu bewerten
  • den Schritt aus der Abhängigkeit von anderen zu machen, frei von Lob und Tadel, von Anerkennung und Abwertung.

Dann müssen wir nicht darauf warten, dass uns jemand gnädig Lob und Anerkennung ausspricht. Dann können wir uns selbst zufriedene und glückliche Momente schaffen.

Unser Traum vom Weiterkommen, vom Reichwerden, vom Expandieren beinhaltet der Beste, der Schnellste, der Klügste, der Reichste, der Größte uvm. zu sein.

Wenn Sie sich mal wieder in dem Hamsterrad des täglichen Strebens befinden, überlegen Sie, ob Ihnen das alles wirklich so wichtig ist?

Vielleicht ist Ihnen ein selbstbestimmtes Leben wichtiger und macht Sie letztendlich zufrieden und glücklich. Vielleicht finden Sie aber auch ein Unternehmen, das versucht seine Mitarbeiter zu motivieren und auf seinem Weg zum Ziel nicht zu manipulieren und zu unterdrücken, sondern mitzunehmen und einzubinden.

Die Suche danach lohnt sich auf jeden Fall. Ich wünsche Ihnen viel Glück.

Zur Persönlichkeit reifen – eine reife Persönlichkeit

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„Reifen“ ist ein in unserer Zeit negativ besetztes Wort. Wer will heute noch reifen? Das hört sich so nach überreif und vergammelt an, nach alt und zum Wegwerfen. Nein danke, heute wollen alle frisch und knackig sein. Wahrscheinlich gibt es deswegen so viele Menschen, die in der Kindheit oder Pubertät hängen geblieben sind.

Heute werden die besten Jahre mit der Zeit der Jugend gleich gesetzt. Dabei ist der Mensch das einzigartige Lebewesen, das manchmal ein ganzes Leben braucht um zur vollen Reife zu gelangen. Und wie gesagt, manche erreichen diese nie.

Es ist also ein langer Weg bis zur persönlichen Reife, ein Prozess, der über viele Jahrzehnte laufen kann und vielleicht nie ein Ende findet.

Wie fühlt es sich an „reif“ zu sein?

  • Sie haben langfristige Ziele in Ihrem Leben, die Sie nicht aus den Augen verlieren.
  • Sie bewältigen auch schwierige Situationen, weil Sie Ihr Verständnis von Würde und Selbstwert verwirklichen wollen.
  • Ihre Ziele dienen nicht nur Ihnen sondern auch anderen Menschen.
  • Sie begegnen anderen mit Respekt und werden respektvoll behandelt.
  • Sie brauchen keine Anerkennung von außen.
  • Kritik sehen Sie als wichtiges Mittel um die eigene Persönlichkeit zu schärfen, aber es wirft Sie nicht aus der Bahn.
  • Sie fühlen sich frei in Ihren Entscheidungen und lassen nicht zu, dass Sie manipuliert werden.
  • Sie kennen und verstehen Ihre Gefühle.
  • Sie wissen, wo Sie hingehören, zu wem Sie gehören und wo Sie hin wollen.
  • Sie haben einen gewissen Grad von innerer Weisheit erreicht.

Hört sich gut an, oder? Bedenken Sie, dass Sie diesen Zustand der Reife anstreben und vielleicht nie vollständig erreichen. Das macht aber gar nichts. Allein der Wille und die Anstrengung zählen.

Haben Sie die Reife oder eine Vorstufe davon erreicht, dann können Sie sich glücklich schätzen, denn Sie haben die alleinige Entscheidungsgewalt über Ihr Leben erreicht. Sie sind nicht länger Opfer irgendwelcher Situationen oder Menschen.

Glauben Sie nicht, dass Reife mit Langeweile und Endergebnis zu tun hat. Nein, vielmehr begeben Sie sich auf den interessanten, aufregenden Weg zu Ihrer Lebens-Vision. Visionen sind nicht irreale oder kranke Ergebnisse Ihres Gehirns (wie einst Helmut Schmidt unser Alt-Bundeskanzler gesagt hat: Wer eine Vision hat, soll zum Arzt gehen.), sondern die Inspiration und Motivation, die Quelle unserer Kraft und Erfüllung.

