Wenn das Leben gerade schwierig ist

Was kann ich selber tun, wenn ich gerade in einer schwierigen Lebenssituation stecke?

Die meisten von uns haben schon als Kinder gelernt, dass wir anderen, unseren Eltern, unseren Lehrern, unseren Freunden, und später im Erwachsenenleben, unserem Partner, unseren Kindern, unserem Chef, usw. gefallen sollten. Das macht das Miteinander leichter. Aber wer fragt da nach unseren Bedürfnissen?

Was macht uns selbst eigentlich zufrieden und glücklich?

Erstaunlicherweise wissen viele Menschen das gar nicht. Sie funktionieren gemäß den Anforderungen, die an sie gestellt werden und stellen sich selbst zurück.

Oft glauben Menschen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, dass ihnen die Kraft und die Möglichkeit fehlen, diese zu ändern. Wer seine Situation als ausweglos sieht, sucht eben nach keinem anderen Weg.

Heute möchte ich Ihnen ein paar Anregungen geben, wie Sie sich auf sich selbst besinnen können.

Führen Sie eine „Freudeliste“!

Schreiben Sie auf diese Liste ganz konkrete Aktivitäten, die Ihnen wirklich Freude bereiten. Wenn Sie die Liste lesen, sollten in Ihnen angenehme Gefühle aktiviert werden.
Hier ein paar Beispiele, die auf meiner Freudeliste stehen:

  • Kochen
  • Gärtnern
  • mit meinem Hund kuscheln
  • dem Gesang der Vögel lauschen
  • die Wolken betrachten
  • Klavier spielen
  • Musik hören
  • ein Buch lesen
  • philosophische Gespräche führen
  • meinen nächsten Blog-Beitrag formulieren
  • Freunde treffen
  • meinen Mitmenschen eine Freude machen

Versuchen Sie mindestens 50 Aktivitäten aufzuschreiben, die ihnen Freude bereiten.

Lesen Sie die Liste, wenn es Ihnen gerade nicht so gut geht und lassen Sie sich inspirieren.

Versuchen Sie möglichst viele von diesen freudvollen Aktivitäten in Ihren Tagesablauf zu integrieren. Damit üben Sie, Ihren Tag positiv zu gestalten.

Ebenso wichtig ist, dass Sie verteilt über den Tag immer wieder innehalten und sich ehrliche Antworten auf die folgende Fragen geben.

  • Wie geht es mir gerade?
  • Was sagt mir mein Körper gerade?
  • Was täte mir jetzt gut?
  • Wie kann ich es mir leichter machen?

Machen Sie es sich zur Routine, z.B. immer zur geraden/ungeraden Stunde in Ihrer Wachzeit, dieses kleine Ritual durchzuführen.

Atmen Sie dreimal tief ein und aus, ein- und aus, ein und aus. Dann beantworten Sie die Fragen.

Schon nach ein paar Tagen werden Sie bemerken, wie schön es sich anfühlt, achtsam mit sich selbst zu sein.

March for Science 2018

In der Zeit der „alternativen Fakten“, „Verschwörungstheorien“ und der „postfaktischen Ära“ entstand im Jahr 2017 die erste internationale Großdemonstration „March for Science“ oder „Marsch für die Wissenschaft“. Ziel war es, auf die zunehmende Einschränkung der Wissenschaft weltweit hinzuweisen, wie beispielsweise in den USA, der Türkei oder Ungarn, und auf die Bedeutung der Wissenschaft für die Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Auslöser der Bewegung waren wissenschaftsfeindliche Äußerungen und Maßnahmen der Regierung Donald Trumps. Trump hatte unter anderem die globale Erwärmung als Schwindel bezeichnet.

In Deutschland richten sich die Motive allgemein gegen Populismus und „postfaktisches Denken“ sowie für mehr wissenschaftliche Evidenz in Debatten und bei politischen Entscheidungen.

Am 14.April 2018 wird der Marsch fortgesetzt. Der Schwerpunkt liegt auf der Wissenschaftskommunikation. Sie soll die Verbindung zwischen Wissenschaft und den verschiedenen Handlungsfeldern herstellen und die Basis für das gegenseitige Verständnis schaffen.

Die Handlungsfelder in Deutschland sind

  • Wissenschaft und Gesellschaft
    Was an Forschung fasziniert und begeistert, welche Menschen dahinter stecken und was sie Tag für Tag machen, steht im Fokus dieses Handlungsfeldes. Forscher/innen sollen versuchen der wissenschaftsinteressierten Öffentlichkeit, den Weg zu ihren Erkenntnissen und deren Sinn zu kommunizieren. So tragen sie zu einem positiven Bild der Wissenschaft in der Gesellschaft bei und zeigen, dass sie den Menschen (durch deren Steuergelder sie ja nach wie vor großenteils finanziert werden) auch etwas zurückgeben.
  • Wissenschaft und Bildung
    Wer verstanden hat, wie der wissenschaftliche Erkenntnisprozess funktioniert, und Sachkenntnis und kritisches Denken verbindet, läuft weniger leicht Gefahr, auf politisch motivierte Desinformation und Lügen hereinzufallen.
  • Wissenschaft und Politik
    Entscheidungen sollten auf der Grundlage der besten verfügbaren Informationen gefällt werden, sprich, auf Grundlage wissenschaftlicher Evidenz und Argumentation. Politische Entscheidungsträger/innen müssen die Fähigkeit und die Bereitschaft mitbringen, diese zu verstehen.

Die übergeordneten Werte der Wissenschaft sind:

  • Wahrheit
    Wissenschaft strebt nach Wahrheit. Diese ist naturgemäß in einer sich ständig ändernden Welt und mit unseren stets begrenzten Mitteln unerreichbar; dennoch versucht die Wissenschaft, sich ihr mit nachvollziehbaren Methoden bestmöglich anzunähern. Das unterscheidet wissenschaftliche Erkenntnisse von Meinungen.
  • Freiheit
    Freiheit ist die Voraussetzung dafür, dass Wissenschaft ergebnisoffen arbeiten kann. Was die Freiheit der Wissenschaft einschränkt, beschränkt folglich auch die Aussagekraft und Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Wissenschaft sollte im Einklang mit den oben skizzierten Werten frei und ergebnisoffen nach Wahrheit streben können. Es gibt Faktoren, die diese Freiheit einschränken. Die wichtige Kommunikation mit der Öffentlichkeit wird nicht honoriert.

