Auf was bist du bereit zu verzichten?

Im täglichen Leben habe ich oft den Eindruck, dass es allein darum geht, seine Meinung durchzusetzen. Da hört man dann am (männlichen) Stammtisch oder in der (weiblichen) Zumba-Gruppe, „Du wirst doch nicht etwa nachgegeben haben? Ich wäre da ganz hart geblieben. Auf keinen Fall hätte ich zurückgesteckt. Da musst du klare Kante zeigen. Für mich wäre da eine rote Linie überschritten.“

Psychologen, Psychiater, Coach, Paarberater oder ähnliche Berufsgruppen verfolgen nicht selten für ihre Patienten/Klienten genau das Ziel, Ihnen beizubringen, effektiven Widerstand zu leisten.

Ich bin der Meinung, dass wir uns zu selten die Frage stellen:

Auf was bist du bereit zu verzichten?

Jede Gemeinschaft, ob öffentlich, beruflich oder privat, ist darauf angewiesen, dass an „einem Strang“ gezogen wird. Das bedeutet auch, dass der egozentrische Ansatz dem gemeinschaftlichem Denken und Handeln weichen muss. Dazu sollte sich jedes Mitglied einer Gemeinschaft gut überlegen, auf was es zum Wohl Aller verzichten kann oder besser will. Wenn jeder sich überlegt, was er auf keinen Fall aufgeben will, das in der Gruppe kommuniziert, dann gibt es nicht so leicht eine böse Überraschung.

Als meine Schwester und ich zusammen bauten und damit gemeinsam entschieden, dass wir doch sehr eng zusammen wohnen würden, haben wir uns gleich zu Beginn dieser großen Entscheidung überlegt, welche Regeln wir uns geben wollten.

Z.B., wollten wir uns ein „schwarzes Brett“ im gemeinsamen Flur aufhängen, auf dem wir vermerken wollten, ob wir ungestört sein oder lieber gemeinsam essen, ratschen oder etwas unternehmen wollten. Ganz klare Regel war auch, wenn einer von uns Besuch hätte, würde er auf keinen Fall vom Anderen gestört. Es ging so weit, dass wir, weil unsere Terrassen direkt neben einander liegen, vereinbarten, in einen anderen Teil des Gartens zu gehen, um dem Anderen seine Privatsphäre zu gewähren.

Gut, dass wir so ausgiebig darüber geredet hatten…

Gebraucht haben wir unsere Regeln nie!

Meist endet es eher so, dass der Besuch fragt, kommt deine Schwester nicht?

Wichtig in allen Gemeinschaften, seien es Freundschaften, Ehen, Unternehmen uvm., ist es, sich gut zu überlegen, welche Regeln eingehalten werden sollen. Wenn man diese kennt, sich im Normalfall daran hält, ist es meist auch keine Affäre, über eine Abweichung davon zu reden.

In diesen Fällen empfehle ich entgegen dem schönen Spruch „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“ lieber „Reden ist Diamantenstaub!“ Diamantenstaub kann alles, was etwas holpert so wunderbar glätten und gangbar machen.

Versuchen Sie es gleich morgen, beim Partner, bei den Nachbarn, mit den Kollegen, bei allen Gelegenheiten, in denen es etwas knirscht, die meist durch Reden so leicht zu bewältigen sind.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit zauberndem Diamantenstaub!

Ich glaube an Ausgewogenheit

„Woran glaubst du?“ ist das Thema der ARD in dieser Woche. In der Sendung „plusminus“ wurde dazu ein Beitrag gesendet, der mehr oder minder meine Erkenntnisse der letzten Jahre bestätigte. Er war getitelt mit „Esoterik für alle: Wie Ersatzreligionen an unser Geld kommen“.

Eins vorne weg:
Esoterik ist ein knallhartes Geschäft, deren Umsatz bei 20 bis 25 Milliarden liegt. Trendforscher sprechen 2025 sogar von 30 Milliarden Euro. Da ist es normal, dass sich auf dem Sektor nicht nur „gute“ Menschen betätigen, sondern auch welche, die es nur auf das Geld abgesehen haben.

