Glück beeinflusst Gesundheit und Wohlbefinden

Können wir durch Glücksmomente unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden beeinflussen? Was hat denn der Körper mit unserem Geist, unseren Gefühlen zu tun?

In den letzten Jahren sind in der Medizin ein paar Erkenntnisse aufgetaucht, dass Körper, Geist und Seele doch nicht so einfach zu trennen sind. Die Erkenntnis, dass es nicht ausreicht nur körperliche Symptome zu behandeln, ist spätestens seit der Disziplin der psychosomatischen Medizin in den Blickwinkel der Mediziner getreten. Wenn auch noch nicht alle danach handeln, so gibt es doch immer mehr ganzheitlich denkende Mediziner.

Dr. Nossrat Peseschkian ist einer der Begründer der positiven Psychotherapie hat unermüdlich darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, sich mit positiven Denken auseinander zu setzen.

Die Macht unserer Gedanken für unser Glück und unsere Gesundheit dürfen wir nicht unterschätzen. Sicher haben Sie schon einmal von self-fulfilling prophecy oder selbsterfüllende Prophezeiung gehört. Das, was ich denke, was ich erwarte, ziehe ich also magnetisch an, ob etwas Positives oder etwas Negatives.

Wir können jedoch lernen, dass wir vermehrt die positiven Dinge im Leben sehen, unsere Gedanken darauf fokussieren. Mit ein wenig Übung und Disziplin aktivieren Sie sozusagen den „inneren Helfer“, der Sie von da an tatkräftig unterstützt. Sie müssen ihn manchmal nur suchen und um etwas bitten. Er hilft Ihnen gerne.

Hier ein paar Anregungen, was Sie tun können um sich selbst mit Lebensenergie und Glück zu umgeben und die Empfindungen, die nur Lebenskampf bedeuten zu reduzieren.

  • Erstellen Sie eine Liste von Bereichen in Ihrem Leben, die Sie als einen Kampf wahrnehmen.
  • Spüren Sie den Empfindungen in Ihrem Körper, Ihrem Geist und Ihrem Herzen nach, die dieser Kampf auslöst.
  • Dann atmen Sie tief ein und aus und stellen Sie sich bildlich vor, wie Sie beim Einatmen positive Energie aufnehmen und diese in die Bereiche schicken, die betroffen sind. Beim Ausatmen stellen Sie sich vor, dass der Atem all diese Kämpfe und Konflikte mitnimmt und alles Negative mit dem Atem Ihren Körper, Ihren Geist und Ihr Herz verlässt.
  • Dann schreiben Sie drei Dinge auf, für die Sie an diesem Tag dankbar sind.

Dies ist eine einfache Übung, die viel bewirken kann, wenn Sie sie jeden Tag, z.B. vorm zu Bett gehen durchführen. Wenn Sie nach einer Woche oder nach einem Monat nachlesen, für was Sie alles dankbar sind, werden Sie sicher große Lebensfreude, Zufriedenheit und Zuversicht empfinden.

Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben.
Eleanor Roosevelt

Mein Burn-out

Frage:
Sie haben einen Burn-out gehabt?
(Diese Frage stellte mir ein überraschter, ehemaliger Kollege.)

Antwort:
Es fing damit an, dass ich die magische Altersgrenze mit der 5 vorne dran überschritt.

Zu alt!

Zu alt wofür? Zu alt um innovativ zu sein. Zu alt, um mit Kunden zu verhandeln. Zu alt, um Mitarbeiter zu führen. Zu alt, um… das Arbeitsleben zu verstehen… Zu alt für meine Chefs, denen mein Widerspruch und meine Denkweise nicht gefiel. Zu alt für meine jüngeren Kollegen, die schon das Fell des Bären teilten, bevor er erlegt war.

Da wurde ich geschnitten, herabgesetzt, hin- und hergeschoben, an den Katzentisch gesetzt. Ich hatte wundersamer Weise immer wieder Mentoren, die mich wieder aufrichteten und mir Möglichkeiten boten. Dann kam aber hinzu, dass meine Eltern aus gesundheitlichen Gründen, nicht mehr allein bleiben konnten. Sie zogen zu uns. Auch wenn wir das wirklich wollten und es heute wieder tun würden, ist das eine große Belastung. Zwei Jahre nach dem Einzug knallte es dann auch richtig.

Ich wachte eines Morgens auf und konnte nicht mehr laufen. Den Weg durch den Flur bewältigte ich wie volltrunken, an einer Seite anstoßend und zur anderen torkelnd. Ich hatte kein Gefühl mehr in den Beinen und Händen. Beim Blick auf die eigentlich sauber gerade verlegten Fliesen, gingen die Linien auf einmal auseinander. Das Radio klang seltsam blechern. In mir stieg Panik auf. Ich rief meine Schwester an und erkannte, dass auch das Sprechen, die Wortfindung, Probleme machte. In meinem Kopf machte sich die Erkenntnis „Schlaganfall“ breit.

