FRIEDEN zwischen Jung und Alt

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Generationenkonflikte beherrschen schon seit ewigen Zeiten das Zusammenleben von Alt und Jung.

Die Alten glauben, dass Leben müsste weiter so laufen, wie sie es kennen. Die Jungen schauen abfällig auf die Alten herab, weil sie ja absolut keine Ahnung vom heutigen Leben haben.

Die Medien schreiben gern über das Thema, wie lange sich die Jungen die Alten noch leisten können, mit anderen Worten: wer soll die Rente zahlen?

Die Jungen glauben, dass Leben ist viel schwerer geworden und früher war alles viel einfacher. Das Argument dahinter: das Wissen hat doch exorbitant zugenommen.

Vor noch nicht allzu langer Zeit habe ich in der Zeitschrift „die Zeit“ einen Artikel gelesen:
„Unser Überfluss ist eure Armut! Verträge auf Lebenszeit, dicke Spesen und fette Renten – klar haben wir der Jugend die Zukunft geklaut.“

Und dann gibt es noch die bessere-Welt-Jünger, die sagen:
„Wir haben die Welt nicht von unseren Vorfahren geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen.“

Weiter gibt es die Wissenschaftler, die sich mit den Generationen „Traditionalisten“, „Babyboomer“, Generation „X“, „Y“ und „Z“ auseinander setzen und erforschen, wo die Unterschiede im Lebens- und Arbeitsstil sind.

Ich gehöre zu der Generation Babyboomer und meine Kinder, wenn ich denn welche hätte, würden so mittendrin in XYZ liegen.

Dass es immer Meinungsverschiedenheiten und unterschiedliche Sichtweisen gibt, will ich nicht vom Tisch wischen. Dass die Jungen gegen die Alten rebellieren, ist für mich nur logisch. Das habe ich auch gemacht und dachte, dass die Welt doch weiter getrieben werden muss. Habe aber vergessen, dass die Alten sie bereits vor mir weiter geführt hatten.

Ich persönlich glaube, dass der Frieden zwischen den Generationen, bis auf die Probleme in der Pubertät, nicht tatsächlich gestört ist. Ausnahmen und scheinbar unüberwindliche Meinungen gibt es immer und überall auf der Welt.

Und ich bin davon überzeugt, dass jede Generation für ihr eigenes Wohlergehen verantwortlich ist. Außer, sie befinden sich in einem schutzwürdigem Status, wie Kinder und Alte.

Für Kinder sollte eine Gesellschaft möglichst alles tun, damit sie eine vernünftige Bildung bekommen. Das Geld dafür, also für Schulen, Ausbildungsstätten, Hochschulen und Universitäten, sollten auch alle gemeinsam aufbringen.

Die Alten brauchen auch die Unterstützung der Gemeinschaft. Da ist es nicht immer das Geld, dafür aber die Fürsorge, dass sie auch im hohen Alter, wenn sie nicht mehr für sich selbst sprechen können, menschenwürdig behandelt werden.

An der Stelle füge ich gleich einmal ein, dass die heute Jungen morgen die Alten sind!

Zwischen Jung und Alt gibt es noch viele verschiedene Stufen. Diese können aber fast immer für sich selbst sprechen und kämpfen.

Ich bin überzeugt, dass die sogenannten Konflikte gern als Wahlkampfthemen von Politikern herhalten müssen. Beherrscht wirklich Egoismus und Egozentrik unsere Welt? Ich bin Optimist und glaube das nicht.

So möchte ich euch einen Spruch von Konfuzius mit auf den Weg geben:

„Was du von deinem Sohn erwartest, übe im Dienst am Vater;
was du von deinen Untergebenen erwartest, übe im Dienst am Prinzen;
was du vom jüngeren Bruder erwartest, übe am älteren Bruder;
was du vom Freund erwartest, danach behandle diesen zuerst.“

Haus-FRIEDEN

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Sie kennen das vielleicht aus der eigenen Hausordnung:
Jeder ist verpflichtet den Hausfrieden einzuhalten. Dazu gehört u.a. keinen Lärm machen, Wände nicht beschmieren, Balkonblumen nicht auf den Nachbarbalkon fusseln lassen, nicht die Tischdecke oder das Staubtuch auf Frau Nachbarin entleeren, den Nachbarn nicht belästigen, beschimpfen oder gar tätlich angreifen, etc.
Wer den Hausfrieden bricht, kann gekündigt werden.

Wer im eigenen Haus wohnt, hat die Nachbarn am Gartenzaun ebenso zu behandeln. Da kommt noch hinzu, dass die Büsche nicht überhängen dürfen, die Hecke nicht höher als zwei Meter hoch sein darf, die Video-Überwachung nicht Nachbars Haustür erfassen darf, uvm.