Wissenschaftler verschwenden ihre ohnehin knappe Zeit neben wichtigen Veröffentlichungen für das Einholen von externen Geldern für weitere Forschung. Die Abhängigkeit von externer Finanzierung und Lobbyismus behindert Kreativität und Innovation und lässt das beforschen, was bezahlt wird. Das kann die Ergebnisse eklatant beeinflussen: „Wer zahlt, schafft an.“ Diese Rahmenbedingungen des Wissenschaftssystems sind mit den Werten der Freiheit und der Wahrheit nur bedingt vereinbar.

Die Forderung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es, dass sie frei nach Wahrheit streben können und dass es honoriert wird, wenn sie Verantwortung für unsere demokratische Gesellschaft übernehmen, deren Teil sie sind.

 Quelle: https://marchforscience.de/

Wer bin ich?

Den größten Teil unseres Lebens spielen wir ein Spiel „Tun wir so, als ob“. Wir leben hinter einer Maske und versuchen, etwas zu sein, was wir nicht sind.

Nach meiner ersten größeren Beförderung, die mit der Teilnahme am wöchentlichen Jour Fixe der Führungsmannschaft verbunden war, saß ich oft in dieser Runde und sagte zu mir: „Birgitt, jetzt spielst du wieder erwachsen sein.“ Viele Überzeugungen, Regeln und Anordnungen, die hier verabschiedet wurden, entsprachen nicht meinem wahren Wesen. Ich musste nicht Mitarbeiter wie eine Zitrone auspressen, sie unter Druck setzen um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Ganz im Gegenteil, ich war und bin der Meinung, wenn man einen Gemeinschaftsinn erleben lassen kann, dann steht der eine für den anderen ein, wie bei den Musketieren: Einer für Alle und Alle für Einen. Damit lag ich in den Augen meiner Mit-Führungskollegen und Vorgesetzten leider falsch. Und irgendwie musste ich „mitmachen“.

Wir leben in einer schönen Welt des Scheins. Jeder stellt etwas dar, was er gern sein möchte oder was die Umwelt von ihm erwartet und bemerkt gar nicht, dass er zu einem Menschen aus Pappmachée wird. Wenn man anklopft ist keiner zu Hause nur hohle Luft.

Oft können wir aber nicht so schnell unsere Maske ablegen, weil wir glauben, dann stünden wir nackt und bloß vor dieser Welt. Und manchmal haben wir uns schon so an unsere Maske gewöhnt, dass wir wirklich glauben, es wäre unsere eigene Haut.

Wenn wir ein Leben leben, indem wir anderen eine Fassade vorführen, verlieren wir den Kontakt zu dem, was wir wirklich sind. Wenn wir uns auf Rollen und Masken zurückziehen, sind die Worte, die wir sagen, leer. Die Menschen werden uns zwar zuhören, aber nicht glauben.

Aber einige Menschen würden lieber sterben, als sich von ihren Masken zu trennen. Selbst Menschen, die sehr krank sind, machen sich in erster Linie Sorgen über ihr Aussehen und den Eindruck, den sie auf andere machen.

Wenn jemand die Maske, die wir tragen, in Frage stellt oder beleidigt, fühlen wir uns, als würden wir innerlich sterben. Manche Menschen würden andere töten, um ihr öffentliches Bild aufrecht zu erhalten. Einige töten sich selbst, wenn dieses Bild verschwunden ist.

Wenn jemand die Vorstellung hat, dass nur eine Meinung richtig ist, nämlich die eigene, dann sind alle anderen Meinungen per sé falsch, was wiederum bedeutet, dass viele Menschen „falsch“ sind. Ist diese Anmaßung nicht total arrogant?

Wir leben fast alle eingesponnen in eine Arroganz, die völlig unangebracht ist. Wir glauben, etwas Wertvolles, Wichtiges zu machen. Diese Selbstgerechtigkeit und dieser falsche Stolz hindert uns daran, friedlich und in Liebe miteinander zu leben.

Sollten wir uns nicht eher bemüßigen, diese Arroganz abzulegen? Alles, was wir fühlen, hassen oder ersehnen sind unsere Projektionen auf die Welt. Es wäre besser zu erforschen, woher wir die Projektionen erworben haben.

Manchmal, wenn wir älter werden, wischen die Veränderungen in unserem Leben alte Bilder weg und nehmen schließlich Masken und Spiele fort.

Wer sind wir also, wenn das, was wir zu sein vorgeben, verschwunden ist? Was wird sich dann offenbaren? Warum ist es so schwer, den wahren Menschen „ohne Rang und Namen“ zu finden und Tag für Tag mit ihm zu leben?

Lassen wir mal den „wahren Menschen ohne Rang und Namen“ in uns
zu Wort kommen.

Schreibt ein paar Seiten darüber auf, wer ihr zu sein glaubt.
Wo liegen deine Stärken und deine Schwächen? Wie und wer wollt ihr sein?

Legt diese Seite weg.

Nehmt eine neue Seite und lasst den wahren Menschen ohne Rang und Namen sprechen und sagen, was er darüber denkt.

Die Macht der Demütigung

Klar, früher wurde man an den Pranger gestellt, ausgepeitscht oder gebrandmarkt, wenn man ein Verbrechen oder eine unehrenhafte Tat begangen hatte. Schüler, die ihre Schulaufgaben nicht gemacht hatten oder mit dem Nachbarn getuschelt hatten, wurden in die Ecke gestellt. Prügelstrafe war auch noch Gang und Gebe.

Heute ist das alles verboten und dennoch ist Demütigung immer noch ein Mittel der Macht. Es gibt heute z.B. durch die sozialen Medien noch viel wirkungsvollere Methoden. Diese werden dann auch öffentlich genutzt, um auszugrenzen, sich abzusetzen, Autorität auszuüben.

