Wir lieben dich!

Liebes Tantchen,

schon wieder ist ein Jahr vorüber und du hast heute Geburtstag. Wir wünschen dir alles Liebe und Gute.

Ich weiß, dein Jahr begann nicht gut. Deine geliebte Mimi hat uns am 9. Januar verlassen. Ich vermisse meine Schwester auch soooo sehr. Weil ich so viel geweint habe, haben du und Frauchen beschlossen, dass wir zwei junge Rabauken in unser Rudel holen. Im August war es so weit. Ich fühle mich jetzt nicht mehr so verlassen. Nein, sie ersetzen Mimi nicht, aber sie bringen wieder Jubel und Trubel in unser vorher beschauliches Leben. Das genieße ich und du und Frauchen.

Katie und Justi müssen noch viel lernen. Aber eins, das können sie schon perfekt.

LIEBHABEN

Heute werden wir besonders lieb zu dir sein. Keinen Unfug, kein Geraufe … na ja, vielleicht werden die beiden das ab und zu vergessen und auf mich hören sie auch nicht immer. Aber wir werden uns Mühe geben.

Leider ist unser Körbchen schon zu dritt ziemlich voll. Deswegen schlagen wir vor, das Knuddeln und Kuscheln auf das Sofa zu verlegen. Oh, das wird sicher ein schönes Geburtstagsgeschenk.

In Liebe dein Rudel Vicki, Katie, Justi (via Frauchen Birgitt)

Weihnachten allein zu Haus

Frauchen hat vorhin vorgelesen, dass die englische Königin auf Besuch aus der Verwandtschaft wie letztes Jahr verzichtet. Obwohl sie bereits drei Mal geimpft ist, vermeidet sie das Risiko, das Zusammenkommen nun mal in sich birgt.

Ich finde das sehr vernünftig und weiß doch, dass das sehr traurig ist.

Frauchen meint auch, dass wir uns glücklich schätzen können, dass Tantchen und Katie glich nebenan wohnen. Wir treffen uns jeden Tag zum Gassi gehen, zum Spielen, zum Fressen, zum Kuscheln, uvm.

An alle, die es nicht so gut getroffen haben, senden wir, Vicki, Justi und Katie, ganz doll liebe Grüße. Seid nicht traurig. Es wird schon wieder.

Und nun einen großen, nassen Schmatz von
Eurer Vicki (via Frauchen Brigitt)

Frauchen, ich will ja nicht petzen …

Frauchen, heute muss ich, die Justi, mal etwas sagen. Ist das eigentlich in Ordnung, wenn Vicki mir meinen Kauknochen stiehlt? Ich brauche den doch für meine Milchzähne, die schon wackeln, aber einfach nicht ausfallen wollen.

Frauchen??? Vielleicht hast du ja einen harten Hundekeks … Dann würde ich für Omi Vicki mit einem Zahn den ein bisschen weich kauen, damit sie auch etwas abbekommt …

In der Weihnachtszeit, so hat Vicki Katie und mir erzählt, sollte man besonders nett zueinander sein und an den anderen denken.

Ganz ehrlich, ich finde, dass sollte man immer. Ich mache immer bereitwillig Platz im Körbchen, wenn Katie oder Vicki auch hineinwollen.

Meinst du nicht, du könntest ihr jetzt den Knochen wegnehmen und mir geben??? Bitte, bitte, bitte!!!

Eure Justi (via Frauchen Birgitt)

Einkaufen für Weihnachten

Frauchen und Tantchen überlegen und machen sich Listen, was sie noch alles für Weihnachten und Neujahr brauchen.

Seit der Corona-Pandemie gehen sie nicht mehr oft einkaufen. Tantchen hat einen regionalen Bringdienst und Frauchen einen Bio-Bringdienst. Dort bestellen sie online, was wir so in der Woche brauchen. Es gibt dort nahezu alles.

Frauchen sagt, das ist wie früher bei den Eltern und Großeltern. Da gab man einmal in der Woche einen Einkaufszettel ab und dann wurde die Ware gebracht. Der Bäcker kam mit Brot, Brötchen und Teegebäck. Frauchen schwärmt heute noch von den Teestreifen. Opi brachte zu Weihnachten eine große Kiste voll Apfelsinen mit, die sie gemeinschaftlich unter Kollegen bestellt hatten.