Friede mit den Nachbarn zu halten, ist nicht ganz einfach, wie wir schon aus vielen Sprüchen aus anderen Zeiten ersehen können.

„Erst nach dem Nachbar schaue, sodann das Haus dir baue!
Wenn der Nachbar ist ein Schuft, so baust du dir eine Totengruft.“
Friedrich Rückert

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“
Friedrich Schiller

„Denn ein schlechter Nachbar ist eine so große Plage, wie ein guter ein Segen ist.“
Hesiod

Es gibt auch Ermahnungen, wie man seinen Nachbarn behandeln sollte. Und wie fast immer gibt es zu den Ermahnungen gleich einen wichtigen Fingerweis, man könnte es auch Androhung einer Konsequenz nennen.

„Wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, der soll seinen Nachbarn freundlich behandeln.“
Mohammed

„Brennt des Nachbarn Wand, so bist du selber gefährdet.“
Plinius der Jüngere

Es gab also zu jeder Zeit Streit mit den Nachbarn. Wieder kommen wir zu dem Thema Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme. Vielleicht ist auch eine Prise Höflichkeit angebracht.

Denkt immer daran:

„Ein Herz, das seine Worte nicht sorgfältig abwägt, lässt dich etwas aussprechen, was dein Nachbar niemals vergessen wird.“
Sprichwort der Ganda (Kulturgebiet in Ostafrika)

Aber wie singt Mary Poppins:

„Mit ’nem Teelöffel Zucker nimmst du jede Medizin angenehm und sehr bequem.“

In diesem Sinne:

Auf einen angenehmen Hausfrieden!

Nehmt euch an unseren Hunden ein Beispiel: Sie liegen friedlich zusammen in einem Körbchen, wärmen sich  und geben sich gegenseitig Rückendeckung.

FRIEDEN beginnt in der Familie

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Eine Voraussetzung für den Frieden ist der Respekt vor dem Anderssein
und vor der Vielfältigkeit des Lebens.
Dalai Lama

Wenn Eltern ihren Kindern schon beibringen, dass es immer mehrere Sichtweisen über eine Situation gibt, dann haben diese Eltern schon einen Grundstein zum Frieden in ihre Kinder gelegt.

Wenn Eltern die Fähigkeit ihrer Kinder fördern, dass sie immer den Standpunkt des anderen mit einbeziehen – egal wie alt die Kinder sind und auf welcher Entwicklungsstufe sie stehen – dann verfallen Kinder nicht so schnell in Aggression und Gewalt.

Wenn die Eltern ihren Kindern beigebracht haben, dass es auch andere Lebensformen als die Ihrigen gibt, dann ist ein weiterer Baustein zum Frieden eingefügt.

Wenn die Eltern den Respekt vor anderen Menschen und deren Meinungen vorleben, ist die Grundmauer für ein friedvolles, gewaltfreies Miteinander schon sehr belastbar.

Wenn nun der kleine Mensch noch eine gesunde Portion Selbstvertrauen von seinen Eltern mitbekommt, indem die Eltern ihren Kinder etwas zutrauen, ihnen vertrauen und ihre Fähigkeiten fördern, dann kann ein freier Mensch entstehen, der zu kritischem Denken fähig ist und nicht angewiesen auf die Worte anderer. Dieser Mensch ist wohl zum Frieden fähig.

Wenn Eltern sich ihrem Kind zuwenden, ihm zuhören und verstehen und ihm beibringen, dass es unterschiedliche Meinungen und Gefühle gibt, als die eigenen, dann kann sich die empathische Fähigkeit entwickeln, sich in jemand anderen hinein zu versetzen und die anderen Argumente aufzunehmen.

Dann wäre dieser einzelne Mensch, der sich nicht hinter einer Masse anderer verstecken muss, durchaus zu Frieden fähig.

Stell dir vor, dass alle Menschen ihr Leben in Frieden leben.
Du wirst sagen ich bin ein Träumer, aber ich bin nicht der Einzige.
Ich hoffe, dass du dich uns eines Tages anschließt
und die Welt wird Eins sein.

John Lennon

Zum ersten Advent: FRIEDEN

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 „Der Friede besteht nicht aus einem Dokument, das unterzeichnet und dann weggelegt wird. Der Schlüssel ist ein völliger Verzicht auf Hass sowie Vergebung gegenüber den Feinden, auch wenn das viel Mut erfordert. Doch wer dazu bereit ist, bleibt letztlich Sieger.“
Papst Franziskus im November 2015

So begann auch mein Adventskalender 2015. Eine starke Botschaft, die ich in meinem Adventskalender 2016 wieder aufnehmen möchte. Vielleicht ist die Welt gar nicht gewalttätiger geworden, vielleicht gibt es gar nicht mehr Kriege als sonst, aber die Bilder in den Nachrichten, die Grausamkeiten und Menschen auf der Flucht bringen es täglich wieder in unseren Fokus.