Eine Odyssee durch die Ärzteschaft begann. Nacheinander wurden ziemlich viele schreckliche Erkrankungen ausgeschlossen, allerdings kam auch keiner zu einem wirklichen Ergebnis.

Der Neurologe und Psychologe tippte als letzter in der langen Reihe der Ärzte auf „familiäre“ Überlastung durch meine Eltern und riet mir wieder arbeiten zu gehen. Also zurück in die Schlangengrube. Da ich immer noch nicht richtig geradeaus laufen konnte, brachte mich meine Schwester jeden Tag zur Arbeit und holte mich auch wieder ab, hin und zurück fast drei Stunden.

Ich hielt es dort noch genau drei weitere Jahre aus. Mein Körper spielte mehr oder weniger wieder mit, gab mir aber auch noch einige Warnschüsse vor den Bug. Er entzog mir sprichwörtlich zweimal den Boden und ich stürzte schwer, so dass ich eine lange Zeit krankgeschrieben war.

Dann ergab sich die Gelegenheit, ein neues Leben aufzubauen. Dafür bin ich unendlich dankbar. Ich habe nicht einen Tag bereut, das sichere Angestelltenverhältnis gegen die unsichere Selbstständigkeit, getauscht zu haben. Auch wenn das Finanzamt mir ab und an im Nacken sitzt. Das vielleicht einmal später.

Eine ganze Zeit später habe ich an einem Abend eine Talk-Shaw verfolgt, in der ein Gast von seinen, meinen ähnelnden, Schwierigkeiten berichtete. Er erzählte, wie schnell sein Hausarzt reagiert und ihn gleich in eine psychosomatische Klinik eingewiesen hat. Mir liefen nur die Tränen über das Gesicht. Ich konnte gar nicht mehr aufhören, zu heulen. Das war genau das, was mir auch wiederfahren war. Nur, bei mir hatte das keiner erkannt.

Ja, heute noch habe ich, wenn ich unter Druck gerate oder wieder alles auf einmal machen möchte, diese Gefühlsstörungen in den Füßen. Und ich kann heute noch nicht während des Spazieren Gehens, gleichzeitig erzählen und andere anschauen, sonst  komme ich wieder ins „Schleudern“.

Alles in allem bin ich mit meinem heutigen Leben zufrieden und dankbar dafür. Ich wünsche meinen Mitmenschen keine ähnliche Erfahrung. Leider glaube ich allerdings, dass meine Erlebnisse kein Einzelfall waren. Ich glaube nicht, dass ich besonders boshafte Chefs, Mitarbeiter und Kollegen hatte. Ganz im Gegenteil. Ein ehemaliger hochrangiger Chef hat sich Jahre später sogar bei mir für sein Verhalten entschuldigt. Er sagte, er hätte auch nur funktioniert und unter Druck mitgemacht, was andere wollten.

Das ist die Gefahr, dass Ehrgeizlinge, Unbedarfte, Naive und Dumme von Zeit zu Zeit die Oberhand gewinnen.

Mein persönlicher Ehrgeiz ist der, andere Menschen stark zu machen, dass sie mit Energie, Selbstbewusstsein und Lebensfreude das (Arbeits-)Leben meistern. Ein Beitrag dazu ist mein Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“.

Gegen die Angst vorm Zahnarzt: Hypnose

Manchen Menschen treibt es den Schweiß auf die Stirn, wenn sie eine Zahnarzt-Praxis nur betreten. Wenn Sie dann auch noch das typische Geräusch eines Bohrers hören, dann haben sie nur noch einen Wunsch, den Wunsch sofort und auf der Stelle zu flüchten.

Zahnschmerzen können aber so verdammt weh tun, dass man von Zeit zu Zeit doch den Gang wagen muss.

Mir selbst ist eigentlich noch nie was richtig Schlimmes beim Zahnarzt widerfahren, dennoch habe ich auch deutlichen Respekt davor.

Seit ich die Hypnose kenne, geht es mir besser. Ich kann mich selbst mit Imaginationen beruhigen. Z.B. stelle ich mir einen schönen Sandstrand vor, an dem ich ganz bequem in einem Liegestuhl liege. Die helle Lampe wird dann zur Sonne. Das Sauggeräusch ist in meiner Vorstellung das Schwappen der Wellen und das Sirren des Bohrers wird zu den Jetskis, die am Strand vorbeiflitzen.

Gut, das braucht ein bisschen Übung und den Willen, die Entspannung erreichen zu wollen.