Im Jahr 2015 soll ein amerikanisches Mädchen sich selbst getötet haben, weil ihr Vater sie „öffentlich“ bestrafte, in dem er ihr ihre langen Haare abschnitt, dies mit seinem Smartphone filmte und in YouTube einstellte. Das Mädchen hatte ein Selfie in Sport-BH und Leggings zuvor an einen Jungen geschickt und das Bild kam irgendwie in Umlauf, was wiederum die Schulleitung bemerkte und den Vater verständigte. Das Mädchen ertrug die Scham nicht mehr und stürzte sich von einer Brücke.

Ich will den Wahrheitsgehalt nicht beurteilen, weil es meiner Recherche nach mehrere unterschiedliche Darstellung gab. Ohne Zweifel gibt es auf Facebook noch eine Seite „Justice for Izabel“.

Als ich die Geschichte von Izabel las, fiel mir gleich eine weitere Geschichte ein, die einem meiner Klienten widerfahren war. Er erzählte mir als 60-jähriger Erwachsener, dass er als 7 oder 8 Jähriger irgendetwas mal in der Schule vermasselt hatte. Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr an die „Tat“ erinnern. Sie scheint in meinem Gedächtnis keine wirklichen Spuren hinterlassen zu haben. Aber das weitere Verhalten seines Vaters lässt mir noch heute das Blut in den Adern gefrieren.

Der Vater beschloss, seinem Sohn nicht zu Hause eine Abreibung zu verpassen (das war damals in den 1960ern noch erlaubt,) sondern schnappte sich seinen Sohn, ging mit ihm zum Schuldirektor. Vor dem Schuldirektor musste der Sohn seine übliche Lederhose herunterlassen. Der Vater zog seinen Gürtel genussvoll langsam aus der Hose und verprügelte den Sohn mit der Gürtelschnalle vor den Augen des Schulrektors.
(So, nun bitte wieder ein-und ausatmen.)

Ich hatte schon beim Zuhören den Verdacht, dass irgendetwas in ihm während dieser Demütigung, (Bestrafung wäre es zu Hause gewesen,) zerbrochen war, was ihn sein ganzes weiteres Leben beeinträchtigt hat. Er hatte kein Vertrauen in andere Menschen mehr, fühlte sich immer ungeliebt, obwohl er immer nach Liebe suchte. Schließlich und endlich fiel er in tiefe Depression, hatte Verfolgungswahn und landete zweimal in der Psychiatrie.

Woher kommt dieses Bedürfnis, andere oder die eigenen Kinder vorzuführen und öffentlich bloßzustellen? Was sollen solche Demütigungen bezwecken, aber auch welche Wirkungen entfalten sie? Warum sind sie selbst in Gesellschaften verbreitet, die Würde und Respekt in ihrer Verfassung verankert haben? Lebt hier das „finstere Mittelalter“ wieder auf, das Schlechte im Menschen, die tiefen, teuflischen Abgründe?

In öffentlichen Demütigungen wird stets Macht demonstriert. Indem andere Menschen vor Augenzeugen in die Knie gezwungen und bestraft werden, bekräftigen die Täter ihren Anspruch auf eine herausgehobene, machtvolle Position. Sie versuchen sich auf Kosten des vermeintlich Schwächeren groß zu machen.

Scham ist ein Gefühl von ungeheurer Wucht und mächtiger Wirkung. Sie kann tödlich sein und prägt sich unauslöschlich ein. Dabei ist die Anwesenheit und Zeugenschaft Dritter von größter Bedeutung.

Was macht die Demütigung zu einem so abscheulichen Instrument?

Es ist die Macht und Gewalt des öffentlichen Blicks. Werden andere Menschen Zeugen individueller Fehlleistungen oder Normverstöße, wird das Schamgefühl immer brennender. Je mehr Wert der Betroffene auf Wertschätzung und Anerkennung legt, desto größer werden die Scham und der emotionale Schaden.

Tatsache ist, dass täglich gezielte, absichtsvolle Demütigungen stattfinden. Nicht nur in Familie, Schule, Beruf oder beim Militär, wo sie meist von oben nach unten erfolgen. Sondern auch unter Gleichen, unter Schülern oder Arbeitskollegen, finden sie statt, nur dort heißen sie nicht Demütigung sondern Mobbing. Selbst in der nationalen und internationalen Politik kommen sie immer häufiger vor.

Wer sich falsch verhalten oder die Normen der Gruppe verletzt hat, kann darüber Scham und Reue empfinden und mit oder ohne Unterstützung versuchen es zu ändern.

Wer jedoch gedemütigt wird, weil er oder sie anders ist, weil er oder sie eine andere soziale oder ethnische Herkunft oder Hautfarbe haben, einer anderen Religion angehören, eine andere sexuellen Orientierung oder eine andere körperlichen Gestalt oder Behinderung haben und deshalb Ausgrenzung erfährt, kann keine Reue oder Scham darüber empfinden. Denn all diese Merkmale sind ohne sein Zutun entstanden und können nicht geändert werden.

Menschen reagieren auf unterschiedliche Weisen auf Demütigung. Der eine reagiert mit Depressionen, andere entwickeln offene Aggressionen, wieder andere verbergen ihren Zorn und planen langfristige Rache.

Die stärksten Gefühle der Demütigung in Opfern entstehen, wenn die Opfer ihre Demütiger bewundern, wie es z.B. beim Vater sein kann. In Fällen, in denen solche Opfer Zugang zu Mitteln bekommen, die ihnen Rache für die erlittene Demütigung ermöglicht, kann es passieren, dass diese Rache mit besonderer Brutalität ausgeführt wird und sogar Völkermord einschließt.

Da möchte ich noch einmal daran erinnern, dass in Kapitel 1 unseres Grundgesetzes festgehalten wird:
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Und darauf sollten wir alle achten.

Demütigung macht (dauerhaft) krank und verursacht dadurch hohe gesellschaftliche Kosten.

In einigen Fällen kann Demütigung sogar tödlich enden.

Demütigung ist gewalttätig und kann Gegengewalt erzeugen.

Demütigung kann zu Hass, Kriegen, Unterdrückung und Unversöhnlichkeit führen.