Manchmal ist es die Neugier, die Menschen in die Esoterik-Szene treibt, um einfach mal etwas auszuprobieren, was eigentlich nach ihrem Verstand nicht möglich ist. Wenn es doch aber andere schon positiv erlebt haben. So wurde in dem Beitrag über eine Dame aus Rosenheim berichtet, die über eine Zeitungsannonce auf eine in Oberbayern angesiedelte Gemeinschaft aufmerksam wurde: „Ich wollte mit den Engeln sprechen oder dass jemand für mich mit den Engeln spricht, das hat mich berührt und damals angesprochen.“ Sie saß wie viele andere in der ersten Reihe bei Esoterik-Kongressen, gab Geld für Weiterbildungen innerhalb der Gruppe und teure Engelsessenzen aus. Irgendwann drehte sich ihr komplettes Leben nur noch um geistige Energien, Engel und Channelings.

Und glauben Sie nun bitte nicht, dass hier nur geistig Verwirrte oder einfach-denkende Leute angesprochen werden. Vielmehr sind die Kunden häufig kreative Leute aus der höheren Bildungsschicht.

Hinzu kommt, dass viele Menschen der Schulmedizin nicht mehr trauen und nach alternativen Wegen suchen. Dabei sind Heilungsangebote, die vorgeben Schulmedizin zu ersetzen, besonders riskant.

Mir ist aus dem Jahr 2004 die Geschichte des 9-jährigen Dominik Feld in Erinnerung geblieben. Wahrscheinlich weil der Ohrenarzt meines Vaters dabei eine unsägliche Rolle als betreuender Arzt spielte. Den Eltern von Dominik wurde, nachdem die Schulmedizin nicht erfolgreich war, vorgegaukelt, dass durch die Anwendung der Zellularmedizin (Zell-Vitalstoff-Behandlung) von Dr. med. Matthias Rath das Kind geheilt werden könnte. Der Ausgang war leider tödlich.  Ich fragte mich schon damals, was macht ein Ohrenarzt als Krebsarzt, warum kann ein Ohrenarzt mit Praxis in Niedersachsen einen Jungen in Tijuana, Mexiko, betreuen, uvm.?

Was mich zu einem weiteren Punkt führt. Wer bietet da eigentlich seine Produkte an, mit welcher Qualifikation, mit welchem Hintergrund und mit welcher Berechtigung? In Deutschland gibt es viele kleine Anbieter, die sich auf dem Markt tummeln. Über das Internet und über Mundpropaganda finden Sie ihre Anhänger. Oft werden Konsumenten nach einiger Zeit selbst zu Anbietern: Sie besuchen privat organisierte, oft teure, Seminare und nennen sich danach selbst „Engelsmedium“, „Auraseher“ oder „Heiler“.

Soweit der Beitrag der ARD mit ein paar Anmerkungen aus meiner Erfahrung.

Nun bin ausgerechnet ich selbst so „EINE“, die sich unter anderen auch nicht-wissenschaftlicher Methoden bedient. Weder Kinesiologie, Feng-Shui, Radiästhesie noch Reinkarnationshypnosen sind wissenschaftlich bewiesen.

Ein kleines bisschen über den Gartenzaun schauen hat noch nie geschadet. Ich persönlich probiere gern etwas aus und entscheide dann für mich und danach für meine Kunden, ob es sich um etwas handelt, das weiter gegeben werden kann. Dabei ist nur eins nicht diskutierbar für mich: es darf kein Schaden angerichtet werden, weder physisch, psychisch und finanziell.

Jedem Wissenschaftler tut es gut auch Randbezirke zu erforschen und das zu zulassen, was heute noch im Bereich des Unbewiesenen liegt. Die Menschheit wäre sonst noch im tiefsten Mittelalter gefangen, wenn es nicht mutige Menschen gegeben hätte, die über den Tellerrand hinaus etwas ausprobieren. Ich plädiere sogar dafür, dass es ein Pflichtfach für alle angehenden Wissenschaftler gibt, in dem die Fantasie sich einmal so richtig ausleben darf und neue Sichtweisen und Ansätze ausprobiert werden. Jedes wissenschaftliche Ergebnis basiert auf solch innovativen Ansätzen von Weiter- und Querdenkern.

Liebe Wissenschaftler, lasst den Paradigmen-Wechsel zu! Denkt über das Mögliche auch an das Unmögliche.

Für die, die allerdings Unmögliches ungeprüft als die reine Wahrheit sehen, möchte ich mit auf den Weg geben: Glaubt nicht alles, was „alternativ“ ist. Seid kritisch, hinterfragt und probiert ruhig aus. Auch wenn positiv Denken sehr gut ist, bewahrt einen kleinen Teil in euch, der kritisch bleibt und fragt euch, welchen Nutzen habe ich und welchen Nutzen bringt es dem Anbieter.

