Weihnachtskekse

Gestern habe ich noch einmal gebacken. In den ersten Keksdosen ist schon der Boden zu sehen …

Dieses Jahr haben wir mal auf den echten Dresdner Christstollen und Mohnstriezel verzichtet und haben uns selbst an die Arbeit gemacht. Meine Schwester hat zwei verschiedene Sorten Haferplätzchen und die von mir gewünschten Eierplätzchen gebacken. Ich habe Schoko-Nuss-Häufchen und, weil davon 4 Eiweiß übrig waren, Baiser gebacken.

Nun lasse ich euch (zumindest optisch) an meinen Walnusskeksen und Zimttalern teilhaben.

Ganz ehrlich, früher hat mir Weihnachtskekse backen und essen mehr Spaß gemacht. Ich habe dann den Teig mit Hingabe ausgerollt und die Plätzchen ausgestochen (und natürlich schon den Teig probiert). Wenn die ersten Plätzchen gebacken aus dem Ofen kamen, konnte ich es kaum erwarten, sie zu probieren. Am meisten habe ich die Plätzchen geliebt, die meine Mutter Brandenburger nannte. Sie waren ordentlich braun gebrannt und sind nach heutiger Erkenntnis „ungesund“. Wie schön war es, wie wir noch Ungesundes ohne schlechtes Gewissen essen durften (auch weil wir ansonsten nur gesund gelebt haben).

Wir haben ganz bewusst auf alte Rezepte zurückgegriffen, denn die neumodische Art mit hundert (na ja, ein bisschen übertrieben) verschiedenen Zutaten schmeckt mir nicht. Ich möchte gern am Geschmack auch den Inhalt erkennen können.

Die Kekse meiner Kindheit waren Mürbeteigplätzchen, Spritzgebäck, Kokosmakronen. Von meiner Tante Lisa kam immer ein Paket mit Zuckerplätzchen an. Von meiner Tante Ilse habe ich besonders den Heidesand geliebt.

Ich hoffe, ich habe euch jetzt den Mund wässerig gemacht und ihr schaut mal nach, was ihr noch backen könntet.

3 Gedanken zu “Weihnachtskekse

  1. Ich lese zwar auch alle neuen Rezepte. dabei graust es mir immer. wieviel wohl von den verschiedenen Zutaten übrig bleiben müssen. Die alten Rezepte sind lecker, ohne viele überflüssige Sachen. Selbst die Haferflockenplätzchen, die am Anfang wie „nach dem Krieg“ schmeckten, nach der Ruhezeit von ein paar Tagen waren sie lecker. Ich frag mich sowieso, ob wirklich noch richtig selber gebacken wird, es gibt doch die Teige vorbereitet zu kaufen. Ob sie schmecken, kann ich nicht beurteilen. Heute darf man den rohen Teig auch nicht mehr schlecken, da die meisten Eier Salmonellen verseucht sind. Und gerade das hat uns Kindern so viel Freude bereitet.

  2. Hallo Birgitt, auch ich habe dieses Jahr nach langem Zögern doch wieder selbst gebacken. Mir hat einfach diese Mischung aus süßem Duft und Reinigern in der Wohnung gefehlt. Es gibt Butterplätzchen, Spritzgebäck, Zimtkekse, Nussecken, eine neue Sorte Kokosplätzchen und die berühmt berüchtigten Rumkugeln. ..und ich habe in einer gerade sehr stressigen Zeit festgestellt, wie viel Ruhe mir das Backen gebracht hat.
    Ich wünsche Euch ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr

    • Liebe Gerhilde,
      es stimmt, wenn es hektisch wird, dann hilft mir immer Kochen um wieder „normal“ zu werden. Und Backen funktioniert auf die gleiche Art und Weise. Man konzentriert sich auf die Zutaten und wie sie miteinander verwurstelt werden müssen. Dabei werden Stress uns Sorgen einfach ausgeblendet.
      An deine Rumkugeln habe ich eine gute Erinnerung!
      Ich wünsche euch auch ein paar ruhige, besinnliche Tage unterm Weihnachtsbaum und ein zufriedenes neues Jahr.

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