Und das Selbstwertgefühl des Peinigers/Aggressors wird nicht um ein Jota stärker.

Wenn Sie gedemütigt wurden, wenn Sie es nicht schaffen die Gefühle der Demütigung selbst zu bewältigen oder an sich selbst erkennen, dass Ihre Gewaltbereitschaft gegen andere aber auch gegen sich selbst zunimmt, dann wenden Sie sich an einen psychologischen Berater Ihres Vertrauens!

Das Leid einer Demütigung zu kurieren bedarf besonnener therapeutischer Hilfe von geeigneten Helfern.

Ich möchte ein kleines Beispiel bringen, um klarzustellen, dass der Umgang mit Demütigungen auch in der Politik weitreichende Folgen haben kann.

Nelson Mandela war erfolgreich in seinem Bemühen, sich von dem Drang nach Rache zu distanzieren, er hätte auch ein Hitler werden können. Stattdessen verwandelte er die tiefe Demütigung, die er erlebt hatte, in eine Kampagne zur Veränderung demütigender sozialer Strukturen.

Aber auch den Tätern kann geholfen werden. Meist werden sie nicht die notwendige Erkenntnis haben, dass sie etwas ändern müssen. Doch wenn ein Täter zu dieser Erkenntnis kommt, dann kann er lernen die Perspektive des Opfers einzunehmen und versuchen, Gefühle der Demütigung im Anderen zu verstehen, sie im Anderen anerkennen, und sich dafür zu entschuldigen.

Wir sollten in Kindergärten und Schulen damit beginnen, die Selbstwahrnehmung und die Empathie mit Anderen zu erwecken. Dann kann der Kreislauf der Demütigung und der daraus resultierenden Gewalt in Familien und Gesellschaft unterbrochen werden. Dann können selbstbewusste, offene Bürger ohne Gewalt und Hass miteinander leben.

!!! Könnte eine Osterbotschaft sein !!!

Gute Nachrichten, wo seid ihr?

Seit 2 Wochen begebe ich mich täglich auf die Suche nach guten, freudigen Nachrichten.

Fehlanzeige!

Bis auf die Meldungen von der Geburt von Madeleines Tochter, den Sohn von Schweini und die Hochzeitsvorbereitungen von Prinz Harry und seiner Meghan habe ich keine einzige Nachricht gefunden, die aufbauend wäre.

Es werden alle Morde, Unfälle, unglücklichen Verstrickungen, Kriege, Vergewaltigungen, Unrecht, politische Versäumnisse und Streitereien lang und breit dargestellt. Firmen, die betrügen und belügen und Promis, die sich trennen, krank sind oder sterben, bekommen viel Aufmerksamkeit.

Nun möchte ich euch fragen: Kennt ihr gute Nachrichten?

Wenn ihr gute, freudige, rührende Nachrichten mit Happy-End lest, schreibt sie mir bitte mit Quellenangabe.

Ich möchte einmal eine Zeitung erstellen, die nur gute Nachrichten hat.

Zum Leben gehört natürlich auch der Tod und Gewalt. Diese sollen nicht verschwiegen werden. Trauer und Freude liegen ganz nah beieinander, ebenso wie Glück und Unglück.

Trotzdem oder gerade deswegen möchte ich mal die guten Nachrichten ganz nach oben stellen.

… zur Freude der Menschen …
… weil die Seele die Farbe der Gedanken annimmt …

Ich verlasse mich auf euch!
Lieben, herzlichen Dank im Voraus!

Weltfrauentag 2018

In den letzten 3 Jahren ist mir eine Illusion abhanden gekommen. Obwohl ich glaube, dass ich mit beiden Beinen auf der Erde stehe und sehr realistisch bin, habe ich natürlich auch Träume. Mein Traum war immer, wenn ich erst einmal im Rentenalter bin, eine „Altweiber“-WG in Florida zu gründen und ähnlich den „Golden Girls“ (die Serie kennen wahrscheinlich nur noch die Älteren) das Leben zu genießen.

Im Rahmen der großen Flüchtlingstrecks, die besonders 2015 in den Fokus der Öffentlichkeit kamen, wurde mir klar, dass der Mensch nicht einfach da auf der Welt wohnen darf, wo er gern möchte.

Gut, dass man nicht überall arbeiten darf, war mir schon klar. Dazu braucht man ein Arbeitsvisum. Mir hätte auch bewusst sein können, dass man für fast jedes Land ein Besuchervisum braucht, das zeitlich begrenzt ist.

Seht es mir nach, dass ich trotzdem glaubte, leben zu können, wo ich will.

Mir wurde auf einen Schlag klar, dass das Leben sehr eingeschränkt ist. Und darüber bin ich sehr traurig.

Was hat das nun alles mit dem Weltfrauentag zu tun und welchen Inhalt möchte ich meinen Mit-Frauen damit nahe bringen?

Täglich lese ich in den Zeitungen über Gleichstellung von Frauen. Da schießen Frauenbeauftragte wie Pilze aus dem Boden, ebenso Forderungen nach Quote und gleichem Gehalt, etc. Alice Schwarzer hat ganze Arbeit geleistet.

Die Gegenposition von Esther Vilar („der dressierte Mann“) war eher eine überzogene Persiflage, sicher mit ein paar unangenehmen Wahrheiten für die Frauen oder zumindest Denkanstößen.

Und wie so oft liegt die Wahrheit in der Mitte.

Tatsache ist:
Frauen und Männer sind nicht gleich!

Die einen können Kinder gebären und säugen, die anderen nicht.
Die einen können im Stehen pinkeln, die anderen eher nicht.

Meine Großmutter berichtete mir allerdings, da die Frauen früher keine Unterhosen trugen, lupften sie im Stehen nur die Röcke und ließen es laufen, auch im Gespräch mit der Nachbarin. Und mein Vater erzählte mir, dass einige Russinnen das auch konnten und zwar im hohen Strahl nach oben wie die Männer. (Übrigens, aus heutiger Sicht war mein Vater nicht in russischer sondern in ukrainischer Gefangenschaft und es waren keine Russinnen sondern Ukrainerinnen.)