Ein geübter Hypnotiseur kann diese Entspannung vor einer Behandlung induzieren.

Die Neuropsychologie-Wissenschaftlerin von der Uni Freiburg Prof. Dr. Ulrike Halsband hat darüber geforscht, ob Hypnose wirklich etwas bewirkt. Dazu wurde ängstlichen Probanden im Wachzustand Videos und Geräusche einer Zahnarztbehandlung vorgeführt. Die Neuronen der Angstzentren im Gehirn wie Amygdala, Insula und weitere feuerten ein Blitzgewitter ab. Unter Hypnose waren viel weniger Aktivitäten in den Angstzentren zu verzeichnen. Prof. Dr. Halsband bewies auch eine Reduktion der neuronalen Aktivitäten im Hippocampus, einem wichtigem Hirnzentrum für das Gedächtnis.

Besonders gut funktionierte die Hypnose, wenn die Einleitung zur Hypnose individuell den Probanden ansprach. Vorab wurden die Probanden nach Stichwörtern  befragt, die für sie Ruhe und Wohlempfinden bedeuten. Wie für mich Sonne, Strand und Meer Entspannung bedeutet, ist es für einen anderen vielleicht der Spaziergang und Spiel mit dem Hund, ein Fußballspiel oder Ähnliches.

In der Hypnose ist es dann wichtig, dass alle Sinne angesprochen werden. Wie man den Fußball fliegen sieht, wie die Fan-Gesänge berauschen, wie der Hot-Dog warm in der Hand liegt, wie er in der Nase duftet und wie der erste Schluck Bier angenehm bitter auf der Zunge schmeckt.

In diesem Zustand kann der Mensch den Schmerz „mental“ abspalten und die Ängste reduzieren.

Wenn Sie ein Zahnarzt-Angsthase sind, suchen Sie sich doch eine Praxis, die mit Hypnose oder mit einem Hypnotiseur zusammen arbeitet.

Wer hat schon Erfahrung mit Hypnose beim Zahnarzt germacht?

Nachzulesen ist der Bericht von Prof. Dr. Ulrike Halsband z.B. hier, Seite 24 bis 27:
Publikationen, Uni-Freiburg 2016-1

Das Zentrum verleiht Stabilität

In allen Lebensbereichen sollten wir versuchen in unserer „Mitte“ zu bleiben. Auch unsere Wohnung hat eine Mitte, die unserem Leben Stabilität und Ausgewogenheit geben kann.

Die Mitte ist keiner Himmelsrichtung zugeordnet, steht für den Mittelpunkt unseres Lebens und für die Summe unserer Lebensthemen. Hier sollte sich das lebensspendende Chi ungehindert ausbreiten können. Die Mitte ist der Wandlungsphase Erde zugeordnet.

Im taoistischen Sinne übernimmt die Wandlungsphase Erde die Rolle der Mutter-Erde, die uns Kraft gibt, für uns sorgt und unseren Mittelpunkt bildet. Erde als Wandlungsphase repräsentiert den Ursprung aller Dinge und steht für Standfestigkeit. Erde hilft uns zu uns selbst zu finden, uns zu beruhigen und ausdauernd zu sein. Wir sprechen davon „uns erden“ zu müssen oder mit „beiden Beinen auf der Erde“ zu stehen.

In herrschaftlichen Häusern übernahm oft die Empfangshalle die Funktion der Mitte. Sie gehörte im weiteren Sinne zum Flur. In Zeiten der überhöhten Grundstückspreise kann sich wohl fast keiner mehr eine üppige Empfangshalle leisten. Der Flur in den modernen Wohnungen wird meist stark reduziert zu Gunsten der Wohnräume geplant. Trotzdem sollten wir versuchen die Mitte in der Wohnung zu finden und diese zu betonen.

Können wir nicht die wirkliche Mitte betonen, so schaffen wir ersatzweise in direkter Nähe einen symbolischen Ort der Besinnung und inneren Sammlung.

Am besten eignet sich dafür ein Tisch, der einen sehr stabilen Eindruck hinterlässt, wie z.B. eine Truhe in Form eines Würfels oder Rechtecks. Darauf könnte eine Salzkristall-Lampe stehen, die möglichst oft eingeschaltet ist.

Es kann auch ein Bild an der Wand sein, das auf Sie persönlich einen beruhigenden, stabilisierenden Eindruck macht, z.B. ein Landschaftsbild, gern auch mit Bergen.

Des Öfteren sehe ich Mandalas, die ebenfalls eine harmonisierende Wirkung übernehmen können. Ich schlage allerdings vor, dass diese Mandalas dann nicht nur rund sind, sondern viele zulaufende Spitzen ähnlich einer Sonne oder einer Strahlendahlie besitzen. Ein Beispiel ist das obige Bild.