Glaubt nicht alles, aber verweigert auch nicht alles. Wählt den Mittelweg, der weiter die Möglichkeiten bietet, nach rechts oder links abzubiegen.

Oder mit anderen Worten: bleibt ausgewogen, im Gleichgewicht. Mein Lieblingsbeispiel ist die Taichi-Monade: im Dunkeln ist immer ein Kern von Licht und im Licht immer ein Kern von Schatten.

In diesem Sinne: findet eure Mitte!

Freie Sicht auf das Leben

Ein älterer Kollege erzählte mir, wie schön es vor vielen Jahren war, als er in einem Neubaugebiet sein Haus baute. Er erzählte darüber, wie alle Nachbarn, wenn er von der S-Bahn-Station kommend seinen Heimweg antrat, im Garten werkelnd ihn freundlich begrüßten und immer Zeit für einen kleinen Schwatz erübrigten.

Es wurden auf der Straße gemeinsam Straßenfeste veranstaltet und jeder trug etwas dazu bei. Der eine brachte seine Ziehharmonika mit und alle stimmten vergnügt Lieder an. Ein anderer stand am Grill und briet Würstchen und Steaks. Die Frauen hatten große Schüsseln mit leckeren Salaten  gefüllt. Die Männer stellten gemeinsam Gartenbänke und -tische auf, während die Frauen alles mit Blumen und Girlanden schmückten.

Man war gemeinsam fröhlich und gut gelaunt, verabredete sich zur gegenseitigen Hilfe und für weitere Festivitäten.

Heute, erzählte der Kollege, ist die Nachbarschaft wie ausgestorben, wenn ich mich auf den Weg mache. Man hört schon etwas, aber man sieht nichts mehr. Hecken und Gebüsch sind überdimensional groß gewachsen. Keiner legt mehr Wert auf einen nachbarschaftlichen Plausch oder ein gemeinsames Bier oder Gläschen Wein.

Es ist, als wenn die Hecken und Büsche Mauern bilden würden. Mauern, die alles ersticken und unterbinden, was Freude macht und soziale Bindungen schafft.

Die Streitereien unter den Nachbarn nehmen dafür täglich zu. Da ist auf einmal eine Pflanze zu nah am Zaun, die Zweige hängen über, die Sonne kann nicht mehr den Garten erreichen. Nachbarskatze, die bis dato in der Urlaubszeit vom Nachbarn versorgt wurde, wird nun mit allen Mittelchen vertrieben. Jede Katzenhinterlassenschaft dem Nachbarn vor die Tür gelegt. Dem kläffenden Hund wird per Anwalt das Bellen untersagt.

Jede Veränderung an Haus oder Garten, ein neues Auto oder ein größeres Gartenhaus, ein Swimmingpool, alles wird zum Neidobjekt.

In letzter Zeit häufen sich auch die Anzahl  der Überwachungskameras, die nicht nur auf das eigene Grundstück gerichtet sind. Selbst Lauschangriffe hielt er nicht mehr für unwahrscheinlich. Demnächst kämen sicher auch noch ein paar Drohnen dazu.

Was glauben Sie, würde passieren, wenn die Hecken und Büsche beseitigt, hohe Mauern abgerissen würden?

Würde sich der soziale Zusammenhalt wieder herstellen, so ganz von allein, nur weil man sich sieht?

Aus Feng-Shui-Sicht grenzen Hecken, Zäune oder Mauern die private Welt zur Außenwelt ab. Sie sind Schutz vor der hektischen Umwelt und ungebetenen Gästen.

In einem Garten ohne deutlich markierte Grenzen kann sich das Chi nur schwer sammeln. Durch den ständigen ungehinderten Energieaustausch mit der äußeren Umgebung ist es schwierig, Geborgenheit, Sicherheit und den persönlichen Charakter des Gartens zu wahren.

Wer sich aber zu stark von der Umwelt abschottet, läuft Gefahr wegen des überwiegenden Yin-Anteils für Ängste und Depressionen anfällig zu werden.

Auch traditionelle chinesische Gärten erlauben Einblicke in den Garten. Ich nenne sie scherzhaft die Feng-Shui-Löcher, die meist eckig aber auch rund in Mauern oder Hecken eingelassen werden.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, Menschen, Tiere und Pflanzen fühlen sich in einem Luft- und Sichtdurchlässigem Garten freier und wohler.