So, mehr fällt mir als Unterschied jetzt nicht mehr ein. Ich neige eher dazu es mit Annie aus „Annie Get Your Gun“ zu halten: Alles, was du kannst, das kann ich viel besser …

Die Beschränkungen, die einige Frauen fühlen, sind nur innere Beschränkungen. Glaubenssätze, aufgebaut durch die Umwelt.

Ein Glaubenssatz beschränkt nicht nur die einzelne Frau, sondern gleich die gesamte Gemeinschaft der Frauen: Der Glaube, dass Frauen sich nicht solidarisieren können.

Sie können es. Sie müssen dabei nur ihr eigenes Ego und die Jagd nach einem Auserwählten in den Hintergrund drängen. Auch wenn das biologische Bestreben die Fortpflanzung ist, kann der Geist dieses Bestreben regulieren.

Natürlich ist die Mutterschaft etwas Einzigartiges und Wunderschönes. Aber es gibt auch Frauen, die keine Kinder kriegen können, oder auch keine Kinder wollen. Das eine ist kein Grund zur Glorifizierung und das andere kein Grund zur Herabsetzung.

Frauen, wenn ihr euch befreien wollt, dann lasst euch nicht spalten in Mütter und keine Mütter, in Hausfrauen und Berufstätige, in Verheiratete und Ledige, in Alte und Junge, in Schwarze und Weiße, in Christinnen und Andersgläubige, in Gesunde und Kranke, in Dicke und Dünne, in Hübsche und Hässliche und was euch noch so einfällt. Lasst euch aber auch nicht dazu hinreißen, euch in Männer und Frauen zu trennen.

Wir sind alle Menschen!
Wir brauchen keinen Frauentag!
Wir brauchen einen Tag der Menschlichkeit!
Oder besser Tag für Tag Menschlichkeit!

Leben und Sterben

In den letzten Monaten begegnet mir immer wieder in dem Kreis meiner lieben Mitmenschen schwere Krankheit und leider auch der Tod.

Das macht die Gedanken manchmal schwer. Es ist natürlich, dass andere Menschen, wenn sie aus dem Kreis gerissen werden, tiefe Löcher bei denen reißen, die zurückbleiben. Es ist natürlich, dass Krankheit Angst macht, wenn man ihr gegenübersteht. Gleichzeitig fühlt man sich schlecht, dass man „überlebt“ hat oder „gesund“ ist.

In unserer modernen Gesellschaft versuchen wir den Tod zu verdrängen und sehen im Sterben nichts als Vernichtung und Verlust. Daraus folgt, dass die meisten Menschen den Tod entweder vollständig leugnen oder in Angst vor ihm leben. Schon über den Tod zu sprechen wird als morbid angesehen, und viele Menschen glauben, dass wenn Sie über den Tod sprechen, ihn schon zu sich ziehen.

Andere nehmen den Tod zu leicht: Das ist noch weit weg, das passiert nur den Alten.

Eigentlich ist das Verleugnen und Wegschieben des Todes und Sterbens nur ein Spiegel dafür, dass wir beidem, dem Leben und dem Sterben, ziemlich unvorbereitet gegenübertreten.

Das führt in unserer modernen Welt dazu, dass junge Leute in jedem erdenklichen Fach hochgebildet sind, aber keine Ahnung über den Sinn des Lebens haben oder ihn in irgendeiner Lehranstalt erhalten.

Wenn wir uns mit dem Tod beschäftigen, werden sich unweigerlich Fragen stellen, die wiederum sehr wichtig für das Leben sind. Wer bin ich? Warum bin ich hier? Worin liegt der Ursprung meines Lebens? Wann und wie wird mein Leben enden? Was bedeutet der Tod für mich? Geht mein Leben nach dem Tod noch weiter?

Zu allen Zeiten, in allen Kulturen und in jeder Lebensphase – bei der Geburt eines Kindes, bei der Konfrontation mit dem Sterben oder in einer ernsten Krise – stellt man sich diese Fragen zum Wunder der Geburt und dem Mysterium des Todes. Aber nur selten erhält man darauf eine befriedigende Antwort. Was immer sich in unserem Leben ereignet, wie wir uns auch entwickeln, welche Glücksfälle und Widrigkeiten uns im Laufe unseres Lebens auch begegnen, wie viel Ruhm, Macht und Reichtum wir auch erlangen, der Tod bleibt immer gegenwärtig. Alles, was wir uns anhäufen, wird in nicht allzu ferner Zukunft verloren gehen. Geburt und Tod sind Realitäten, die sich in jeder Sekunde unseres Lebens ereignen, denn unser Körper ist einem ständigen Prozess von Werden und Vergehen unterworfen.

Diese Woche hat mich ein Ereignis stark berührt. Meine liebe Feng-Shui-Lehrerin Hedwig Seipel ist gestorben. Da ging mir durch den Kopf „Warum?“, so eine engagierte, verbindliche, freundliche und noch junge Frau?

Im Feng Shui gibt es die 12 Chi-Phasen des frühen und späten Himmels. Die 12 Chi-Phasen beruhen auf der Überlegung, dass alle Wesen in Zeit und Raum einem zyklischen Veränderungsprozess unterworfen sind. Sie sind die Beschreibung des Entstehens und Vergehens eines Lebewesens.

Beruhigend ist die Beschreibung der letzten Phase: alles vorhergehende Chi ist erschöpft und findet seine Fortsetzung in ein späteres Chi.

Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?

Das ist eine wichtige Frage, die durch kein Wissen belegt oder nachvollziehbar ist. Menschen, die ein Nahtoderlebnis hatten, stehen dieser Frage viel offener gegenüber und ihr Leben verändert sich auch gravierend.

Menschen, die ein Nahtoderlebnis hatten oder die im Sterben liegen, kommen der Quintessenz des Lebens manchmal sehr nah. Sie erzählen, das was wirklich zählt, ist mehr Liebe zu geben, liebevoller miteinander umzugehen. Alle zwischenmenschlichen Beziehungen und Liebe sind das Wichtigste, nicht die materiellen Güter. Und zu erkennen, dass alles, auch das, was man unbewusst tut, gespeichert bleibt. Alles kommt irgendwann wieder zum Vorschein.