Eins zum Schluss, wenn Sie sich geerdet, stabilisiert und wohl fühlen, muss das Ergebnis niemand anderem gefallen.

Machen Geld und Ruhm glücklich?

Bekannte Persönlichkeiten kommen mir in den Sinn. Sie hatten entweder außer-gewöhnliche Begabungen oder einen immensen Reichtum, aber sie waren weder glücklich noch erfolgreich, ihr Leben zu leben.

Denken Sie an Marilyn Monroe, eine wunderschöne Frau, begehrt von dem Präsidenten ihres Landes. Sie ertränkte ihre Verzweiflung im Alkohol und starb wohl an einer Über-dosis von Barbituraten. Ernest Hemingway beging Selbstmord. Weder Nobelpreis noch ein außergewöhnliches Leben konnten ihn von einem tiefen Gefühl existenzielle Leere abbringen.  Tina Onassis, eine der reichsten Frauen der Welt, hatte Depressionen. Nach Missbrauch von Barbituraten erlitt sie im Alter von 37 Jahren einen tödlichen Herzinfarkt. Oder den Club 27, zu dem bekannte Rock- und Bluesmusiker wie Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und Amy Winehouse zählen, die im Alter von 27 Jahren meist durch Drogenkonsum ums Leben kamen.

Es gibt also noch etwas anderes als Begabungen, Intellekt. So etwas, was man Einfühlungsvermögen, Mitempfinden, Fühlen mit anderen Worten Gefühle oder emotionale Intelligenz nennen könnte.

Wissenschaftler der Universitäten Yale und New Hampshire beschrieben Emotionale Intelligenz anhand von vier Faktoren:

  • Die Fähigkeit, seinen eigenen Gefühlszustand und den anderer zu erkennen.
  • Die Fähigkeit, den natürlichen Ablauf von Gefühlen zu verstehen:
    So verläuft z.B. die zeitliche Entwicklung von Angst oder Wut unterschiedlich.
  • Die Fähigkeit, über seine eigenen Gefühle und die anderer vernünftig nachzudenken und zu urteilen.
  • Die Fähigkeit, mit seinen eigenen Gefühlen und denen anderer richtig umzugehen.

Diese vier Fähigkeiten bilden die Grundlage von Selbstbeherrschung und gesellschaftlichem Erfolg. Zugrunde liegen Selbsterkenntnis, Zurückhaltung, Mitfühlen, Kooperationsbereitschaft und die Fähigkeit Konflikte zu lösen.

Oft sind wir aber taub gegenüber unseren Gefühlen oder interpretieren sie falsch. So wie ein Kleinkind meistens nicht weiß, warum es weint, ob ihm zu heiß ist, ob es Hunger hat, ob es traurig ist, ob ihm nur langweilig ist, oder es nach einem langen Tag mit Spielen einfach nur müde ist. Es weint, ohne genau zu wissen warum, und weiß auch nicht, was es machen muss, um sich besser zu fühlen.

Auch bei Erwachsenen ist diese Unfähigkeit verschiedene Gefühlszustände zu unterscheiden gar nicht so selten. Stress und Müdigkeit wird dann unter Umständen fälschlicherweise mit Essen beantwortet. Weil der gestresste, müde Mensch das Signal seines Körpers „ich brauche eine Pause und ein wenig Schlaf“ nur zum Teil wahrnimmt als „ich brauche…“. Etwas zu Essen und Trinken steht meistens bereit und es erfolgt der Griff nach Fast-Food, Schokolade oder gar zur Flasche Alkohol.

Unsere Erziehungssysteme betonen sehr das Rationale. Viele (oft Männer) denken, dass sie rein rational entscheiden. Dabei wird der eigene Gefühlszustand ignoriert, über andere erst gar nicht nachgedacht.

Unser bewusstes Denken hat keinen Zugang zu unseren Gefühlen und unsere Gefühle lösen Reaktionen aus, die uns ratlos zurück lassen.

Forscher der Universität in Berkeley sind der Ansicht, dass die Unterdrückung der Gefühle eine Anzahl von gesundheitlichen Problemen hervor rufen kann, die als klassische Stresskrankheiten bekannt sind: unerklärliche Müdigkeit, Bluthochdruck, Erkältungen, Herzkrankheiten, Magen-/Darmbeschwerden und Hautprobleme.

Wenn jedoch unser rationaler Teil und unser emotionaler Teil in uns zusammen wirken, befinden wir uns in einem glücklichen Zustand.  In diesem Zustand gestalten und realisieren sich Gedanken, Entscheidungen und Gesten auf ganz natürliche Weise und laufen einfach ab, ohne dass wir ihnen besondere Aufmerksamkeit schenken müssen.

