Die Werkstatt des Weihnachtmanns

Kurz vor dem Heiligen Abend, fand ich oft verräterische Spuren. Ich bekam z.B. jedes Jahr für meine Puppen neue Kleider. Und da lag auf einem Mal ein Stoffschnipsel auf dem Flur. Oder aus dem versperrten Zimmer, in das ich nicht gehen durfte, konnte ich Klopfgeräusche oder Rumpeln hören.

Wenn ich meine Mutti fragte, dann sagte sie: Weißt du, in dem Zimmer arbeitet der Weihnachtsmann an den Geschenken. Dass du mir nicht durch das Schlüsselloch guckst! Und stör ihn nicht!

Zeigte ich ihr den Stoffschnipsel, sah sie sich diesen ganz erstaunt an und sagte: Den haben sicherlich die Englein, die dem Weihnachtsmann helfen, verloren.

Und ich wurde immer aufgeregter und hätte so gern doch mal durchs Schlüsselloch geschaut. Getraut habe ich mich allerdings nicht.

Oben seht ihr meine Puppe Uschi mit einem Kleid, das meine Mutti genäht hat. Ihr könnt daran sehen, mit wie viel Liebe und Details sie das Puppenkleid ausgestattet hat. Heute bin ich mir sicher, dass sie eines von den Engeln war.

An diesem Tag schicke ich einen lieben Gruß in den Himmel und sage Danke für die wundervolle Geschichte über die Werkstatt des Weihnachtsmanns.

2 Gedanken zu “Die Werkstatt des Weihnachtmanns

  1. Unsere Mama war wirklich eine gute Geschichtenerzählerin für uns Kinder. Meine Puppen hat sie auch so wunderschön eingekleidet. Die Puppen Julia und Johanna bekamen kunstvolle Häubchen, man sieht mit wieviel Liebe und Geduld alles angefertigt wurde. Ich denke, heute ist Mutti im Himmel in der Schneiderwerkstatt eingesetzt, damit sie für alle Engelchen Gewänder herstellt. Dabei wird sie ganz bestimmt viele Geschichten erzählen.

    • … und viel Spitze, Rüschen und glänzende Knöpfe verarbeiten … und den Backofen rot glühend anheizen, damit das Kekse backen der Engelchen auch auf der Erde richtig gesehen wird …
      Ach, liebe Mutti, mir fiele noch so viel ein!

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