Man kann wieder am öffentlichen Leben teilnehmen, wenn man will. Wenn ich meine Ruhe haben möchte, dann ist ein lauschig gestaltetes Plätzchen in der Tiefe des Gartens vollkommen ausreichend.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen kommunikationsfördernden Garten.

Haben Sie Freude am Leben und genießen Sie mit allen Sinnen!

Toleranz oder zwei Seiten einer Medaille

In den letzten Wochen fällt mir mehr und mehr auf, dass Toleranz von denen eingefordert wird, die selbst absolut intolerant sind.

Toleranz! Was ist das eigentlich?

Laut Wikipedia:
Toleranz ist ein Gelten- oder Gewährenlassen anderer, fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Das Adjektiv tolerant bedeutet „duldsam, nachsichtig, großzügig, weitherzig“ sein, intolerant (auch unduldsam) dagegen, keine andere Meinung oder Weltanschauung gelten zu lassen als die eigene.

Es gibt viele Gebiete auf denen man sich tolerant verhalten kann: in der Religion, in der Ethik, in der Politik, in der sexuellen Orientierung, in der Mode, in der Kunst, und vieles mehr.

Wie jede Medaille zwei Seiten hat, hat sie auch die Toleranz. Wenn die Toleranz weicht, nimmt die Intoleranz zu und wenn die Intoleranz abnimmt, nimmt die Toleranz wieder zu.

Schwierig ist es im täglichen Leben, die helle Seite der Medaille zu erkennen, während die dunkle einfach verdeckt bleibt. Und wenn die dunkle Seite doch einmal ans Tageslicht kommt, wie verhalten wir uns dann?

Ich persönlich halte mich für einen toleranten Menschen, andere mögen das anders sehen, es sei ihnen erlaubt. Ich kann sehr gut unterschiedliche Meinungen nebeneinander stehen lassen. Erst wenn sie mich selbst berühren, dann muss ich zu ihnen Stellung nehmen.

Zu aller erst erstelle ich dann eine Für- und Wider-Liste.

Die meisten Menschen glauben nun, dass es sehr hilfreich sei, die einzelnen Fakten zu überprüfen und nach Faktenlage zu entscheiden.

Je älter ich werde, desto weniger bevorzuge ich diese Technik. Mittlerweile gehe ich lieber in mich und höre in mich hinein, was mich zu den einzelnen Fakten bewegt, welche Emotionen sie in mir auslösen und was diese mit mir machen. So kann ich, glaube ich, ganz gut die Grenze erkenne, über die ich nicht gehen möchte.

Wenn ich diese rote Linie für mich selbst erkannt habe, dann werde ich auch in meinen Handlungen konsequent oder, wie manch anderer behaupten würde, intolerant.

Eine Herzensentscheidung ist für mich ehrlicher, besser und weltbewegender als eine reine Vernunftentscheidung.

VORRAUSGESETZT: Man hat Herzensbildung!

Diese Art der Bildung scheint immer mehr vernachlässigt zu werden. Unsere Gesellschaft stellt das Individuum stärker in den Vordergrund als die Gemeinschaft. Das Mitempfinden für unsere Umwelt schwindet zunehmend. Da ist es dann ganz einfach, anderen Menschen beim Leiden zuzuschauen ohne eine persönliche Betroffenheit zu fühlen. Es ist dann gleichgültig, wenn Lebewesen und Umwelt ausgebeutet werden. Mitleid und Anteilnahme werden zu Fremdwörtern.

Es gibt zwischen Toleranz und Intoleranz keine echte Grenze, sondern nur eine persönliche. Was bin ich noch bereit mitzutragen, was ist für mich absolut indiskutabel.

Die Grenze kann sich auch jeder Zeit durch Veränderung von äußerlichen oder innerlichen Situationen verändern. Ich sehe das ein bisschen so wie Sonne und Schatten oder die zwei Seiten einer Medaille. Im Laufe des Tages verändern sich die Stellen von Hell und Dunkel, sowie sie sich auch im Laufe eines Lebens verändern können.

