Mein persönlicher Jahresrückblick 2017

„Einszweidrei, im Sauseschritt
Läuft die Zeit; wir laufen mit. „
Wilhelm Busch, Julchen

Genauso erinnere ich mich des Jahres 2017.

Geprägt war es durch sehr persönliche Ereignisse. Die herausragenden waren sicher meine Augen-Operationen. Das Sehen wurde immer beschwerlicher. In der Dunkelheit war ich nur noch unsicher, aber auch große Menschenmassen, wobei ich schon die Rush-Hour am Hauptbahnhof so empfunden habe, bewirkten ein gewisses Schwindelgefühl, sodass ich den Eindruck hatte, es nicht zu schaffen, mich durch die Ansammlung durchzuschlängeln. Farben sehen war eingeschränkt. Meine Schwester und ich zankten uns immer über ihren Mantel, von dem ich behauptete, er sei grau und sie, er sei blau (er ist übrigens blau). Selbst das Lesen meiner geliebten Bücher und die Arbeit am PC waren nicht mehr der Genuss.

Also wurde im April das erste Augen operiert und dann im Mai das zweite. Ich hatte mir allerdings gedacht, dass ich sehr schnell wieder sehen und damit arbeiten könnte. Mein Körper, respektive meine Augen, haben mich eines besseren belehrt.

Erst im August war es so weit, dass sich meine Augen so stabilisiert hatten, dass ich neue Sehstärken verschrieben bekam. Damit nicht genug, es entstand auch noch eine Entzündung im rechten Auge, so war mir das Lesen wieder verwehrt. Und ganz ehrlich, mir ist es noch nie so schwer gefallen, mich an meine neue Brille zu gewöhnen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich konnte erst im Oktober wieder beginnen zu arbeiten.

Der neuen Technik sei Dank, habe ich mich auditiv weitergebildet, Vorträge, Kongresse, etc. Und ich habe u.a. an der Psychoedukationsschulung „Psychische Störungen nach Flucht und Migration“ des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München teilgenommen.

Ganz kurze Zeit habe ich überlegt, ob ich alles hinschmeißen soll, oder ob ich nach der langen Pause mit Elan neu starte. Manchmal brauche auch ich einen Anstoß. Ich habe ein Coaching absolviert, das mich zu neuen alten Erkenntnissen gebracht hat.

Wie ihr wisst, heißt meine Beratung „Holistische Beratung“ und mein Studio hat den Namen „Studio für aktive Lebensgestaltung“. Es gibt so viele interessante Themen zum ganzheitlichen Ansatz, die wissenschaftlich fundiert sind oder gerade in Studien untersucht werden. Und genau auf meine eigenen Namensgebung und die neuesten Erkenntnisse werde ich mich weiter besinnen und aufsetzen.

Ihr könnt also nach einem Jahr der (erzwungenen) Ruhe und inneren Einkehr auf Neues von mir gespannt sein. Gebt mir noch ein bisschen Zeit und ich werde euch meinen neuen Seminar-Plan mit Terminen vorstellen.

Eine von meinen gar nicht so neuen Erkenntnissen vorab. Was oft übersehen wird, was bei vielen Themen nicht an erster Stelle steht, weil man glaubt es hat keine Bedeutung mehr, ist, dass viele Menschen in ihrer Kindheit verletzt worden sind, ungewollt ober auch mit Absicht. Der eine kann das einfach abschütteln, ein anderer nicht. Wir können nichts ungeschehen machen, wir können aber lernen, der Verletzung die Macht über uns zu nehmen. Ebenso können wir erlernen uns selbst anzunehmen, so wie wir sind. Wir können unser „inneres Spiel“ zähmen und die Spielregeln selbst vorgeben. Es ist so vieles möglich, um wieder unbelastet, frei, glücklich und erfolgreich durchs Leben zu gehen. Jeder einzelne von uns muss nur anfangen, das zu wollen.

Damit will ich nicht sagen, dass es einfach werden wird. Aber was haben wir zu verlieren? Wenn wir nicht anfangen, ändert sich nichts. Wenn wir anfangen, gibt es Veränderungen, die uns neue Türen öffnen. Nicht immer ist das Gewünschte dahinter verborgen, sondern von Zeit zu Zeit eine neue vielleicht auch beschwerliche Herausforderung.

Nehmen wir das Leben an! Lasst euch von mir unterstützen!

Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche euch allen ein wunderbares, erkenntnisreiches, friedliches, glückliches und gesundes Jahr 2018!

Eure Birgitt Jendrosch

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