Setzen Sie sich hin und formulieren Sie Ihre ganz persönliche Vision zu Ihrem Leben. Setzen Sie sich Ziele, die Ihnen Erfüllung und Zufriedenheit bringen. Machen Sie Menschen ausfindig, die Sie auf diesem Weg begleiten oder weiterbringen können. Vielleicht finden Sie auch Menschen, die bereits mit Erfolg ähnliche Wege beschritten haben und die Sie anleiten und beraten können.

Lassen Sie einfach zu, was mit Ihnen geschieht und erfreuen Sie sich jeden Tag über Ihr persönliches Wachstum und Ihr zunehmendes Potenzial.

Stärke zeigen

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Kennen Sie Ihre persönlichen Stärken?
Haben Sie ein starkes Selbstvertrauen, eine hohe Selbstachtung?
Können Sie auf Andere Einfluss nehmen?
Besitzen Sie die Fähigkeiten, Hindernisse zu überwinden, Lösungen in die Tat umzusetzen, Andere mitzureißen?
Haben Sie ein fundiertes Grundvertrauen und eine optimistische, lebensbejahende Haltung zu Ihrem Leben?

Wenn Sie bis hierin alle Fragen mit Ja beantwortet haben, dann kann ich Ihnen nur gratulieren und Sie können das Lesen des Artikels beenden.

Meist existiert jedoch die eine oder andere kleine Schwäche.

Oft glauben wir, dass die mächtigen Menschen dieser Welt mit einem herausragenden Selbstbewusstsein und einer charismatischen Ausstrahlung schon geboren wurden.
Während wir „Normalos“ uns vielen Situationen des Lebens ohnmächtig ausgeliefert fühlen.

Oft lernen wir schon von Kindheit an uns angepasst zu verhalten, damit wir Mutti und Vati gefallen, damit wir keinen Ärger in der Schule oder später auf der Arbeit bekommen. Als Jugendlicher wollen wir uns in eine Gemeinschaft einpassen, mit ihr identifizieren. Nur in unserer Clique bekommen wir Halt, fühlen wir uns wohl und bringen das durch ähnliches Aussehen, ähnliches Verhalten und gleiche Meinungsäußerungen zum Ausdruck. Das setzt sich irgendwann in einer Vereins- oder Parteizugehörigkeit fort.

Als Ehefrau beugen sich viele dem Willen des Haushaltvorstandes und akzeptieren die Entscheidungen und Ansichten, ohne eine eigene Meinung zu vertreten.

All das hat zur Folge, dass wir uns mit faulen Kompromissen begnügen, unser Selbstwertgefühl angeknabbert wird und wir nur noch geringe Erwartungen und Forderungen an uns selbst stellen.

Manchmal versuchen Menschen diesen abwärts gerichteten Prozess mit materiellen Gütern und gesellschaftlichen Status zu kompensieren. Aber das Gefühl der Ohnmacht, der Fremdsteuerung werden sie damit nicht los. Ihre vermeintliche Kraft wendet sich nur auf das Äußerliche, während im Inneren sich die Trennung von Ihrer inneren Kraft weiter vollzieht.

Nehmen Sie Ihre Stärke selbst in die Hand!

  • Lernen Sie, Ihre eigene Meinung zu erkennen und stehen Sie für diese ein.
  • Nehmen Sie die kleinen Dinge des Alltags, die Sie vor sich herschieben, in Angriff und freuen Sie sich an den kleinen Erfolgen. Nehmen Sie diese Erfolgserlebnisse mit allen Sinnen auf, feiern Sie sie und erfreuen Sie sich daran.
  • Nehme Sie von der Vorstellung Abschied, dass Bescheidenheit im Sinne von Selbstverleugnung Ihrer Stärken eine Tugend ist. Stecken Sie nicht immer wieder für andere zurück.
  • Fragen Sie sich bei jeder vermeintlichen Bedrohung, ob es sich nicht eher um eine herausfordernde Chance handelt, sich selbst und der Welt zu beweisen, dass Sie das „in den Griff“ bekommen.

Ein positiver Rückkopplungsmechanismus wird in Gang gesetzt:

kleiner Erfolg – mehr Selbstwert
größere Herausforderung – größerer Selbstwert

Es folgen Zufriedenheit, Selbstvertrauen und Stärke.