Jeder Mensch, jedes Lebewesen, jedes Ding ist einem Wandel unterworfen. Deswegen gibt es nichts Fixes. Dennoch weiß ich, dass gewisse Grundwerte, soziale Kompetenzen, ethisch/moralisches Verhalten, die Menschlichkeit und Menschenwürde immer den gleichen Bestand für mich haben werden.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal Prof. Dr. Gisela Steins, Universität Duisburg-Essen, Allgemeine Psychologie und Sozialpsychologie, Fakultät für Bildungswissenschaften) zitieren:

„Soziale Kompetenzen stehen heute nicht mehr im Mittelpunkt der Erziehung; Disziplin bzw. die damit verbundenen Fähigkeiten sind out. Das bedeutet: Man kann nicht erwarten, dass Kinder bereit sind, diese Investition von sich aus zu tätigen.“

„Wir tun gut daran, diese Kulturtechniken weiterzugeben, denn von ihnen hängt ganz entscheidend die Zukunft unserer Gesellschaft ab. Viele negative Ereignisse der Menschheitsgeschichte wären anders verlaufen, hätten die Beteiligten fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten eines angemesseneren Umgangs miteinander zur Verfügung gehabt.“

Darüber nachzudenken lohnt sich!

Herzlich willkommen Neuanfang

Ich habe es gerade wieder am eigenen Leibe erfahren, man verändert eine gar nicht so wichtige Kleinigkeit und Zack, lösen sich andere Themen in Wohlgefallen auf und neue offenbaren sich.

Nein, ich will nicht mein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Aber ich möchte Ihnen darüber berichten wie wir mit unserer Umwelt und unseren Gedanken zusammenhängen. Diese Verknüpfungen können uns be- und einschränken. Wenn wir sie nur ein klein wenig verschieben, können sich neue Chancen auftun. Eine Tür schließt sich und tausend neue öffnen sich. Manchmal müssen wir nur innehalten. So wie Johann Wolfgang von Goethe es sagt: „Du bist so eilig, meiner Treu! Du suchst die Tür und läufst vorbei.“

Aber, ich will Sie nicht auf die Folter spannen.

Mein Jahr begann mit der Planung neuer Duschen. Eigentlich waren nur die Duschkabinen-Wände (über-)fällig. Mein Traum waren allerdings ebenerdige Duschen. Kein Anhauen von Zehen mehr, kein Wegrutschen beim Aussteigen, das war mein Traum. Der Herr von der Badsanierung schaute sich mal ganz unverbindlich alles an… und machte ein Angebot…

Mein Traum ging in Erfüllung!

Gleichzeitig wurde entrümpelt, was zu viel und überflüssig war. Nun war alles frei für den Maler (na ja, nicht alles, es musste noch mächtig geräumt werden). Ich schmiss noch mehr Überflüssiges weg und räumte aus und um. Die Wände bekamen Farbe und damit die Räume einen neuen Ausdruck.

Liebe Leserinnen und Leser, vielleicht können Sie sich noch an die Fastenzeit erinnern? Die lag nämlich auch noch mitten drin. Da wurde nicht nur in der Wohnung und im Garten Ramadama gemacht, auch der Körper durfte sich mal „entschlacken“.

Kaum war das alles erledigt, kamen meine Augen zur Reparatur. Da konnte ich nicht viel lesen oder am PC arbeiten. Es blieb mir nach der Fastenzeit und deren innerer Einkehr noch mal eine längere Zeit, in der ich und meine Gedanken ganz allein mit uns waren.

Ich bin überhaupt nicht unzufrieden mit mir und meiner bisherigen Gestaltung meiner Arbeit. Nur, ich hatte bisher immer Probleme zu erklären, warum ich so unterschiedliche Sachen wie Hypnose und Feng Shui anbiete. Bei Coaching und Hypnose ist für die meisten noch eine Verbindung zu erkennen, bei Feng Shui und Meditation nicht. Wie kann ich gleichzeitig Beraterin für den Geist und für die Wohnung sein? Wie passt Esoterisches wie Rutengehen und wissenschaftlich Fundiertes wie kognitive Umstrukturierung zusammen?

Die große Klammer über allem ist das persönliche Wohlbefinden.

Gemäß meinem Leitspruch: „Auf dem Weg zum Glück! Mutig neue Wege gehen!“ möchte ich Ihnen eine Anzahl von Methoden anbieten, die alle ineinander greifen. Egal mit welcher wir beginnen, eine kleine Veränderung zieht eine größere oder auch viele kleinere nach sich. Sie werden sehen, sobald Sie sich bewegen und etwas verändern, bewegt und verändert sich die Welt mit Ihnen.

Denn Sie sind ein kleiner Bestandteil im großen Spiel des Lebens. Und wer weiß nicht, dass schon ein kleines (Sand-)Körnchen ein großes Getriebe zum Stillstand bringen kann.