Frauchen und Tantchen haben noch nie gern eingekauft. Mimi und ich waren dann immer ganz allein. Na gut, wir hatten uns, und solange Omi und Opi lebten, haben sie uns umsorgt. Ohne Mimi habe ich dann die Zeit allein verbracht. Aber, wenn ich die beiden wieder nach Hause kommen hörte, habe ich aus Protest ordentlich geschimpft und gejault.

Mit Justi und Katie haben sie mich noch nicht allein gelassen. Entweder sind wir mit auf Reisen gegangen, angeschnallt auf der Rückbank des Autos.

Mittlerweile genießen wir die Bringdienste. Es wird alles auf der Gartenbank abgestellt und meist holt Frauchen dann die Ware rein. Frauchen und Tantchen sagen immer, so frisch gibt es das alles im Supermarkt nicht.

Und für uns fällt immer etwas ab. Zurzeit bekommen wir jeden Nachmittag ein Tellerchen voll Skyr. Keine Ahnung, was das ist. Schmeckt aber ungeheuer gut. Manchmal versucht Katie etwas von meinem Teller zu stibitzen. Und Justi leckt mit Hingabe die Reste aus meinem Bart. Na ja, mit der Jugend soll man schon ein bisschen nachsichtig sein.

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)

Woody RIP

Heute haben wir eine traurige Nachricht bekommen. Woody, der Bruder von Mimi, ist über die Regenbogenbrücke gegangen.

Vor vielen Jahren lag mein Frauchen im Krankenhaus, weil ein Auto sie auf dem Zebrastreifen angefahren hatte. Am Morgen des 4. Dezembers lag wie jeden Morgen eine Zeitung auf ihrem Frühstückstablett. Diese Zeitung hatte aber eine Überraschung für sie. Es war ein Bild von Woody drin. Ja, Frauchen, wenn man angeschlagen ist, ist man fürchterlich rührselig. Das Bild in der Zeitung rührte sie zu Tränen und sie erzählte jedem, der es hören wollte oder nicht, dass der Bruder von unserer Mimi in der Zeitung stand.

Woody war ein wunderschöner Yorkie, auch wenn die Richter bemängelten, dass sein Fell zu hell wäre. Und er hatte eine liebe Seele. Sowas spüren wir Hündinnen ganz deutlich. Noch im Sommer hat er mit mir zärtlich geschmust. Auch, wenn er nicht mehr sehen konnte, war er immer noch ein stolzer Galan.

Ich weiß, Frauchen und Tantchen sind heute sehr traurig. Das sind solche Tage, an denen alle Verstorbenen, ob Mensch oder Tier, vor dem inneren Auge erscheinen. Sie denken bestimmt an Mimi und an Omi und an Opi …

Justi, Katie, heute müssen wir besonders lieb zu den beiden sein, schön ankuscheln und immer tief in die Augen blicken.

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)

Wintersonne

Unser Opi hätte gesagt, das ist das schönste Mützenwetter.

Das musste mir Frauchen aber erst erklären, warum das so heißt. Wenn im Winter die Sonne scheint, ist es meistens draußen bitterkalt. Wenn es sternenklar ist, weil es keine Wolken am Himmel gibt, dann kühlt es stark auf Minusgrade ab. Selbst wenn dann die Sonne scheint, zwickt der Frost den Menschen in die Ohren. Die haben da nämlich keine Haare dran, höchstens drin oder drüber. Damit sie das Wetter so richtig genießen können, brauchen sie einen Mantel, einen dicken Schal und … eine Mütze …

Also, Frauchen und Tantchen setzen uns zwar keine Mützen auf, aber einen warmen Mantel bekommen wir auch an. Schließlich sind wir verwöhnte Haushunde.

Dann macht auch bei Eis und Schnee ein Gassigehen richtig Spaß. Und hinterher kuscheln wir ganz dolle alle miteinander.

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)

Vögel im Winter

Kaum sind die Bäume kahl, dann kann man das Rotkehlchen wieder beobachten.

Vögel sind für uns Hunde etwas, was schnell hin und her springt oder sogar wegfliegt. Das weckt unseren Jagdinstinkt.