Frieden kann viele unterschiedliche Dinge bedeuten. Es gibt da den Seelenfrieden, das friedliche Miteinander des Umfeldes in Familie und Gesellschaft, den sozialen Frieden zwischen unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, den Religionsfrieden zwischen den verschiedenen Religionen und den Frieden zwischen allen Nationen, um nur einige Definitionen zu benennen. Mir fallen auch noch der Frieden zwischen den Geschlechtern, der Arbeitsfrieden zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmer, der Landfrieden, der Gemeindefrieden, der Schulfrieden, der Weihnachtsfrieden, die ewige Ruhe ein. Die Liste ist sicher noch nicht vollständig.

Was bedeutet das Wort Frieden für Euch?

Ist es die innere Ruhe, das mit sich im Reinen sein?

Ist es das Auskommen mit der Umwelt, also, liebe deinen Nächsten wie dich selbst?

Ist es das Verbundensein mit der ganzen Welt, mit allem, was kreucht und fleucht auf unserem Planeten?

Mein Adventskalender 2016 wird sich jeden Tag mit einem anderen Aspekt des Friedens beschäftigen. Und vergessen wir nicht, die Adventszeit ist das Warten auf den Friedensfürst.

Ich wünsche euch einen besinnlichen ersten Advent und freut euch darauf ab dem 1.Dezember mit mir gemeinsam etwas Frieden zu finden.

Eure
Birgitt Jendrosch

 

Gegen emotionale Armut

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Am letzen Freitag versprach ich Ihnen ein Präventionsprogramm um emotionale Armut zu verhindern. Ich möchte Ihnen hier die Zutaten zu einem erfolgreichen Programm vorstellen. Egal ob im Kindergartenalter, in der Schule oder allgemein im täglichen Leben, je mehr Zutaten bekannt sind und gebraucht werden, desto friedlicher, weltoffener und zufriedener werden die Menschen werden.

Wer einen guten Kuchen backen will, muss bekanntlich sieben Sachen haben. Für ein erfolgreiches Programm gegen die emotionale Armut brauchen wie nur drei wichtige Säulen: die emotionale Fähigkeit, Gefühle zu erkennen und zu benennen, die kognitive Fähigkeit, den Problemen des Lebens positiv und mit dem Willen sie zu lösen gegenüber zu treten und die kommunikative Fähigkeit, nonverbal Zeichen zu erkennen und verbal seine Vorstellung klar zu formulieren, zu zuhören und Kompromisse schließen zu können.

Hört sich eigentlich ganz einfach an, nur wo lernen wir das?

Wer viel Glück hat, erlernt die Fähigkeiten bereits in der Ursprungsfamilie. In vielen Familien wird aber kein Wert darauf gelegt, dass aufkeimende Gefühle erkannt, benannt und ernst genommen werden. Ist ein Junge weinerlich, folgt der Spruch: Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Mädchen dürfen zwar weinen, müssen aber „lieb“ sein und sich nicht wehren. Bevor Kinder ihre Gefühle richtig wahrnehmen, werden sie durch übergestülpte gesellschaftliche Normen reglementiert. Es wird erwartet, dass die Gefühle totgeschwiegen werden und man funktionieren muss. Wer sich selbst nicht versteht, wie soll der die Regungen und Gefühle anderer verstehen?

Wer schon nicht die eigenen Gefühle erkennt, der ist wahrscheinlich auch nicht in der Lage die Heftigkeit eines Gefühls einzuschätzen. Wenn ein Kind so richtig zornig wird, dann kann es schon einmal vorkommen, dass es dem anderen Kind einen Gegenstand über den Kopf zieht. Wenn dann Eltern nicht erklären, welche Schmerzen es dem anderen zugefügt hat, dann empfindet es kein Gefühl für sein Gegenüber und wird beim nächsten Mal wieder impulsiv und hart zuschlagen. Wenn die überzogene Handlung erkannt werden kann, kann auch eine angemessene erfolgen.

Am 28.10. habe ich mit der Biologie der Empathie beschrieben, wie anhand von Gesichtsausdrücken viele Menschen nachempfinden können, was ein anderer Mensch empfindet. Und das dies für unser friedliches Zusammenleben sehr wichtig ist. Allein an der Körperhaltung und am Blick können wir erkennen, ob ein Mensch aggressiv, devot oder selbstbewusst reagieren wird. Kann ich mich in einen anderen hineinversetzen, kann ich auch Lösungen finden, die für beide passen.