Wir verfolgen unsere Ziele, wissen jederzeit, welche Entscheidungen wir treffen müssen und sind in einem natürlichen Zustand der Konzentration, ganz ohne Anstrengung, da wir nach unseren Werten handeln.

Am besten ist ein Gleichgewicht zwischen Fühlen und Denken.

Gut gesagt? Aber wie?

In meiner Glückscoach-Ausbildung gehe ich darauf ausführlich ein und zeige wirklich einfache Übungen, die jede für sich ein kleiner Baustein auf dem Weg zum eigenen Glück sind.

Wir wollen das „heilige Geschenk“, wie Albert Einstein sagte, für uns wieder erkennen und freudig annehmen. Dem „treuen Diener“ werden wir dem ihm gebührenden Dank zukommen lassen.

Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk
und der rationale Geist ein treuer Diener.

Wir haben eine Gesellschaft erschaffen,
die den Diener ehrt
und das Geschenk vergessen hat.

Albert Einstein

Das Geheimnis der Gehirnwellen

Frage:
In den Übungen vor den Bewusstseinsreisen im Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“ wird immer wieder auf unterschiedliche Gehirnwellen hingewiesen. Was hat es damit auf sich?

Antwort:
Wie Sie bestimmt wissen, erzeugen die Zellen unseres Gehirns bei jeder Tätigkeit wechselnde, elektrische Impulse.  Zeichnet man diese Potenzialschwankungen über einen gewissen Zeitraum auf, formen sie das Bild von Wellen, die man Gehirnwellen nennt. Vielleicht wurde bei Ihnen schon einmal ein EEG (Elektroenzephalogramm) erstellt. Dann konnten Sie selbst sehen, welche Wellen Ihr Gehirn fabriziert.

Die Bedeutung der Gehirnwellen wurde mittlerweile ganz gut erforscht.

So wissen wir, dass Alpha-Wellen besonders bei Entspannung auftreten, Beta-Wellen bei bewusstem, logischem Denken. Theta-Wellen treten gehäuft bei kreativen Tätigkeiten und in der REM-Schlafphase auf,  Delta-Wellen beim Tief-Schlaf und intuitiver Aufmerksamkeit.

Die Gamma-Wellen sind die zuletzt entdeckten und noch nicht so gut untersuchten. Sie erscheinen bei höchster Konzentration und Spitzenleistung. Gamma-Wellen wurden auch bei erfahrenen, meditierenden Mönchen nachgewiesen und deuten auf mystische, transzendente Erfahrungen.

Gamma-Wellen unterstützen das WIR-Gefühl und das empathische Verhalten gegenüber anderen Menschen, Lebewesen und der Natur, indem Sie das ICH-Gefühl mit der Umwelt verschmelzen lassen.

Gamma-Wellen scheinen auch wichtig für die Synchronisation aller Gehirnareale zu sein.

In den vorbereitenden Übungen werden die für die nachfolgende Bewusstseinsreise notwendigen optimalen Gehirnwellen erzeugt. Wenn Sie also ein besonders gutes Ergebnis erzielen wollen, folgen Sie der Anleitung und hören sich erst danach die Bewusstseinsreise an.

Ich höre gerade die Skeptiker, die innerlich bezweifeln, dass man durch einfach Übungen in der Lage ist, sein Gehirn so zu steuern, dass es genau das tut, was man gerade von ihm erwartet.

Die Anwendung von Neurofeedback-Maschinen zeigen uns eine eindeutige Antwort:

Ja, das geht!

Mit Hypnose besser schlafen

Schlafforscher der Universität Zürich und Fribourg bewiesen, dass der erholsame Tiefschlaf mit Hypnose verlängert werden kann, ganz ohne Medikamente.

(Maren Cordi, Angelika Schlarb, Björn Rasch. Deepening sleep by hypnotic suggestions. Sleep. 37(6). June 1, 2014)

Im Tiefschlaf teilen sich mehr Zellen als sonst, der Körper produziert mehr Proteine und den größten Teil seiner täglichen Menge an Wachstumshormonen. Das alles kann man als körperlichen Reparatur-Prozess bezeichnen.

Tiefschlaf fördert unser Wohlbefinden, verbessert unser Gedächtnis und stärkt unsere Abwehrkräfte.

Bisher glaubte man, dass der Tiefschlaf nicht willentlich beeinflusst werden kann. Und die guten Ergebnisse bei der Behandlung von Schlafstörungen mit Hypnosetherapie waren bisher nicht mit unabhängigen Studien belegt.

