Liebe und FRIEDEN

Der weise Sarastro und seine Priester glauben an den Sieg des Guten, an die Läuterung der Menschen durch Weisheit, Güte, Liebe und Menschlichkeit. Er verkörpert Ideen des Humanismus und einer neuen Ordnung.

Keine Rache, kein Verrat, dem Feind vergeben, Mensch den Mensch lieben sind die Zutaten, die Sarastro für der Menschheit Glück empfiehlt.

In der Zauberflöte lässt Mozart Sarastro singen:

In diesen heil´gen Hallen
kennt man die Rache nicht.
Und ist ein Mensch gefallen,
führt Liebe ihn zur Pflicht.
Dann wandelt er an Freundes Hand
vergnügt und froh ins bess´re Land.

In diesen heil´gen Mauern,
wo Mensch den Menschen liebt,
kann kein Verräter lauern,
weil man dem Feind vergibt.
Wen solche Lehren nicht erfreu´n,
verdienet nicht ein Mensch zu sein.

In diesem heil´gen Kreise,
wo man nach Wahrheit ringt,
und nach der Väter Weise
das Band der Eintracht schlingt,
da reifet unter Gottes Blick
der Wahrheit und der Menschheit Glück.

Text: Karl Ludwig Metzler genannt Giseke und Emanuel Schikaneder
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart

Wo sind die weisen Männer und Frauen unserer Zeit, die die Menschheit eine neue Ordnung auf humanitärer Basis lehren?

Menschlichkeit

boy-and-girl

Gestern habe ich die Spenden-Gala im ZDF zugunsten „Brot für die Welt“ und „Misereor“ gesehen.

Ganz stark hat mich eine Aussage der Schauspielerin Kristin Meyer berührt, die unter anderen ein Projekt für Mädchen, die auf der Straße leben, in Nairobi, Kenia, unterstützt.

Sie sagte mit Blick auf die Flüchtlingsdebatten, dass sie die Einteilung der Flüchtlinge in „berechtigte“ und „Wirtschaftsflüchtlinge“ als sehr zynisch empfände. Sie erlebt es hautnah, dass Eltern nur eins wollen, dass ihre Kinder überleben. Dafür nehmen sie in Kauf, auf einem nicht seetauglichen Boot das Meer zu überqueren. Todes-Angst hat man auch, wenn es nichts zu essen und zu trinken gibt.

Die Beiträge, egal ob über Kenia oder die Mongolei oder sonst wo her, zeigten eindrücklich, wie Menschen und ihre Kinder fast verhungern, keine Lebensaussichten haben. Darüber zu urteilen, ob diese „berechtigte“ oder „nur Wirtschaftsflüchtlinge“ sind, ist wirklich unmenschlich.

Das Verständnis in unseren warmen, mit Genussmitteln vollgestopften Wohnungen, lässt wohl viele vergessen, wie unsere (Ur-)Großeltern, teilweise Eltern nach den Weltkriegen gelitten und zum großen Teil Hilfe erhalten haben. Warum ist bei den Nachkommen, dieses Wissen nicht mehr vorhanden? Wann ist die Menschlichkeit auf der Strecke geblieben?

Gerade Künstler nutzen ihre Popularität, um solch benachteiligten und verfolgten Menschen zu helfen. Ein großes Dankeschön dafür.

Ich bin heute dankbar …
für Menschen wie Kristin Meyer, Peter Maffay, Til Schweiger und viele, viele mehr, die sich einsetzen.

Ich möchte heute allen vergeben …,
die aus Angst und Eigennutz sich der Menschlichkeit verweigern.