Was gibt es da zu lachen??? Natürlich sind wir Yorkies Jagdhunde. Ursprünglich sind wir für die Mäuse- und Rattenjagd gezüchtet worden. Nur weil wir klein sind, müsst ihr nicht denken, wir sind nutzlos. Na ja, heutzutage sind wir mehr zur Ermunterung und zum Liebhaben bei den Menschen.

Auf jeden Fall war meine Schwester Mimi eine engagierte Jägerin. Kaum entdeckte sie irgendwo eine Amsel, eine Meise oder andere Vögel, dann ging das Geschimpfe los. Da gab es eine besonders freche Amsel. Die hüpfte provozierend vor uns rum, kam immer näher und war durch noch so wildes Gebell nicht zu verscheuchen. Ich glaube, die wusste, dass wir durch das Insektenschutzgitter nicht raus konnten. Aber vielleicht hätte Frauchen ja mal vergessen, die Türe zu schließen … Nun jagt Mimi schon fast ein Jahr im Himmel …

Justi hat einen Jagdinstinkt wie Mimi. Justi und Katie müssen noch lernen, dass Frauchen und Tantchen die Vögel genauso gern haben wie uns und dass es überhaupt nicht hilft, wenn man versucht sie zu verbellen.

Tantchen hat sogar ein schönes Wintergedicht in ihrer Fibel. Was ihr wisst nicht, was eine Fibel ist? Eine Fibel ist ein erstes Lesebuch, mit dem die Kinder das Lesen lernen. Es gibt auch viele Bilder darin. Nun zum Gedicht.

Der Vöglein Bitte

O weh, wie ist es bitterkalt!
Helft uns in unsrer Not!
Verschneit ist draußen Feld und Wald,
wir frieren sonst noch tot.

Ihr Kinderlein, ihr habt es gut.
Wir hungern und sind arm.
Euch wärmt des Ofens rote Glut,
im Stübchen ist es warm.

Vergesst uns nicht! Der Winter flieht,
und Frühling kehret ein
Dann singen wir euch froh ein Lied
und wollen dankbar sein.

Wenn das nicht ans Herz geht? Wir haben ein kuscheliges Körbchen an der Heizung. Wenn wir besonders lieb gucken, können wir auch bei unseren Frauchen auf dem Sofa kuscheln und manchmal dürfen wir sogar in Frauchens Bett zum Schlafen. Was mir die Vögel leidtun. Da werden wir unsere Frauchen erinnern, dass die Vogelhäuschen immer gut befüllt sind.

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)

Eigener Herd ist Goldes wert

Das haben sich Tantchen und Frauchen auch gesagt und heute sind gleich zwei neue ins Haus bzw. in die Häuser geschneit.

Tantchens Herd war schon ein bisschen hilfsbedürftig. Bei der Regulierung der Temperatur musste manchmal händisch nachgesteuert werden. Und Frauchens Herd fing an zu brummen. Das war ihr einfach zu blöd. Also mussten zwei neue Herde her. Und das vor Weihnachten.

Aber Frauchen meinte lieber jetzt als zu den Feiertagen ohne Herd dastehen. Wie soll sie denn dann duftenden Weihnachtsbraten mit Knödeln und Rotkohl kochen?

Vielleicht fällt auch ein kleines Leckerli für uns ab. Manchmal gibt Frauchen oder Tantchen uns etwas vom Fisch, Huhn oder Rinderbraten ab. Unser Teil wird dann extra ohne Salz und Gewürze gekocht oder gebraten.

Na ja, heute sind die neuen Herde geliefert und angeschlossen worden. Nun muss noch der Backofen „eingebrannt“ werden, wie der nette Herr vom Service sagte.

Und dann steht dem Weihnachtsfest kochtechnisch nichts mehr im Wege. Oh, wie das dann wieder duften wird. Mir läuft jetzt schon das Wasser in Schnäuzchen zusammen.

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)

PS
Just und Katie haben vor kurzem den Nachbarn gesehen, wie er draußen bei eisigen Temperaturen auf der Terrasse stand und grillte. Sie hatten schon Angst um ihre Frauchen, dass ihnen das auch passieren wird…

Aber dann hätten wir sie alle mit ins Körbchen gelassen, zum Aufwärmen, versprochen!