Mit dem ganzen Gehirn – ganzheitlich denken

Steintor

Intuition, Gefühle, Verstand und Instinkt sind Bestandteile unseres Denkens und Verhaltens. Wenn ein Teil überwiegt, verhalten wir uns entweder esoterisch abgehoben, Himmel hoch jauchzend zu Tode betrübt, analytisch oder triebhaft.

Zufriedenheit, Glück und gesundes Wohlbefinden finden wir jedoch eher in einem ausgewogenen Zustand.

Wie sähe es denn aus, wenn wir nur aus Intuition, Gefühl, Verstand und Instinkt bestünden?

Würden wir uns nur auf die Intuition verlassen, würden wir allein unseren Ahnungen folgen, wären wir Risiken, Ängsten aber auch Wunschdenken ohne den Schutz unseres rationalen Verstandes ausgesetzt.

Wenn wir die Gefühlswelt in den Vordergrund stellen, wären wir immerzu traurig oder freudig erregt, ohne zu wissen, was der Auslöser ist.

Der Verstand allein eingesetzt würde unsere Welt in eine kalte, berechnende Welt verwandeln.

Gäben wir nur unseren Instinkten nach, wären wir oft auf der Flucht oder würden sinnlos kämpfen.

Warum beschleicht mich eigentlich gerade das Gefühl, dass ich unsere heutige Welt beschreibe?

Ganzheitlich denken, also Intuition, Gefühle, Verstand und Instinkt bewusst zulassen, könnte dann vielleicht in eine Welt der gegenseitigen Fürsorge, Liebe und ohne Krieg führen?

Ich weiß es nicht und ich will auch kein Weltverbesserer sein oder werden.

Trotzdem möchte ich in Ihrem eigenen Interesse dazu aufrufen, die Welt mit allen uns zur Verfügung stehenden Regungen unseres Denkens zu betrachten und zu beleben.

Die Welt besteht nicht nur aus Fortpflanzung oder Erhaltung der Art und nicht nur aus Selbstverwirklichung und Glück des Individuums.

Viele haben das schon erkannt und leben danach. Sonst gäbe es keine Krankenhäuser, keine Einrichtungen für Bedürftige oder Behinderte, keine Tafeln oder keine Vereine, die bei Katastrophen helfen.

Die meisten sind zu der Erkenntnis gekommen, dass jedes Menschenleben bewahrt werden sollte, egal welcher Rasse, Geschlechts, Religion, Nationalität. Viele akzeptieren, dass es auch Lebensformen ohne Fortpflanzung gibt wie kinderlose Ehepaare, gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Allein-Lebende.

Wenn wir uns in die Lage versetzen könnten alle unsere Empfindungen zu vernetzen und auszuweiten, würden wir, die Gesellschaft und die Welt wahrscheinlich einen Quantensprung der Entwicklung vollziehen.

Seien Sie

  • großherzig
  • mitfühlend
  • „wir“-denkend und nicht „ich“-bezogen
  • ethisch handelnd
  • friedliebend
  • Konflikt lösend
  • freundschaftlich gegenüber allem Andersartigen

Sie werden sehen, Ihr Leben bekommt mehr Sinn und Bedeutung und Sie werden neue Erfahrungen machen, die Ihr Leben bereichern.

Holzhammer-Narkose und das glückliche Erwachen

kurvige Straße

Heute möchte ich Ihnen Mut machen, Schädliches hinter sich zu lassen, Neues zu beginnen und die Durststrecke dazwischen als persönlichen Erfolg zu gestalten.

Dazu erzähle ich Ihnen meine ganz persönliche Geschichte. Viele meiner Leser sind in einer ähnlichen Situation wie ich sie vor Jahren erfahren und hinter mich gebracht habe.

Nach einer Gehaltsdurchsprache für meine Mitarbeiter schwante mir, dass mich die „Firmen-Philosophie“ auch bald einholen würde. Gehaltsdurchsprachen fanden im Kreis der Abteilungsleiter des Geschäftsbereiches und der zuständigen Personalabteilung statt. Einem 49-jährigen Mitarbeiter, den ich sehr schätzte, wollte ich eine pekuniäre Anerkennung zukommen lassen. Dieses „Ansinnen“ wurde vehement abgewiesen, mit dem Zusatz: „Der ist doch schon so alt. Da gibt es keine Gehaltserhöhungen mehr. Wir müssen die Jungen fördern.“

Wenn ich die Gesetzesänderungen für den Eintritt ins Rentenalter recht interpretiere, dann müsste dieser alte Herr noch etwa 15 bis 17 Jahre arbeiten… ohne Gehaltserhöhung…

Es kam in den Folgejahren noch schlimmer. Systematisch wurden die Älteren auf Aufgaben gesetzt, die nicht ihrer Qualifikation entsprachen.