Ein erfolgreiches Präventionsprogramm könnte z.B. beinhalten:

  • Zum Beginn eines Tages abfragen, wie die Gefühlslage der Teilnehmer ist.
  • Emotionale Probleme thematisieren und gemeinsam nach Lösungen suchen. Viele Fragen stellen und sich in die Gemütslage des Berichtenden hineinversetzen.
  • Diskutieren lernen mit dialektischer Erörterung: These, Antithese, Synthese
    So wird erlernt zu einem Thema auch die Gegenargumente zu sammeln, zu verstehen und These und Antithese zu einer sinnvollen Synthese zusammen zu führen.
  • In Projekten die Kooperation stärken. Wenn alle unterschiedlichen, vorhandenen Fähigkeiten eingebracht werden, kommt man schneller zu einem besseren Ergebnis.
  • Lernen Kritik so anzubringen, dass sie nicht beleidigend oder herabwürdigend ist, sondern zu einem besseren Verständnis führt. Es hilft dabei den eigenen Standpunkt als „Ich“-Botschaft auszusprechen. Ich sehe… Ich empfinde… Ich fühle…
    Keine direkten Anschuldigungen oder aggressive Schlussfolgerungen ziehen, die es dem Anderen schwer machen Botschaften auf- und anzunehmen.
  • Beim Gespräch Blickkontakt aufnehmen, auf Körperhaltungen und Gesichtsausdruck achten.
  • Während des Tages immer wieder stressabbauende Tätigkeiten einfügen wie körperliche Bewegung, Entspannungstechniken wie Meditation, geführte Phantasiereisen, etc.
  • Den Tag beschließen, dass jeder seine Sorgen des Tages berichten und bewerten darf. Gemeinsam können kreative Wege besprochen und gefunden werden.
    Auf diesem Weg kann die Erkenntnis reifen, welches Gefühl hinter Verletzungen und Wut steckt und wie man mit Ängsten und Traurigkeit umgeht. So wird die Selbstverantwortung geschult, dass jeder Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen muss und Verpflichtungen eingehalten werden müssen.

Dieses oder ähnliche Programme führen zu mehr

  • Selbstsicherheit
  • Selbstbeherrschung
  • Rücksichtnahme (auch auf Schwächere)
  • Hilfsbereitschaft
  • Konfliktlösungsfähigkeit
  • Anteilnahme
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Offenheit

In den USA gibt es seit einigen Jahren Schulen, die mit großem Erfolg die Lebenskunst-Schulungen (Self Science) anbieten.

Auch in deutschen Kindertagesstätten, Schulen, Universitäten werden vermehrt Schulungen der sozialen und emotionalen Kompetenz vorangetrieben. Argumente dafür sind u.a.( Quelle: Bildung von sozialen Kompetenzen in der Schule, Gisela Steins, Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Bildungswissenschaften, 2014)

„Soziale Kompetenzen stehen heute nicht mehr im Mittelpunkt der Erziehung; Disziplin bzw. die damit verbundenen Fähigkeiten sind out. Das bedeutet: Man kann nicht erwarten, dass Kinder bereit sind, diese Investition von sich aus zu tätigen.“

„Wir tun gut daran, diese Kulturtechniken weiterzugeben, denn von ihnen hängt ganz entscheidend die Zukunft unserer Gesellschaft ab. Viele negative Ereignisse der Menschheits-geschichte wären anders verlaufen, hätten die Beteiligten fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten eines angemesseneren Umgangs miteinander zur Verfügung gehabt.“

Emotionale Wüste

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Wenn ich den Medien Glauben schenken kann, wird mir manchmal ganz schwindelig darüber,  in welcher emotionalen Wüste wir und unsere Kinder heute leben. Verzeihen Sie mir, wenn ich so pauschal schreibe. Ich meine natürlich immer nur eine relative Ausprägung. Wenn Sie das auch empfinden oder Ihnen der Stiefel passt, dann ziehen Sie sich ihn bitte an und lesen bis zum Ende weiter.

Cocooning, ein Trend, der in den 80er des letzten Jahrhunderts beginnt.
Wenn die Welt zu stressig, kompliziert und bedrohlich wird, zieht man sich zurück in die eigenen vier Wände.
Cocooning steht auch für die schwindende Lust der Menschen hinauszugehen und Neues zu entdecken, Andersartiges und Fremdes kennen zu lernen. Täglich können wir sehen, dass die Eigenverantwortung abgegeben wird an höhere Instanzen, die Politik, das Arbeitsamt, die Gewerkschaften etc.
Cocooning steht aber auch für eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber unseren Mitmenschen in unserer Gesellschaft, die die Rechte des Individuums so betont. „Hauptsache mir geht es gut.“ Was kümmert mich mein Nachbar, meine Mitmenschen, andere Länder, die Umwelt, die Natur usw.

Die Menschen fühlen sich ungerecht behandelt. Bekommt ein Anderer einen Pfennig mehr, argwöhnen sie, dass Ihnen dieser fehlen wird. Die Grundstimmung ist niedergeschlagen und Endzeit mäßig. Gleichzeitig sind die Menschen abhängig von Führern, weil sie keine Eigenverantwortung übernehmen wollen. An Miseren sind immer die Anderen schuld.