Und was wir nicht aufhalten können, dazu können wir unsere Einstellung verändern. Damit sind dann auch viele Probleme schon erledigt.

In der nächsten Zeit werde ich Ihnen einige Denkanstöße geben, die Ihr Leben verändern können. Es muss nicht immer gleich ein Neuanfang sein. Oft reicht auch schon eine reine Erkenntnis. Lassen Sie sich überraschen.

Ich fühle mich zumindest wie neu geboren und sage:
„Herzlich willkommen Neuanfang!“

Vielleicht gelingt es mir sogar bald zu rufen:
„Ich heb ab! Nichts hält mich am Boden!“

frei nach Clueso und Sido/Andreas Bourani

Was ist das Besondere an Bewusstseinsreisen?

Frage:
Auf der Begleit-CD zu Ihrem Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“ kann man sich auf verschiedene Bewusstseinsreisen begeben. Was ist das Besondere an dieser Form von Auszeit, und für welche Methoden haben Sie sich entschieden?

Antwort:
Die Bewusstseinsreisen sind Reisen zum Unterbewusstsein und zurück inklusive einer neuen Erkenntnis, um bewusst zu machen, was jeder selbst verändern kann. Ob es um Entspannung und Blockadelösung, um Motivation und Leistungssteigerung, um Persönlichkeit und Charisma, um Lebensglück und Spiritualität geht, mit den hypnotischen Reisen zu sich selbst lassen sich die meisten alltäglichen und auch nicht alltäglichen Probleme lösen.

Meine persönliche Lieblingsreise ist die Tiefenentspannung „wie im Garten Eden“. Wer eine kurze Verschnaufpause braucht, wird sich danach wie nach einem Kurzurlaub fühlen. Und wenn ich mal wieder das Gefühl habe, die ganze Welt gerät gerade aus den Fugen, dann ist die Empathie-Reise „ihr seid mir wichtig“ oder die Eins-Sein-Reise „ich und du und die ganze Welt“ ein gutes Gegenmittel.

Meine visuellen Erlebnisse während der Augenoperationen

Sicher wird es jedem so gehen, man weiß genau, es gibt keine Alternative und doch beschleicht einen die Angst, was ist, wenn etwas schief geht?

Ich rede von dem grauen Star, der meine beiden Augen langsam schleichend und doch unaufhörlich in einem Nebel versinken ließ und mir damit die Sicht auf die wunderschöne und bunte Welt erschwerte.

Früher hätte es nur die Alternative gegeben, langsam zu erblinden. Ich erinnere mich gut an den Großvater meiner Cousine, der wohl operiert wurde, der danach aber eine sogenannte „Star-Brille“ trug. Sie hatte extrem dicke Gläser und wahrscheinlich war das Blickfeld eingeschränkt. Ich hatte zumindest immer den Eindruck, dass „Opa“ gar nicht mich anguckte, sondern immer über mich hinweg…

Gott sei Dank, gibt es heute künstliche Linsen, die anstelle der eigenen eingesetzt werden und das Sehen wieder scharf ermöglichen. Trotzdem hat mich die Sorge geplagt, was, wenn etwas schief läuft. Zugegeben heute hat man es als blinder Mensch sicher leichter als früher. Es gibt Hörbücher. Dank Siris oder Cortana kann man weiter im Internet surfen, sich etwas vorlesen lassen, etwas schreiben und vieles mehr. Trotzdem kein guter Gedanke.

Bei meiner Suche im Internet nach vielen unterschiedlichen Informationen und Meinungen stieß ich auf einen Artikel veröffentlich im Ophthamologe 2014. Der Artikel mit dem Titel „Visuelle Erlebnisse unter Kataraktchirurgie in topischer Anästhesie“ wurde verfasst von  M. Wenzel, Augenklinik Petrisberg Trier und Universitätsaugenklinik Aachen, D. Sigmann, Augenpraxis Dr. Langefeld Trier, M. Schulze Schwering, Augenklinik Petrisberg Trier und  Department für Augenheilkunde Universitätsklinik Tübingen. Darin steht als erster Satz „Während einer Phakoemulsifikation in topischer Anästhesie berichten uns viele Patienten über visuelle Eindrücke, die sich fortlaufend ändern und die überwiegend als „schön“ empfunden werden.“ Hier der gesamte Artikel:

Danach konnte ich es fast nicht mehr erwarten, ob ich das auch erleben durfte.