Obwohl vorgewarnt traf mich die Umgestaltung meines Aufgabenprofils dann doch wie ein Vorschlaghammer.

Ich gab mir redlich Mühe, gute Miene zu diesem Spiel zu machen. Ich hatte keine große Verantwortung mehr und Aufgaben, die mich nicht sehr forderten. Irgendwann sagte mein Körper mir aber, wenn du es nicht mit deinem Geist erfasst, werde ich dir mal zeigen, dass es so nicht weiter geht.

Zunächst hatte ich zwei Unfälle im Winter auf schneeglatten Bürgersteigen, bei denen jedes Mal der rechte Fuß verletzt wurde. Dumm nur, dass mein linker Fuß auf einmal gefühllos wurde. Was nicht auf einer Röntgenaufnahme oder MRT zu sehen ist, existiert auch nicht. Basta!

Im Sommer, ich hatte gerade Urlaub, schlug dann mein Körper richtig Alarm. Ich erwachte eines Morgens, wollte ins Badezimmer und konnte nicht mehr gerade aus gehen. Alles bog sich unter meinen Blicken. Die Fliesenreihen liefen in der Nähe aufeinander zu und in der Ferne strebten sie auseinander. In meinen Ohren waren alle Geräusche so merkwürdig metallisch, meine Finger taub und über meinen Bauch lief ein Schwarm Ameisen (so fühlte es sich zumindest an). Ich bekam Angst, rief meine Schwester aus dem Nachbarhaus und erschrak ganz fürchterlich, als meine Lippen die Worte nur noch schwer formen konnten und mein Gehirn, die Worte nicht mehr frei geben wollte.

Meine lange Odyssee durch eine Vielzahl von Arzt-Praxen begann. Aber mehr als zu hoher Blutdruck, erhöhte Blutzucker-, Cholesterin- und Harnsäure-Werte kamen dabei nicht raus.

Also war ich ein Hypochonder!?
Heute weiß ich, dass die Ursache … nein kein Burn out… sondern ein Bore out war.

Nicht nur Überforderung macht krank sondern auch Unterforderung.

Dazu kam die unangenehme Atmosphäre einer mobbenden Chefin und die duckenden Kollegen.

Ich hatte großes Glück! Da meine Firma gerade Personal abbauen musste, wurden händeringend Freiwillige gesucht. Die Überlegung das Angebot anzunehmen war sehr schnell abgeschlossen.

Die Idee, wie mein Leben weiter gehen sollte, war schon sehr lange in meinem Kopf. Auf keinen Fall wollte ich wieder in ein abhängiges Angestellten-Verhältnis. Mein Traum war und ist die Selbstständigkeit.

Gut, es hat noch ein paar Schleifen gebraucht, bevor ich da angekommen bin, wo ich mich heute mit großer Zufriedenheit befinde.

Ich war 53 Jahre alt, als ich den Schritt in ein neues Leben wagte. Ich habe heute nicht mehr die Sicherheit eines regelmäßigen Einkommens und ich habe weniger zur Verfügung als vorher.

Der Weg war von Irrtümern begleitet. So wollte ich zu Beginn eine Unternehmensberatung gründen und stellte schnell fest, dass ich bei den gleichen unschönen Themen und Unfreiheiten landen würde wie zuvor, nur der Druck wäre wahrscheinlich noch größer geworden.

Ich habe mich dann erst mal meinem Hobby Feng Shui gewidmet und eine fundierte Ausbildung gemacht. Danach war mir klar, Beratung ist mein Anliegen. Da war die Ausbildung zum Personal und weiter zum Business Coach nicht mehr weit. Bei einem Coach-Symposium lernte ich den für Coaching verantwortlichen Personaler eines großen Autoherstellers kennen, der mir spontan die Betreuung der Führungskräfte in Indonesien anbot. Wieder habe ich tief durchgeatmet und nein gesagt. Ich wollte nicht wieder in das Hamsterrad einer großen, internationalen Firma geraten.