Depressionen nehmen erschreckend zu.
Wer einsam ist, keinen anderen Menschen zum Sprechen und Austauschen hat, ist seinen Befürchtungen und Sorgen allein ausgeliefert. Das vermittelt die Angst, ungeliebt zu sein. Die Gesellschaft fordert von uns aber, dass wir immer perfekt funktionieren. Die so suggerierte Unzulänglichkeit gepaart mit mangelnder Anerkennung und Liebe kann zu ernsthaften Depressionen führen.

Aufmerksamkeits- und Denkprobleme sind nicht allein ein Problem unserer ADHS-Kinder.
Viele Erwachsene können nicht still sitzen, sich nicht konzentrieren, sind nervös, erledigen ihre Aufgaben schlampig. Gleichzeitig dreht sich ihr Gedankenkarussell ohne Unterlass um unrealistische, unerfüllbare Träume, impulsives Handeln eingeschlossen. Da wird gekauft ohne zu bedenken, wie das bezahlt werden kann.

Aggressivität und Straffälligkeit nehmen eklatant zu.
Polizisten werden verprügelt, weil sie Falschparker erwischen. Feuerwehrmänner und Rettungssanitäter werden nicht nur bei ihrer Arbeit behindert, sondern sogar massiv körperlich angegriffen oder bedroht. Jugendliche treiben sich in Gangs herum, die sie unter Druck setzen, zu klauen, Drogen zu nehmen, zu pöbeln, zu randalieren uvm. Kinder wollen in der Schule dem Lehrer nicht gehorchen, stören den Unterricht durch schwatzen, spielen mit dem Smartphone usw. Eltern bedrohen, erpressen und schlagen die Lehrer.

Wow, was ist da passiert? Vor noch nicht allzu langer Zeit waren Lehrer und Amtspersonen noch Respektspersonen.

Und bitte, das alles ist kein Problem von ethnischen, religiösen, rassischen oder Einkommens-Gruppen. Dieses Problem ist ein weltweites unabhängig von der gesellschaftlichen Klasse. Wenn Familien, gesellschaftliche Strukturen es nicht mehr schaffen unseren Kindern und somit auch uns ein stabiles Fundament für das Leben zu geben, was können wir dann überhaupt noch ausrichten?

Da wo aus finanziellem oder gesellschaftlichem Druck beide Elternteile gezwungen werden arbeiten zu gehen, immer mehr Kinder in Ein-Eltern-Familien aufwachsen, sind diese Kinder sich selbst, dem Fernseher, Krippen und Kindertagesstätten überlassen. Die unzähligen kleinen Gesten zwischen Eltern und Kind, die dafür sorgen, dass ein Kind sich verstanden und geliebt fühlt, mit denen es Mitgefühl für andere erlernt, bleiben da auf der Strecke. Und damit die emotionale Kompetenz, die das Gefühlsleben bildet, Sicherheit vermittelt und Voraussetzung für Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit gegen Unbilden des Lebens, ist.

Deswegen brauchen wir vorbeugende Maßnahmen schon im Kindesalter, um emotionale und soziale Defizite aufzufangen und bestmöglich zu verhindern.

Im nächsten Blog-Eintrag werde ich Ihnen ein Programm vorstellen, dass sich bereits in der Praxis bewährt hat.

Übrigens:
Ja, ich habe keine Kinder. Ich kann mich aber noch richtig gut an meine Kindheit erinnern und an meine Erfahrungen, meine Bedürfnisse und meine Ängste. Ich erlebe täglich, was eine belastende Kindheit für Auswirkungen im Erwachsenenleben hat. Und deswegen wage ich oder besser muss ich wagen, aufzurütteln und vorbeugende Maßnahmen anzubieten. Auch wenn einige dieser Maßnahmen gegen unsere landläufigen gesellschaftlichen Meinungen/Einstellungen und die zurzeit vorherrschende politische Stimmung verstoßen.

Wozu man Emotionen auch gebrauchen kann

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Lachen kann ansteckend sein. Fängt einer in einer Gruppe an schallend zu lachen, stimmen meist die anderen, auch ohne zu wissen warum, in das Gelächter ein. Emotionen verhalten sich wie ein ansteckender Virus. Wir schicken mit jeder Emotion Signale aus, die subtil auf das Gegenüber wirken, leider auch Wut und Hass, Vorurteile und Aggressionen.

Ohne die Emotionen eines Gegenübers zu erkennen, sich einzufühlen und auf sie einzugehen würde keine soziale Gruppe existieren können. Das ist in Freundschaften, Ehen, Familien, Vereinen, ja im gesamten Zusammen- und Miteinanderleben so.