Schnee, Schnee, Schnee

Der Blick heute Morgen aus Tantchens Küchenfenster offenbarte die Schneepracht. Also, ich, eine fast 15jährige Yorkshire-Terrier-Hündin, brauche das nicht. Es macht mir nur das Fell nass und verklebt mit dem Schnee, meine Gelenke schmerzen mich und ich bekomme kalte Pfötchen. Nichts für ältere Damen.

Justi und Katie dagegen hüpfen wie wild durch die Schneewehen. Gestern hat Justi es so wild getrieben, dass sie Kopfstand machte und dann auf den Rücken knallte. Mir tat es schon beim Zusehen weh. Aber, wenn man noch jugendlich fit ist, kann das vielleicht Spaß machen. Katie liebt es dafür unter jeder schneebedeckten Pflanze durchzulaufen und dabei Schneefall auszulösen. Dann sieht sie selbst wie ein Schneeflöckchen aus. Hinterher sind beide nass und kalt. Da hilft nur kuscheln bei Frauchen.

Und dann fressen die beiden Dummköpfe auch noch den Schnee. Hatte auch prompt heute Nacht Auswirkung auf die Verdauung. Mensch, das hat vielleicht gestunken… Zur Belohnung durfte Justi dann auch noch in Frauchens Bett schlafen.

Frauchen hat heute fast 2 Stunden Schnee geschaufelt. Sie hat die Einfahrt freigeschaufelt. Sonst kommen wir nicht mit den Autos raus.

Tantchen hat die letzten zwei Tage schon vor Tau und Tage im Garten geschaufelt. Damit wir 3 Mädels auch vernünftig unsere Geschäfte erledigen können. Draußen vor der Gartentür versinken wir nämlich im Schnee. Das ist bei unserer Rasse halt so. Klein aber OHO.

Übrigens dürfen wir bei dem Lied „Let it snow, let it snow“ bei Strafe nicht mitsingen. Versteht ihr das???

Eure verschneite Vicki (via Frauchen Birgitt)

Unser Weihnachtsbaum

Am Weihnachtsbaum unserer menschlichen Familie hingen und hängen immer dieselben Kugeln und Figuren. Selbst das Lametta wurde Jahr für Jahr fein säuberlich abgenommen und für das nächste Jahr aufgehoben.

Opi hatte zu einigen Anhängern sogar Geschichten auf Lager. Die werde ich nun Justi und Katie weitergeben, denn sie haben unseren Opi ja nicht mehr kennengelernt.

Da war ein Engel, der in einem Kranz aus nachgemachtem Tannengrün hing und zusätzlich waren kleine silberne Glaskugeln darin. Ein Weihnachtsmann, der einen roten Mantel mit Pelzbesatz trug. Am meisten erinnerte er sich an den mittlerweile unscheinbaren Nikolaus, der auf einer Feder stand, an der er am Weihnachtsbaum beschwingt wackelte. Opi erzählte, dass dieser Nikolaus in seiner Jugend noch geleuchtet hat. Das muss sehr beeindruckend gewesen sein.

Die kleinen und mittleren silbernen Glaskugeln stammten von den Eltern unserer Omi. Die meisten Kugeln, an die sich mein Frauchen erinnern kann, hat Omi dazu gekauft. Rote Kugeln, die in ihrem Inneren weißen Glitzer hatten. Eine davon hatte auf dem weißen Glitzer einen roten Tropfen. Dabei musste Frauchen immer an die Geschichte von Dornröschen denken. Dann gab es noch eine Trompete, die tatsächlich einen Ton erzeugte und einen Vogel, der wie der Nikolaus auf einer Feder saß und ebenfalls wippen konnte.

Frauchen sagt, wenn auf dem Baum die Kerzen brannten und das Glöckchen zur Bescherung leuchtete, dann war da immer sehr feierlich.

Ich kann mich auch noch daran erinnern. Auch, dass dann mein Menschenrudel auf eine besondere Art gemeinsam jaulten. Ach, was war das schön. Manchmal spielte Frauchen auch auf dem Klavier, manchmal sogar vierhändig mit Tantchen. Dazu haben Mimi und ich dann das Jaulen der Menschen ein bisschen nachgemacht. Es muss ziemlich gut gewesen sein, denn unsere Menschen haben sich sehr darüber gefreut.

Just, Katie, dass sollten wir schon mal gemeinsam üben. Viellicht können wir dreistimmig jaulen.

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)