Nun berate ich seit 2008 in meiner Holistischen Beratung Birgitt Jendrosch Menschen in Veränderungssituationen in einer Art Hilfe zur Selbsthilfe. Ich zeige ihnen, wie sie selbst anderen Menschen helfen können und erschließe ihnen die Welt der chinesischen Lebens-Philosophie.

Meine Methoden habe ich immer weiter verfeinert und ausgebaut. Ich habe das Handwerk der Hypnose erlernt, habe kinesiologische Weiterbildungen abgeschlossen und die chinesische Geomantie-Lehre um europäische, schamanische Elemente erweitert.

Der Weg war steinig und gewunden. Manchmal sind die Zeiten mager. Trotzdem würde ich es immer wieder so machen. Die Zufriedenheit, die mir mein Beruf oder besser meine Berufung heute gibt, ist mit nichts aufzuwiegen. Zufriedenheit führt zu Gelassenheit und stärkt die Gesundheit. Ich würde mich heute als glücklichen Menschen bezeichnen.

Liebe Leser, die sich in der kurzen Beschreibung wiedererkennen (wenn auch nur in Teilen), gebt nicht auf und zögert nicht. Es geht immer etwas besser. Und wenn Sie sich den Schritt nicht in Vollzeit trauen, weil Ihre Finanzen das nicht zulassen, dann schaufelt wenigstens einen Teil Eures Lebens frei, der Euch glücklich und zufrieden macht.

Falls Sie Hilfe und Unterstützung brauchen, Anruf genügt!
Oder wenden Sie sich an einen Coach Ihres Vertrauens.

Und fangen Sie an, mutig neue Wege zu gehen.

Geben Sie sich Raum

Zen-GartenWenn Sie ein Zimmer betreten, nehmen Sie sofort auf, was sich in ihm befindet: Möbel, Bilder, Menschen.

Gehen Sie durch die Stadt, nehmen Sie um sich herum die Gebäude wahr, die Straße mit ihren Autos und die Menschen, die von einem Ort zum anderen eilen.

Betrachten Sie eine Landschaft, dann sehen Sie Hügel, Flüsschen, Seen, Bäume, Wiesen und vielleicht Tiere auf einer Weide. Sie sehen Ortschaften mit Häusern und Straßen.

Aber haben Sie auch schon einmal gesehen, dass um alles herum auch RAUM zu sehen ist? Zwischen all den Gegenständen und Objekten befindet sich etwas, das wir manchmal freien Raum oder Luft nennen.

Was wären die Gegenstände ohne diesen freien Raum?

Vielleicht kommen Ihnen da Bilder eines Messie-Haushaltes ins Gedächtnis, die Sie in einer Zeitung oder in den beliebten Einrichtungssendungen im TV gesehen haben. Da ist wirklich kaum Raum zwischen dem Angehäuften vorhanden.

Ich möchte Sie heute dazu ermutigen, Ihre Achtsamkeit genau auf diesen Raum zwischen Gegenständen zu richten. Also, wenn Sie sich im Zimmer umschauen, achten Sie bewusst auf den freien Raum zwischen den Möbelstücken.

Wenn Sie Ihren Geist auf diese Leere lenken, werden Sie bemerken wie beruhigend dies auf Sie wirken wird.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die Gegenstände in einem Raum etwas mit besitzen zu tun haben. Und was wir besitzen, also unser Eigentum, wollen wir behalten und beschützen. Wir haben unterschwellig Angst es zu verlieren oder wie können Sie sich sonst die Hausrat-Versicherungen erklären? Diese unbewusste Angst erzeugt Unruhe.

Zur Ruhe können wir nur kommen, wenn wir unseren Blick weg vom Besitz wenden.

Freiraum brauchen wir auch in unseren Gedanken und Gefühlen. Wie Sie sich auf den freien Raum in einem Zimmer fokussieren können, so können Sie das auch mit Ihren Gedanken versuchen. Nehmen Sie wahr, dass sich nicht Gedanke an Gedanke reiht, sondern dass zwischen zwei Gedanken ein freier Raum liegt.

Versuchen Sie Ihre Achtsamkeit auf diesen Raum zwischen Ihren Gedanken zu lenken und Sie werden auch hier Ruhe und Zufriedenheit finden.