Menschen, die ihren Mitmenschen empathisch gegenüber treten, sind dann auch meist diejenigen, die gut führen, organisieren, mitreißen können. Sie halten eine soziale Gruppe zusammen und am Leben. Sie sind Kitt und Motor, Versteher und Richtungsweiser.

Die Grundlage dazu lernen wir schon in jüngsten Jahren. Wie wir bereits lesen konnten, können schon kleine Kinder den Schmerz anderer erkennen und tröstend auf sie einwirken. Diese Grundlage wird im weiteren Lebensverlauf immer mehr verfeinert und verbessert.

Beobachtet man eine Gruppe spielender Kinder und ein neu dazukommendes Kind, kann man schon die zukünftigen Mauerblümchen oder Partylöwen erkennen. Vorausgesetzt, das Kind hätte keine Gelegenheit, sein Verhalten anzupassen.

Was machen nun die zukünftigen Partylöwen so anders? Sie schauen erst einmal längere Zeit zu. Intuitiv erkennen sie die Regeln innerhalb der Gruppe und werden versuchen, sich möglichst ähnlich zu verhalten. Sie können erkennen, welches Kind aus der Gruppe am ehesten bereit ist, es in das Spiel zu integrieren. Vorsichtig wird das noch außenstehende Kind spiegeln, was das andere macht. Nicht von vornherein seine Regeln verkünden, sondern sich anpassen und unterordnen, den Platz annehmen, dem ihm die Gruppe zuweist. Erst später wird es seine Anregungen und Spielvorschläge einbringen. Diejenigen, die sich nicht so geschickt verhalten, werden oft mit rüden, direkten Worten zurückgewiesen: mit dir spielen wir nicht.

Die Kunst des Miteinanders ist es also zu verstehen, was empfindet der Andere. Wie kann ich mich empathisch in ihn hinein versetzen und mich durch verstehen und einfühlen „sympathisch“ machen.

Leider kann dieses Vorgehen auch manipulierend benutzt werden. Prediger, Politiker und andere Führungspersönlichkeiten können somit jede Stimmung erzeugen, die ihnen nützt, Vorurteile bestätigen, sie manifestieren, Andersartigkeit ins Abseits stellen und sogar verteufeln: Mit dir spielen wir nicht!

Wehe, wenn sie ihre „soziale Kunst“ missbrauchen.

Dann werden aus Führern – Verführer, aus Verstehern – Despoten, aus Richtungsweisern – Untergangsauslöser.

Mitleid und Anteilnahme für die Moral

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„Geteiltes Leid ist halbes Leid“, so sagte meine Großmutter immer. Und irgendwie ist das immer noch richtig. Wenn es jemanden gibt, der sich aufrichtig mit meinen Sorgen und Leid beschäftigt, so bedeutet das, dass er den Versuch unternimmt, mich zu verstehen, nachzuvollziehen, was in mir vorgeht, was mich bewegt, welcher Anlass mich so traurig macht. Allein diese Anteilnahme bewirkt oft schon Wunder.

Mitempfinden, Anteilnahme setzt sich auch immer mit moralischen Bewertungen auseinander. Immer öfter lese ich in Zeitungen über Gaffer bei Unglücken, die die Retter behindern. Würden die Gaffer sich nur einen Moment in die Opfer hineinversetzten können, dann würden sie, vorausgesetzt sie sind überhaupt in der Lage Mitleid zu empfinden, schnell vom Gaffer zum Retter.

Warum opfern sich so viele Menschen ehrenhalber für die Opfer von Naturkatastrophen auf? Warum gibt es Menschen, die ihr eigenes Leben riskieren, um ein anderes zu retten?

Martin Hoffmann, Empathie-Forscher an der New York University, vertritt die These, dass Empathie die Voraussetzung für Moral, Ethik und Altruismus ist. Nur, wer sich in einen anderen hineinversetzen kann, kann auch andere Menschen veranlassen moralischen Prinzipien zu folgen.

M. Hoffmann stellte fest, dass es noch weitere Aspekte des moralischen Urteilens und Handelns gibt. Ein Aspekt ist der empathische Zorn, das natürliche Verlangen nach Vergeltung. Er tritt dann auf, wenn wir uns verletzt fühlen, weil jemand anderes verletzt wurde. Zu theoretisch?

Stellen Sie sich vor, Sie sehen eine Gruppe von Kindern, die dem kleinsten unter ihnen die Mütze vom Kopf reißen und diese von einem zum anderen werfen. Der kleine Mann hat keine Chance gegen die viel größeren zu gewinnen. Er wehrt sich zunächst verbal und die anderen verhöhnen ihn noch zusätzlich, als Zwerg, Wicht, Behinderten. Irgendwann schlägt die Stimmung weiter in Aggression um, er wird geschubst und getreten. Sie sehen die Verzweiflung in den Augen des Jungen und sehen, dass er die Tränen nicht lange mehr unterdrücken kann. Nun steigt wahrscheinlich ein „empathischer“ Zorn in Ihnen auf. Sie gehen hin und machen dem Treiben ein Ende, geben dem schikanierten Jungen die Mütze zurück und sagen den anderen ein paar Worte zu ihrem unfairen Verhalten.