Die australische Krankenschwester Bronnie Ware hat viele Jahre in der Palliative Care gearbeitet und sterbende Patienten in deren letzten drei bis zwölf Lebenswochen begleitet. Dabei ist ihr aufgefallen, dass Sterbende häufig die gleichen Versäumnisse in ihrem Leben bereuen. Die fünf häufigsten Erkenntnisse hat sie aufgeschrieben:

  • Ich wünschte, ich hätte den Mut aufgebracht, ein Leben getreu mir selbst zu führen – anstatt eines, das andere von mir erwarteten.
  • Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
  • Ich wünschte, ich hätte den Mut aufgebracht, meine Gefühle zu zeigen.
  • Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben.
  • Ich wünschte, ich hätte mich glücklicher sein lassen.

In diesem Sinne:

Erlaube dir zu weinen, über dein bisheriges Leben!
Dann überlege dir, wie du wirklich leben willst.
Versuche Arbeit zu findet, die dich lebendig macht.
Zeige, was du fühlst!

Nobody is perfect – ich auch nicht

Was in Deutschland zurzeit über Politiker in den Medien abgeht, wie sich Politiker untereinander verhalten, wie überhaupt Menschen miteinander umgehen, lässt mich erahnen, wie viele Verletzungen im Leben so täglich, stündlich, minütlich passieren. Wie gedankenlos das Miteinander abläuft.

Ich bin kein Freund davon, zu behaupten, dass wir nur das gespiegelt bekommen, was wir selber sind und geben. Aber so einen kleinen Verdacht habe ich doch, dass es nicht ganz falsch ist.

Mein ganz großer Verdacht zielt allerdings auf etwas ganz anderes. Dazu muss ich etwas über mich erzählen.

Bevor ich mich selbständig machte, war ich lange Jahre als Führungskraft eines großen Münchner Unternehmens tätig. Nachdem mein Lebensalter eine 5 an der ersten Stelle hatte, war zu erkennen, dass mich viele Jüngere gern beerben wollten. Dazu gibt es subtile und auch nicht subtile Methoden um das Ziel zu erreichen. Um diese Kränkungen und Verletzungen aus meinem Leben zu schaffen, habe ich hart an mir gearbeitet. Und saß bisher auch dem Glauben auf, alles verarbeitet zu haben.

Letzte Woche traf ich mich mit einer Freundin und wir kamen so ins Gespräch über die Ereignisse um uns herum. Und siehe da, erwischt! Eine Äußerung von mir über das Schicksal meiner „Peiniger“ zeigt so deutlich wie es nur geht (nämlich die pure Schadenfreude auf meiner Seite), es ist immer noch ein Stachel in mir.

Und wie es im Leben oft ist, lief mir Byron Katie (natürlich nur symbolisch) in den letzten Tagen mehrmals über den Weg. Byron Katie ist die Gründerin der Methode „The Work“. The Work ist eine ziemlich einfach Methode, um zu erkennen, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt. Jeder Mensch sieht eine Situation ja erst einmal aus seiner eigenen Sichtweise und glaubt fest daran, dass sei nun unumstößlich. Andere Beteiligte können aber dieselbe Situation ganz anders beurteilen.

So ist das eben auch bei einem Konflikt oder wenn man glaubt, es gäbe nur eine Lösung. Die Sichtweisen und/oder Gefühle der anderen Beteiligten werden nicht in Betracht gezogen. Muss doch jeder so empfinden wie ich! Oder etwa nicht?

Wenn man erkennt, dass die eigenen Gefühle und Denkweisen nicht die „allein selig machenden“ sind, dann kann man auch Bereitschaft zu einem Miteinander entwickeln und gemeinsame Lösungen finden.

Das setzt aber voraus, dass ich die Einsicht erlange, dass ich nicht perfekt bin.

Die Erkenntnis nicht perfekt zu sein, öffnet wiederum Tore, an sich selbst zu arbeiten und Verständnis für die anderen aufzubringen.

Da muss ich gleich noch ein Ereignis aus meinem angestellten Berufsleben berichten. Ziemlich zum Schluss meines Angestelltenlebens hatte ich eine jüngere Chefin, die jede Besprechung damit krönte zu sagen: Ich mache keine Kompromisse.

Daran denke ich sehr oft. Das ganze Leben und Zusammenleben ist eine lange Kette zeitlich aneinandergereihter Kompromisse. Ich hoffe für die ehemalige Chefin, dass sie irgendwann dazu gelernt hat und auch zu dem Ergebnis gekommen ist.

Abschließend gesagt, Hass und Kampf machen krank und hässlich. Das wirkt wie eine gemeine Droge, die süchtig macht und langsam das Gehirn vernebelt.

Besser ist es, an sich zu arbeiten auf dem Weg zu einem friedlichen und glücklichen Leben.

Am allerbesten wäre, wir würden schon bei unseren Kindern damit anfangen Mitempfinden und Empathie zu erwecken. Dann  müsste in der Schule die dialektische Diskussion ein Pflichtfach werden. Zur Erinnerung, Dialektik ist die philosophische Disziplin, in der gegensätzliche Standpunkte diskutiert werden, um am Ende zu einer befriedigenden Lösung zu gelangen.

Dann können wir unterm Strich wieder sagen:

Wie es auch sei, das Leben, es ist gut.
Johann Wolfgang von Goethe

Das chinesische Jahr des Erde-Hundes 2018

Das chinesische Jahr des Hundes beginnt am 16.02.2018 und endet am 05.02.2019. Es  steht unter der Regentschaft des Erde-Hundes.

Der Hund im chinesischen Horoskop ist ein ruhiger, treuer, gerechtigkeitsliebender, intelligenter und hilfsbereiter Genosse.

Der Hund ist ehrlich, freundlich und loyal. Seine Aufrichtigkeit und sein Gerechtigkeitsempfinden beeindrucken seine Mitmenschen. Für seine Freunde ist er ein wertvoller Helfer und es immer Verlass auf ihn, auch wenn er sich nicht ausnutzen lässt. Auf der anderen Seite ist er ein erbitterter Kämpfer für die Gerechtigkeit.