Am Tag meiner ersten Operation (rechtes Auge) hatten wir leider einen letzten Wintereinbruch. Meine Nachbarin, die mich netterweise fahren und begleiten wollte, und ich starteten schon sehr früh. Was auch sehr gut war. Kurz bevor wir auf die Autobahn abbiegen wollten und dazu wegen Gegenverkehrs anhalten mussten, fuhr uns jemand auf. Mein erster Gedanke war sofort „toll, ich sage die Operation ab“. Der zweite Gedanke war schon etwas differenzierter „nun habe ich so gut meine Angst besiegt und nun fängt alles von vorn an“.

Aber wir schafften meinen Termin mit 10 Minuten Verspätung. Was total irrelevant war, weil der gesamte Personennah- und Individualverkehr in und um München durch den Wintereinbruch gestört war. Auch mein Operateur war erst mit einer halben Stunde Verspätung erschienen.

Ich bekam vor der Operation eine Tropf-Anästhesie ins Auge und dann ging es los. Meine Gedanken waren vollkommen offen für die anstehenden Bilder, die nun hoffentlich erscheinen würden. Und da waren sie. Eindrucksvoll und schön. Ein Sonnenaufgang am Meer hätte nicht farbenprächtiger sein können.

Damit war meine Angst vor der Operation am zweiten Auge in der darauf folgenden Woche deutlich umgeschwenkt auf eine positive Erwartungshaltung.

Auch die zweite Operation (linkes Auge) bescherte mir Bilder, allerdings mit gemilderter Farbenpracht.

Aber sehen Sie selbst. Ich habe mich, als meine Augen wieder klar sehen konnten, hingesetzt und meine Erlebnisse für Sie gemalt. Leider nur als Moment-Aufnahme und nicht als Film.

Ich möchte allen, die eine bevorstehende Graue-Star-Operation haben, Mut machen.

Es ist eher schön und ich hoffe für alle meine Leserinnen und Leser, dass Sie in einer ähnlichen Situation ähnlich positive, visuelle Erlebnisse haben werden.

Und das Endergebnis ist einfach SCHARF.

Ich bin dann mal in der Reparatur

Morgen um 9:00 wird zunächst mein rechtes Auge und nächsten Freitag das linke Auge operiert. Der graue Star benebelt mich und raubt mir die Sicht. Das wird nun „repariert“.

Danach werde ich mir eine Zeit der Regeneration genehmigen (müssen). Wie lange das dauern wird, weiß ich noch nicht genau, 4 Wochen, vielleicht weniger, vielleicht mehr.

Ich freue mich schon auf ein ungetrübtes Wiedersehen!

Wieder da

Nach Fastenzeit und Ostern hat der eine oder andere mich doch vermisst. Die Anfragen, ob es mir gut geht, häufen sich und so wird es Zeit, dass es mal wieder Neues von mir gibt.

Mein Fastenprogramm habe ich natürlich mit Hingabe mitgemacht. Auch wenn ich ab und an einen Durchhänger hatte und nicht alles zu meiner eigenen Zufriedenheit erledigt habe. Aber ich will nicht ungeduldig mit mir sein sondern ebenso nachsichtig wie mit meinen Mitstreitern. Hier nun ein kleiner Erfahrungsbericht.

Aufräumen und ausmisten war der (körperlich) anstrengendste Teil. Loslassen ist das, was ich immer wieder auch sonst über das Jahr genieße.

Danach hatte ich schon das Gefühl, dass meine Energie immer größer wurde. Die energetische Reinigung meiner Wohnung muss ich allerdings bald wiederholen, weil sich im Moment noch die Handwerker die Klinke in die Hand geben. Diese „Fremdenergien“ müssen danach noch einmal verscheucht werden. Obwohl ich sagen muss, alle Handwerker hatten gute Laune und haben ihre Arbeit mit Liebe erledigt. Da kann nichts Hemmendes ins Haus eingeschleust worden sein.

Das Leben mit allen Sinnen zu genießen war für mich der schönste Teil. Einfach mal wieder darauf aufmerksam machen, dass das Leben und unsere Welt schön ist. Auch wenn es das nicht von morgens bis abends und jeden Tag ist, kann man versuchen alle Sinne für das Schöne weit zu machen, ohne naiv zu sein.

Eine besondere Belohnung habe ich dann auch gleich durch die Inhalte in Kurznachrichten, e-mails oder Gesprächen mit meinen Teilnehmern bekommen. Mit einem Lob und Anerkennung geht gleich alles beschwingter von der Hand.