Ihre Empathie hat Sie also dazu bewogen zu Gunsten des Opfers einzugreifen.

Untersuchungen in den USA und Deutschland haben gezeigt, dass die Stärke der Empathie direkt proportional zur moralischen Verantwortung steht.

Als Beispiel diente hier die Verteilung von Mitteln.

Je weniger Empathie die Menschen empfanden, desto stärker befürworteten sie das Prinzip, dass Entlohnung sich nach der erbrachten Leistung richten sollte. Je stärker Empathie empfunden wurde, wurde die Verteilung von Mitteln nach Bedarf unterstützt.

Kommt mir irgendwie ganz aktuell und bekannt vor.

In meiner Jugend war ein Spruch im Umlauf: „Wer mit 16 kein Kommunist ist, hat kein Herz, wer es mit 60 immer noch ist, keinen Verstand.“

Gemäß den Forschungen haben Jugendliche das höchste Maß an Einfühlungsvermögen erreicht. Sie können sich nach den vorangegangenen Entwicklungsstufen in die Not ganzer Gruppen hineinversetzen, wie Arme, Obdachlose, Unterdrückte, Ausgestoßene, Flüchtlinge, etc. Dieses Verständnis in der Jugend kann moralisches Handeln stützen, das dem Bedürfnis entspringt, Unglück und Ungerechtigkeit zu lindern.

Nur, diese Moral muss auch von der Erwachsenenwelt vorgelebt und gefördert werden. Tun wir das im ausreichenden Maße in Ausbildungsstätten und in der Öffentlichkeit?

Die Biologie der Empathie

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Anhand von Gesichtsausdrücken können die meisten Menschen nachempfinden, was ein andere Mensch empfindet. Und das ist für unser friedliches Zusammenleben sehr wichtig.

Wie oft in der Forschung kommt jemand durch Beobachten, durch Forschen mit Tieren und durch Verletzungen oder mehr oder weniger gelungene Operationen beim Menschen auf neue Erkenntnisse. Die Forschung mit Tieren ist ein probates Mittel. So kam Leslie Brothers, Psychiater am California Institute of Technology, bei Versuchen mit Rhesusaffen auf empathisches Verhalten. In diesem Versuch brachte man Rhesusaffen bei, dass ein bestimmter Ton mit einem schmerzhaften Stromstoß verbunden war. Danach zeigt man ihnen, dass der Stromstoß zu vermeiden war, wenn sie einen Hebel betätigten. Danach setzte man zwei Affen in getrennte Käfige, zwischen denen nur eine Sichtverbindung bestand, aber kein Ton zu hören war. Dem ersten Affen wurde der Ton vorgespielt, dieser zeigte den Ausdruck von Angst. In dem Moment wie der zweite Affe den Gesichtsausdruck sah, betätigte er den Hebel, um den Stromstoß für den ersten Affen zu verhindern.
DAS IST EIN AKT DER EMPATHIE.

Man fand im Weiteren heraus, dass bestimmte Bereiche der Sehrinde mit bestimmten Bereichen des Mandelkerns verbunden sind und die Geste eines Gegenübers genau dort bewertet wurde. Die Emotionen eines anderen nachzufühlen macht es erst möglich, dass eine Gruppe von Affen friedlich zusammenleben kann.

Eine ähnliche Beobachtung wurde vom Psychologen Robert Levenson, Universität von Kalifornien, bei Ehepaaren gemacht. Die Ehepaare sollten erraten, was der Partner während einer hitzigen Auseinandersetzung empfindet. Dabei wurden die Ehepartner gefilmt und ihre Reaktionen wie Hautfeuchtigkeit, Herzschlag, Blutdruck, Atmung etc. aufgezeichnet.

Dann spielte man die Filme jedem Partner noch einmal getrennt vor. Diejenigen unter ihnen, die sich in das Empfinden und Gefühl des Partners hineinversetzen konnten und die Reaktion richtig bewerteten, hatten harmonische körperliche Reaktionen. Also, wenn der Herzschlag des Beobachteten sich in den ursprünglichen Aufzeichnungen verlangsamte, oder die Haut feucht wurde, reagierte der Beobachtende mit den gleichen Reaktionen.

Die Partner, die beim Ansehen des Filmes wieder reagierten wie in der Auseinandersetzung, lagen in der Bewertung der Empfindungen des anderen daneben.