Für die objektive Messung des Schlafs wurden dabei die elektrische Aktivität des Gehirns mit dem Elektroenzephalogramm (EEG) gemessen. Den Tiefschlaf erkennt man an sehr gleichmäßigen und langsamen Wellenbewegung der elektrischen Aktivität im Hirn, den Deltawellen.

An der Studie der Universität Zürich nahmen 70 gesunde junge Frauen teil, die für einen 90-minütigen Mittagsschlaf in das Schlaflabor kamen. Vor dem Einschlafen hörten sie über Lautsprecher entweder eine spezielle Tiefschlafhypnose oder einen neutral gesprochenen Text.

Die Studie belegte, dass gut hypnotisierbare Frauen nach dem Hören der Tiefschlafhypnose im Vergleich zum Schlaf nach dem Hören des neutralen Textes einen um 80 Prozent erhöhten Tiefschlafanteil aufwiesen.

Gleichzeitig verringerte sich die Wachliegezeit um rund ein Drittel.

Mit zusätzlichen Kontrollexperimenten bestätigten die Forscher, dass das Ergebnis eindeutig auf die hypnotische Suggestion zurückzuführen war und nicht nur auf Erwartungseffekte reduziert werden konnte.

Das Ergebnis könnte für Menschen mit Schlafproblemen von großer Bedeutung sein. Im Gegensatz zu Schlafmedikamenten ist Hypnose nämlich frei von Nebenwirkungen und unterdrückt nicht, wie viele Medikamente, die REM-Schlafphase.

Die REM-Schlafphase ist wichtig für die Regeneration des zentralen Nervensystems und das Lernen.

Wird diese Schlafphase durch Schlafmangel oder Medikamente unterbunden, gerät das Gehirn in eine Art Sättigungszustand. Synapsen können dann nicht mehr ausreichend verstärkt oder neu aufgebaut werden. Lernen und flexible Informationsverarbeitung fallen dann schwer.

Im REM-Schlaf werden immer wieder Verhaltensweisen geübt, die man sonst nur selten einsetzt. Die wichtigen Sinneseindrücke und Informationen des Tages werden geordnet, abgelegt und Überflüssiges gelöscht. Dadurch kann das Gehirn neue Sinneseindrücke aufmerksam und konzentriert aufnehmen, verarbeiten und speichern.

Lassen Sie sich deswegen bei Schlafproblemen hypnotisieren!

In meinem Buch „Entdecke deinen inneren Helfer“ ist eine Bewusstseinsreise zum besser Schlafen – wie in Morpheus‘ Armen – enthalten.

Der Energieversorger Flur

Der Flur macht es erst möglich, in die verschiedenen Zimmer einer Wohnung zu gelangen. Er versorgt die Zimmer mit dem nährenden Chi, das über den Eingangsbereich einfließt.

Ein Flur ist also im Sinne von Feng Shui nicht nur eine Verbindungsstraße sondern auch ein Bringer vom Lebensenergie spendenden Chi. Durch die Gestaltung der Einrichtung, der Wände, des Bodens und des Lichtes können wir das Chi so leiten, dass es auch die Räume erreicht und diese ebenfalls versorgen kann.

Vielleicht haben auch Sie schon die Erfahrung gemacht, dass es Flure gibt, in denen man sich nicht gerne aufhält und dass nicht nur, weil man dort Unangenehmes zu erledigen hat. Denken Sie vielleicht an Flure in Behörden. Wenn Sie dort sitzen und auf Einlass in ein Zimmer warten, vergeht die Zeit einfach nicht. Oder auf Fluren in Krankenhäusern können Sie vielleicht fühlen, wie Sie immer nervöser werden. Das hat nicht nur etwas damit zu tun, das es sich hier meist um besondere Situationen handelt, sondern auch mit der Art der Flure.

Das sind Flure, in denen das Chi eintritt und „haste was kannste“ wieder verschwindet. Die abzweigenden Räume gehen dabei leer aus. Der Mensch, der sich in einem solchen Flur aufhält, reagiert dementsprechend.

Solche Flure kann man durch Lichtquellen oder eine Bodengestaltung, z.B. durch Querstreifen, verbessern. Das Chi wird dann dazu gebracht nicht vom Eingang zum Ausgang zu schießen, sondern zu verweilen.

So sollten wir auch im privaten Flur versuchen das versorgende Chi zu lenken, damit alle Zimmer ausreichend belebt werden. Locken Sie das Chi mit Lichtquellen, mit schönen Dekorationsgegenständen oder Möbeln, mit Mustern auf dem Bodenbelag oder Blickpunkten an den Wänden.

Falls sich die Kellertür gleich direkt gegenüber vom Eingang befindet, sollten Sie diese nach Ihrem Geschmack verschönern. Das geht z.B. mit einem Türkranz oder wie Sie oben sehen können mit einem aufgemalten Bild.

