Kriegsängste

Das Leben hat von einem Tag auf den anderen Erinnerungen aus meiner Kindheit heraufbeschworen. Als Kind kannte ich die Angst, die herrschte, wenn die Erwachsenen über „die Russen kommen“ redeten.

Mein Vater kam 1947 aus russischer Kriegsgefangenschaft zu seiner Familie zurück. Ich habe schon des Öfteren darüber erzählt, dass mein Vater am Heiligabend immer über seine Erlebnisse berichtete. Das war sehr gut, dass er erzählen und so seine Kriegstraumata bearbeiten konnte.

Ich kenne aber auch die Erzählungen meiner Mutter, dass sie nach seiner Rückkehr oft nachts aufwachte und meinen Vater zitternd unterm Bett fand. Was ihm bis an sein Lebensende geblieben ist, war der Tick, dass Fenster vorm Einschalten des Lichtes verdunkelt wurden und dass er in der Nacht immer wieder von Fenster zu Fenster ging, um zu kontrollieren, dass draußen nichts Auffälliges vorging. In der Zeit vor seinem Tod hat er unruhig geschlafen und geschrien. Das ging und geht vielen älteren Menschen so, weil in der Nacht wieder und wieder im Traum die Russen kamen …

Kriegserlebnisse bleiben ein Leben lang!

Als mein Vater starb, gab meine Mutter mir einen wohlgehüteten Stapel Briefe, die Korrespondenz meines Vaters mit ihr im Krieg. Darunter befand sich auch ein Brief eines Kameraden meines Vaters aus der Kriegsgefangenschaft, der als Invalide bereits 1946 nach Hause durfte. Dort ist sehr detailliert festgehalten, wie sie am 25. April (5 Tage vorm feigen Selbstmord des „glorreichen“ Führers und zwei Wochen vor der Kapitulation) bei Pillau in Ostpreußen in Gefangenschaft und in Nikolajew (heute Ukraine) ins Gefangenenlager kamen.

Mein Vater erwähnte auch die Orte Kiew und Odessa. Vielleicht waren sie auf seiner Transportroute. Er hat immer positiv über die Menschen, die die Aufsicht im Lager hatten, berichtet. Besonders erwähnte er eine russische Ärztin, die ihm, wie er es sagte, das Leben gerettet hat. Sie hatte die katastrophale Unterernährung erkannt und ihm einen Posten in der Lagerküche besorgt. Danach arbeitete er auf einer Schiffswerft.

Mein Vater wollte später unbedingt zurück an die Orte, die er offensichtlich nicht in schlechter Erinnerung hatte. Wir waren dann auch in Kiew und sind mit dem Schiff auf dem Dnepr gefahren.

Im Brief wird auch erwähnt, dass die Einwohner und die Aufseher anständig mit ihnen umgegangen sind. Schwierigkeiten machten die stramm nationalgläubigen Mitgefangenen.

Mir zerreißt es zurzeit aus vielen Gründen das Herz. Ich denke an die vielen Leiden, die gerade verursacht werden. Die ganzen Traumata, die wohl ein Leben lang die Betroffenen begleiten werden. Und manchmal kommt mir die Ärztin, die meinem Vater geholfen hat, in den Sinn. Sie hat sicher auch Kinder und Kindeskinder und wie es ihnen wohl jetzt ergeht.

Krieg vernichtet. Krieg ist sinnlos. Krieg erzeugt Leid. Und das alles auf viele Jahre.

Mein Herz ist schwer.

Ich wünsche mir, dass der Irrsinn bald ein Ende nimmt.
Eure Birgitt

Auszüge aus dem Brief:
Ihr Mann befindet sich in Nikolajew am Schwarzen Meer, es ist dort sehr warmes Klima. Ihr Mann arbeitet zur Zeit als Bauschlosser auf der Schiffswerft, von Dezember bis April war er in der Lagerküche als Koch beschäftigt. Eine Zeitlang war er in einer Zinkerei wo die Arbeit sehr schwer war, aber nur kurze Zeit denn dort hätte keiner lange aushalten können.

Die Behandlung von russischer Seite her ist zu ertragen, Nur eigene Kameraden haben uns manchmal das Leben in Gefangenschaft schwer gemacht.“

Fasten 2022 – NEIN DANKE

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber nach 2 Jahren Corona und dem Krieg in der Ukraine habe ich das Gefühl FASTEN im Sinne von VERZICHTEN, wäre falsch.