Von Natur aus ist er sehr bodenständig und braucht keinen Luxus um zufrieden zu sein, was durch das Element Erde noch zusätzlich betont wird. Stabilität und Sicherheit sind ihm sehr wichtig. Das Tierkreiszeichen Hund ist Yang-betont, also sehr durchsetzungsstark, das Element Erde gehört dem Yin an und relativiert damit alles Yang-betonte des Hundes.

Er ist sehr sachlich und Vernunft betont. Aufgrund seiner Intelligenz macht er auch selten Fehler. Er denkt lange nach um eine Entscheidung zu treffen, verfolgt diese dann aber auch hartnäckig.

Sein Auftreten wirkt authentisch und sehr überzeugend. Er engagiert sich für seine Mitmenschen und bekämpft mit aller Macht Ungerechtigkeiten. Leider neigt er dazu in „gut“ und „böse“ zu sortieren und lässt ungern andere Meinungen gelten.

Da der Hund viel Humor besitzt und sympathisch und zuvorkommen bei seinen Mitmenschen ankommt, analytisch und scharfsinnig Probleme anpackt und zu außergewöhnlichen Lösungen und Ratschlägen kommt, freuen wir uns auf das ehrliche, loyale, bodenständige, freundliche und humorvolle Jahr 2018.

Die Qualität der Sterne für das Jahr 2018 ist überwiegend gut.

Das Jahr wird sich durch feurige Kraft positiv auszeichnen. Das Jahr wird Beständigkeit, Wohlstand und eine funktionierende Gemeinschaft hervorbringen. Hilfreiche Menschen werden für die Allgemeinheit eintreten.

Berufliche, gesellschaftliche, private Partnerschaften finden segensreiche Unterstützer. Mit Ehrlichkeit und loyalem Verhalten kann alles gelingen.

Der Reichtum wird im Sinne von Stabilität und Sicherheit sich in Zufriedenheit und glücklichen Wendungen zeigen.

Das Ansehen stagniert ein wenig und kann durch unanständiges Verhalten stark ramponiert werden.

Die Vernunft wird siegen, aber es werden auch falsche Entscheidungen getroffen. Wenn daran nicht starsinnig festgehalten wird, werden sich diese aber ändern lassen.

Innovative Lösungsstrategien oder neue Projekte stehen leider nicht in den Sternen. Darauf werden wir noch ein Jahr warten müssen.

Die Gesundheit ist relativ stabil. In Familien sind die Einzelkämpfer am Werk.

Karrieren werden wir allerdings auch noch etwas vertagen müssen. Der Lebensweg kann sehr beschwerlich und von Unglück begleitet sein.

 

Die Tendenzen der Monate:

An den restlichen Tagen im Februar stört ein „wilder Teufel“ unseren inneren Frieden. Dabei lassen vernünftige Entscheidungen unterstützt von hilfreichen Menschen eine gewisse Leichtigkeit zu.
Vorsicht bei Investitionen!

Im März stärken gute Vorschläge unsere Partnerschaften und fördern unser Ansehen. Allerdings schwächelt unsere Gesundheit. Freundschaften können durch Missverständnisse gestört werden.

Imr April ist die Gesundheit wieder zurück. Schlechte Projekte, z.B. in der beruflichen Partnerschaft, führen zu Unzufriedenheit und gefährden damit die Stabilität. Die Konkurrenz am Arbeitsplatz schläft nicht.
Vorsicht bei späten Glatteis oder im Wintersport: Knochenbrüche möglich!

Im Mai sind wir ein bisschen ratlos und verwirrt. Vielleicht machen uns Geldprobleme zu schaffen. Wir sind außer Balance. Streitigkeiten mit Söhnen könnten ein Grund dafür sein. Dafür blühen Partnerschaften auf, wir gehen gern an die Öffentlichkeit. Beförderungen können anstehen. Insgesamt  fühlen uns zufrieden und glücklich.

Im Juni fühlen wir uns rundum wohl und erledigen alles mit Leichtigkeit. Wir haben allerdings das Bedürfnis uns etwas zurückzuziehen.
Vorsicht im Straßenverkehr: Unfälle sind möglich!

Im Juli lassen sich mit Freunden und Partnern glückliche Stunden genießen. Da macht es nichts, dass uns neue Ideen meiden. Am besten wir machen eine Pause und erholen uns.
Aufgepasst: Trennungen und rechtliche Probleme können an der Ecke lauern.

Wer im August seinen Urlaub macht oder sogar aus dem Juli in den August verlängern kann, kommt vollkommen erholt, strotzend vor Gesundheit und voll neuer Pläne zurück. Wissenschaftliche und/oder künstlerische Erfolge erscheinen am Sternenhimmel.

Im September winkt uns materielle Sicherheit. Wir haben ein glückliches Händchen bei finanziellen Dingen und finden öffentliche Anerkennung.
Vorsicht vor Erkältungen!
Und eine Warnung für die Frauen: Gewalt ist nicht ausgeschlossen!

Im Oktober befinden wir uns wieder voll in unserer Mitte und das gesellschaftliche Leben blüht auf.  Missverständnisse mit älteren Personen können auftreten. Mit Geduld und Verständnis sind diese aber lösbar.
Bitte weiter auf die Gesundheit achten!

Im November ist unser Leben voll im Fluss. Entscheidungen finden Unterstützer. Wir sind so voller Tatendrang, dass wir aufpassen müssen uns nicht zu verausgaben.
Vorsicht vor Investitionen und Glücksspielen!

Im Dezember läuft alles wie am Schnürchen. Wir sollten auf unsere Gesundheit aufpassen, erhöhte Erkältungsgefahr, und unsere Freundschaften pflegen. Die Konkurrenz am Arbeitsplatz ist wieder groß.
Vorsicht: Unwohlsein durch verdorbenes Essen möglich und Messer besser wegräumen!