Daraus wurde gefolgert, wenn das emotionale Gehirn eine starke Reaktion zum Beispiel Zorn oder Wut im Körper auslöst, ist die Empathie offensichtlich stark eingeschränkt. Empathie setzt voraus, dass man sich auf seinen Gegenüber einlassen kann, ohne die eigenen Gefühle Oberhand nehmen zu lassen. Nur dann kann das emotionale Gehirn die subtilen Signale des anderen Menschen aufnehmen und nachfühlen.

Eine Erkenntnis, die mich ein bisschen betroffen macht. Wie wird der egozentrische Lebensstil unserer modernen Gesellschaft damit umgehen? Müssen wir etwas ändern?

Warten wir bis zum nächsten Freitag.

Liebe deinen Nächsten – wie dich selbst

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Um Wallungen von Zorn und Wut bändigen zu können, müssen wir erst einmal in der Lage sein die Gefühle, die dabei in uns aufsteigen, erkennen zu können.

Wie lernt man überhaupt seine Gefühle und die Gefühle seines Gegenübers wahrzunehmen?

Fängt ein Kind auf der Neugeborenen-Station an zu weinen, weinen die anderen gleich mit. Leid, und sei es nur Hunger oder eine volle Windel, steckt an. In der Krabbelgruppe holt sich ein Säugling von seiner eigenen Mutter Trost, wenn es gesehen hat, dass ein anderes Kind sich gestoßen hat und weint.

Mit ca. 1 Jahr beginnen Kinder zu begreifen, dass der Kummer ihres Spielkameraden nicht ihr eigener Schmerz ist. Eventuell ahmen sie den Schmerz des anderen nach, um selbst zu erleben, wie sich es sich anfühlt.

Noch ein bisschen später wird das Kind versuchen selbst zu trösten, indem es seine eigenen Spielsachen anschleppt, das leidende Kind in den Arm nimmt, mit ihm spricht, seine Hand hält oder die gleiche Leidensmine aufsetzt.

Vielleicht sind die Wurzeln dieses Verhaltens angeboren. Wir wissen aber durch viele Untersuchungen und Beobachtungen, dass ein großer Teil erlernbar ist. Ob sich ein Kind einem anderen zuwendet und Trost spendet oder ob es sich teilnahmslos abwendet hängt stark von dem Vorbild und der Erziehung der Eltern ab.

Eltern können ein Kind z.B. darauf aufmerksam machen, dass es durch ein „Fehlverhalten“ einem anderen Leid zugefügt hat: „Schau, wie traurig der kleine Junge ist, weil du ihm das Spielzeug weggenommen hast.“ anstatt „Das war ungezogen.“ Vorleben ist sicher noch mal so wichtig.

Studien haben gezeigt, dass Eltern und Kind sich wortlos mit Blicken über ihre Gefühle abstimmen. Mütter stellen sich oft intuitiv auf die Gefühlslage ihres Kindes ein. Wenn es fröhlich kräht, antwortet die Mutter in derselben Stimmlage und einem fröhlichen Gesichtsausdruck. Weint das Kind oder drohen nur Tränen wird die Mutter sich dem Kind zuwenden, beruhigend, leise und eindringlich mit dem Kind sprechen und es tröstend in den Arm nehmen.

Gefühle werden rational durch Worte ausgedrückt, viel wichtiger ist der emotionale Anteil, der durch Gestik, Gesichtsausdruck, Stimmlage und Modulation zum Ausdruck kommt. Wenn rationaler Teil und emotionaler nicht übereinstimmen oder die Eltern sich verweigern in das Gefühl des Kindes einzufühlen, ist die Reaktion des Kindes Bestürzung und noch mehr Schmerz und Kummer.

Schließlich kann das Gefühlsleben eines Kindes stark verwirrt werden. Wenn seine eigenen Gefühle nicht bestätigt werden, kann es auch nicht lernen, sie anzunehmen und seine Gefühle in der weiteren Zukunft zu erkennen. Erkennt es seine eigenen Gefühle nicht, kann es auch die Gefühle anderer nicht erkennen und auf sie reagieren.

Damit fehlt diesem Kind ein wichtiger Teil, der ihn für das Leben fit machen könnte. Freundschaften oder Liebesbeziehungen beruhen nun mal darauf, dass man sich in eine andere Person hineinversetzen kann.

Glücklicherweise sind wir ein Leben lang lernfähig. Wir können einmal erworbene Defizite später wieder korrigieren. Auch wenn die „Kosten“ dafür hoch sind. Es verlangt dem Veränderungswilligen sehr viel Energie ab. Der Lohn dafür kann dann ein ausgeglichenes und befriedigendes Gefühls- und Liebesleben sein. Und dafür ist doch kein Einsatz zu hoch, oder?

Wichtig ist, dass wir wirklich damit beginnen müssen uns selbst zu lieben und zu akzeptieren. Erst dann können wir uns mit Liebe und Mitgefühl unseren Mitmenschen zuwenden.