Wir haben mehr oder weniger freiwillig unseren Lebensstil den Gegebenheiten der Pandemie anpassen müssen. Viele hatten oder haben das Gefühl ihre Lebensfreude und -freiheit ist beschnitten worden. Durch den unsäglichen Krieg in unserer Nachbarschaft werden uns sicher weitere Einschränkungen auferlegt. Der graue, trübsinnige Nebel senkt sich vermehrt über den einen oder anderen von uns und einige haben die Zuversicht und die Fähigkeit, das Schöne im Leben zu sehen zumindest vorübergehend verloren.

Deswegen bin zu der Überzeugung gelangt, dass die Fastenzeit 2022 eher eine Suche nach innerem Gleichgewicht, Mitgefühl und Lebenslust sein sollte. Ich weiß selbst noch nicht, wie der Weg aussehen wird, den ich nun begehen möchte. Einen Plan gibt es nicht, eher wird er täglich, abhängig von den Ereignissen, neu ausgelotet.

Diesmal gibt es keine Anmeldung zum „etwas anderen Fasten mit Birgitt“, keine Teilnahegebühren, kein Versprechen, dass ihr täglich etwas von mir hört. Aber wenn ich etwas Schönes, Positives, Stärkendes, Mutmachendes, Motivierendes zu sagen habe, dann lasse ich euch gern teilhaben.

Ich lade euch herzlich ein, mich zu begleiten.
Eure Birgitt

Das chinesische Jahr des Wasser-Tigers 2022

Das chinesische Jahr des Tigers beginnt am 01.02.22 und endet am 21.01.2023. Es steht unter der Regentschaft des Wasser-Tigers.

Dem Tiger wird Mut, Durchsetzungsfähigkeit und Selbstvertrauen nachgesagt. Er gilt als unbesiegbar. Er ist allerdings auch ein Einzelgänger, hat eine eigensinnige Persönlichkeit und ein hartes Urteilsvermögen. Tiger sind sehr aktiv bei der Arbeit. Er hat eine ausgeprägte Selbstdarstellung, ist autoritär und hält sich nicht an seine eigenen Aussagen. Er trifft keine Vorbereitungen, aber kann alles bewältigen, was ihm über den Weg läuft.

Mit einer großen Portion Frechheit und unbezähmbarer Stärke finden wir Tiger oft als scheinbar kompetente Führungspersönlichkeiten. Tiger haben eine natürliche Neigung sich Herausforderungen zu stellen und mögen es nicht, anderen zu folgen

In sozialen Beziehungen spielen Tiger immer eine dominierende Rolle. Aus Angst vor Vertrauensbruch und Verrat, vertrauen Tiger sich nicht gern anderen an. Somit sind sie nicht gut darin, diplomatisch Krisen zu meistern. Sie neigen dazu in zwischenmenschlichen Beziehungen zu kommandieren. Selbst wenn sie mit vielen Menschen bekannt sind, führen sie diese Beziehungen nicht zu Freundschaften.

In der chinesischen Mythologie ist der Tiger ein edles Tier, das die Himmelspforten zum Westlichen Paradies bewacht und böse Geister abwehrt. Das Westliche Paradies ist die Heimat aller chinesischen Götter.

Wasser steht für Weisheit und Intelligenz. Auch Flexibiltät, Sanftheit und Unbeständigkeit werden mit Wasser assoziiert. Es vereinigt Yin und Yang in sich, weil es weich und hart sein und zwischen diesen Zuständen wechseln kann. Wasser schafft Klarheit, bringt Gedanken zum Fließen und fördert die Kommunikation.

Für das Jahr 2022 zeigen die Sterne negative Qualitäten und könnten auf unglückliche Umstände verweisen. Kein Stern ist aber grundsätzlich schlecht oder gut. Sie weisen grundlegende Eigenschaften auf, die nicht als schicksalhafte Bestimmung zu verstehen sind, sondern als eine Tendenz, auf die individuell reagiert werden kann.

Der Lebensweg kann segensreich, erfolgreich und glücklich verlaufen.

Unser Wissen kann die Quelle für Reichtum und Glück werden.

Das Familienleben und die Gesundheit könnten durch Missgeschicke und Unglücke beeinträchtigt werden.

Reichtum kann durch schlaues Taktieren erworben werden, ist aber meist nur durch unanständiges Verhalten zu erlangen.

Das gesellschaftliche Leben wird durch Protz und Angabe geleitet.

In Partnerschaften können krankmachende Verhaltensweisen auftreten.

Wer kreativ und innovativ arbeiten möchte, wird sich als einsamer Kämpfer wiederfinden.