Für alle Feng-Shui-Begeisterten empfehle ich ebenfalls:
Lassen Sie einen Raum nicht ausschließlich über die Gegenstände darin auf sich wirken, sondern konzentrieren Sie sich bewusst auf den leeren Raum und hören Sie zu, was dieser Ihnen sagen will.

Laotse sagt (Tao te King, Nr.11):

Dreißig Speichen umgeben eine Nabe:
in ihrem Nichts besteht des Wagens Werk.
Man höhlet Ton und bildet ihn zu Töpfen:
in ihrem Nichts besteht der Töpfe Werk.
Man gräbt Türen und Fenster, damit die Kammer werde:
in ihrem Nichts besteht der Kammer Werk.

Darum: was ist, dient dem Besitzt.
Was nicht ist, dient dem Werk

Lassen Sie sich nicht von Inhalten ablenken und täuschen.
Lassen Sie Ihrem Geist Raum.

Aufenthalt in der Zwischenwelt

Tao te King 42

Was passiert nach dem eigenen Tod?
Beim letzten Mal haben wir Frau B. bei ihrer Rückführung zu ihrem eigenen Tod begleiten.

Ich bat Frau B. in der Zeit ein wenig vorwärts zu schreiten und mir nun zu schildern, was sie sieht, wie sie sich fühlt, was mit ihr passiert.

Frau B. wurde ganz ruhig, sie redete auch etwas langsamer und schwerfällig. Sie schilderte, dass sie sich nun auf einer anderen Welt befände, die ganz anders schwinge als unsere derzeitige. Sie redete von Ruhe, Beschaulichkeit, vollkommenem Frieden. Wenn sie sich umschaut, dann sähe sie eine kristallene Umwelt. Alles wäre hart und unbeweglich. Auch andere Wesen seien auf dieser Welt. Aber jeder sei für sich, um wieder zu sich selbst zu finden, wieder „ganz“ zu werden. Solch eine Zufriedenheit und Ruhe hätte sie noch nie bisher erfahren. Keine Hektik, kein Streit, kein Hass, keine Feindschaft. Alles wäre miteinander verbunden und doch für sich.

Ich fragte Sie nach dem Sinn, warum sie sich in dieser Zwischenwelt befände.

Ihre Antwort kam bedächtig aber mit Vehemenz gesprochen:
Sie tanke hier die Energie auf, die sie für ein weiteres Leben bräuchte. Ihr war wichtig, mir mitzuteilen, dass sie sich gar nicht auf einer anderen Welt befände, sondern eher in einer Parallel-Welt, in der Zeit und Raum keine Bedeutung hat, wie in der, aus der sie kam.

Meine Frage, ob sie selbst entscheiden könnte, wo und bei wem sie wiedergeboren würde, wollte sie nicht beantworten. Sie sagte, es müsse reichen, dass sie es wisse, dass sie wiedergeboren würde und ihren Auftrag kenne.

Frau B. wurde in Dänemark im 18. Jahrhundert wiedergeboren. Sie hatte fürsorgliche und liebende Eltern. Allerdings wiederholte sie immer wieder: „Wie hässlich die sind…“

Sie dürfen mir aber glauben, dass dies keine Auswirkungen auf ein zufriedenes, glückliches Kinderleben hatte.  

Ziehen wir eine kurze Bilanz:
Auch nach vielen Rückführungen bleiben für mich viele Geheimnisse übrig. Und doch bin ich zu einigen Erkenntnissen gelangt, die ich gern mit Worten aus dem Tao te King beantworten möchte:

Nr. 72:
„Das Nichtwissende wissen
ist das Höchste.
Nicht wissen, was Wissen ist,
ist ein Leiden. …“

Nr. 33:
„… Wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt.“

18.Dezember

Weihnachtsbilder 007

Ruhige, beschauliche Vorweihnachtszeit? oder hektische Suche nach Geschenken, dem perfekten Weihnachtsschmuck, Eile von einer Adventsfeier zur nächsten?

Und dann … endlich … die ersehnte Ruhe! Nur wie geht das mit dem sofortigen Abschalten? Kommt dann auf einmal die Stille, die man eigentlich nicht erträgt?

Schon Goethe sagte: „Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen.“

Ich bin froh und dankbar dafür, dass ich schon lange aus dem Karussell des Weihnachtsstresses ausgestiegen bin. So bin ich heute in der Lage wieder die ruhige Zeit, in der sich alles in sich zurückzieht, Mensch, Tier und Natur,
zu genießen und auch zur Ruhe zu kommen.
Dies wünsche ich von ganzem Herzen allen Lesern!