Aufräumen, loslassen, Energie schöpfen und auf das Wesentliche konzentrieren, das sollte man viel öfter tun. Es führt zu einer positiveren Lebenssicht und fördert ganz nebenbei die Kreativität. Mit geänderter Sichtweise sind sogar ein paar Pfündchen gepurzelt.

Ich habe viele neue Ideen erhalten (dem Himmel sei Dank oder woher auch immer) und werde diese in nächster Zeit umsetzen.

Vorher allerdings werde ich mir meine Augen operieren lassen. Der graue Star nimmt mir immer mehr das Bunte aus der Welt und darauf möchte ich nicht verzichten. Wann das sein wird und wie lange ich dann auf euch oder Ihr auf mich verzichten müsst, werde ich noch rechtzeitig mitteilen.

Bis dahin wünsche ich euch noch erfrischende und motivierende Frühlingstage.
Und sicher haben Sie auch meinen Lieblingsdichter Wilhelm Busch vermisst:

Hass, als minus und vergebens,
wird vom Leben abgeschrieben.
Positiv im Buch des Lebens
steht verzeichnet nur das Lieben.
Ob ein Minus oder Plus
uns verblieben, zeigt der Schluss.
Wilhelm Busch

Weltglückstag 2017

„Glück: Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Konzept für Entwicklung“

Im Juli 2011 verabschiedete die UNO-Generalversammlung auf Drängen Bhutans die Resolution 65/309 mit dem obigen Titel.

In einem immer größer werdenden Teil meiner Arbeit beschäftige ich mich zusammen mit meinen Klienten mit der Suche nach dem Weg zum persönlichen Glück. Bekanntlich ist für Jeden Glück etwas Anderes. Und doch gibt es offensichtlich Dinge, die alle Menschen dieser Welt gleich sehen.

Rechtzeitig vorm Weltglückstag 2017 ist die Studie „Leben in Deutschland“, Stand 2016, mit einem wunderbaren Ergebnis erschienen. Wir Deutschen sind mit unserem Leben zufrieden wie seit Langem nicht mehr. Auch, wenn uns ein paar Medien und Politiker gern etwas anderes einflüstern würden.

Für diese Studie werden seit 1984 etwa 30.000 Menschen in rund 15.000 Haushalten befragt, seit 1990 auch in den neuen Bundesländern. Sie ist die größte und am längsten laufende Wiederholungsbefragung zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Das Besondere daran ist, dass jedes Jahr dieselben Personen befragt werden. Durchgeführt wird die Studie vom Sozio-ökonomisches Panel am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V., Berlin.

In der Studie werden Fragen zur Familie, zu Arbeit, Bildung, Einkommen und Vermögen, aber auch zur Gesundheit und Lebenszufriedenheit der Menschen gestellt. Die Studie ist repräsentativ. Das heißt, die Ergebnisse aus der Befragung können für die Menschen in ganz Deutschland verallgemeinert werden.

Besonders wichtig finde ich, dass in der Befragung nicht nur nach objektiven Lebensbedingungen, sondern auch nach der subjektive Lebenszufriedenheit gefragt wurde.

Ein paar Ergebnisse der Studie, die mich berührt haben, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

  • Musizieren fördert Bildungserfolge von Jugendlichen. Besser Klavier und Flöte statt Fernseher und Computer!
  • Arbeitslosigkeit vererbt sich von Vater auf Sohn.
  • Regelmäßige Gehaltserhöhungen und eine konstante Arbeitszeit steigern die Lebenszufriedenheit
  • Die Glückskurve des Lebens verläuft wie ein U.
  • Verbitterte Menschen, die glaubten im Leben stark zu kurz gekommen zu sein, machen sich mehr Sorgen über die Zuwanderung.
  • Arbeitslosigkeit schlägt tiefe und langanhaltende Wunden. Arbeitslosigkeit prägt ein Leben lang.

Ich werde meine Arbeit weiter dem Ziel verschreiben, allen Interessierten beizubringen, dass Glück Eigenverantwortung heißt. Keiner und nichts kann mich glücklich machen, außer ICH mich selbst.

Glückscoaching bedeutet Wege aufzuzeigen, wie jeder das persönliche Glücksniveau hoch halten kann.

Ich freue mich, wenn Sie sich vertrauensvoll an mich wenden und wir uns gemeinsam auf die Suche nach Glück und Lebenszufriedenheit begeben.

Wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern einen glücklichen, zufriedenen Weltglückstag 2017!

Ihre
Birgitt Jendrosch