Freunde werden wir wie vornehme Gäste empfangen. Was bedeuten kann, dass wir auch im Jahr 2022 unsere Kontakte beschränken und die wenigen besonders freudig und aufmerksam behandeln werden.

Fazit:

Das Jahr 2022 wird wohl unter der Herrschaft dominanter Persönlichkeiten stehen, die eher ihr Augenmerk auf ihre eigene Selbstdarstellung haben werden und weniger auf ein soziales Miteinander achten.

Es kann zu einem Jahr werden, in dem Freundschaften, Beziehungen und Partnerschaften harte Prüfungen bestehen müssen. Wer den Test besteht, wird eine starke Bindung basierend auf Vertrauen und Zuneigung finden.

Wissen ist die Basis für Reichtum. Dennoch werden die schlauen Taktierer mit ihren Machenschaften profitieren. Glimmer und Schein werden Viele blenden.

Der Schlüssel zum glücklichen, zufriedenen Leben werden die wirklichen Freunde, Wissen und Forschung und der erfolgreiche Umgang mit sich selbst sein.

Die Tendenzen der Monate:

Im Februar können wir uns guter Gesundheit erfreuen. Auch der Blick auf unser Konto macht uns Freude.

Im März lässt wissenschaftlicher Fortschritt unseren Lebensweg leichter erscheinen. Das Familienleben schenkt uns glückliche Stunden. Vorsicht bei Investitionen!

Im April können hilfreiche Menschen uns zu einer Beförderung verhelfen.

Im Mai sollten wir besonders auf unsere Finanzen achten und wir sind gesundheitlich gefährdet.

Im Juli ist das öffentliche Leben durch geistige Verwirrung und psychische Instabilität geprägt.

Auch der August kommt mit Streitigkeiten, Trennung, Untreue und Krankheiten daher. Allerdings können wir von akademischen Erfolgen, unterstützt durch eine gute finanzielle Lage und günstigen Gegebenheiten, auf eine Verbesserung unserer sonst so ungünstigen Lebenssituation hoffen.

Der September ist beruflich und finanziell ein sehr fruchtbarer Monat. Und wieder sind es wissenschaftliche Erfolge, die unser Leben bereichern

Im Oktober machen uns Geldprobleme zu schaffen. Dafür geht es mit unserer Gesundheit bergauf und wir haben Kraft für unseren Beruf und berufliche Erfolge.

Im November könnte die Bildung der Kinder unter einem schlechten Stern stehen. Manche Kinder können aber auch von der Situation profitieren. Prüfungen können erfolgreich abgeschlossen werde und sogar zu Ruhm und Beförderung führen. Im November verbessert sich unsere finanzielle Situation deutlich.

Im Dezember sollten wir auf unsere Ernährung achten. Wir können uns guter Finanzen und ebenso guter Gesundheit erfreuen.

Das Jahr 2023 sollten wir gelassen angehen. Vorsicht vor Investitionen! Dann stehen wir im Januar 2023 vor ausgeglichenen Finanzen und erfreuen uns guter Gesundheit. Gute Geister, oder besser, hilfreiche Freunde sorgen für berufliche Anerkennung.  

Ich persönlich stehe dem Jahr des Wasser-Tigers in froher Erwartung gegenüber. Ich hoffe, dass wissenschaftliche Erkenntnisse uns helfen, die Krisen der letzten Jahre zu überwinden. Ebenso hoffe ich, dass Mut, Durchsetzungsfähigkeit und Selbstvertrauen des Tigers, gepaart mit Urteilsvermögen, harter Arbeit, Weisheit, Intelligenz, Flexibilität und Sanftheit uns positiv auf unserem Lebensweg begleiten werden.

In diesem Sinne wünsche ich „Happy Chinese New Year 2022“,

Eure Birgitt

Fröhliche Weihnacht überall

Frauchen, Tantchen, Justi, Katie und ich wünschen euch allen eine fröhliche Weihnacht.

Versucht all das Schöne zu sehen, auch wenn es bei dem einen oder anderen schwierig ist oder fast unmöglich scheint. Denkt dran, Weihnachten bedeutet Hoffnung. Und die wünsche ich euch allen.

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)

Morgen, Kinder, wird`s was geben …

Liebe Justi, liebe Katie, morgen werdet ihr das erste Mal in eurem Leben den Heiligen Abend erleben.