Diese Tür befindet sich bei mir vor dem Heizungskeller.  Auf dem Weg zu meinem Arbeitszimmer muss ich daran vorbei. Meine Mutter hat sie mit diesem fröhlichen Gemälde zu einem wunderschönen Anblick gemacht. Sie hat dazu zum Teil Schablonen benutzt, wie bei dem Topf und dem Baum. Tulpen, Narzissen, Vögel und Schmetterlinge hat sie freihändig gemalt.

Jedes Mal, wenn ich daran vorbei gehe, erfreue ich mich daran und denke gleichzeitig an meine Mutter. So schenkt mir meine Mutter sozusagen noch aus dem Himmel ihre Energie.

Lassen Sie sich durch Ihre eigenen Ideen leiten. Alles, was Sie erfreut, was Ihnen von Herzen gefällt, ist geeignet das Chi zu lenken und Ihre Wohnung verschwenderisch mit Energie zu versorgen.

Wie Sie negative in positive Emotionen wandeln

Vielleicht haben Sie schon mal erfahren, dass, wenn Sie traurig sind, ein Lachen diese Traurigkeit verschwinden lässt oder zumindest mildert.

Der morgendliche Blick in den Spiegel kann uns ein Gesicht mit verhangenen Augen, hängenden Mundwinkeln zeigen und unsere schlechte Laune zurückwerfen. Versuchen Sie sich bewusst anzulächeln und freundlichst zu begrüßen… und schon ist die Stimmung besser.

Der menschliche Verstand hat die Eigenschaft, dass Gefühle nicht aufrecht erhalten werden können, wenn sie mit einem anderen nicht zu vereinbarenden Gefühl, Gedanken oder Handeln konkurrieren. Der Grund ist eine sogenannte kognitive Dissonanz. Es entsteht ein innerer Drang, eines der beiden Gefühle zu verändern, um wieder Einklang zu erzeugen.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften und der Universität Haifa in Israel haben zwei Areale im Gehirn identifizieren können. Sie bestimmen, wie wir eine Situation einschätzen, und welches der beiden Netzwerke an- oder ausgeschaltet wird. Demnach ist das eine Netzwerk aktiv, wenn wir etwas erfreulich finden, das andere im umgekehrten Fall.

Den Wechsel zwischen beiden Empfindungen übernehmen wiederum zwei Bereiche innerhalb dieser Netzwerke. Der sogenannte Sulcus temporalis superior im Schläfenlappen, der für die Interpretation positiver Ereignisse zuständig ist, und der sogenannte Lobus parietalis inferior im Scheitellappen, der aktiv wird, wenn wir etwas als negative empfinden.

Beide Regionen treten in Aktion, wenn wir mit einer emotional widersprüchlichen Situation konfrontiert werden. Sie scheinen miteinander zu kommunizieren um herauszufinden, welche von ihnen aktiviert oder inaktiviert wird und beeinflussen darüber wiederum andere Hirnbereiche.

Mit den folgenden Techniken Entspannung, Bewegung und Heiterkeit können Sie Ihre negativen Gefühle im Zaum halten. Sie werden sich mit Dingen befassen, die mit Ihren negativen Emotionen unvereinbar sind, und diese Emotionen dadurch zwingen, sich zu verändern.

Entspannung

  • Hören Sie Ihre Lieblingsmusik
  • Meditieren Sie
  • Erlernen Sie Selbsthypnose oder eine andere Technik wie autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung nach Jacobson
  • Lassen Sie sich von einem Hypnotiseur tiefenentspannen
  • und vieles mehr

Bewegung

  • Gehen Sie jeden Tag mindestens 10 Minuten stramm marschieren
  • Joggen
  • Radfahren
  • Nehmen Sie statt Aufzug die Treppen
  • Gehen Sie in der Natur spazieren
  • Machen Sie Yoga, Taichi oder Qigong
  • und vieles mehr

Heiterkeit

  • Schauen Sie sich ein Video Ihres Lieblingskomikers an
  • Lesen Sie ein witziges Buch
  • Schauen Sie im Kino, Fernsehen oder Theater eine Komödie an
  • Nehmen Sie an Lach-Yoga-Veranstaltungen teil
  • und vieles mehr

Ihnen wird sicher zu jeder Kategorie etwas einfallen, das Sie sogar sehr gern tun.