Zufällig stieß ich auf folgendes, nachdenkliche Gedicht. Vielleicht führt es zu neuen Erkenntnissen.

Dezember  – kritisch gesehen
von Angelika Blaschke

Manchmal wünsche ich mir nur,
man könnte diesen Monat streichen!
Den dann würde auch – vielleicht -,
alle Hektik von uns weichen.

Jeder möchte – auf die Schnelle –
seine Gaben noch besorgen.
Keiner sagt, es hat noch Zeit,
ich verschiebe es auf morgen.

Nichts von der Beschaulichkeit,
die man im Advent sich wünscht,
existiert in Wirklichkeit.

Selbst die Kinder, große, kleine,
wird man selten staunen sehen.
Viele Gaben, nicht nur kleine,
sollen unter’m Christbaum stehen.

Denkt auch an die Armen, Kranken,
überall auf dieser Welt!
So erinnern uns die Banken:
Spendet, spendet ganz viel Geld!

Man kann auch mit kleinen Dingen
vielen Menschen Freude bringen.
Mancher Gabentisch bleibt leer.

Ich wünsche nur Gesundheit,
Zufriedenheit und – Ruhe !
Ach, wenn doch endlich Weihnacht‘ wär.

 

Advent: Dankbarkeit oder Konsumterror?

Gerade in der Vorweihnachtszeit fällt es mir besonders auf:
Die Welt macht uns zu undankbaren, unzufriedenen Wesen, die ständig nach Dingen schielen, die sie noch nicht haben, aber dringend haben wollen.

Die Werbung weckt Bedürfnisse in uns, von denen wir bisher keine Kenntnis hatten, nach denen wir uns nun aber geradezu verzehren.

Wenn wir das Ersehnte dann in den Händen halten, dauert es nicht lange und wir brauchen etwas Neues, das wiederum unsere Sehnsucht nährt. Wenn wir von all den ersehnten, bald verachteten Dingen „ zugemüllt“ sind, haben wir den Blick für die wundervollen Dinge, die uns umgeben verloren.

Kein Konsumgut kann uns zu nachhaltiger Zufriedenheit und Wohlbehagen führen.

Wir erhöhen ständig die Geschwindigkeit in unserem Alltag. Wir arbeiten schneller, wir reden schneller, wir gehen schneller, wir lesen schneller, wir essen schneller. Wir hetzen von einem Ereignis zum nächsten, aber wohin?

Wir sind gierig auf die Zukunft und was wir dort alles realisieren möchten.

Aber leben tun wir Heute, im Hier und Jetzt!

Der permanente Überfluss verbaut uns die Sicht auf unser wirkliches Leben. Das ja meist doch nicht so schlecht ist. Wir gehören eher zu den Menschen auf der Erde, die nicht um ihre Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken und ein Dach über dem Kopf kämpfen müssen. Doch mehr als vier Fünftel der Weltbevölkerung geht es nicht so gut wie uns.

Die Welt des Überflusses, in der wir leben, vernebelt unser Mitgefühl für den Rest der Welt. Sie bestärkt uns darin, dass wir uns nur um uns selbst zu kümmern brauchen.

Gibt es denn ein Leben jenseits von Shopping, Prestige-Objekten, Arbeit und Gewinn?

Es ist an der Zeit wieder zu lernen die schönen Dinge des Lebens zu sehen, unsere Kraftquellen wieder zu entdecken: Eigenschaften wie Dankbarkeit, Großzügigkeit und gegenseitige Verbundenheit.

Dankbarkeit für unser Leben und alles, was uns umgibt, eröffnet uns einen einfachen, vielleicht überraschenden Weg zur Zufriedenheit.

Die Adventszeit ist eine gute Zeit, dankbar zu sein und zu sagen: Genug ist genug.

Für alle, die ein wenig aus der Übung sind, dankbar zu sein und die schönen Dinge des Tages zu erkennen, werde ich hier einen besonderen Adventskalender für eine beschauliche Adventszeit anbieten.

Jeden Tag, vom 1. bis zum 24. Dezember, können Sie meine persönlichen Momente der Dankbarkeit nachlesen.