Wir werden alle ganz nah beieinander kuscheln, singen, ein bisschen nachdenklich sein. Frauchen und Tantchen werden mittags Kartoffelsalat mit Würstchen und abends den eingelegten Hering genießen. Sicher werden wir auch an Omi und Opi denken und an Omis und Opis von Frauchen und Tantchen. Es ist Tradition auch die nicht mehr unter uns Weilenden ins Gedächtnis zurückzurufen, ein bisschen nostalgisch an die vielen schönen Erlebnisse zum Heiligen Abend zu denken.

Was ihr dieses Jahr noch nicht erleben dürft, ist ein geschmückter Weihnachtsbaum. Seit unsere Omi uns vor 6 Jahren verlassen hat, gab es keinen Weihnachtsbaum mehr. Ihr seid aber auch noch viel zu wild und ungestüm. Das müsst ihr unbedingt noch lernen, auch mal Ruhe zu geben. Na ja, ich will nicht ungerecht sein. Ihr habt euch schon sehr gebessert. Und richtig süß und knuddelig seid ihr auch.

Ich will euch ein kleines Geheimnis zum Weihnachtsfest verraten: Seid in eurem Hundeleben immer neugierig, glaubt an das Gute, probiert viel aus, hört auf Frauchen und Tantchen (zumindest meistens) und bleibt jung in euren Herzen, auch wenn die Knochen schon schmerzen.

Ich möchte euch sagen, dass ich mich sehr freue, dass ihr bei uns eingezogen seid. Ihr lasst mich die Trauer über Mimi´s Tod leichter ertragen und reißt mich mit eurem jugendlichen Leicht- und Frohsinn mit. Und ich glaube, Frauchen und Tantchen geht es genauso.

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)

Es ist kalt

Ja, heute Morgen war es eisig kalt, 10,9 Grad minus. Heute vor 6 Jahren war uns, Frauchen, Tantchen, Mimi und mir, auch eisig kalt. Da hat uns meine Omi verlassen.

Ich denke noch oft an sie zurück. Wie ich klein war, hat sie mir oft mein Bäuchlein massiert, weil ich genauso gierig auf alles war, wie Justi und Katie es jetzt sind. Das hat meinen Magen und meine Verdauung oft durcheinander gebracht. Frauchen war dann meist so aufgeregt, wenn es mir schlecht ging, dass sie eigentlich nicht zu gebrauchen war. Da kam dann meine Omi, hat mich auf den Schoß genommen und massiert. Und ich spürte wie durch mein Fell ihre Liebe in mich sickerte und alles wieder heil machte.

Manche Menschen fehlen mir sehr. Auch Opi, der mir heimlich seinen Finger mit Honig unter dem Tisch hingestreckt hat.

Ach, wenn es Omi und Opi nur noch gäbe …

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)

Weihnachtsglück aus Glücksburg

Heute ist mit viel Freude ein Paket aus Glücksburg angekommen. Frauchen und Tantchen haben schon darauf gewartet. Nun ist für Weihnachten und zum neuen Jahr alles im Haus.

Frauchen und Tantchen haben mal Tennisurlaub an der Ostsee gemacht und sich viele Sehenswürdigkeiten angeschaut. Das war allerdings schon vor meiner Zeit.

Das Wasserschloss aus Glücksburg war eine der Sehenswürdigkeiten und gibt euch schon mal einen Hinweis auf das, was uns heute erreicht hat. Es hat was mit Wasser zu tun. Na, was lebt im Wasser??? Richtig, Fisch.

Heute ist also der berühmte Matjes aus Glücksburg bei uns eingetroffen und noch so ein bisschen Hering. Jedes Jahr zu Heiligabend gibt es eingelegten Hering. Und zu Silvester Heringssalat, beides nach Rezepten von Opa Franz.

Leider gibt es für uns kein Probiererle. Frauchen meint, das ist nichts für Hunde. Sie muss es wissen. Aber sicher gibt es etwas vom Wienerle, denn Heiligabend mittags gibt es Kartoffelsalat mit Wienerle. Und Silvester fällt etwas vom gekochten Rindfleisch, das für den Heringssalat gebraucht wird, für uns ab. Da bin ich mir gaaaaaanz sicher.

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)

Frauchen braucht Bewegung

Heute muss ich Justi und Katie mal ins Gewissen reden. Seit die beiden bei uns eingezogen sind, hat Frauchen kaum noch Zeit ihre morgendliche Gymnastik zu machen.

Heute hatte sie Zeit. Und ich sage euch, das hat vielleicht geknackt und geknirscht. Ab und zu hat sie schwer geatmet und auch mal etwas schmerzvoll das Gesicht verzogen.