  • Ich spiele z.B. gern am Klavier meine Lieblingsmusik.
    (Ob das bei meinen Nachbarn auch die Stimmung hebt, weiß ich nicht.)
  • Ich gehe jeden Tag ca. eine halbe Stunde Gassi. Dabei lösen sich strammes Gehen und Trödeln ab.
    (Zuerst hat Vicki es eilig ein schönes Plätzchen zum Erleichtern zu finden und danach müssen die Hunde-Zeitung gelesen und Briefchen für die Hunde-Gemeinde geschrieben werden.)
  • Ich liebe Sendungen im Fernsehen, die mich wirklich unterhalten und zu denen ich auch Lachen kann.
    (Das können Tierfilme sein, die warme Gefühle ansprechen, Liebesfilme bevorzugt mit Happy-End oder richtigem Heul-Faktor, Kabarett – Comedy, oder gefühlvolle Musik jeglichen Genres.)

Sie werden sehen, Ihre negative Haltung wird sich wandeln!

Wie mein innerer Helfer mich unterstützte

Frage:
Was ist das effektivste Ergebnis, das Ihnen Ihr persönlicher Helfer bisher gebracht hat?

Antwort:
Im November 2012 wurde ich auf einem Zebrastreifen angefahren und habe mir einen Lendenwirbel gebrochen. Im Krankenhaus bekam ich dreimal täglich eine große Tablette und zu jeder Mahl- und Nachtzeit noch ein weiteres Schnapsgläschen mit einer rosa übel-süßlichen Flüssigkeit. Bei jedem Schluck würgte es mich. Es wurde mir erst schlecht, dann schwoll mein Gesicht an.

Da sagte Franz, mein inneren Helfer, kennst du das nicht? Denk an deine Heilpraktiker-Ausbildung. In mir stieg das Bild aus einem Lehrheft über allergische Reaktionen auf: Quincke-Ödem. Da Ärzte nur bei der Visite am Morgen auftauchten, berichtete ich der Pflegerin meinen Verdacht. Ihr Rat war: Sofort absetzen!

Dann bekam ich meine großen Tabletten mal so abgetrennt, dass ich ihren Namen lesen konnte: Oxycodon. Beim Zusatz „codon“ gingen bei mir so einige Lichter auf: ein starkes, opioid-haltiges Schmerzmittel. Warum nur, ich hatte Schmerzen, aber keine Schmerzen, die nicht irgendwie auszuhalten gewesen wären.

Wenn man im Nachthemd im Bett liegt mit 300 Neigung, sonst durfte ich nur noch stehen und gehen, ist man in seiner Autorität schon etwas gemindert. Deswegen brauchte ich auch die Unterstützung meiner Bettnachbarin. Wir stellten nämlich fest, dass sie während der Visite vergaß zu fragen, was sie fragen wollte und mir das gleiche passierte.

Bei der nächsten Visite sprach ich also mit moralischer Unterstützung meiner Bettnachbarin die Ärzte an. Das wurde fast wie Blasphemie gewertet. Kategorische Antwort: Das brauchen Sie, sonst macht das Schmerzgedächtnis die Schmerzen chronisch.

Bei Schmerzgedächtnis bin ich zu voller Größe aufgelaufen. Dank meiner Ausbildung zur Hypnotiseurin und meinem inneren Helfer (oder nennen Sie es auch gern meine innere Weisheit) weiß ich, dass es nichts gibt, dass sich unauslöschlich ins Gedächtnis brennt. Alles was sich dort einnistet, kann auch wieder rückgängig gemacht oder „überschrieben“ werden.

Und ich nahm meine Tabletten einfach nicht mehr!

Sie hatten nämlich wirklich große Nebenwirkungen für mich in Form einer unangenehmen Verstopfung. Bei einem Wirbelbruch ist genau das Pressen schmerzhaft. Mal ganz abgesehen davon, dass ich auf Hilfe angewiesen war, weil ich ja an den Teil meines Körpers nicht allein heran kam…

Mein innerer Helfer half mir die Schmerzen mit Entspannung und spezieller Techniken aus der Schmerz-Hypnose selber zu lindern. Die verbleibenden Schmerzen habe ich dankbar angenommen, weil sie mir doch so gut zeigten, was ich tunlichst unterlassen sollte: mich bücken, drehen, sitzen usw.

Ach ja, eine Zeit lang bekam mein innerer Helfer noch Unterstützung von außen, Ich trug ein formschönes Haltegerät, dass mir den Anschein einer Amazone verpasste.

Das ist nun schon alles vergessen. Und doch habe ich einmal mehr gelernt auf meine Intuition namens Franz zu hören. Sie müssen mir nicht unbedingt nacheifern und ihre Medikation gegen Null fahren. Sie dürfen mir aber gern glauben, dass Schmerzen auch ohne Medikamente reduziert werden können, durch Selbsthypnose wie die Bewusstseinsreisen oder durch Fremdhypnose.

Vielleicht inspiriert Sie  mein Blog-Eintrag über Hypnose und Schmerzen.

Probieren Sie es selbst aus! Denn probieren geht über nachlesen!