Im Januar 2019 können uns die „guten Vorsätze“ zum Jahreswechsel unzufrieden machen, weil wir sie schon gebrochen haben. Deswegen besser darauf verzichten. Es liegt nur an uns selbst, denn der Januar startet richtig gut, u.a. stehen finanzielle Erfolge , gute Gesundheit, Beförderung, Erfolg bei Prüfungen und Ansehen gut sichtbar in den Sternen.

Alles im Allen wird das Jahr des Erde-Hundes 2018 ein Jahr von erfolgreichem Miteinander, Stabilität, Sicherheit und glücklichen, zufriedenen Stunden.

Und denken Sie stets daran: in der chinesischen Tradition zeigen die Sterne die Qualität einer Zeit und deren Möglichkeit, aber kein unabwendbares Schicksal. Sie können mit klugen Verhalten jederzeit selbst entscheiden und Ihren Weg beeinflussen.

Ich wünsche allen ein erfolgreiches Jahr des Erde-Hundes 2018.

Mir persönlich machen die Aussichten Mut vorwärts zu schauen. Ich wünsche mir von Herzen ein unbeschwertes Miteinander, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Loyalität.

In diesem Sinne,
Eure Birgitt Jendrosch

Warum Lebensberatung – Coaching?

„Warum sollte ich zu einer Lebensberatung gehen oder ein Coaching besuchen?“ fragte mich vor einiger Zeit eine ältere Dame. „Ich habe schon so viel in meinem Leben erlebt und überlebt. Meine Bücherregale sind voll von wundervollen Ratgebern.“

Ja, warum kann auch eine lebenserfahrene Person von einer Lebensberatung oder Coaching, so wie ich es durchführe, profitieren?

Das Allerwichtigste ist in meinen Augen die vielen Verletzungen im Leben neu einzuordnen.

Kein Mensch geht durch sein Leben ohne Verletzungen. Das können sehr kleine Anlässe sein. Wer von uns ist nicht schon einmal zurückgewiesen worden, sei es im Berufsleben oder von einem potenziellen Partner. Manchmal sind es nur achtlose Äußerungen, die nicht einmal böse gemeint sind, z.B. wenn Mutter oder Vater entnervt dem Sprössling androhen, aus dir wird nie etwas Gescheites. Es können aber auch ernstere Probleme sein, wie ein Unfall, der noch einmal glimpflich ausgegangen ist. Mobbing kann schon im Kindergarten beginnen, sich über Schule bis ins Berufsleben hinziehen. Andere haben körperliche Gewalt erlebt, sexuelle Belästigung, Vergewaltigung. Aber auch Trennung oder Tod eines nahestehenden Menschen. Vielleicht kommt jemand aus einem Kriegsgebiet, hat eine schlimme Flucht hinter sich, hat alles verloren.

Wohlgemerkt, ich rede heute nicht über Traumata, die in ärztliche Betreuung gehören oder posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS). Natürlich können viele der obigen Verletzungen auch in ein Trauma oder eine PTBS enden. Das hängt von unterschiedlichen Einflüssen ab, die ich in einem späteren Beitrag erklären werde.

Kommen wir zurück zu der älteren Dame, die es als selbstverständlich ansah, dass sie ihre Probleme allein oder bestenfalls mit ein paar unterstützenden Büchern klären würde.

Sie hatte tatsächlich dramatische Ereignisse in ihrem Leben durch- und „überlebt“. Ihr Sohn starb nach einem Bagatell-Unfall, so wie sie es mir beschrieb. Vielleicht hat er selbst im Krankenhaus den Unfall bagatellisierte und die ärztliche Untersuchung fiel deswegen nicht so tief nachforschend aus. Der Vater, der seinen Sohn wieder mit nach Hause nahm, anstatt ihm im Krankenhaus zu belassen, hat dieses Ereignis nicht so leicht genommen und schwer an seiner vermeintlichen Schuld getragen. Die ältere Dame flüchtete sich nach dem Tod des Sohnes in „spirituelle“ Kreise, die ihr laut eigener Aussage gut taten. Bei deren Namensnennung ich allerdings schon die Augen verdrehe. Aber nicht alle Menschen sind gleich und holen sich auf ihre Art und Weise Hilfe. Das musste ich auch erst lernen.

Ihr Mann, der seine Verantwortung an dem Schicksal seines Sohnes so schwer nahm, erlitt mehrere Schlaganfälle. Vielleicht jeder für sich ein Fingerzeig, diese „Schuld“ neu zu beleuchten, aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Die ältere Dame hingegen hatte bis vor einiger Zeit Erfolg mit ihrer persönlichen Bewältigungsstrategie. Bis ein neuer Schicksalsschlag sie ereilte. Ihr Mann hatte erneut einen Schlaganfall, der ihn zu einem Pflegefall machte. Nun fing der Körper der Dame an ihr den Dienst zu versagen.

Ich weiß es nicht, ob eine Lebensberatung dem Leben der Beiden eine andere Wendung gegeben hätte.

Ich weiß aber aus eigener Erfahrung und denen mit meinen Klienten, dass eine rechtzeitige Aufarbeitung oder an bestimmten Lebensstationen dem weiteren Dasein eine positive Richtung geben kann. Solche Stationen sind die großen Ereignisse im Leben, wie Schuleintritt, Aufnahme eines Studiums, Eintritt ins Arbeitsleben, Trennungen, Renteneintritt und vieles mehr.

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass es sogar einmal jährlich Sinn macht, mit den Verletzungen aufzuräumen und sie loszulassen. Das gehört für mich zur Fastenzeit dazu. Da wird nicht nur äußerlich aufgeräumt und geputzt, sondern auch die Seele darf sich von Altem, Unnützen, Krankmachendem befreien.

In meinem Studio für aktive Lebensgestaltung biete ich dafür Blockadelösungen in Hypnose, Meditationen oder Fantasiereisen an und natürlich in Gesprächen.

Zu jeder Lebensberatung gehört meines Erachtens auch, die Sichtweise auf belastende Ereignisse neu zu bewerten. Der Fachmann oder die Fachfrau spricht dann von kognitiver Umstrukturierung.

Mit anderen Worten:

Lass die Sonne vorsichtig auf die dunklen Stellen scheinen
und sieh wieder das Licht darin.