Also, Freunde, so geht das nicht. Ich bin schon alt mit meinen fast 15 Jahren. Aber ihr wollt sicher noch eine lange Strecke Zeit mit Frauchen verbringen. Da müsst ihr ihr auch den Freiraum geben, dass sie ihre müden Knochen und Sehnen strecken und recken kann. Stellt euch vor, Frauchen kann das eines Tages nicht mehr. Wer soll dann mit euch Gassi gehen und spielen???

Gebt euch Mühe, legt euch in euere Körbchen und schaut ihr zu. Das ist eine wunderbare Unterhaltung. Allein, wenn Frauchen den „Hund“ macht … einfach zum Kreischen …

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)

Apfelsinen gehören zu Weihnachten

Frauchen und Tantchen haben erzählt, dass Apfelsinen in ihrer Kinderzeit zu Weihnachten gehörten wie Spekulatius, Printen, Spritzgebäck, Kokosmakronen, Nüsse und der Weihnachtsmann aus Schokolade.

Ihr Vater brachte Apfelsinen in einer Kiste mit nach Hause. Am Nachmittag wurden die Apfelsinen in trauter Runde in immer dem gleichen Ritual abgeschält und gegessen. Er schälte die Apfelsinen in Runden, kratzte dann noch akribisch das weiße Häutchen mit seinem Taschenmesser ab und teilte die Früchte in Spalten.

Frauchen wird auch gleich zum Adventskaffee Apfelsinen schälen. Darauf freue ich mich schon riesig. Justi und Katie natürlich auch. Wir setzten und dann ganz brav hin und warten bis wir etwas abbekommen. Wenn´s nicht schnell genug geht, können wir auch schon mal etwas jaulen… das wirkt …

Apfelsinen und Clementinen sind uns hundert Mal lieber als Kekse. Davon bekommen wir nichts ab, weil immer etwas drin ist, was uns nicht bekommt wie Schokolade oder Rosinen oder anderes.

Hoffentlich ist es bald so weit. Ich wünsche euch einen schönen vierten Advent.

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)

Impfen ist nicht schlimm

Frauchen hat mir aus der Zeitung vorgelesen, dass es viele Menschen gibt, die Angst vor einer Impfung haben. Also, wir Hunde müssen jedes Jahr eine gegen eine Anzahl von möglichen Krankheiten bekommen und alle zwei Jahre eine gegen Tollwut.

Ich kann euch versprechen, das tut nur ganz kurz weh. Tollwut ist ein bisschen gemein, weil, die brennt eine kleine Weile. Nach der Impfung fühle ich mich manchmal ein bisschen schlapp und die Einstichstelle wird manchmal dick, rot und schmerzt. Dann muss ich ein bisschen jaulen, wenn Frauchen mit der Bürste drüber streicht.

Aber ansonsten sind wir Hunde keine Weicheier. Justi hat überhaupt keinen Laut von sich gegeben und Frau Doktor hat sie mächtig gelobt. Katie hat einmal kurz gekiekst. Auch sie war wirklich tapfer.

Wisst ihr Menschen überhaupt, dass auch wir Tiere eine Stiko haben? Die überarbeiten immer wieder die Impfempfehlungen. Und weil so viele Hunde aus dem europäischen Süden und aus Ländern im Osten aus katastrophaler Haltung zu uns kommen, mussten die Welpen nun einmal mehr zur Grundimmunisierung geimpft werden.

Ist doch toll, wie die Menschen sich um uns sorgen

Einen Impfpass besitzen wir auch. Darin wird alles vermerkt. Wir sind allerdings zusätzlich gechipt. Da könnte ich mich scheckig lachen, wenn es Menschen gibt, die glauben, mit einer normalen Spritze könnte ein Chip bei ihnen implantiert werden. Glaubt mir, die Kanüle für den Chip ist viel breiter als die, die ihr verabreicht bekommt. Ihr würdet es merken. Und hat euch schon mal jemand mit einem piepsenden Lesegerät den Chip ausgelesen, ob er auch funktioniert?

Und wenn euere Herrchen und Frauchen nicht reisen wollen, dann brauchen wir auch die fiese Tollwutimpfung nicht andauernd.

Eigentlich ist es wie bei euch Menschen, wenn ihr viel unterwegs seid, dann schleppt ihr fremde Viren aus aller Herren Länder ein und braucht mehr Schutz. Wenn ihr den Schutz ablehnt, dann werdet ihr eben eingeschränkt oder könnt richtig gemein erkranken.

Ist doch nicht so schwierig, oder?

Eure Vicki (via Frauchen Birgitt)